Saison-Rückblick 2019: Titel-Hattrick, Debütsiege und knappster Zieleinlauf  3827 Runden mit 15.520 PS im Porsche Mobil 1 Supercup

Saison-Rückblick 2019: Titel-Hattrick, Debütsiege und knappster Zieleinlauf 3827 Runden mit 15.520 PS im Porsche Mobil 1 Supercup

Stuttgart. Mit einem spannenden Meisterschaftskampf sorgte der Porsche Mobil 1 Supercup in seiner 27. Saison einmal mehr für packenden Motorsport. Erst beim Finale des internationalen Markenpokals in Mexiko-Stadt entschied Michael Ammermüller (BWT Lechner Racing) die Meisterschaft für sich – zum dritten Mal in Folge. Somit fehlt dem Deutschen nur noch ein Titel, um mit Patrick Huisman gleichzuziehen. Der Niederländer war von 1997 bis 2000 sogar vier Jahre in Serie das Maß aller Dinge. Neben der Entscheidung in der Meisterschaft prägte eine Vielzahl weiterer Statistiken die Supercup-Saison 2019 im Formel-1-Rahmenprogramm.

• Insgesamt fünf verschiedene Fahrer trugen sich bei zehn Saisonläufen in die Siegerliste ein. Die hohe Leistungsdichte zählt seit 1993 zu den Erfolgsfaktoren der Supercup-Geschichte. Neben den vier ersten Plätzen von Ammermüller stand auch Porsche-Junior Julien Andlauer (F/BWT Lechner Racing) zweimal ganz oben auf dem Podium.

• Ihre ersten Siege im internationalen Markenpokal feierten Ayhancan Güven (TR/martinet by ALMÉRAS), Dylan Pereira (L/Momo Megatron Lechner Racing) und Larry ten Voorde (NL/MRS GT-Racing). Insgesamt jubelten in dieser Saison zehn verschiedene Fahrer auf dem Podium.

• Im Laufe des Jahres entwickelte sich zwischen Ammermüller, Porsche-Junior Andlauer, ten Voorde und Güven ein Vierkampf um den Titel. Dabei wechselten sich die beiden Lechner-Piloten Ammermüller und Andlauer an der Tabellenspitze ab. Der 20-jährige Franzose übernahm in Silverstone die Führung der Gesamtwertung und war über fünf Rennwochenenden Spitzenreiter. Nach Andlauers Ausfall in Monza eroberte sich Ammermüller Rang eins in der Meisterschaft zurück.

• Michael Ammermüller fehlt nach seinen vier Saisonsiegen noch ein erster Platz für einen alleinigen Rekord: Im Porsche Mobil 1 Supercup und im Porsche Carrera Cup Deutschland gewann der ehemalige Formel-1-Testfahrer zusammen genommen 28 Rennen. Den Bestwert teilt sich der Bayer mit dem aktuellen DTM-Champion René Rast.

• Über die Saison gingen an den Rennwochenenden durchschnittlich 30 Fahrer in ihren Porsche 911 GT3 Cup an den Start.

• Die größten Teilnehmerfelder fuhren in Silverstone (Großbritannien), Hockenheim (Deutschland), Spa-Francorchamps (Belgien) und Monza (Italien). In diesen Rennen traten jeweils 32 Piloten gegeneinander an.

• Für Chancengleichheit und einen spannenden Wettbewerb sorgen neben einem identischen Fahrzeug auch die Einheitsreifen von Michelin. An allen neun Events sowie den beiden Tests in Barcelona (Spanien) und in Silverstone kamen insgesamt 4030 Reifen des Supercup-Partners aus Frankreich zum Einsatz. Neben 3720 Slicks nutzten die Teams auch 310 Regenreifen.

• Der Porsche Mobil 1 Supercup trug seine zehn Meisterschaftsläufe in diesem Jahr in neun verschiedenen Ländern aus. Über die Saison absolvierten die Fahrer mit den 485 PS starken Cup-Elfern auf allen Strecken insgesamt 3827 Rennrunden.

• Mit einer Länge von 3,337 Kilometern war der Circuit de Monaco in Monte Carlo die kürzeste Strecke im Kalender. Beim halbstündigen Sprintrennen fuhren die Piloten in ihren Neunelfern insgesamt 16 Runden durch die engen Gassen im Fürstentum. Lediglich elf Umläufe standen dagegen in den belgischen Ardennen auf dem Programm. Der Circuit de Spa-Francorchamps erstreckt sich über 7,004 Kilometer und war der längste Kurs der Saison.

• Auf der Traditionsstrecke in der Wallonischen Region Belgiens sahen die Fans auch den knappsten Zieleinlauf: Pereira setzte sich mit einem Vorsprung von nur 0,268 Sekunden gegen Güven durch.

