Polizeieinsatz aufgrund Versammlungsgeschehen

Polizeieinsatz aufgrund Versammlungsgeschehen

(2859) Unter dem Motto „Nazis nicht in Ruhe lassen – Wir klingeln euch raus!“ war eine Versammlung mit Aufzug im Stadtgebiet angezeigt worden. Die Teilnehmer sammelten sich ab 13:15 Uhr auf dem Thomas-Mann-Platz. Die Versammlung begann gegen 14:20 Uhr mit einer Auftaktkundgebung. Anschließend führte ein Aufzug mit mehreren Zwischenkundgebungen durch die Ortsteile Hilbersdorf, Sonnenberg und Zentrum. An der Kreuzung Palmstraße/Zietenstraße hatten sich vor einem Lokal etwa 40 Personen augenscheinlich rechten Klientels gesammelt. Einsatzkräfte ermöglichten hier das störungsfreie Passieren des Aufzuges. Letztlich wurde die Versammlung nach der Abschlusskundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz gegen 17:30 Uhr beendet. Nach Einschätzung der Versammlungsbehörde nahmen in der Spitze rund 300 Personen teil.

Störungen waren nicht zu verzeichnen. Lediglich eine Strafanzeige musste aufgenommen werden. Gegen 15:05 Uhr zeigte im Bereich der Dresdner Straße/Hans-Link-Straße ein Mann (41) neben der Aufzugstrecke den Hitlergruß. Der polnische Staatsbürger muss sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten.

Die Einsatzmaßnahmen der Chemnitzer Polizei wurden durch die Sächsische Bereitschaftspolizei unterstützt. Insgesamt waren rund 170 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden. (mg)

Chemnitz: Jugendliche sexuell bedrängt

(469) Ein 31-Jähriger (marokkanische Staatsangehörigkeit) soll an drei 13-jährigen Jugendlichen (zwei Mädchen und ein Junge) in der Fußgängerunterführung Stollberger Straße sexuelle Handlungen vorgenommen haben, indem er sie küsste und unsittlich berührte. Weiterhin soll er exhibitionistische Handlungen durchgeführt haben. Die Kinder blieben unverletzt. Die Geschädigten verständigten die Polizei und gaben eine detaillierte Personenbeschreibung, sodass der Tatverdächtige wenig später in Tatortnähe gestellt werden konnte. Die Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern wurden aufgenommen. (Ma)

Chemnitz / Limbach-Oberfrohna: 22-Jähriger nach Verfolgungsfahrt gestellt

Am Freitagnachmittag wurde ein 22-Jähriger nach einer Verfolgungsfahrt mit der Polizei in Chemnitz gestellt.

Beamte der Polizeidirektion Chemnitz beabsichtigten gegen 13:20 Uhr einen BMW im Ortsteil Wittgensdorf anzuhalten und dessen 22-jährigen Fahrer einer Kontrolle zu unterziehen. Der Deutsche ignorierte jedoch die Anhaltesignale der Polizisten, beschleunigte und flüchtete über die Chemnitzer Straße und die Untere Hauptstraße in Richtung Chemnitztalstraße.

Der 22-Jährige bog in die Herzogshöhe ab und beschädigte dort im Vorbeifahren einen VW-Transporter. Die weitere Flucht führte über Köthensdorf, Taura, Hartmannsdorf in Richtung Limbach-Oberfrohna.

Auf dem Ostring in Limbach-Oberfrohna versuchten sich Beamte der Polizeidirektion Chemnitz mit einem Streifenwagen vor das flüchtende Fahrzeug zu setzen. Der 22-Jährige rammte das Polizeifahrzeug und schob es auf den davor befindlichen VW einer 60-Jährigen. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand. Der am Streifenwagen und am VW entstandene Sachschaden ist auf rund 9.000 Euro geschätzt worden.

