Vorschau, FIA World Endurance Championship WEC, 4. Lauf Sakhir/Bahrain  Porsche geht als Führender der Weltmeisterschaft in letztes Rennen des Jahres

Vorschau, FIA World Endurance Championship WEC, 4. Lauf Sakhir/Bahrain Porsche geht als Führender der Weltmeisterschaft in letztes Rennen des Jahres

Stuttgart. Porsche möchte das äußerst erfolgreiche Motorsportjahr 2019 mit einem weiteren Glanzlicht beim Achtstundenrennen der FIA World Endurance Championship (WEC) am 14. Dezember in Bahrain abschließen. Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart führt die Weltmeisterschaft nach Doppelerfolgen des neuen Porsche 911 RSR in Silverstone (Großbritannien) und Schanghai (China) sowie einem Podestplatz in Fuji (Japan) deutlich an. Auch in der Fahrerwertung liegen die beiden Porsche-Duos an der Spitze. In der GTE-Am-Kategorie setzen drei Kundenteams insgesamt fünf Porsche 911 RSR der Vorjahresspezifikation in dem Langstreckenrennen in der Golf-Region ein.

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Das Rennen
Der Bahrain International Circuit ist seit 2004 regelmäßig Austragungsort eines Formel-1-Grand-Prix. Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC gastierte erstmals in ihrem Gründungsjahr 2012 auf dem 5,412 Kilometer langen Rundkurs nahe der Hauptstadt Manama. Einzig in der „WEC Super Season“ 2018/2019 fand kein Langstreckenrennen in Sakhir statt. Bei der diesjährigen Rückkehr auf die herausfordernde Strecke trägt die FIA WEC zum ersten Mal einen Wertungslauf über acht Stunden aus. Die große Hitze bei Tag, die sinkenden Temperaturen bei Einbruch der Nacht sowie der oftmals mit viel Sand belegte Asphalt machen das Rennen für Teams, Ingenieure und Fahrer zu einer großen Herausforderung. Der Reifenverschleiß auf der Grand-Prix-Strecke mit den 15 Kurven gilt als entscheidender Faktor auf dem Weg zu möglichen Erfolgen. 2015 feierten hier die französischen Werksfahrer Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki im Porsche 911 RSR den Sieg in der GTE-Pro-Klasse.

Die Fahrer des Porsche GT Teams
Die Sportwagen-Weltmeister Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) wechseln sich am Steuer des Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 ab. Das erfolgreiche Duo führt nach dem Sieg beim vergangenen Rennen in Schanghai sowie zwei zweiten Plätzen in Silverstone und Fuji die Gesamtwertung an. Die Sieger des Saisonauftaktes in Großbritannien, Richard Lietz (Österreich) und Gianmaria Bruni (Italien), fahren im Schwesterauto mit der Startnummer 91. Sein enormes Potenzial hat der neue Porsche 911 RSR im bisherigen Verlauf der Saison 2019/2020 zudem mit Pole-Positions in Japan und China unter Beweis gestellt.

Die Kundenteams
Das deutsche Kundenteam Dempsey-Proton Racing setzt zwei Porsche 911 RSR der Vorjahresspezifikation ein. In der Startnummer 77 wechselt sich Porsche Young Professional Matt Campbell (Australien) mit Teameigner Christian Ried (Schöneburg) und dem Italiener Riccardo Pera ab. Im Schwesterauto mit der Nummer 88 agiert unter anderem Porsche Young Professional Thomas Preining aus Österreich.

Im 911 RSR mit der Startnummer 56 des deutschen Kundenteams Project 1 ist Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien) gemeinsam mit Egidio Perfetti (Norwegen) und David Heinemeier Hansson (Dänemark) im Einsatz. Das Fahrzeug mit der Nummer 57 teilen sich die beiden Niederländer Larry ten Voorde und Jeroen Bleekemolen mit dem Amerikaner Ben Keating. In der Startnummer 86 von Gulf Racing fährt das britische Fahrertrio Michael Wainwright, Ben Barker und Andrew Watson.

Der Porsche 911 RSR
Der neue Porsche 911 RSR (Modelljahr 2019) absolviert seine erste Saison in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Das – in Abhängigkeit vom Luftmengenbegrenzer – rund 515 PS starke Fahrzeug aus Weissach basiert auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen 911 GT3 RS*. Im Vergleich zum äußerst erfolgreichen Vorgängermodell wurde das Auto für die GTE-Pro-Klasse der FIA WEC unter anderem in den Bereichen Fahrbarkeit, Effizienz, Ergonomie und Servicefreundlichkeit verbessert. Rund 95 Prozent aller Bauteile sind neu. Angetrieben wird der 911 RSR von einem Sechszylinder-Boxermotor mit 4,2 Liter Hubraum.

Die Zeiten
Das Achtstundenrennen der FIA WEC in Bahrain startet am Samstag, 14. Dezember um 15:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr MEZ).

Das Rennen im TV und Internet
Das vierte Saisonrennen der FIA WEC wird auf www.sport1.de in voller Länge übertragen. Auch auf dem Pay-TV-Kanal Sport 1+ ist das gesamte Rennen in der Liveübertragung von 12:30 Uhr bis 21:30 Uhr zu sehen. Eurosport zeigt die Schlussphase des vierten Saisonlaufs ab 18:00 Uhr live auf dem Kanal Eurosport 2. Motorsport.tv überträgt das Rennen in voller Länge, in der kostenpflichtigen FIA WEC App sind ein 
Livestream und Livetiming verfügbar.