• In den Rekordbüchern steht das Rennwochenende in Silverstone. Den britische Formel-1-Grand-Prix besuchten insgesamt 353.000 Fans – Spitzenwert der Supercup-Saison 2019 und für den Formel-1-Event im Norden Londons.

• Beim vierten Lauf in Hockenheim hatten die Fahrer mit hochsommerlichen Wetterbedingungen zu kämpfen. Vor dem freien Training am Freitag wurden im Supercup-Paddock Temperaturen von knapp 44 Grad Celsius gemessen. An keiner anderen Strecke erlebten die Piloten solch hohe Temperaturen.

• Ihre längste Anreise legten die Supercup-Teams für das Saisonfinale nach Mexiko-Stadt zurück. Die Distanz vom Stuttgarter Flughafen in die Hauptstadt Mexikos betrug über 9600 Kilometer. Nach Mittelamerika ging es per Flugzeug mit mehr als 80 Tonnen Fracht.

• Die Fans des Porsche Mobil 1 Supercup durften sich über eine umfangreiche Berichterstattung freuen. Insgesamt 38 TV-Sender zeigten den Supercup in über 110 Ländern auf sechs Kontinenten.

Quelle: Porsche Motorsport

 

Vorschau, FIA World Endurance Championship WEC, 4. Lauf Sakhir/Bahrain  Porsche geht als Führender der Weltmeisterschaft in letztes Rennen des Jahres

Vorschau, FIA World Endurance Championship WEC, 4. Lauf Sakhir/Bahrain Porsche geht als Führender der Weltmeisterschaft in letztes Rennen des Jahres

Stuttgart. Porsche möchte das äußerst erfolgreiche Motorsportjahr 2019 mit einem weiteren Glanzlicht beim Achtstundenrennen der FIA World Endurance Championship (WEC) am 14. Dezember in Bahrain abschließen. Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart führt die Weltmeisterschaft nach Doppelerfolgen des neuen Porsche 911 RSR in Silverstone (Großbritannien) und Schanghai (China) sowie einem Podestplatz in Fuji (Japan) deutlich an. Auch in der Fahrerwertung liegen die beiden Porsche-Duos an der Spitze. In der GTE-Am-Kategorie setzen drei Kundenteams insgesamt fünf Porsche 911 RSR der Vorjahresspezifikation in dem Langstreckenrennen in der Golf-Region ein.

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Das Rennen
Der Bahrain International Circuit ist seit 2004 regelmäßig Austragungsort eines Formel-1-Grand-Prix. Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC gastierte erstmals in ihrem Gründungsjahr 2012 auf dem 5,412 Kilometer langen Rundkurs nahe der Hauptstadt Manama. Einzig in der „WEC Super Season“ 2018/2019 fand kein Langstreckenrennen in Sakhir statt. Bei der diesjährigen Rückkehr auf die herausfordernde Strecke trägt die FIA WEC zum ersten Mal einen Wertungslauf über acht Stunden aus. Die große Hitze bei Tag, die sinkenden Temperaturen bei Einbruch der Nacht sowie der oftmals mit viel Sand belegte Asphalt machen das Rennen für Teams, Ingenieure und Fahrer zu einer großen Herausforderung. Der Reifenverschleiß auf der Grand-Prix-Strecke mit den 15 Kurven gilt als entscheidender Faktor auf dem Weg zu möglichen Erfolgen. 2015 feierten hier die französischen Werksfahrer Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki im Porsche 911 RSR den Sieg in der GTE-Pro-Klasse.

Die Fahrer des Porsche GT Teams
Die Sportwagen-Weltmeister Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) wechseln sich am Steuer des Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 ab. Das erfolgreiche Duo führt nach dem Sieg beim vergangenen Rennen in Schanghai sowie zwei zweiten Plätzen in Silverstone und Fuji die Gesamtwertung an. Die Sieger des Saisonauftaktes in Großbritannien, Richard Lietz (Österreich) und Gianmaria Bruni (Italien), fahren im Schwesterauto mit der Startnummer 91. Sein enormes Potenzial hat der neue Porsche 911 RSR im bisherigen Verlauf der Saison 2019/2020 zudem mit Pole-Positions in Japan und China unter Beweis gestellt.

Die Kundenteams
Das deutsche Kundenteam Dempsey-Proton Racing setzt zwei Porsche 911 RSR der Vorjahresspezifikation ein. In der Startnummer 77 wechselt sich Porsche Young Professional Matt Campbell (Australien) mit Teameigner Christian Ried (Schöneburg) und dem Italiener Riccardo Pera ab. Im Schwesterauto mit der Nummer 88 agiert unter anderem Porsche Young Professional Thomas Preining aus Österreich.