Der BMW-Fahrer setzte seine Flucht fort und stieß in der Folge beim Wenden gegen einen kleinen, grünen Schneeräumtraktor. Dessen Fahrer bemerkte die Kollision offenbar nicht und setzte seine Fahrt ohne Unterbrechung fort. Ob an dem Traktor ein Schaden entstand, ist nicht bekannt.

Anschließend flüchtete der 22-Jährige in Richtung Chemnitz Röhrsdorf.

Bei den sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen wurde bekannt, dass der BMW wenig später in einem Garagenkomplex nahe des Haldenwegs festgestellt wurde. Eine 45-jährige Zeugin hatte beobachtet, wie der BMW und ein Toyota angefahren kamen. Der Fahrer des Toyota stieg ihren Beobachtungen zufolge aus und stellte den BMW-Fahrer zur Rede. Nach ersten Erkenntnissen hatte der 22-Jährige den Toyota-Fahrer auf der Autobahn gefährdet oder genötigt, woraufhin der Toyota-Fahrer dem BMW folgte.

Die 45-Jährige versperrte mit ihrem Fahrzeug die Zufahrt zum Garagenkomplex, so dass der BMW-Fahrer nicht weiterfahren konnte. In der Folge flüchtete der 22-Jährige zu Fuß.

Wie die ersten Ermittlungen ergaben, handelte es sich bei dem BMW um einen Mietwagen. Dieser war von einer Frau aus Chemnitz, OT Wittgensdorf angemietet worden. Die weiteren Untersuchungen führten die Beamten schnell zu dem 22-jährigen Sohn der Frau. Er konnte gegen 14:35 Uhr an seiner Wohnanschrift angetroffen werden.

Ein bei ihm durchgeführter DrugWipe-Test verlief positiv auf Amphetamine, Kokain und Cannabis. Bei der Kontrolle der Dokumente des 22-Jährigen entstand der Verdacht, dass es sich bei dem mitgeführten, tschechischen Führerschein um eine Totalfälschung handelt. Außerdem wurde bei ihm eine grüne, pflanzliche Substanz – vermutlich Cannabis – aufgefunden.

Im Anschluss wurde der 22-Jährige zur Blutentnahme in ein Krankenhaus und zur erkennungsdienstlichen Behandlung auf das Polizeirevier Chemnitz Nordost gebracht. Gegen den 22-Jährigen wird nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Teilnahme an verbotenen Kraftfahrzeugrennen, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt. Der BMW wurde sichergestellt.

Nach Abschluss der Maßmaßnahmen wurde der 22-Jährige aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.

Da der 22-Jährige während seiner Flucht mehrfach gegen die Verkehrsregeln verstoßen, Ampelanlagen ignoriert, verkehrsgefährdend überholt und andere Verkehrsteilnehmer genötigt haben soll, werden Zeugen, die gefährdet oder genötigt wurden, gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Insbesondere werden der Fahrer des Schneeräumtraktors sowie eine Zeugin, die in Limbach-Oberfrohna mit einem roten Skoda Octavia unterwegs war, gebeten, sich zu melden.

Diese und andere sachdienlichen Hinweise nimmt die Verkehrspolizeiinspektion der Polizeidirektion Zwickau unter 03765 500 entgegen. (cs)

Chemnitz: Tötungsdelikt beschäftigt Kriminalpolizei

(434) Die Rettungsleitstelle Chemnitz informierte die Polizei am späten Sonntagabend über eine leblose Person, welche zuvor von Zeugen im Treppenaufgang eines Mehrfamilienhauses aufgefunden worden war. Eingesetzte Rettungskräfte konnten wenig später nur noch den Tod des aufgefundenen Mannes (34) feststellen. Da die Auffindesituation des Leichnams und die Verletzungsmuster den Verdacht zuließen, dass der 34-Jährige gewaltsam zu Tode gekommen war, ordnete die Staatsanwaltschaft Chemnitz eine rechtsmedizinische Untersuchung an. Zudem führte die Kriminalpolizei im besagten Mehrfamilienhaus bis zum frühen Montagmorgen umfangreiche Spurensicherungen sowie erste Zeugenbefragungen durch.

