„Fire on Ice“ – Hans-Joachim Stuck fährt 1976er Jägermeister Formel-1-Rennwagen beim GP Ice Race

„Fire on Ice“ – Hans-Joachim Stuck fährt 1976er Jägermeister Formel-1-Rennwagen beim GP Ice Race

Formel 1-Power auf Eis und Schnee: Hans-Joachim Stuck präsentiert seinen originalen March-Cosworth 714 in legendärer Jägermeister Lackierung beim zweiten GP Ice Race (1. und 2. Februar 2020)
Jägermeister zeigt historische Renn-Ikonen auf dem alten Flugplatz im österreichischen Wintersport-Ressort Zell am See-Kaprun
Beim GP Ice Race sorgt Porsche Design Timepieces für die Zeitnahme und präsentiert den „Chronotimer GP Ice Race Special Edition“

Zell am See/Österreich, 18. Dezember 2019 – Ein Highlight jagt das andere bei der zweiten Auflage des neuen GP Ice Race (1./2. Februar 2020). Das neueste: Hans-Joachim Stuck fährt seinen legendären March-Cosworth aus der Formel-1-Saison 1976 beim Eisrennen auf dem alten Flugplatz in Zell am See-Kaprun. Die deutsche Motorsport-Legende, in den 1970er Jahren in der Königsklasse des Motorsports am Start, wird den 480 PS starken historischen Rennwagen erstmalig auf Eis und Schnee bewegen. „Strietzel“ Stuck unterstützt von Anfang an das GP Ice Race und die Organisatoren Ferdinand Porsche und Vinzenz Greger, die zusammen auch Greger Porsche Classic Cars (Wien) gründeten. Porsche Design ist ebenso erneut an Bord und stellt die offizielle Zeitnahme am Action-reichen Wochenende sicher. Darüber hinaus präsentiert die exklusive Lifestyle-Marke mit dem exklusiven „Chronotimer GP Ice Race Special Edition“.

Hans-Joachim Stuck hat vom Formel-1-Rennwagen bis hin zu Sportprototypen und Tourenwagen so ziemlich jedes Rennauto gefahren. Aber nie zuvor pilotierte er einen Grand-Prix-Rennwagen auf Eis und Schnee – beim zweiten GP Ice Race am 1. und 2. Februar 2020 in Zell am See‑Kaprun ist es soweit. Die Formel 1 verwendete in den frühen 1970er Jahren Motoren mit drei Litern Hubraum. Die meisten Teams (auch March) nutzten von Cosworth entwickelte V-Achtzylinder-Triebwerke, die rund 480 PS bei 11.200 Touren leisteten. Hans-Joachim Stuck debütierte in der Formel 1 zur Saison 1974 im March-Cosworth 741. Beim Großen Preis von Monaco kollidierte er mit dem späteren Weltmeister James Hunt. Stucks Fahrzeug mit der Chassisnummer 741/1 wurde dabei erheblich beschädigt. Nach Neuaufbau und zahlreichen Modifikationen in den folgenden Jahren ist der March-Cosworth inklusive der legendären Jägermeister Lackierung heute wieder im Originalzustand – als Teil des Teams ‘72STAGPOWER.

Unter dem Namen ‘72STAGPOWER kehrt ein ganzes Rudel historischer Renn- und Sportwagen in die Classic-Szene zurück. “72“ steht dabei für das Jahr 1972. „Stag“ – zu Deutsch: Hirsch – ist ein Verweis auf das Markenlogo und steht für „The Spirit of Jägermeister Racing“. Dieses Team wurde ursprünglich 1972 gegründet und bestand bis zum Jahr 2000. ‘72STAGPOWER setzt nun diese Tradition fort, ein Vater-Sohn-Gespann steht hinter dem Projekt. Eckhard Schimpf, der von 1972 bis 2000 für das Unternehmen Jägermeister das Rennteam leitete, macht gemeinsame Sache mit Sohn Oliver Schimpf. Beide sind die Initiatoren von ‘72STAGPOWER. Unterstützt werden sie von der Unternehmerfamilie Mast-Jägermeister. Zusätzlich zum Formel-1-Rennwagen March-Cosworth 741 werden im Rahmen des GP Ice Race auf dem alten Flugplatz in Zell am See-Kaprun ein Formel-2-Monoposto March-BMW aus dem Jahr 1977, ein Gruppe-5-Tourenwagen BMW 320 und ein Sportprototyp Porsche 956 C – alle in orangefarbener Jägermeister-Lackierung – zu sehen sein.