Stimmen vor dem Rennen
Fritz Enzinger (Leiter Motorsport): „Ein nahezu beispiellos erfolgreiches Jahr für Porsche Motorsport geht mit dem Achtstundenrennen in Bahrain zu Ende. Wir wollen unsere traumhafte Form mit einem weiteren Erfolg untermauern. Mit dem Vorgängermodell des Porsche 911 RSR haben wir alle Weltmeistertitel und die Meisterschaft in Nordamerika gewonnen. Das neue Auto hat in der bisherigen WEC-Saison nahtlos an diese Erfolge angeknüpft. Zum Abschluss des Jahres wollen wir das Potenzial des neuen 911 RSR noch einmal darstellen und als Führende der Weltmeisterschaft ins Jahr 2020 gehen.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport): „Der letzte Werkseinsatz 2019 wird eine große Herausforderung. Die Strecke in Bahrain ist physisch anstrengend, der Reifenverschleiß extrem hoch. Wir werden uns akribisch und konsequent vorbereiten wie immer. Porsche war bislang über große Distanzen immer ganz besonders stark – sowohl im Hinblick auf die Performance des Autos und der Fahrer als auch bezüglich der Strategie. Das wollen wir im Achtstundenrennen von Bahrain mit dem neuen Porsche 911 RSR noch einmal untermauern.“

Alexander Stehlig (Einsatzleiter FIA WEC): „Wir hatten mit unserem neuen Porsche 911 RSR einen Traumstart in die Saison. Zwei Doppelerfolge, zweimal Pole-Position, in jedem Rennen auf dem Siegerpodest und die Führung in allen Meisterschaften – was will man mehr? Natürlich beim nächsten Rennen daran anknüpfen und diese Erfolgsserie fortsetzen. Bahrain ist eine anspruchsvolle Strecke, zudem ist es das erste Rennen der Saison 2019/20 über eine wirklich lange Distanz. Die gesamte Mannschaft bereitet sich intensiv auf diese Herausforderung vor, um einen erfolgreichen Jahresabschluss für Porsche zu realisieren.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Nach dem Vierstundenrennen in China geht es nun in Bahrain über die doppelte Distanz. Das ist eine neue Herausforderung. Ein solches Langstreckenrennen bietet im Bereich Strategie ganz andere Möglichkeiten. Für uns Fahrer wird es anstrengend, denn die Streckencharakteristik bietet kaum Zeit zum Durchschnaufen im Cockpit. Zudem fordert der Asphalt die Reifen enorm. Wir sind mit dem neuen Porsche 911 RSR gut gerüstet für Bahrain und wollen die Meisterschaftsführung von Porsche mit in die zweite Saisonhälfte nehmen.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Ich persönlich verbinde sehr viele positive Erinnerungen mit Bahrain. In der Vergangenheit war das Rennen in Sakhir oft das Saisonfinale der WEC. In den Jahren 2013 und 2014 durfte ich dort meine Meistertitel feiern. Die Strecke meint es offenbar gut mit mir. Nun fahre ich erstmals im Porsche 911 RSR ein Rennen dort. Ich bin guter Dinge, dass wir unsere bisher starke Saison mit einem weiteren Topergebnis fortführen werden. Kurz vor der Weihnachtspause noch einmal Sonne tanken und viele Punkte sammeln – das ist das Ziel.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Abgesehen vom hohen Reifenverschleiß macht der Temperaturwechsel im Rennen die Suche nach dem optimalen Setup schwierig. Wir starten bei Sonnenschein in großer Hitze, später kühlt es deutlich ab. Wichtig ist, dass man unter allen Bedingungen stark ist. Bisher lief es mit zwei Podestplätzen in Silverstone und Fuji sowie dem Sieg in Schanghai bestens für uns. Wir wollen unsere Führung in der Gesamtwertung zum Abschluss des Jahres möglichst noch weiter ausbauen.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Nach unserem Sieg in Schanghai reisen wir als Meisterschaftsführende nach Bahrain. Die Stimmung könnte kaum besser sein. Wir werden auch im letzten Rennen des Jahres voll angreifen, denn wir möchten diese gute Gefühl mit in die Weihnachtszeit und die zweite Saisonhälfte nehmen. Mit einem weiteren Erfolg lässt sich die besinnliche Zeit im Kreis von Freunden und Familie noch viel besser genießen. Das Jahr 2019 war unabhängig vom Ergebnis in Bahrain einfach traumhaft für mich.“

Matteo Cairoli (Porsche 911 RSR #56): „Ich kenne Bahrain aus der Saison 2017, als ich dort erstmals unterwegs war. Es ist für mich persönlich nicht die schönste Strecke der Welt, aber das Layout ist im Verhältnis zu anderen modernen Kursen gut gelungen. Es ist unheimlich schwierig, die Reifen über einen gesamten Stint in konstant gutem Zustand zu halten. Das macht es wirklich anstrengend. Ich hoffe, dass wir das Jahr mit einem Podestplatz abschließen können, um hoch motiviert und guter Dinge in Richtung 2020 durchzustarten.“

Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): „Das Rennen in Bahrain wird der längste Wertungslauf seit Le Mans im Juni dieses Jahres. Ich bin schon sehr gespannt, denn ich kenne die Strecke in Sakhir bislang noch nicht. Im bisherigen Verlauf der Saison haben wir leider noch nicht an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen können. Wir waren oft vorn dabei, haben aber nie den verdienten Lohn kassiert. Das soll sich in Bahrain ändern. Wir wollen unseren ersten Saisonsieg einfahren.“

Thomas Preining (Porsche 911 RSR #88): „Auch wenn es in Bahrain immer sehr heiß ist, finde ich die Veranstaltung dort extrem cool. Die Strecke liegt mir, ich mag das Layout gern. Die Distanz von acht Stunden macht das Rennen noch anstrengender, aber auch deutlich interessanter. Wenn wir es als Team schaffen, ein Setup zu erarbeiten, das den Reifenverschleiß in einem erträglichen Rahmen hält, dann haben wir gute Chancen auf einen Erfolg.“

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der seit 2012 ausgetragenen Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) nehmen Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen teil: LMP1, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am. Sie treten gemeinsam in einem Rennen an. Die Wertung erfolgt getrennt. Das Porsche-Werksteam startet als amtierender Herstellerweltmeister in der Klasse GTE-Pro, während die Kundenteams Dempsey Proton Racing, Project 1 und Gulf Racing in der Kategorie GTE-Am um Siege kämpfen.

Quelle: Porsche Motorsport

 

Porsche Motorsport-Programm 2020  Klares Bekenntnis zu GT-Sport und Formel E

Porsche Motorsport-Programm 2020 Klares Bekenntnis zu GT-Sport und Formel E

Stuttgart. Im Rahmen der Motorsportgala „Night of Champions“ hat Porsche in Weissach auf das Motorsportjahr 2019 zurückgeblickt. Die vergangene Saison war mit Titeln in den drei wichtigsten GT-Rennserien der Welt, vielen weiteren Meisterschafts- und Rennsiegen sowie dem geglückten Einstieg in die Formel E eine der erfolgreichsten in der Geschichte des Unternehmens. Die Vorstände der Porsche AG sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wolfgang Porsche würdigten die Leistungen der Fahrer und Rennteams aus aller Welt. Gleichzeitig wurde die intensive Fortsetzung der weltweiten Motorsportprogramme sowie eine Reihe von Neuerungen verkündet.

Vier Werksautos in Le Mans 2020
Porsche setzt seine GT-Offensive auch im Jahr 2020 ungebremst fort. Bei der 88. Auflage des 24-Stunden-Rennens in Le Mans tritt Porsche wieder mit vier Werksautos an. Die beiden Meister-Teams aus der FIA WEC und der IMSA WeatherTech Championship bündeln erneut ihre Kräfte und betreuen jeweils zwei der rund 515 PS starken 911 RSR (Modelljahr 2019). In der Super Season 2018/19 bildete Porsches Doppelsieg beim zweiten Saisonrennen in Le Mans die Grundlage zum Titelgewinn. Beim Saisonfinale im Juni 2019 besiegelte ein doppeltes Podium den Herstellertitel sowie die Plätze eins und zwei in der Team- und Fahrerwertung.

Neuer 911 RSR feiert Nordamerika-Premiere in Daytona
Der neue Porsche 911 RSR, der mit zwei Doppelsiegen und zwei Pole-Positions in drei Rennen der FIA WEC einen eindrucksvollen Start hingelegt hat, feiert am 25. Januar beim 24-Stunden-Rennen in Daytona sein US-Renndebüt. Der rund 515 PS starke GT-Renner mit der Startnummer 911 wird in der Saison 2020 von Nick Tandy (Großbritannien) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) gesteuert. Bei den längsten Saison-Rennen in Daytona, Sebring und beim Petit Le Mans werden die Stammfahrer von Matt Campbell (Australien) unterstützt. In der Nummer 912 wechselt sich das Meisterduo Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) ab. Bei den Endurance-Veranstaltungen verstärkt Mathieu Jaminet (Frankreich) das Team.

Porsche setzt auf eigenen Fahrernachwuchs
Der Kader von Porsche Motorsport für den GT-Sport und die Formel E besteht in der Saison 2020 aus 18 Werksfahrern, zwei Young Professionals und zwei Porsche Junioren. Der Australier Matt Campbell (24) und der Franzose Mathieu Jaminet (25), die aus der eigenen Nachwuchsförderung stammen, erhalten einen Vertrag als Werksfahrer. Beide haben als Porsche Junior und anschließend als Young Professional eine umfangreiche Ausbildung in den Porsche-Markenpokalen sowie im internationalen GT-Sport erhalten. Der Franzose Julien Andlauer (20), der 2019 den Titel im Carrera Cup Deutschland gewinnen konnte, geht als Young Professional in die nächste Phase seiner Ausbildung zum Profirennfahrer. Im Porsche Mobil 1 Supercup starten in der Saison 2020 zwei Porsche Junioren: Jaxon Evans aus Neuseeland (23) geht in sein zweites Junior-Jahr. Ayhancan Güven setze sich im November 2019 in einer aufwändigen Sichtung gegen die größten Talente der internationalen Markenpokale durch und ist ab dem kommenden Jahr neu im Junior-Programm von Porsche Motorsport.