Im 911 RSR mit der Startnummer 56 des deutschen Kundenteams Project 1 ist Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien) gemeinsam mit Egidio Perfetti (Norwegen) und David Heinemeier Hansson (Dänemark) im Einsatz. Das Fahrzeug mit der Nummer 57 teilen sich die beiden Niederländer Larry ten Voorde und Jeroen Bleekemolen mit dem Amerikaner Ben Keating. In der Startnummer 86 von Gulf Racing fährt das britische Fahrertrio Michael Wainwright, Ben Barker und Andrew Watson.

Der Porsche 911 RSR
Der neue Porsche 911 RSR (Modelljahr 2019) absolviert seine erste Saison in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Das – in Abhängigkeit vom Luftmengenbegrenzer – rund 515 PS starke Fahrzeug aus Weissach basiert auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen 911 GT3 RS*. Im Vergleich zum äußerst erfolgreichen Vorgängermodell wurde das Auto für die GTE-Pro-Klasse der FIA WEC unter anderem in den Bereichen Fahrbarkeit, Effizienz, Ergonomie und Servicefreundlichkeit verbessert. Rund 95 Prozent aller Bauteile sind neu. Angetrieben wird der 911 RSR von einem Sechszylinder-Boxermotor mit 4,2 Liter Hubraum.

Die Zeiten
Das Achtstundenrennen der FIA WEC in Bahrain startet am Samstag, 14. Dezember um 15:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr MEZ).

Das Rennen im TV und Internet
Das vierte Saisonrennen der FIA WEC wird auf www.sport1.de in voller Länge übertragen. Auch auf dem Pay-TV-Kanal Sport 1+ ist das gesamte Rennen in der Liveübertragung von 12:30 Uhr bis 21:30 Uhr zu sehen. Eurosport zeigt die Schlussphase des vierten Saisonlaufs ab 18:00 Uhr live auf dem Kanal Eurosport 2. Motorsport.tv überträgt das Rennen in voller Länge, in der kostenpflichtigen FIA WEC App sind ein 
Livestream und Livetiming verfügbar.

Stimmen vor dem Rennen
Fritz Enzinger (Leiter Motorsport): „Ein nahezu beispiellos erfolgreiches Jahr für Porsche Motorsport geht mit dem Achtstundenrennen in Bahrain zu Ende. Wir wollen unsere traumhafte Form mit einem weiteren Erfolg untermauern. Mit dem Vorgängermodell des Porsche 911 RSR haben wir alle Weltmeistertitel und die Meisterschaft in Nordamerika gewonnen. Das neue Auto hat in der bisherigen WEC-Saison nahtlos an diese Erfolge angeknüpft. Zum Abschluss des Jahres wollen wir das Potenzial des neuen 911 RSR noch einmal darstellen und als Führende der Weltmeisterschaft ins Jahr 2020 gehen.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport): „Der letzte Werkseinsatz 2019 wird eine große Herausforderung. Die Strecke in Bahrain ist physisch anstrengend, der Reifenverschleiß extrem hoch. Wir werden uns akribisch und konsequent vorbereiten wie immer. Porsche war bislang über große Distanzen immer ganz besonders stark – sowohl im Hinblick auf die Performance des Autos und der Fahrer als auch bezüglich der Strategie. Das wollen wir im Achtstundenrennen von Bahrain mit dem neuen Porsche 911 RSR noch einmal untermauern.“