Porsche Design ist erneut der offizielle Zeitnehmer des GP Ice Race. Darüber hinaus feiert das Unternehmen die zweite Neuauflage des Eisrennens mit einem speziell gestalteten Chronographen. Der Chronotimer GP Ice Race Special Edition“ verfügt über ein 42-mm-Gehäuse Titangehäuse, dessen schwarze Titancarbid-Beschichtung das sportlich-elegante Design unterstreicht. Das mattschwarze Zifferblatt garantiert zudem perfekte Ablesbarkeit und hat dabei eine dynamische Ausstrahlung. Dem spektakulären Eisrennen zollt das GP Ice Race Logo Tribut, während die eisblauen und schneeweißen Markierungen die Bedingungen auf der vereisten Rennstrecke symbolisieren. Die exklusive Armbanduhr ist im Online-Shop von Porsche Design (www.porsche-design.com), in den Porsche Design Stores und im ausgewählten Fachhandel erhältlich.

Das GP Ice Race bietet spektakulären Motorsport in acht verschiedenen Klassen, die Bandbreite reicht vom modernen R5-Rallyeauto über klassische Rennwagen und Buggys bis zum Skijöring, bei dem Skiläufer von Rennwagen gezogen werden.

Wie schon im vergangenen Jahr liegt die sportliche Umsetzung des GP Ice Race 2020 in den Händen des Motorsport-Club Kitzbühel. Für die Gesamtorganisation steht Ferdinand Porsche und Vinzenz Greger erneut die Agentur punktEins Organisations GmbH zur Seite. Als Partner der ersten Stunde ist auch der Tourismus-Verband Zell am See-Kaprun wieder mit an Bord.

Quelle: GP Ice Race

Spannende Zahlenspiele zur Saison 2019 der ADAC GT4 Germany

Spannende Zahlenspiele zur Saison 2019 der ADAC GT4 Germany

  • Drei Fahrer-Duos mit jeweils zwei Laufsiegen
  • Piloten aus 19 verschiedenen Ländern am Start
  • Alle sieben Marken entweder auf Podium oder auf Pole-Position gewesen

München. Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) krönten sich beim Saisonfinale am Sachsenring zu den ersten Fahrer-Champions der ADAC GT4 Germany. Das KTM X-Bow GT4-Duo stand in der Saison 2019 insgesamt vier Mal auf dem Podium. Höhepunkt waren die Laufsiege sonntags in Zandvoort und samstags am Sachsenring. Das sind weitere spannende Zahlen und Fakten zur Premierensaison der ADAC GT4 Germany.

Weitere Zweifachsieger: Neben den Meistern konnten auch die zweitplatzierten Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (33/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) im BMW M4 GT4 sowie Tim Heinemann (22/Fichtenberg) und Luke Wankmüller (18/Keltern, beide HP Racing International) im Mercedes-AMG GT4 zwei Laufsiege in der ADAC GT4 Germany feiern.

Immer andere Pole-Setter: Bei allen zwölf Rennen der ADAC GT4 Germany stand jeweils ein anderer Fahrer auf der Pole-Position. Mit Aston Martin, BMW, KTM, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche konnten zudem sechs der sieben in der Serie vertretenen Marken mindestens einmal vom ersten Startplatz aus losfahren.

Knappe Kiste: Die engste Qualifikation des Jahres ereignete sich im Vorfeld zu Lauf zwei am Red Bull Ring. Hier lagen 16 von 20 gewerteten Fahrzeugen innerhalb von nur einer Sekunde.

Viele Rennställe: 19 Teams nahmen an der ADAC GT4 Germany teil. Davon traten 17 mit einer deutschen Nennung an. Das Meisterteam Hofor Racing by Bonk Motorsport fuhr unter der schweizerischen Flagge. RTR projects, das am Nürburgring und am Sachsenring einen Gaststart absolvierte, stammt aus Tschechien.

19 Nationen: 75 Piloten gaben bei den zwölf Rennen der ADAC GT4 Germany 2019 Gas. Mit Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich, Großbritannien, Italien, Finnland, Dänemark, Norwegen, Polen, Tschechien, Kroatien, Marokko, den USA, Indien und Australien repräsentierten sie 19 verschiedene Länder.