GT-Programme für Formel-E-Entwicklungsfahrer
Neben ihrer Funktion als Test- und Entwicklungsfahrer in der Formel E werden Porsche Werksfahrerin Simona de Silvestro (31) und Porsche Young Professional Thomas Preining (21) auch Rennen im GT-Sport bestreiten. De Silvestro tritt als Teamkollegin des ehemaligen Porsche Juniors Klaus Bachler beim ADAC GT Masters im Team 75 Bernhard an. Preining erhält einen Stammplatz in der Intercontinental GT Challenge und der Blancpain Endurance Series. In der FIA WEC unterstützt er das Kundenteam Dempsey Proton Racing.

Porsche-Erfolgsfahrer in neuen Funktionen
Porsche-Motorsportchef Fritz Enzinger verabschiedete im Rahmen der Night of Champions drei besonders erfolgreiche und verdiente Werksfahrer. Die beiden Le Mans Gesamtsieger und zweifachen Weltmeister Timo Bernhard (38) und Brendon Hartley (30) sowie „Mister 911“ Jörg Bergmeister (43). Die beiden dienstältesten Porsche-Werksfahrer Bergmeister und Bernhard, die zu den erfolgreichsten Sportwagen-Piloten aller Zeiten zählen und bereits vor zwanzig Jahren im Carrera Cup und Supercup um die Meistertitel kämpften, bleiben der Porsche AG als Markenbotschafter treu. Brendon Hartley, der in den vergangenen drei Jahren an Formel-1- und verschiedene Prototypenteams ausgeliehen war, widmet sich nun komplett seinen Aufgaben außerhalb von Porsche. Bis zuletzt war Hartley in die Entwicklung des Porsche 99X Electric und die Vorbereitung auf Porsches erste Formel-E-Saison eingebunden. Die beiden Young Professionals Matteo Cairoli und Dennis Olsen haben ihre Ausbildung vom Junior zum Profipiloten erfolgreich abgeschlossen und werden in der kommenden Saison ausgewählte Meisterschaften für Porsche-Kundenteams bestreiten.

Intensive Unterstützung von Kundenteams
Porsche setzt seine Kundensportstrategie im internationalen GT-Sport weiter fort. In der Intercontinental GT Challenge, der Blancpain GT Series, der GTD-Kategorie der IMSA WeatherTech SportsCar Championship sowie lokalen GT-Meisterschaften tritt Porsche nicht mit Werksteams an, sondern unterstützt verschiedene Kundenteams mit Fahrern, Ingenieuren und Beratungsleistungen vor Ort.

Porsche Cup-Sieger 2019: Alan Brynjolfsson im 718 Cayman GT4 Clubsport
Der Porsche Cup, die Trophäe für den weltweit erfolgreichsten Porsche-Privatfahrer, wird in diesem Jahr zum 50. Mal vergeben. Die Porsche Cup-Wertung gibt es seit 1970 und beruht auf einer Idee von Ferry Porsche. Teilnahmeberechtigt ist jeder in- und ausländische Fahrer mit Rennergebnissen auf einem von Porsche hergestellten oder von Porsche anerkannten Wagen. Die Siegerehrung im Rahmen der Night of Champions übernahm Dr. Wolfgang Porsche, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Porsche AG. Die Porsche Cup-Trophäe sowie einen Porsche im Wert von über 140.000 Euro erhielt Alan Brynjolfsson (USA, 51), der in den USA in der Pirelli GT4 America und der Michelin Pilot Challenge Punkte sammelte. Damit gewinnt zum ersten Mal ein 718 Cayman GT4 Clubsport-Pilot die Trophäe. Vorjahressieger Christian Ried darf sich über ein Preisgeld von 30.000 Euro freuen. Der US-Amerikaner Trent Hindman gewinnt als Dritter 25.000 Euro.

Preis für Porsche Esports Supercup-Gewinner
Zum ersten Mal zeichnete Porsche im Rahmen der „Night of Champions“ auch den Gewinner des Porsche Esports Supercup aus. Joshua Rogers aus Australien stand nach zehn Läufen als erster Champion der Online-Rennserie fest. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr ins Leben gerufen und in Zusammenarbeit mit iRacing, einem führenden Anbieter realistischer Online-Rennsimulationen, ausgetragen. Der Porsche Esports Supercup soll nach seinem erfolgreichen Anlauf in 2020 fortgesetzt werden.

Fahrerkader Porsche Motorsport 2020

Porsche Werksfahrer
Earl Bamber (29/Neuseeland)
Gianmaria Bruni (38/Italien)
Matt Campbell (24/Australien)
Michael Christensen (29/Dänemark)
Romain Dumas (41/Frankreich)
Kévin Estre (31/Frankreich)
Mathieu Jaminet (25/Frankreich)
Neel Jani (35/Schweiz)
Richard Lietz (35/Österreich)
Patrick Long (38/USA)
André Lotterer (38/Deutschland)
Frédéric Makowiecki (39/Frankreich)
Sven Müller (27/Deutschland)
Patrick Pilet (38/Frankreich)
Simona de Silvestro (31/Schweiz)
Nick Tandy (35/Großbritannien)
Laurens Vanthoor (28/Belgien)
Dirk Werner (38/Deutschland)

Porsche Young Professionals
Thomas Preining (21/Österreich)
Julien Andlauer (20/Frankreich)