Im Ergebnis der heutigen Sektion bestätigte sich der Verdacht eines gewaltsamen Todes des 34-Jährigen. Aufgrund dessen ermittelt die Kriminalpolizei wegen eines Tötungsdeliktes. Im Rahmen der Ermittlungen gilt es auch die derzeit noch unbekannte Täterschaft zu klären. (Ry)

Chemnitz: 20-Jähriger zusammengeschlagen und schwer verletzt/Zeugengesuch

(426) Ein 20-Jähriger spielte am Freitagabend in der Arthur-Strobel-Straße auf einem Parkplatz Fußball, als drei Unbekannte aus der Hans-Ziegler-Straße kommend auf den jungen Mann zuliefen. Sie fragten ihn, ob sie mitspielen dürften, was der 20-Jährige jedoch verneinte. Die Unbekannten entfernten sich daraufhin aus seinem Sichtfeld und kehrten nach wenigen Minuten zum Parkplatz, welcher sich an einem Garagenkomplex befindet, zurück.

Nach bisherigen Erkenntnissen trug sich anschließend Folgendes zu: Weil die unbekannten Männer sich vor ihm bedrohlich aufgebaut hatten, rannte der 20-Jährige zur Kreuzung Arthur-Strobel-Straße/Hans-Ziegler-Straße. Dort wurde er vom besagten Trio eingeholt, wobei einer von ihnen unvermittelt auf den 20-Jährigen einschlug. Anschließend, so der Geschädigte in seiner Aussage, rannte er in Richtung eines Wohnblocks in der Arthur-Strobel-Straße, wo er erneut von dem Trio eingeholt wurde. Nochmals verpasste einer der Männer dem 20-Jährigen einen Schlag, sodass dieser zu Boden ging. Danach rannten die Täter in unbekannte Richtung davon.

Alarmierte Rettungskräfte brachten den jungen Mann letztlich in ein Krankenhaus, wo schwere Verletzungen (unter anderem ein Kieferbruch) bei ihm diagnostiziert wurden. Einsatzkräfte der Polizei suchten indes im Tatortumfeld nach den drei Tätern, konnten sie aber nicht mehr feststellen.

Der Geschädigte beschrieb die Angreifer, bei denen es sich augenscheinlich um junge Männer südländischen Typs im Alter von etwa 17 bis 20 Jahren handeln soll, wie folgt:

Person 1:

  • schlank, ca. 1,80 Meter groß, dunkle Haut
  • Haare an den Seiten kurz, auf dem Kopf etwa schulterlang und zu einem Zopf gebunden, schwarzhaarig
  • er trug eine schwarze Jacke, eine schwarze Jogginghose sowie Sneakers

 

Person 2:

  • ca. 1,85 Meter groß, dunkle Haut, korpulent, auffällige dicke Wangen
  • er hat schwarze, mittellange Haare
  • trug eine schwarze Jogginghose und eine schwarze Jacke mit zwei aufgesetzten Brust- und zwei aufgesetzten Hüfttaschen sowie weiße Sneakers der Marke Adidas mit grau-schwarzen Streifen und einem roten Streifen an den Hacken

 

Person 3:

  • etwa 1,78 Meter groß, dunkle Haut, füllige Statur
  • er hat mittellange, schwarze Haare
  • er trug einen Oberlippen- und Kinnbart
  • er war mit einer schwarzen Jogginghose, einer schwarzen Regenjacke und weißen Sneakers bekleidet

 

Im Rahmen ihrer Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung sucht die Polizei Zeugen. Wer hat die Angriffe am Freitagabend in der Arthur-Strobel-Straße beobachtet und kann weitere Angaben zu den Geschehnissen machen? Wer kann Hinweise zur Identität der flüchtigen Täter geben bzw. wer weiß, wo sie sich derzeit aufhalten? Hinweise nimmt das Polizeirevier Chemnitz-Nordost unter Telefon 0371 387-102 entgegen. (Ry)