Sechs Marken auf dem Podium: Mit BMW M4 GT4, KTM X-Bow GT4, McLaren 570S GT4, Mercedes-AMG GT4 konnten vier verschiedene Fahrzeuge mindestens ein Rennen der ADAC GT4 Germany 2019 gewinnen. Auf das Podium schafften es zudem auch Audi R8 LMS GT4 und Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport.

Ordentlich Meter gemacht: 422 Rennrunden wurden in der Saison 2019 absolviert. Multipliziert mit den jeweiligen Streckenlängen ergibt das insgesamt 1690,953 Kilometer. Am weitesten wurde am Red Bull Ring gefahren. Dort bestanden die beiden Läufe aus zusammengenommen 73 Runden, was 315,214 Kilometer entspricht. Das verwundert nicht, denn der Kurs in Spielberg gilt als der schnellste des Kalenders.

Alle mit einem Nuller: Keines der Fahrer-Duos konnte in der Saison 2019 in allen zwölf Rennen Punkte sammeln. Am konstantesten präsentierten sich die Meister Mads Siljehaug und Eike Angermayr sowie Oliver Mayer (61/Ingolstadt) und Jan Philipp Springob (18/Olpe, beide Bremotion) im Mercedes-AMG GT4, die jeweils einmal ohne Meisterschaftszähler blieben.

Schnellste Pace des Jahres: Felix von der Laden (25/Köln, Team GT) stellte seinen McLaren 570S GT4 auf die Pole-Position des Sonntagsrennens am Red Bull Ring. Der YouTube-Star brauchte für den 4,318 Kilometer langen Kurs exakt 1:37,202 Minuten. Das entspricht einem Durchschnitt von 159,9 km/h. Schneller wurde in der Saison 2019 keine andere Runde gefahren.

Schnellster Mann des Jahres: Den höchsten Topspeed der Saison erreichte Christian Danner (61/Seeshaupt, Team GT). Der bekannte Formel-1-Kommentator kam im Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring im McLaren 570S GT4 auf 248,27 km/h. Rang zwei in dieser Wertung ging an McLaren-Markenkollege Dennis Trebing (27/USA, Dörr Motorsport) mit 246,57 km/h, die ebenfalls in Lauf zwei am Hockenheimring gemessen wurden.

Punktlandung: Mit Marius Zug und Gabriele Piana, den KTM-Piloten Laura Kraihamer (28/AUT) und Reinhard Kofler (35/AUT, beide True Racing), den Mercedes-AMG-Fahrern Hamza Owega (28/Köln) und Jusuf Owega (17/Köln, beide GetSpeed Performance) sowie den Champions Mads Siljehaug und Eike Angermayr führten vier Fahrer-Duos die Tabelle der ADAC GT4 Germany mindestens einmal an. Siljehaug/Angermayr lagen genau einmal vorne: Nach dem Sonntagslauf beim Finale am Sachsenring.

Zweifacher Einsatz: Dörr Motorsport, Team GT (beide McLaren), Hofor Racing by Bonk Motorsport, MRS Besagroup Racing Team (beide BMW), Propeak Performance (Aston Martin), racing one (Audi), und das Team Allied-Racing (Porsche) setzten in der ADAC GT4 Germany zwei oder mehr Autos ein. Dazu kommt noch HP Racing International, das mit einem Mercedes-AMG GT4 und einem Porsche Cayman GT4 Clubsport sogar auf zwei verschiedene Modelle vertraute.

Guter Besuch: Die Rennen der ADAC GT4 Germany fanden sechsmal im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters statt. Insgesamt kamen zu den Veranstaltungen in der Motorsport Arena Oschersleben, auf dem Red Bull Ring, auf dem Circuit Zandvoort, auf dem Nürburgring, auf dem Hockenheimring und auf dem Sachsenring 116.000 Zuschauer.

Weltweites Fernsehen: Insgesamt haben 21 TV-Sender aus 115 Territorien von der ADAC GT4 Germany berichtet.

Fünf Marken doppelt dabei: Mit Aston Martin, Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche starteten 2019 fünf Marken sowohl in der ADAC GT4 Germany als auch im höheren ADAC GT Masters. Audi war in diesem Jahr zudem auch in der ADAC TCR Germany vertreten.

Quelle: ADAC Motorsport

 

Fahrerlager-Geschichten – Stefan Wendl: “Wir zählen zur absoluten Spitze im GT-Sport”

Fahrerlager-Geschichten – Stefan Wendl: “Wir zählen zur absoluten Spitze im GT-Sport”

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing, blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück und verrät, welche Herausforderungen im neuen Jahr warten.

