Landkreis Zwickau / Erzgebirgskreis: Bundesweite Durchsuchung bei Sondengängern

Landkreis Zwickau / Erzgebirgskreis: Bundesweite Durchsuchung bei Sondengängern

Mit dem Metalldetektor auf Schatzsuche zu gehen ist ohne Frage ein spannendes Hobby – unter Umständen aber ein illegales oder gar gefährliches. Zum einen gelten für Sondengänger, wie die technisch versierten Schatzsucher genannt werden, klar definierte Regeln. Zum anderen finden sich in Sachsens Äckern neben historisch wertvollen Kulturgütern auch Waffenteile, Munition und Sprengstoffe aus längst vergangener Zeit.

Sondengänger, die solche Kriegsmaterialien von ihrem Fundort entfernen, verstoßen damit nicht nur gegen das Sächsische Denkmalschutzgesetz, sondern gegebenenfalls auch gegen das Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe, das Waffengesetz und das Strafgesetz. Darüber hinaus bringen sie sich und ihre Mitmenschen bei unsachgemäßem Transport und unsachgemäßer Lagerung der explosiven Fundstücke in Gefahr.

Auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Zwickau führten Einsatzkräfte der Kriminalpolizeiinspektion Zwickau deshalb am Mittwoch Durchsuchungen in neun Objekten im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Zwickau durch. Bei acht Tatverdächtigen wurden unter anderem funktionsfähige Munition, teilweise auch größere Kaliber, eine Handgranate, Schwarzpulver, Pyrotechnik, Musketenkugeln, Münzen und andere Kulturgüter gefunden und sichergestellt. Außerdem wurden Stoffe entdeckt, die zur Herstellung von Sprengmitteln verwendet werden können.

Unterstützt wurden die Zwickauer Beamten dabei von Angehörigen der Bereitschaftspolizei sowie einem Sprengmittelsuchhund der Polizeidirektion Leipzig. Zeitgleich fanden ähnliche Durchsuchungen im Bereich der Polizeidirektionen Chemnitz und Leipzig sowie in Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt statt.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf und dem Ergebnis des Einsatzes und der Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen“, erklärt Polizeipräsident Lutz Rodig, Leiter der Polizeidirektion Zwickau. „Wir werden unautorisierte Sondengänger auch weiterhin im Blick behalten – gerade, weil historische Kampfmittel nicht in die Hände von Hobbyschatzsuchern gehören“.

Sondengänger, die ihrem Hobby legal nachgehen wollen, müssen sich dafür eine schriftliche Genehmigung vom Landesamt für Archäologie Sachsen einholen. Diese gilt allerdings nur für die Suche selbst: Um Funde aus ihrer Umgebung zu entfernen, bedarf es einer weiteren Genehmigung der Denkmalschutzbehörde – selbst wenn es sich dabei nicht um Munition oder Waffenteile handelt: „Unsystematische Grabungen zur Bergung einzelner Fundstücke durch sogenannte Raubgräber oder überehrgeizige Hobbyforscher zerstören die Befundzusammenhänge unwiederbringlich“, warnt Dr. Christoph Heiermann vom Landesamt für Archäologie Sachsen. „Damit werden die Funde wissenschaftlich wertlos.“ (al)

Landkreis Zwickau / Vogtlandkreis: Schönes Wetter am Wochenende – Corona-Regeln gelten trotzdem

Landkreis Zwickau / Vogtlandkreis: Schönes Wetter am Wochenende – Corona-Regeln gelten trotzdem

Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen im zweistelligen Bereich: Das frühlingshafte Wetter dürfte am Wochenende viele Sachsen nach draußen locken. Zumal in vielen Landkreisen dank stabiler Corona-Inzidenzwerte die 15-Kilometer-Regel ausgesetzt werden konnte. Allerdings nicht in allen: „Nach der aktuellen Inzidenz des Vogtlandkreises ist eine momentane Lockerung nicht in Sicht“, erklärt Rolf Keil, der Landrat des Vogtlandkreises. „Ich appelliere an alle Vogtländer, halten Sie weiter die Hygieneregeln ein, damit helfen Sie sich selbst und uns.“

Doch die Beschränkung bleibt nicht nur für Vogtländer relevant: „Auch für Besucher aus anderen Landkreisen gilt die 15-Kilometer-Regel“, erinnert Keil. Lutz Rodig, Polizeipräsident der Polizeidirektion Zwickau, bekräftigt: „So schön das Vogtland auch ist, Bewohner anderer Landkreise sollen es bitte erst wieder besuchen, wenn es der Infektionsschutz erlaubt.“

Nach wie vor gelten außerdem die anderen Schutzmaßnahmen, die in der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung festgelegt sind, beispielsweise die Abstandsregeln, die Personenzahlregel oder die Maskenpflicht auch in Fußgängerzonen, auf Supermarktparkplätzen oder in Fahrgemeinschaften. „Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird die Polizeidirektion Zwickau auch weiterhin kontrollieren“, erklärt Rodig. (al)

Vogtlandkreis und Landkreis Zwickau: Erhöhtes Unfallaufkommen und Verkehrsbehinderungen

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Zwickau wurde im Verlauf des Tages eine hohe Anzahl an Verkehrsunfällen bekannt. Vielfach standen diese im Zusammenhang mit Schneefall und winterglatten Fahrbahnen. Zudem kam es im gesamten Bereich zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen durch liegengebliebene Fahrzeuge. Der Winterdienst war im Dauereinsatz.