Alexander Stehlig (Einsatzleiter FIA WEC): „Wir hatten mit unserem neuen Porsche 911 RSR einen Traumstart in die Saison. Zwei Doppelerfolge, zweimal Pole-Position, in jedem Rennen auf dem Siegerpodest und die Führung in allen Meisterschaften – was will man mehr? Natürlich beim nächsten Rennen daran anknüpfen und diese Erfolgsserie fortsetzen. Bahrain ist eine anspruchsvolle Strecke, zudem ist es das erste Rennen der Saison 2019/20 über eine wirklich lange Distanz. Die gesamte Mannschaft bereitet sich intensiv auf diese Herausforderung vor, um einen erfolgreichen Jahresabschluss für Porsche zu realisieren.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Nach dem Vierstundenrennen in China geht es nun in Bahrain über die doppelte Distanz. Das ist eine neue Herausforderung. Ein solches Langstreckenrennen bietet im Bereich Strategie ganz andere Möglichkeiten. Für uns Fahrer wird es anstrengend, denn die Streckencharakteristik bietet kaum Zeit zum Durchschnaufen im Cockpit. Zudem fordert der Asphalt die Reifen enorm. Wir sind mit dem neuen Porsche 911 RSR gut gerüstet für Bahrain und wollen die Meisterschaftsführung von Porsche mit in die zweite Saisonhälfte nehmen.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Ich persönlich verbinde sehr viele positive Erinnerungen mit Bahrain. In der Vergangenheit war das Rennen in Sakhir oft das Saisonfinale der WEC. In den Jahren 2013 und 2014 durfte ich dort meine Meistertitel feiern. Die Strecke meint es offenbar gut mit mir. Nun fahre ich erstmals im Porsche 911 RSR ein Rennen dort. Ich bin guter Dinge, dass wir unsere bisher starke Saison mit einem weiteren Topergebnis fortführen werden. Kurz vor der Weihnachtspause noch einmal Sonne tanken und viele Punkte sammeln – das ist das Ziel.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Abgesehen vom hohen Reifenverschleiß macht der Temperaturwechsel im Rennen die Suche nach dem optimalen Setup schwierig. Wir starten bei Sonnenschein in großer Hitze, später kühlt es deutlich ab. Wichtig ist, dass man unter allen Bedingungen stark ist. Bisher lief es mit zwei Podestplätzen in Silverstone und Fuji sowie dem Sieg in Schanghai bestens für uns. Wir wollen unsere Führung in der Gesamtwertung zum Abschluss des Jahres möglichst noch weiter ausbauen.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Nach unserem Sieg in Schanghai reisen wir als Meisterschaftsführende nach Bahrain. Die Stimmung könnte kaum besser sein. Wir werden auch im letzten Rennen des Jahres voll angreifen, denn wir möchten diese gute Gefühl mit in die Weihnachtszeit und die zweite Saisonhälfte nehmen. Mit einem weiteren Erfolg lässt sich die besinnliche Zeit im Kreis von Freunden und Familie noch viel besser genießen. Das Jahr 2019 war unabhängig vom Ergebnis in Bahrain einfach traumhaft für mich.“

Matteo Cairoli (Porsche 911 RSR #56): „Ich kenne Bahrain aus der Saison 2017, als ich dort erstmals unterwegs war. Es ist für mich persönlich nicht die schönste Strecke der Welt, aber das Layout ist im Verhältnis zu anderen modernen Kursen gut gelungen. Es ist unheimlich schwierig, die Reifen über einen gesamten Stint in konstant gutem Zustand zu halten. Das macht es wirklich anstrengend. Ich hoffe, dass wir das Jahr mit einem Podestplatz abschließen können, um hoch motiviert und guter Dinge in Richtung 2020 durchzustarten.“

Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): „Das Rennen in Bahrain wird der längste Wertungslauf seit Le Mans im Juni dieses Jahres. Ich bin schon sehr gespannt, denn ich kenne die Strecke in Sakhir bislang noch nicht. Im bisherigen Verlauf der Saison haben wir leider noch nicht an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen können. Wir waren oft vorn dabei, haben aber nie den verdienten Lohn kassiert. Das soll sich in Bahrain ändern. Wir wollen unseren ersten Saisonsieg einfahren.“

Thomas Preining (Porsche 911 RSR #88): „Auch wenn es in Bahrain immer sehr heiß ist, finde ich die Veranstaltung dort extrem cool. Die Strecke liegt mir, ich mag das Layout gern. Die Distanz von acht Stunden macht das Rennen noch anstrengender, aber auch deutlich interessanter. Wenn wir es als Team schaffen, ein Setup zu erarbeiten, das den Reifenverschleiß in einem erträglichen Rahmen hält, dann haben wir gute Chancen auf einen Erfolg.“

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der seit 2012 ausgetragenen Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) nehmen Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen teil: LMP1, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am. Sie treten gemeinsam in einem Rennen an. Die Wertung erfolgt getrennt. Das Porsche-Werksteam startet als amtierender Herstellerweltmeister in der Klasse GTE-Pro, während die Kundenteams Dempsey Proton Racing, Project 1 und Gulf Racing in der Kategorie GTE-Am um Siege kämpfen.

Quelle: Porsche Motorsport

 

Porsche Motorsport-Programm 2020  Klares Bekenntnis zu GT-Sport und Formel E

Porsche Motorsport-Programm 2020 Klares Bekenntnis zu GT-Sport und Formel E

Stuttgart. Im Rahmen der Motorsportgala „Night of Champions“ hat Porsche in Weissach auf das Motorsportjahr 2019 zurückgeblickt. Die vergangene Saison war mit Titeln in den drei wichtigsten GT-Rennserien der Welt, vielen weiteren Meisterschafts- und Rennsiegen sowie dem geglückten Einstieg in die Formel E eine der erfolgreichsten in der Geschichte des Unternehmens. Die Vorstände der Porsche AG sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wolfgang Porsche würdigten die Leistungen der Fahrer und Rennteams aus aller Welt. Gleichzeitig wurde die intensive Fortsetzung der weltweiten Motorsportprogramme sowie eine Reihe von Neuerungen verkündet.