3 Fragen an Stefan Wendl

Als Leiter von Mercedes-AMG Customer Racing kann Stefan Wendl erneut auf eine äußerst erfolgreiche Saison im GT-Sport zurückblicken. Insgesamt feierten die Kundenteams im Jahr 2019 weltweit über 40 Meisterschaften in hochklassigen Rennserien und knüpften damit nahtlos an die Rekordsaison des Vorjahres an. Darüber hinaus wurden mit der Vorstellung des neuen Mercedes-AMG GT3 die Weichen für die Zukunft gestellt.

Stefan, nach dem Rekordjahr 2018 lagen die Erwartungen in dieser Saison höher denn je. Mit 247 Klassensiegen in knapp 500 Rennen setzten die Customer Racing Teams im Jahr 2019 erneut ein Statement. Wie fällt Dein Fazit aus?
Stefan Wendl: Wir haben in diesem Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass wir zur absoluten Spitze im GT-Sport zählen. Ob mit dem Mercedes-AMG GT3 oder dem GT4: Auf der ganzen Welt konnten unsere 93 aktiven Kundenteams und 392 Fahrer große Erfolge feiern und damit die beeindruckenden Vorjahresleistungen bestätigen. Es ist nicht leicht, eine Führungsrolle im GT-Sport einzunehmen – und noch schwieriger ist es, diese Position Jahr für Jahr zu verteidigen. Das haben wir getan und für diese exzellenten Leistungen möchte ich mich herzlich bei allen Fahrern, Teams und Kollegen bedanken. Ohne die hervorragende Zusammenarbeit auf allen Ebenen wären die Erfolge in dieser Saison nicht möglich gewesen.

Das Jahr 2019 war von zahlreichen spannenden Duellen geprägt. Was war Dein persönliches Highlight in dieser Saison?
Stefan Wendl: Jeder einzelne Sieg ist etwas Besonderes und jeder Titel hat sein eigenes Flair. Mich freut vor allem, dass wir erneut kontinentübergreifend erfolgreich waren. Auf 98 Rennstrecken in 30 Ländern konnten wir neben Titeln in Europa beispielsweise auch in Amerika, Asien und Australien Meisterschaften feiern. Auf der Sprintdistanz ebenso wie auf der Langstrecke und von den Amateurklassen bis hin zu den Profikategorien. Wir haben spannende Rennaction geboten und kämpften fast in jeder Serie, an der wir teilgenommen haben, bis zum Schluss um die Meisterschaft – das ist ein erfolgreicher Beleg der kontinuierlichen Arbeit, die wir gemeinsam mit unseren Kundenteams jeden Tags aufs Neue liefern.

Richten wir den Blick in die Zukunft: Welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich durch den neuen Mercedes-AMG GT3, mit dem die ersten Kundenteams ab 2020 offiziell antreten werden?
Stefan Wendl: Das GT-Segment ist eine sehr schnell wachsende Branche. Jahr für Jahr steigen Popularität, Professionalität und damit einhergehend auch die Rennqualität. Vor diesem Hintergrund haben wir uns genau angeschaut, welche Aspekte wir am Fahrzeug optimieren können. Bereits in der Analyse wie auch bei den vielen Testeinsätzen auf der Rennstrecke haben wir eng mit unseren Kundenteams und -fahrern zusammengearbeitet, um ihnen ein maßgeschneidertes Gesamtpaket anbieten zu können. Nach einer intensiven Test- und Erprobungsphase können wir ohne Übertreibung sagen, dass wir mit der Weiterentwicklung einmal mehr neue Maßstäbe im GT-Segment setzen. Unsere Kunden erhalten ein ausgereiftes und von Beginn an konkurrenzfähiges Fahrzeug. Der neue Mercedes-AMG GT3 wird mit dem ersten Rennen 2020 in Dubai an den Start gehen und hoffentlich gleich die Erfolgsgeschichte unseres Customer Racing Programms im zehnten Jahr fortschreiben. Am Ende des Jahres wollen wir unsere Jubiläumssaison natürlich mit so vielen Titeln wie möglich krönen.