Porsche Junioren
Jaxon Evans (23/Neuseeland)
Ayhancan Güven (21/Türkei)

Übersicht Rennserien

ABB FIA Formel-E-Meisterschaft Saison 6
99X Electric – Neel Jani / André Lotterer

FIA World Endurance Championship 2019/20
911 RSR #91 – Gianmaria Bruni / Richard Lietz
911 RSR #92 – Michael Christensen / Kévin Estre

IMSA WeatherTech Championship 2020
911 RSR #911 – Frédéric Makowiecki / Nick Tandy / Matt Campbell (nur North American Endurance Cup)
911 RSR #912 – Earl Bamber / Laurens Vanthoor / Mathieu Jaminet (nur North American Endurance Cup)

Intercontinental GT Challenge
911 GT3 R
Matt Campbell
Mathieu Jaminet
Patrick Pilet
Dirk Werner
Thomas Preining
Matteo Cairoli

Quelle: Porsche Motorsport

 

Le-Mans-Trophäe ist im Porsche Museum angekommen

Le-Mans-Trophäe ist im Porsche Museum angekommen

Stuttgart. Der Siegerpokal der 24 Stunden von Le Mans hat im Porsche Museum eine neue Heimat gefunden. Nach drei Gesamtsiegen in Folge beim härtesten Langstreckenrennen der Welt darf Porsche die Wandertrophäe für immer behalten. Die Le Mans-Sieger und Porsche 919 Hybrid-Werksfahrer Timo Bernhard (DE), Neel Jani (CH) und Nick Tandy (GB) sowie der Leiter LMP, Fritz Enzinger, haben die fast 50 Kilogramm schwere Statue heute offiziell an das Porsche Museum übergeben. Sie wurde entgegengenommen von Oliver Blume, dem Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG, sowie dem Betriebsratsvorsitzenden und stellvertretendem Aufsichtsratsvorsitzenden Uwe Hück. Sie ist ab sofort dauerhaft in der Dauerausstellung zu besichtigen.

Das Porsche LMP Team hat in den vergangenen vier Jahren in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) Motorsportgeschichte geschrieben. Seit seinem Debüt bei den 6 Stunden von Silverstone im April 2014 konnte der innovative Porsche 919 Hybrid 17 der 34 WEC-Läufe, die er bestritten hat, für sich entscheiden. Dabei errang der über 900 PS starke Klasse-1-Prototyp sieben Doppelsiege, startete 20 Mal von der Poleposition des Trainingsschnellsten und fuhr 13 Mal die schnellste Rennrunde.Noch wichtiger aber: 2015, 2016 und 2017 gewann Porsche mit dem von zwei Hybridsystemen beflügelten Technologieträger jeweils beide Weltmeistertitel und stets auch den Saisonhöhepunkt, die berühmten 24 Stunden von Le Mans. 2015 gelang Formel 1-Pilot Nico Hülkenberg (DE) bei dem Langstreckenklassiker ein Einstand nach Maß. Gemeinsam mit Earl Bamber (NZ) und Nick Tandy (GB) steuerte er den 919 Hybrid nach einer starken Vorstellung in der Nacht als Erster über die Ziellinie des „Circuit des 24 Heures“. Ein Jahr später übten Romain Dumas (FR), Neel Jani und Marc Lieb (DE) mit einer spannenden Verfolgungsfahrt so lange Druck auf den führenden Konkurrenten aus, bis dessen Fahrzeug Minuten vor Ende der Renndauer kollabierte. Und im Juni dieses Jahres machten Earl Bamber, Timo Bernhard und Brendon Hartley (NZ) nach einem frühen Rückschlag den 19. Gesamtsieg von Porsche in Le Mans mit einer fantastischen Aufholjagd perfekt.Der Porsche 919 Hybrid ist der komplexeste Rennwagen, den Porsche in seiner 70-jährigen Geschichte je gebaut hat. Mit seiner 800-Volt-Technologie und vielen anderen Entwicklungen diente er auch als rollendes Prüflabor für wichtige Zukunftsinnovationen. Sie liefern wesentliche Grundlagen für den Sportwagen der Zukunft, die rein elektrisch betriebene Serienversion der Konzeptstudie Mission E.Mit dem Sechsstundenrennen von Bahrain ging die aktive WEC-Karriere für den Porsche 919 Hybrid im November zu Ende. Im kommenden Jahr absolviert er eine umfangreiche Abschiedstournee mit zahlreichen Einzelevents. Im Herbst 2018 tritt der 919 seine letzte Fahrt an – ins Porsche Museum. Das Porsche LMP Team wird sich 2018 auf seinen neuen Auftrag konzentrieren, den erfolgreichen Einstieg in die Formel E. Er erfolgt zur Saison sechs, die Ende 2019 beginnt. Bis dahin wird das Team einen kompletten Antriebsstrang konzipieren, entwickeln und testen.Quelle: Porsche MotorsportHelfen Sie bitte mit, dass es Hit-TV.eu auch morgen noch gibt. Mit 12 € pro Jahr (1 € pro Monat) sichern Sie die Existenz von unabhängigem Journalismus. (weitere Infos unterm Menüpunkt Spenden) Spenden bitte per Paypal: hittveu@googlemail.com oder per Bank an: Hit-TV.eu IBAN: DE36 8707 0024 0047 7901 00  BIC: DEUTDEDBCHE (Deutsche Bank) Buchungstext “Spende”