Vier Werksautos in Le Mans 2020
Porsche setzt seine GT-Offensive auch im Jahr 2020 ungebremst fort. Bei der 88. Auflage des 24-Stunden-Rennens in Le Mans tritt Porsche wieder mit vier Werksautos an. Die beiden Meister-Teams aus der FIA WEC und der IMSA WeatherTech Championship bündeln erneut ihre Kräfte und betreuen jeweils zwei der rund 515 PS starken 911 RSR (Modelljahr 2019). In der Super Season 2018/19 bildete Porsches Doppelsieg beim zweiten Saisonrennen in Le Mans die Grundlage zum Titelgewinn. Beim Saisonfinale im Juni 2019 besiegelte ein doppeltes Podium den Herstellertitel sowie die Plätze eins und zwei in der Team- und Fahrerwertung.

Neuer 911 RSR feiert Nordamerika-Premiere in Daytona
Der neue Porsche 911 RSR, der mit zwei Doppelsiegen und zwei Pole-Positions in drei Rennen der FIA WEC einen eindrucksvollen Start hingelegt hat, feiert am 25. Januar beim 24-Stunden-Rennen in Daytona sein US-Renndebüt. Der rund 515 PS starke GT-Renner mit der Startnummer 911 wird in der Saison 2020 von Nick Tandy (Großbritannien) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) gesteuert. Bei den längsten Saison-Rennen in Daytona, Sebring und beim Petit Le Mans werden die Stammfahrer von Matt Campbell (Australien) unterstützt. In der Nummer 912 wechselt sich das Meisterduo Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) ab. Bei den Endurance-Veranstaltungen verstärkt Mathieu Jaminet (Frankreich) das Team.

Porsche setzt auf eigenen Fahrernachwuchs
Der Kader von Porsche Motorsport für den GT-Sport und die Formel E besteht in der Saison 2020 aus 18 Werksfahrern, zwei Young Professionals und zwei Porsche Junioren. Der Australier Matt Campbell (24) und der Franzose Mathieu Jaminet (25), die aus der eigenen Nachwuchsförderung stammen, erhalten einen Vertrag als Werksfahrer. Beide haben als Porsche Junior und anschließend als Young Professional eine umfangreiche Ausbildung in den Porsche-Markenpokalen sowie im internationalen GT-Sport erhalten. Der Franzose Julien Andlauer (20), der 2019 den Titel im Carrera Cup Deutschland gewinnen konnte, geht als Young Professional in die nächste Phase seiner Ausbildung zum Profirennfahrer. Im Porsche Mobil 1 Supercup starten in der Saison 2020 zwei Porsche Junioren: Jaxon Evans aus Neuseeland (23) geht in sein zweites Junior-Jahr. Ayhancan Güven setze sich im November 2019 in einer aufwändigen Sichtung gegen die größten Talente der internationalen Markenpokale durch und ist ab dem kommenden Jahr neu im Junior-Programm von Porsche Motorsport.

GT-Programme für Formel-E-Entwicklungsfahrer
Neben ihrer Funktion als Test- und Entwicklungsfahrer in der Formel E werden Porsche Werksfahrerin Simona de Silvestro (31) und Porsche Young Professional Thomas Preining (21) auch Rennen im GT-Sport bestreiten. De Silvestro tritt als Teamkollegin des ehemaligen Porsche Juniors Klaus Bachler beim ADAC GT Masters im Team 75 Bernhard an. Preining erhält einen Stammplatz in der Intercontinental GT Challenge und der Blancpain Endurance Series. In der FIA WEC unterstützt er das Kundenteam Dempsey Proton Racing.

Porsche-Erfolgsfahrer in neuen Funktionen
Porsche-Motorsportchef Fritz Enzinger verabschiedete im Rahmen der Night of Champions drei besonders erfolgreiche und verdiente Werksfahrer. Die beiden Le Mans Gesamtsieger und zweifachen Weltmeister Timo Bernhard (38) und Brendon Hartley (30) sowie „Mister 911“ Jörg Bergmeister (43). Die beiden dienstältesten Porsche-Werksfahrer Bergmeister und Bernhard, die zu den erfolgreichsten Sportwagen-Piloten aller Zeiten zählen und bereits vor zwanzig Jahren im Carrera Cup und Supercup um die Meistertitel kämpften, bleiben der Porsche AG als Markenbotschafter treu. Brendon Hartley, der in den vergangenen drei Jahren an Formel-1- und verschiedene Prototypenteams ausgeliehen war, widmet sich nun komplett seinen Aufgaben außerhalb von Porsche. Bis zuletzt war Hartley in die Entwicklung des Porsche 99X Electric und die Vorbereitung auf Porsches erste Formel-E-Saison eingebunden. Die beiden Young Professionals Matteo Cairoli und Dennis Olsen haben ihre Ausbildung vom Junior zum Profipiloten erfolgreich abgeschlossen und werden in der kommenden Saison ausgewählte Meisterschaften für Porsche-Kundenteams bestreiten.