Insgesamt wurden 68 Unfälle gemeldet, sieben davon mit Personenschaden. Der Schwerpunkt lag hierbei auf den Nachmittags- und Abendstunden. (ak)

Vogtlandkreis: Winterglatte Straßen, Verkehrsunfälle mit Sachschäden

Trotz ruhiger Verkehrslage ereigneten sich am Sonntag im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau mehrere Verkehrsunfälle. Die Polizei rückte zur Aufnahme insgesamt 15-mal aus. Bei allen Unfällen blieb es bei Sachschäden. In der Summe beträgt der Schaden etwa 50.000 Euro.

In Heinsdorfergrund, im Auerbacher OT Beerheide und in Bad Brambach prallten Fahrzeuge jeweils gegen einen Zaun. Im Limbacher Ortsteil Buchwald prallte ein PKW gegen eine Leitplanke und in Plauen fuhren Fahrzeuge gegen parkende PKW´s. In Limbach-Oberfrohna wurde eine Laterne umgefahren und in Wildenfels ein Geländer. Je einen glimpflichen Ausgang hatten Unfälle in Zwickau und Glauchau.

Etwas größer waren die Unfallfolgen bei einem auf der BAB 72 im Bereich Hirschfeld. Gegen 8:30 Uhr war eine 19-Jährige mit ihren PKW Renault in Richtung Chemnitz unterwegs. Der Wagen geriet ins Schleudern und prallte gegen die Mittelleitplanke. Der Sachschaden beträgt hier 8.000 Euro. Die Autobahn musste zur Unfallaufnahme und Bergung bis gegen 10 Uhr voll gesperrt werden. (wh)

Landkreis Zwickau und Vogtlandkreis: 176 Einsätze – Einsatzbilanz zum Jahreswechsel 2020/2021

Landkreis Zwickau und Vogtlandkreis: 176 Einsätze – Einsatzbilanz zum Jahreswechsel 2020/2021

In der Zeit von Donnerstagmittag bis Freitagmittag wurden Beamte der Polizeidirektion Zwickau zu insgesamt 176 Einsätzen gerufen. Bei den Einsatzmaßnahmen wurde die Polizeidirektion Zwickau von Beamten der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. 52 mal mussten Polizisten zu Einsätzen im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis ausrücken.

Dabei handelte es sich in 39 Fällen um Ruhestörung. Die Polizei musste 36 Platzverweise aussprechen. Zudem kam es zu 16 Sachbeschädigungen durch Feuerwerkskörper (Stand: 01.01.2021, 12:00 Uhr), bei denen hauptsächlich Briefkästen, Müllcontainer, Zigarettenautomaten sowie ein Fahrzeug beschädigt wurde. Der insgesamt entstandene Sachschaden wurde nach ersten Erkenntnissen auf rund 8.300 Euro geschätzt.

Außerdem waren Beamte bei zehn Bränden im Einsatz, bei denen Sachschaden im mittleren fünftstelligen Bereich entstand. Betroffen waren auch hier hauptsächlich Müll- und Sammelcontainer.

Es wurden zudem sechs Körperverletzungsdelikte zur Anzeige gebracht, bei denen neun Personen verletzt wurden.

Im Zeitraum von Donnerstagmorgen bis Freitagmorgen wurden insgesamt 89 Ordnungswidrigkeitsanzeigen im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Corona-Schutzverordnung erstattet.

Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich feststellen, dass sich die Gesamtanzahl der Einsätze sowie die Sachbeschädigungen etwa auf gleichem Niveau bewegten. Es wurden weniger Brände und Körperverletzungsdelikte angezeigt, dafür mehr Ruhestörungen im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten.

Gegen 00:30 Uhr wurde der Polizei eine größere Personengruppe gemeldet, die sich im Bereich der Rosa-Luxemburg-Straße  in Oelsnitz befand und sich gegenseitig mit Pyrotechnik bewarf. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte rund 30 Personen fest. Die Beamten erfassten die Identitäten der Beteiligten und fertigten 27 Anzeigen wegen mehrerer Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung (unzulässige Gruppenbildung, Überschreiten der Personenanzahl und Nichttragen der Mund-Nasebedeckung). Außerdem wurden bei den Beteiligten zwei Schreckschusswaffen mit Munition aufgefunden. Entsprechende Anzeigen wurden erstattet.

Gegen 02:38 Uhr wurden Einsatzkräfte der Polizeidirektion Zwickau zu einer Schlägerei auf dem Mühlweg in Kirchberg gerufen. Dort kam es, ersten Erkenntnissen zufolge, zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Die Lage vor Ort stellte sich äußerst unübersichtlich und schwer rekonstruierbar dar.
Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass drei Beteiligte verletzt wurden. Von 19 Personen wurden die Identitäten festgestellt. Außerdem wurden bei einem Beteiligten Böller der Klasse F3 festgestellt. Entsprechende Anzeigen wurden erstattet. Die Beamten sprachen gegenüber allen Beteiligten Platzverweise aus. (cs)