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Ende des Porsche LMP1-Programms: Fritz Enzinger und Andreas Seidl blicken zurück – drei Le-Mans-Siege, sechs WM-Titel und der Geruch von Tütensuppe

Ende des Porsche LMP1-Programms: Fritz Enzinger und Andreas Seidl blicken zurück – drei Le-Mans-Siege, sechs WM-Titel und der Geruch von Tütensuppe

<p style=”text-align: justify;”>Stuttgart. Ein halbes Jahrzehnt lang drehte sich für die Mitglieder des Porsche LMP Teams alles um den Porsche 919 Hybrid und die erfolgreiche Rückkehr des Unternehmens in die Topkategorie bei den 24 Stunden von Le Mans. Am 18. November bestritt der fortschrittlichste Hybrid-Rennwagen seiner Zeit in Bahrain seinen letzten Lauf in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Stellvertretend für die Mannschaft blicken Fritz Enzinger, Leiter LMP1, und Teamchef Andreas Seidl hinter dem jetzt geschlossenen Garagentor auf eine Ära zurück.

Hier geht es direkt zum ausführlichen und persönlichen Doppelinterview:https://presse.porsche.de/prod/presse_pag/PressResources.nsf/Content?ReadForm&languageversionid=800601&hl=motorsport-news

Enzinger und Seidl sprechen über ihre Gefühle zum Abschied des Porsche 919 Hybrid, reflektieren den immensen Erwartungsdruck der zurückliegenden Jahre, die Höhen und Tiefen des Programms, die wichtigsten und die schwierigsten Entscheidungen. Sie geben Einblick in persönliche Highlights und kritische Phasen, sprechen über Freudentränen und Angst um Mark Webber. Unerfüllte Wünsche kommen ebenso zur Sprache wie Rennglück, Dankbarkeit und Ärger sowie die wichtigsten Lehren für die Zukunft.

Quelle: Porsche Motorsport

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Ende des Porsche LMP1-Programms: Fritz Enzinger und Andreas Seidl blicken zurück - drei Le-Mans-Siege, sechs WM-Titel und der Geruch von Tütensuppe 3
LMP1-Rennen, FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Bahrain, Lauf 9 (Finale), Sakhir  Der dreifache Le Mans-Sieger verabschiedet sich aus der WEC

LMP1-Rennen, FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Bahrain, Lauf 9 (Finale), Sakhir Der dreifache Le Mans-Sieger verabschiedet sich aus der WEC

Stuttgart. Das Porsche LMP Team verabschiedet sich mit zwei Podestplätzen beim letzten Lauf in Bahrain aus der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft. Bei dem ereignisreichen und hoch emotionalen Finale 2017 belegten die bereits vor zwei Wochen zu Weltmeistern gekürten Fahrer Earl Bamber (NZ), Timo Bernhard (DE) und Brendon Hartley (NZ) nach einer Aufholjagd Platz zwei. Die diesjährigen Le-Mans-Sieger waren durch einen Zwischenfall in der Anfangsphase zurückgeworfen worden. Das Schwesterauto mit Neel Jani (CH), André Lotterer (DE) und Nick Tandy (GB) startete von der Poleposition, fiel durch eine Kollision mit anschließender Strafe ebenfalls zurück. Lotterer drehte die schnellste Rennrunde und kam nach sechs Stunden auf Platz drei ins Ziel. Der Sieg im Nachtrennen ging an Toyota.

Matthias Müller, der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, schwenkte bei diesem Rennen die Startflagge. Mit dem Zieleinlauf endete eines der erfolgreichsten Kapitel der Porsche Motorsport-Geschichte: Von 2015 bis einschließlich 2017 erzielte das Porsche LMP Team drei Le-Mans-Gesamtsiege in Folge, drei Weltmeistertitel in der Herstellerwertung und drei WM-Titel für die Fahrer des Porsche 919 Hybrid. Seit dem Debüt zur Saison 2014 gelangen in 34 Renneinsätzen 17 Siege, darunter sieben Doppelsiege, außerdem 20 Polepositions und 13 schnellste Rennrunden.

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG: „Drei Le-Mans-Siege in Folge – das hat bislang noch kein anderes Porsche Team erreichen können. Diese Mannschaft hat es geschafft. Dafür bedanke ich mich sehr. Ich bin unheimlich stolz auf jeden in diesem Team. Hier wurde mit harter Arbeit, Konsequenz und der richtigen Einstellung eine Mammutaufgabe bewältigt. Das macht für mich den Porsche Spirit aus, der unsere Marke seit fast siebzig Jahren prägt. Jetzt steht das Team um Fritz Enzinger und Andreas Seidl vor einer neuen Herausforderung: dem erfolgreichen Einstieg in die Formel E ab der Saison sechs, die Ende 2019 beginnt.“

Michael Steiner, Entwicklungsvorstand der Porsche AG: „Mit dem letzten Renneinsatz des Porsche 919 Hybrid geht eine Ära zu Ende. Wir haben wie schon oft in unserer Historie gezeigt, wie Ideenreichtum, Erfahrung und Mut zu einem hoch komplexen, erfolgreichen Rennwagen führen können. Der 919 hat in seinen vier Einsatzjahren nahezu alles erreicht und die Überlegenheit des Hybridantriebs demonstriert. Die Kombination aus hocheffizienten Verbrennungsmotor und leistungsstarkem Elektroantrieb hat mit dem 919 Hybrid ein neues Niveau erreicht. Wir gehen diesen Weg mit unseren Straßensportwagen konsequent weiter.“