Intensive Unterstützung von Kundenteams
Porsche setzt seine Kundensportstrategie im internationalen GT-Sport weiter fort. In der Intercontinental GT Challenge, der Blancpain GT Series, der GTD-Kategorie der IMSA WeatherTech SportsCar Championship sowie lokalen GT-Meisterschaften tritt Porsche nicht mit Werksteams an, sondern unterstützt verschiedene Kundenteams mit Fahrern, Ingenieuren und Beratungsleistungen vor Ort.

Porsche Cup-Sieger 2019: Alan Brynjolfsson im 718 Cayman GT4 Clubsport
Der Porsche Cup, die Trophäe für den weltweit erfolgreichsten Porsche-Privatfahrer, wird in diesem Jahr zum 50. Mal vergeben. Die Porsche Cup-Wertung gibt es seit 1970 und beruht auf einer Idee von Ferry Porsche. Teilnahmeberechtigt ist jeder in- und ausländische Fahrer mit Rennergebnissen auf einem von Porsche hergestellten oder von Porsche anerkannten Wagen. Die Siegerehrung im Rahmen der Night of Champions übernahm Dr. Wolfgang Porsche, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Porsche AG. Die Porsche Cup-Trophäe sowie einen Porsche im Wert von über 140.000 Euro erhielt Alan Brynjolfsson (USA, 51), der in den USA in der Pirelli GT4 America und der Michelin Pilot Challenge Punkte sammelte. Damit gewinnt zum ersten Mal ein 718 Cayman GT4 Clubsport-Pilot die Trophäe. Vorjahressieger Christian Ried darf sich über ein Preisgeld von 30.000 Euro freuen. Der US-Amerikaner Trent Hindman gewinnt als Dritter 25.000 Euro.

Preis für Porsche Esports Supercup-Gewinner
Zum ersten Mal zeichnete Porsche im Rahmen der „Night of Champions“ auch den Gewinner des Porsche Esports Supercup aus. Joshua Rogers aus Australien stand nach zehn Läufen als erster Champion der Online-Rennserie fest. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr ins Leben gerufen und in Zusammenarbeit mit iRacing, einem führenden Anbieter realistischer Online-Rennsimulationen, ausgetragen. Der Porsche Esports Supercup soll nach seinem erfolgreichen Anlauf in 2020 fortgesetzt werden.

Fahrerkader Porsche Motorsport 2020

Porsche Werksfahrer
Earl Bamber (29/Neuseeland)
Gianmaria Bruni (38/Italien)
Matt Campbell (24/Australien)
Michael Christensen (29/Dänemark)
Romain Dumas (41/Frankreich)
Kévin Estre (31/Frankreich)
Mathieu Jaminet (25/Frankreich)
Neel Jani (35/Schweiz)
Richard Lietz (35/Österreich)
Patrick Long (38/USA)
André Lotterer (38/Deutschland)
Frédéric Makowiecki (39/Frankreich)
Sven Müller (27/Deutschland)
Patrick Pilet (38/Frankreich)
Simona de Silvestro (31/Schweiz)
Nick Tandy (35/Großbritannien)
Laurens Vanthoor (28/Belgien)
Dirk Werner (38/Deutschland)

Porsche Young Professionals
Thomas Preining (21/Österreich)
Julien Andlauer (20/Frankreich)

Porsche Junioren
Jaxon Evans (23/Neuseeland)
Ayhancan Güven (21/Türkei)

Übersicht Rennserien

ABB FIA Formel-E-Meisterschaft Saison 6
99X Electric – Neel Jani / André Lotterer

FIA World Endurance Championship 2019/20
911 RSR #91 – Gianmaria Bruni / Richard Lietz
911 RSR #92 – Michael Christensen / Kévin Estre

IMSA WeatherTech Championship 2020
911 RSR #911 – Frédéric Makowiecki / Nick Tandy / Matt Campbell (nur North American Endurance Cup)
911 RSR #912 – Earl Bamber / Laurens Vanthoor / Mathieu Jaminet (nur North American Endurance Cup)

Intercontinental GT Challenge
911 GT3 R
Matt Campbell
Mathieu Jaminet
Patrick Pilet
Dirk Werner
Thomas Preining
Matteo Cairoli