Quelle: Mercedes AMG Motorsport

Zahlen und Fakten zur ADAC GT Masters-Saison 2019

Zahlen und Fakten zur ADAC GT Masters-Saison 2019

  • Champions Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser beeindrucken mit Konstanz und Speed
  • 16 Fahrer von acht Teams und sechs Marken gewinnen Rennen
  • Fast die Hälfte aller Piloten schafft Sprung auf das Podium

München. Auch die 13. Saison des ADAC GT Masters lieferte wieder spannende und interessante Zahlen und Fakten. Der Blick in die Statistik macht deutlich, warum das Audi-Duo Kelvin van der Linde (23/ZA) und Patric Niederhauser (28/CH, beide HCB-Rutronik Racing) in der “Liga der Supersportwagen” das Maß der Dinge war. Aber auch andere Piloten und Teams setzten 2019 Highlights.

– Ein Erfolgsgeheimnis von van der Linde und Niederhauser war ihre Konstanz. Siebenmal in 14 Saisonrennen fuhr das Duo auf das Podium – Bestmarke 2019. Zum Vergleich: Ihre engsten Verfolger, die Vizechampions Mirko Bortolotti und Christian Engelhart (Lamborghini) schafften viermal den Sprung unter die ersten drei. Insgesamt standen 36 Pilotinnen und Piloten auf dem Podium

– Drei Fahrercrews gelangen jeweils drei Saisonsiege. Neben den Meistern waren dies Bortolotti und Engelhart sowie das Corvette-Duo Marvin Kirchhöfer/Markus Pommer

– Mit einem durchschnittlichen Startplatz von 5,14 startete keine Fahrercrew über die Saison gesehen von so weit vorn wie van der Linde und Niederhauser – auch dies ist eines der Erfolgsgeheimnisse der neuen Champions

– Mit 114 Führungsrunden bei insgesamt 538 Umläufen führten Bortolotti und Engelhart das ADAC GT Masters-Feld am häufigsten an. Die Champions van der Linde und Engelhart kamen auf 111 Runden

– Die Tabellenführung wechselte während der Saison zwischen drei Fahrerpaarungen. Nach dem ersten Rennen in Oschersleben führten Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer, nach dem Sonntagsdurchgang in der Magdeburger Börde lagen Titelverteidiger Robert Renauer und Thomas Preining vorn. Im dritten Saisonrennen in Most übernahmen die späteren Meister die Spitzenposition, die sie bis zum Saisonfinale nicht mehr hergaben

– Kelvin van der Linde ist der zweite Zweifach-Champion im ADAC GT Masters. Der Südafrikaner hatte bereits 2014 als bisher jüngster Fahrer überhaupt seinen ersten Titel in der “Liga der Supersportwagen” gewonnen. Damit zieht van der Linde mit Sebastian Asch gleich, der 2012 und 2015 Meister wurde

– Indy Dontje und Maximilian Götz holten am Samstag auf dem Sachsenring den dominantesten Sieg der Saison: Der Vorsprung der Mercedes-AMG-Piloten betrug 31,684 Sekunden. Die knappste Entscheidung fiel dagegen im ersten Rennen auf dem Red Bull Ring. Jens Klingmann und Nicolai Sylvest setzten sich im BMW M6 GT3 mit nur 0,289 Sekunden Vorsprung durch

– 16 Piloten von acht Teams fuhren in dieser Saison mindestens einen Sieg ein. Meister Patric Niederhauser, Thomas Preining (Porsche), Nicolai Sylest (BMW), Timo Bernhard (Porsche) sowie Ricardo Feller und Dries Vanthoor (beide Audi) gelang dabei ihr Premierenerfolg

– Audi holte 2019 vier Siege – so viele wie keine andere Marke

– Weiter wachsende Popularität: In Deutschland, Österreich und der Schweiz war das ADAC GT Masters in insgesamt 937 Sendungen über 400 Stunden lang im TV zu sehen.