So lief das Rennen für die Startnummer 1:Startfahrer Neel Jani – der ebenso wie Timo Bernhard bei allen vier Le-Mans-Einsätzen den Start fuhr – verteidigt die Führung gegen die Toyota und hält sie auch beim Restart nach einer Safety-Car-Phase Ende der fünften Runde. Im 19. Umlauf kann er den Nummer-8-Toyota nicht mehr halten, in der 20. Runde zieht auch der Toyota mit der Nummer 7 an ihm vorbei. Nach 30 Runden kommt Jani an dritter Position fahrend zum Nachtanken. Danach ist er Zweiter, weil beim Nummer-7-Toyota auch Reifen und Fahrer gewechselt werden. In der 48. Runde gewinnt der Toyota auf frischen Pneus aber wieder die Oberhand. Jani übergibt das Auto an Position drei liegend nach 61 Runden an Nick Tandy. Der Brite tankt nach 92 Umläufen und geht am Nummer-7-Toyota vorbei, weil dort auch Fahrer und Reifen gewechselt werden. Als Zweitplatzierter tankt er nach 124 Runden zum zweiten Mal auf, verzichtet auf den Reifenwechsel und übernimmt die Führung. Nur sechs Runden später kommt es zu einer Kollision beim Überrunden. Ein Reifenschaden vorne links ist die Folge; Tandy humpelt zur Box, auch die Front wird getauscht und André Lotterer steigt ein. Beim Wechsel hat der Porsche 131 Runden komplettiert. Lotterer sitzt nach 161 Runden eine Stop-and-Go-Strafe für Tandys Kollision ab und kommt nach 162 Umläufen erneut zur Box; diesmal für einen Tankstopp mit Reifenwechsel. Ende der 193. Rennrunde hält Lotterer nochmal zum Tanken und bringt Rang drei mit einer Runde Rückstand ins Ziel, als der Führende nach 199 Runden abgewinkt wird.

So lief das Rennen für die Startnummer 2:Timo Bernhard verbessert sich beim Start vom dritten auf den zweiten Platz, überfährt allerdings in der dritten Runde einen auf der Strecke liegenden Poller, der sich unter dem Auto festsetzt. Während einer Safety-Car-Phase fällt dies zunächst nicht auf, erst nach der Freigabe zur sechsten Runde. Ende des siebten Umlaufs kommt Bernhard zum Tankstopp: Der Poller wird entfernt und der Vorderbau gewechselt. Der Deutsche verliert fast eine Runde. Nach 37 Umläufen übergibt er den 919 auf Rang vier an Brendon Hartley. Der Neuseeländer tankt nach 68 Runden und ist weiterhin Vierter. Während einer Neutralisationsphase nach 96 Runden übergibt Hartley an Earl Bamber, der auf frischen Reifen weiterfährt – mittlerweile an dritter Position, weil der Nummer-7-Toyota nach einer Kollision repariert wird. Bamber tankt nach 127 Runden nach und fährt weiter. Ende der 150. Rennrunde übernimmt Bernhard wieder das Steuer. Er tankt nach 177 Umläufen zum letzten Mal. Der Fahrer, der 2013 die allerersten Meter mit dem ersten Testchassis des Porsche 919 Hybrid fuhr, legt auch das letzte Stück Weg mit dem Prototyp zurück. Mit einer Runde Rückstand bringt er Platz zwei ins Ziel.

Stimmen nach dem Rennen

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: „Heute geht eine sehr erfolgreiche Ära zu Ende, und das ist der richtige Zeitpunkt, um sich zu bedanken. Zuallererst möchte ich dem Vorstand danken, der mir dieses Projekt anvertraut hat, mich enorm unterstützte und mir immer das Gefühl gab, dass ich der Richtige für die Aufgabe sei. Davon war ich selbst erst nach unserem ersten Sieg in São Paulo 2014 überzeugt. Danke an alle unsere Fahrer, die ihre Chancen nutzten und höchste Leistungen ablieferten – letztlich 17 Siege in 34 Rennen. Danke an jeden im Team für unermüdlichen Einsatz und die Euphorie für dieses Projekt. Nichts war schöner, als am Renntag den Siegeswillen in ihren Augen zu sehen! Heute ist auch ganz sicher der richtige Zeitpunkt, um mich bei unserem Teamchef Andreas Seidl zu bedanken: Andreas hat in den vergangenen zwei Jahren die Doppelrolle als Teamchef und Technischer Direktor souverän bewältigt und wurde mit dem ersten unter seiner Leitung entwickelten 919 Hybrid gleich Weltmeister. Sein Anteil am Erfolg ist enorm. Und schließlich: Schön, dass es ein Unternehmen wie Porsche gibt. Wenn ich die sechs Jahre, die ich zu Porsche gehöre, auf einen Satz reduzieren müsste, dann würde der lauten: Ich durfte meinen Traum leben. Danke für das Projekt und danke für die Gestaltungsfreiheit.“