Quelle: Porsche Motorsport

 

Nachwuchsförderung im internationalen Motorsport  Ayhancan Güven ist neuer Porsche-Junior im Supercup 2020

Nachwuchsförderung im internationalen Motorsport Ayhancan Güven ist neuer Porsche-Junior im Supercup 2020

Stuttgart. Auch in der kommenden Saison unterstützt Porsche Motorsport ein junges Fahrer-Talent: Ayhancan Güven aus der Türkei startet 2020 als Porsche-Junior im internationalen Porsche Mobil 1 Supercup. Bei einer dreitägigen Sichtung im portugiesischen Portimão setzte sich der 21-Jährige gegen elf Mitstreiter durch. Die Kandidaten waren zuvor von den nationalen Porsche-Markenpokalen nominiert worden. Güven war als aktueller Champion des Porsche Carrera Cup France zur Sichtung angereist.

Seit 1997 unterstützt Porsche junge Motorsport-Talente und begleitet sie beim Aufstieg in höhere Rennserien. „Für Porsche ist es wichtig, Begabung und Fähigkeiten von Fahrern zu erkennen und entsprechend zu fördern. Das Niveau in den nationalen Porsche-Markenpokalen ist hoch. Dies wurde auch bei der Sichtung deutlich und unterstreicht, wie stark wir im Motorsport aufgestellt sind“, sagt Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport. „Während des Shoot-outs in Portimão sind die Absolventen von uns im wahrsten Sinne des Wortes auf Herz und Nieren geprüft worden. So konnten wir uns ein umfangreiches Bild ihrer körperlichen und mentalen Fitness machen sowie ihr fahrerisches Können testen“, erklärt Jasmin Steidle-Faas, Projektleiterin des Porsche Motorsport Junior Programms.

Güven saß bereits mit fünf Jahren im Kart und wurde von seinem Vater unterstützt, der selbst Amateur-Rennfahrer in der Türkei ist. Als Zwölfjähriger stieg der Istanbuler aufs virtuelle SimRacing um und fuhr im weltweit größten Team mit den heutigen Formel-1-Fahrern Max Verstappen und Lando Norris. Mit 17 kehrte er zurück in den realen Motorsport und gewann verschiedene Rennen in der Türkei. Im Jahr 2016 schaffte Güven den Sprung in den internationalen GT-Sport und startete im Folgejahr im Porsche Carrera Cup France sowie in der Porsche GT3 Cup Challenge Benelux. Letztere schloss er als Rookie-Champion ab.

2018 gelang Güven ein weiterer Aufstieg in der Porsche-Motorsport-Pyramide: Er beendete die Saison sowohl im Carrera Cup France als auch im Carrera Cup Benelux als Champion. Im darauffolgenden Jahr ging er erstmals im Porsche Mobil 1 Supercup im Formel-1-Rahmenprogramm an den Start. 2019 hat er erneut den Carrera Cup France gewonnen und seine Debütsaison im Supercup als Vizemeister und Rookie-Champion beendet. „Das war eine starke Saison und ein wirklich toller Erfolg für das Team von Philippe Almeras und mich“, resümiert Güven.

Güven ist ein Familienmensch. Nicht nur privat spielt die Familie eine wichtige Rolle, auch beruflich baut er auf die Unterstützung seiner Verwandtschaft: Seine ältere Schwester kümmert sich um die Reiseplanung und ist als ausgebildete Psychologin zudem für seine mentale Stärke im Motorsport zuständig. Ihr Mann ist Fitness-Coach und trainiert regelmäßig mit Güven. Auch Verwandte in Deutschland unterstützen den jungen Piloten. Sein in Berlin lebender Cousin betreut den Online-Auftritt des Türken, seitdem dieser im europäischen Rennsport aktiv ist.

„Es war eine große Ehre, an der Sichtung teilzunehmen. Als ich die Nachricht erhalten habe, dass ich der neue Porsche-Junior bin, war ich überglücklich. Porsche-Junior zu sein ist ein Traum von mir, für den ich lange hart gearbeitet habe. Seit ich ein kleiner Junge bin, will ich immer gewinnen. Dass ich mich nun im Shoot-out durchsetzen konnte, ist der bisher größte Sieg meines Lebens. Ich möchte mich bei Porsche für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken”, sagte Güven.