– Weltweit haben TV-Zuseher in 182 Ländern das ADAC GT Masters verfolgt

– Der Österreicher Max Hofer holte sich den Titel in der Pirelli-Junior-Wertung. Mit vier Klassensiegen war der Audi-Fahrer auch in den Rennen der Erfolgreichste

– Corvette-Pilot Sven Barth war das Maß der Dinge in der Pirelli-Trophy-Wertung. Der Champion der Kategorie für nicht professionelle Piloten holte in den Rennen neun Klassensiege, fünf gingen an Lamborghini-Fahrer Rolf Ineichen

– Mit drei Pole-Positions war Lamborghini-Ass Mirko Bortolotti der stärkste Fahrer im Qualifying. Dahinter folgten sein Orange1 by GRT Grasser-Teamkollege Franck Perera und Meister Kelvin van der Linde mit jeweils zwei Poles

– 79 Piloten aus 15 Nationen von insgesamt 22 Teams traten in diesem Jahr bei den sieben Saisonläufen an

– Jüngster Pilot war zum dritten Mal hintereinander der Schweizer Ricardo Feller. Der Audi-Pilot wurde am 1. Juni 19 Jahre alt. Senior im Feld war mit 58 Jahren Gaststarter Klaus Abbelen auf dem Nürburgring

Quelle: ADAC Motorsport

 

Charles Leclerc würde Lewis Hamilton als Teamkollegen begrüßen

Charles Leclerc würde Lewis Hamilton als Teamkollegen begrüßen

Der junge Monegasse Charles Leclerc hat vergangene Formel 1 Saison auf sich aufmerksam gemacht. Nicht nur seine Performance auf den Rennstrecken, sondern auch sein Verhalten gegenüber seinem Stallkollegen, der Konkurrenz und den Medien, war nicht immer einwandfrei. Erst kürzlich goss er erneut Öl ins Feuer, als er gegenüber der Presse äußerte, dass er Lewis Hamilton als Teamkollegen begrüßen würde.

Streit mit Vettel

Leclerc, der schon immer gerne seine Ellbogen zeigt und darauf pocht, der beste Rennpilot im Feld zu sein, sorgte früh in der Saison für internen Streit bei Ferrari. Während manche seine Aussagen und Einstellung als für einen Formel 1 Fahrer nötigen Egoismus einordnen, bescheinigten andere dem jungen Rennfahrer mangelnden Respekt. Er forderte schon früh die Rolle als Nummer 1 Fahrer im Team und äußerte sich wiederholt, dass der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel zu langsam sei und Ferrari ihn bei der Strategie bevorzuge. Der Streit gipfelte beim Großen Preis von Brasilien, als sich die beiden Ferrari-Piloten in die Quere kamen und sich gegenseitig in aussichtsreicher Position von der Strecke schossen.

Bild: https://ibb.co/rkWP4Zq

Quelle: bwin

Hamilton als möglicher Teamkollege

Da für die Saison 2021 große Änderungen im Reglement der Rennserie geplant sind, wird es auch viele Umwälzungen im Feld der Formel 1 geben. Dabei ist es durchaus möglich, dass einige Topteams der Königsklasse im Motorsport den Rücken kehren und Topfahrer unerwartete Teamwechsel machen werden. So wurde auch kürzlich über einen möglichen Wechsel von Lewis Hamilton zu Ferrari spekuliert. Darauf angesprochen äußerte sich Leclerc überraschend positiv. Als einer der jungen Rennfahrer, die seit Jahren versuchen, die Dominanz vom britischen Weltmeister zu durchbrechen, würde er es begrüßen Lewis Hamilton als Teamkollegen zu haben. „Am Ende sind wir in der Formel 1und wollen gegen die Besten kämpfen. Dieses Jahr hatte ich die große Chance, gegen den vierfachen Weltmeister Vettel zu kämpfen und ich habe sehr viel von ihm gelernt.“

Ferrari 2020 wieder mit Vettel und Leclerc

Ein möglicher Wechsel Hamiltons ist aber noch Zukunftsmusik. Für nächstes Jahr steht bei Ferrari die Fahrerpaarung Vettel und Leclerc. Experten sind jetzt schon gespannt, wie der teaminterne Kampf weitergehen wird. In der abgelaufenen Saison konnte der junge Monegasse 24 Punkte mehr sammeln, als sein deutscher Kollege. Dieser zeigt sich aber nach verkorkster Saison sehr motiviert und will beweisen, dass er besser ist, als Leclerc. Es ist schwer einzuschätzen, wer aktuell der Bessere ist. Leclerc zeigte zwar teils spektakuläre Leistungen auf der Strecke, doch auch Vettel konnte durchaus Glanzpunkte setzen. Zudem hängt vieles von der Technik und der Performance der Autos ab. Zwar sind diese bei Ferrari nahezu baugleich, doch können kleine Fehler in der Strategie und Einstellung des Rennwagens zu deutlichen Punktverlusten führen.

Quelle: Bernhard Holz