Insolvenzplan des CFC e.V. beim Amtsgericht Chemnitz eingereicht

Insolvenzplan des CFC e.V. beim Amtsgericht Chemnitz eingereicht

Der Chemnitzer Fußball Clubs e.V. hat durch seinen Bevollmächtigten Rechtsanwalt Oliver Junghänel am 26. Oktober 2020 einen Insolvenzplan beim Insolvenzgericht Chemnitz eingereicht. Rechtsanwalt Junghänel war mit der Erstellung eines Insolvenzplans durch den Schuldner beauftragt worden, nachdem der Insolvenzverwalter mit seinem Plan erfolglos blieb. Der Plan wird nun durch das Insolvenzgericht auf formelle Voraussetzungen und Zulassungsfähigkeit geprüft. Bejaht das Insolvenzgericht diese Voraussetzungen, erhalten die Gläubiger und der Insolvenzverwalter die Möglichkeit der Stellungnahme zu dem Plan. Im Anschluss daran wird ein Erörterungs- und Abstimmungstermin bestimmt, in welchem der Insolvenzplan und das Stimmrecht der Beteiligten erörtert werden und über den Plan abgestimmt wird. Wird der Insolvenzplan durch die Beteiligten angenommen und durch das Insolvenzgericht bestätigt, kann das Insolvenzverfahren durch das Gericht aufgehoben werden. Die juristische Person des CFC und der Vereinsname bleiben damit bestehen.

Robin Hood – Helfer in der Not?

Robin Hood – Helfer in der Not?

Robin Hood – Helfer in der Not?Gewerblicher Schuldenregulierungsverein aus Nürnberg auch in Mitteldeutschland präsentMenschen mit finanziellen Problemen suchen schnelle und kompetente Hilfe für ihre Sorgen. Bei Internetrecherchen stoßen sie dabei derzeit nicht selten auf ein vielversprechendes Angebot: „Robin Hood Schuldnerberatung“. Da mit dem Helden Robin Hood noch gute Erinnerungen aus Kindheitstagen verbunden werden, wenden sich Betroffene vertrauensvoll an den Verein.Auch in der Verbraucherzentrale Sachsen ist dieser Name bekannt. Der Verein mit einer Geschäftsstelle in Leipzig wirbt damit, eine „Schuldenregulierung ohne Privatinsolvenz“ zu erreichen. Bei näherer Betrachtung der Unterlagen ist jedoch festzustellen, dass an mehreren Stellen Bezug auf die Regelungen der Insolvenzordnung genommen wird. Diese Tätigkeit ist erlaubnispflichtig. „Eine entsprechende Anerkennung als „Geeignete Stelle“ ist bei Robin Hood e.V. jedoch nicht ersichtlich“, informiert Andrea Günther, Schuldnerberaterin bei der Verbraucherzentrale Sachsen. „Davon unabhängig stellt ein Konzept zum Schuldenabbau einschließlich der Verhandlung mit den Gläubigern regelmäßig eine erlaubnispflichtige Rechtsdienstleistung dar (Landgericht Ulm 6 O 193-10). Eine Berechtigung des Vereins zur Rechtsberatung ist ebenfalls nicht zu erkennen.“Was Ratsuchende unbedingt wissen sollten: Das Beratungsangebot von Robin Hood e.V. ist kostenpflichtig. Neben dem Beitrag für die Mitgliedschaft im Verein wird ein Bearbeitungsentgelt fällig. In einem der Verbraucherzentrale Sachsen bekannten Fall wären das immerhin 1.500 Euro gewesen. Hinzu kommen natürlich die Raten für die Schuldenregulierung.Erfahrungen der sächsischen Verbraucherschützer zeigen, dass Überschuldete in der Hoffnung auf finanzielle Entlastung schnell bereit sind, solche Zahlungsvereinbarungen einzugehen. Jedoch sind sie damit oft finanziell überfordert und es werden „neue Löcher“ gerissen. Zur Sicherung des Lebensunterhaltes hat der Gesetzgeber deshalb das Existenzminimum und auch Pfändungsfreigrenzen definiert. Überschuldete, die aufgrund ihrer aktuellen Einkommenssituation nicht zur Schuldentilgung in der Lage sind, erhalten deshalb gerade mit Unterstützung des Verbraucherinsolvenzverfahrens häufig die Chance, noch einmal schuldenfrei zu werden.Dazu gibt es kostenfreie Beratungsangebote mit persönlicher Vor-Ort-Beratung bei gemeinnützigen Schuldnerberatungsstellen. Wo diese in Sachsen zu finden sind, kann am Zentralen Servicetelefon der Verbraucherzentrale Sachsen unter 0341 – 696 29 29 immer montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr erfragt werden.Quelle. Verbraucherzentrale SachsenHelfen Sie bitte mit, dass es Hit-TV.eu auch morgen noch gibt. Mit 12 € pro Jahr (1 € pro Monat) sichern Sie die Existenz von unabhängigem Journalismus. (weitere Infos unterm Menüpunkt Spenden) Spenden bitte per Paypal: hittveu@googlemail.com oder per Bank an: Hit-TV.eu IBAN: DE36 8707 0024 0047 7901 00  BIC: DEUTDEDBCHE (Deutsche Bank) Buchungstext “Spende”

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Robin Hood – Helfer in der Not?

Urlaubstours GmbH meldet Insolvenz an

Urlaubstours GmbH meldet Insolvenz an

Nach der Unister Holding GmbH jetzt auch vorläufige Insolvenz beim Tochterunternehmen: Was Verbraucher wissen sollten

Der Reiseveranstalter Urlaubstours GmbH aus Leipzig hat Insolvenz angemeldet. Das teilte heute die Kanzlei Flöther & Wissing mit, die die Insolvenz des Anbieters verwaltet. Rechtsanwalt Prof. Lucas Flöther übernimmt ebenfalls die vorläufige Insolvenzverwaltung des Mutterunternehmens Unister Holding GmbH. Das gab die Unistergruppe am Montag bekannt.

Laut Angaben der Kanzlei sei Urlaubstours GmbH nicht im Reisevermittlungsgeschäft tätig, sondern ist ausschließlich Reiseveranstalter. „Verbraucher, die eine Reise über dieses Portal gebucht haben, haben deswegen erstmal Glück im Unglück“, weiß Anne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen. Beantragt ein Reiseveranstalter Insolvenz, werden Kunden über einen sogenannten Reisesicherungsschein aufgefangen. Mit einem Sicherungsschein ist die Absicherung für den bereits gezahlten Reisepreis und sonstige notwendige Aufwendungen gewährleistet, die im Fall der Zahlungsunfähigkeit oder der Insolvenz entstehen. „Hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass dieser Nachweis auch tatsächlich erbracht wird. Ist das nicht der Fall, sollte man nicht zahlen“, so Wiesemann. Der Nachweis über den Sicherungsschein liegt in der Regel den Reiseunterlagen bei. Das Dokument muss auf der Rückseite der Reisebestätigung abgedruckt oder an sie angeheftet sein.

Wer sich unsicher ist, sollte sich bei den Anbietern der Reiseleistungen wie der Airline, dem Hotel oder Autovermieter rückversichern. Ein Sonderkündigungsrecht besteht allerdings nicht. Wer seine Reise jetzt kündigt, muss mit Stornogebühren rechnen. Laut Kanzlei Flöther & Wissing werden bereits gebuchte Reisen jedoch durchgeführt.

Die Verbraucherzentrale Sachsen wird die weitere Entwicklung der Unistergruppe aufmerksam beobachten und steht allen betroffenen Verbrauchern mit Rat und Tat zur Seite.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

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