Andreas Seidl, Teamchef: „Toyota war in den vergangenen vier Saisons ein großartiger Gegner, herzlichen Glückwunsch zum Sieg heute. Danke an das ganze Team hier und in Weissach, an unsere Fahrer und unsere Partner für vier sensationelle Jahre auf den Rennstrecken dieser Welt. Das war heute definitiv der letzte Renneinsatz des 919 Hybrid. Wir sind sehr stolz auf die Erfolge, die wir mit diesem Technologieträger eingefahren haben – wir werden sie im kommenden Jahr mit einigen besonderen Veranstaltungen nochmal extra feiern. Worum es dabei geht, können wir erst zu einem späteren Zeitpunkt verraten.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1Neel Jani (33, Schweiz): „Der Start war gut, anfangs konnten wir das Tempo der Toyota mehr oder weniger halten. Aber sobald die Überrundungen begannen, waren sie einfach dieses kleine bisschen schneller, sodass wir sie langfristig ziehen lassen mussten. Ich habe es noch einmal ganz bewusst genossen, mit dem Boost und den taktischen Möglichkeiten zu arbeiten. Mir war klar, dass wir alles zum letzten Mal machen. Es war eine ganz phantastische Erfahrung, an diesem riesigen Projekt teilzuhaben und mit diesem großartigen Team arbeiten zu dürfen.“

André Lotterer (35, Deutschland): „Meine Stints verliefen eher ruhig. Der 919 lag gut und ich habe meinen letzten Einsatz wirklich genossen. Nur beim Überrunden eines LMP2 gab es ein kleines Missverständnis, dabei habe ich mir kurz vor Schluss noch dicke Bremsplatten in den Reifen eingehandelt. Sehr schade, dass wir zuvor den Kontakt mit einem anderen Teilnehmer hatten – aber Pech begleitete unsere Crew das ganze Jahr. Ich bin sehr glücklich, 50 WEC-Rennen bestreiten und diese Autos fahren zu dürfen. Der 919 war ein unheimlich erfolgreicher Rennwagen und ich habe mich sehr gefreut, diese Saison mit Porsche erleben zu dürfen.“

Nick Tandy (33, Großbritannien): „Ich habe das Rennen genossen. Es waren tolle Kämpfe, es ging hart zur Sache. Unser Ehrgeiz wuchs und wir sind mit einem Satz Reifen drei Stints gefahren, es sah alles gut aus. Dann hatte ich leider eine Kollision mit einem anderen Auto zur Rennmitte. Es war ein Missverständnis, das uns beiden einen Reifenschaden eingebracht hat. Wir wussten, dass wir uns heute extrem strecken mussten, um mit Toyota kämpfen zu können. Der Rückfall im Rennen und dann auch noch die Strafe sind schwer zu verdauen, aber wir haben alles gegeben. Es war eine Freude, diese Saison mit Neel und André zu bestreiten und Teil des Teams zu sein.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2Earl Bamber (27, Neuseeland): „Nachdem Timo den frühen Boxenstopp machen musste, lagen wir zurück. Aber wir haben nicht aufgegeben, sondern sauber weitergearbeitet. Ich hatte auf meinen Stints keine Schwierigkeiten. Ich konnte einfach jede Runde in diesem Monster genießen. Es war eine Wonne – so wie die ganze Zeit im 919-Programm. Porsche hatte die verrückte Idee, so einen jungen Typen aus dem Carrera Cup in Le Mans in den 919 Hybrid zu setzen. Ich muss mich bei allen bedanken, die an das System der Porsche Motorsport-Pyramide zur Talentförderung glauben. In Weissach wurde unglaublich hart gearbeitet. Es ist für mich eine Ehre, für Porsche in dieser Liga fahren zu dürfen. Glückwunsch auch an Toyota zu ihrem beeindruckenden Sieg heute, die Truppe hat wirklich mächtig aufgeholt in den zurückliegenden Rennen.“

Timo Bernhard (36, Deutschland): „Ich hatte heute einen guten Start, konnte einen Toyota überholen und mit Neel mithalten. Aber dann habe ich leider diesen Poller aufgesammelt, der extra Boxenstopp warf uns weit zurück. Das war sehr schade für uns. Aber das Resultat ist heute fast nebensächlich. Eine große Ära geht zu Ende. Ich war von Anfang an und bis zur letzten Runde dabei, das ist mir eine Ehre. Ein tolles Team, tolle Menschen, tolle Teamkollegen: Ich werde das alles vermissen. Diese fünf Jahre markieren den Höhepunkt meiner Karriere.“

Brendon Hartley (28, Neuseeland): „Wir waren heute ziemlich früh raus aus dem Kampf an der Spitze. Timo hatte wirklich Pech, dass er außerplanmäßig an die Box musste. Er konnte überhaupt nichts dafür, dass er diesen Poller mitten auf der Straße traf. Das warf uns zurück, aber wir haben bis zum Schluss gekämpft und die Stints liefen gut. Es ist schön, dass heute beide Crews auf dem Podium standen, aber uns bewegen natürlich gemischte Gefühle. Es ist mir eine Ehre, zu diesem Programm gehört zu haben. Ich werde es vermissen.“

Alle Punktestände: https://www.fiawec.com/en/season/resultAlle Ergebnisse: https://fiawec.alkamelsystems.com

Quelle: Porsche Motorsport

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