Generell fördert Porsche immer zwei Fahrer gleichzeitig: Neben Güven ist das aktuell Jaxon Evans, der den Sprung zum Porsche-Junior bereits im vergangenen Jahr schaffte. Der Neuseeländer stammt aus einer Motorsportfamilie und begann seine Karriere im Alter von zwölf Jahren im Kart. Danach stieg er über die Porsche GT3 Cup Challenge in den Porsche Carrera Cup Australia auf und sicherte sich 2018 dort den Meistertitel. Evans konnte in der Porsche Mobil 1 Supercup Saison 2019 zwei Podiumsplätze einfahren, in Spa-Francorchamps und Mexico-Stadt, und wird 2020 erneut als Porsche-Junior starten.

Als Porsche-Junior bekommen die beiden Piloten unter anderem ein Förderpaket in Höhe von 225.000 Euro für eine Saison im Supercup 2020. Dort starten sie bei acht Rennen im 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup. Oliver Schwab, Projektleiter des Porsche Mobil 1 Supercup, freut sich auf die neue Junior-Paarung: „Jaxon hat sich in der letzten Saison beständig gesteigert und Ayhancan Güven konnte zeitweise sogar die Supercup-Routiniers in Bedrängnis bringen. In 2020 wird der Titelkampf unter den weltbesten Markenpokal-Fahrern damit spannender als je zuvor. Ayhancan zählt für mich zu den absoluten Favoriten.“

Unterstützung erhalten die beiden Junioren vom ehemaligen Porsche-Werkspiloten Sascha Maassen, der sie als Fahrer-Coach zu allen Rennen begleitet. Die Förderpiloten werden analog zu den Porsche-Werksfahrern sportmedizinisch und trainingswissenschaftlich von der Universität Potsdam betreut. Auch Medienseminare und Mentaltrainings zählen zu den Ausbildungsinhalten auf dem Weg zum Profi-Rennfahrer. Zudem werden die Porsche-Junioren in Marketingaktivitäten und PR-Termine einbezogen.

Quelle: Porsche Motorsport

 

Porsche Mobil 1 Supercup, 8. Lauf, Formel-1-Rennen in Monza/Italien Erster Supercup-Sieg – Larry ten Voorde jubelt in Monza

Stuttgart. Große Freude bei Larry ten Voorde (MRS GT-Racing): Auf dem italienischen Autodromo Nazionale Monza gelang dem Niederländer sein erster Sieg im Porsche Mobil 1 Supercup. „Ich hatte Gänsehaut, als ich oben auf dem Podium stand und die niederländische Hymne abgespielt wurde. Mein Start war gut, aber natürlich habe ich auch etwas von der Kollision in der ersten Kurve profitiert“, sagte ten Voorde. Der Youngster ist damit bereits der fünfte Fahrer, der in der laufenden Saison ein Rennen gewinnen konnte. Ebenfalls aufs Podium schafften es beim achten Lauf am Sonntag Michael Ammermüller (D/BWT Lechner Racing) und Joey Mawson (AUS/Team Australia). Die Entscheidung in der Meisterschaft fällt damit erst beim Finale in Mexiko-Stadt. Bei dem Doppellauf werden noch 40 Punkte vergeben – Ammermüller (BWT Lechner Racing, 110 Punkte), ten Voorde (96 Punkte) sowie Porsche-Junior Julien Andlauer (F/BWT Lechner Racing, 92 Punkte) und Ayhancan Güven (TR/martinet by ALMÉRAS, 88 Punkte) haben die besten Chancen.

Auf dem 5,793 Kilometer langen Traditionskurs wurde es direkt nach dem Start turbulent. Angeführt von Pole-Setter und Porsche-Junior Jaxon Evans (NZ/Fach Auto Tech) fuhren insgesamt 32 Porsche 911 GT3 Cup in die erste Schikane. Dort kam es zur Berührung der Fahrzeuge von Evans und Güven. Während Evans dadurch mehrere Plätze verlor, übernahm Güven die Führung. Der türkische Nachwuchsrennfahrer verteidigte die Spitzenposition bis zum Rennende nach 15 Runden. Allerdings bekam Güven für die Kollision mit Evans nachträglich eine fünfsekündige Zeitstrafe. Daher übernahm Güvens schärfster Verfolger ten Voorde im 485 PS starken Neunelfer die Spitzenposition und feierte seinen ersten Sieg im internationalen Markenpokal. Ammermüller folgte 0,893 Sekunden hinter dem MRS-Piloten und ist somit neuer Tabellenführer in der Meisterschaft. „Entscheidend war, dass ich gut und vor allem schadenfrei durch die erste Kurve gekommen bin. Danach habe ich auf einen Fehler von Joey Mawson gewartet. Die Geduld hat sich ausgezahlt“, sagte Ammermüller.

Rookie Mawson feierte seine Premiere auf dem Supercup-Podium. Der Australier verteidigte sich auf der Strecke im Königlichen Park lange kämpferisch gegen Ammermüller – doch in der zehnten Runde zog der Routinier vorbei. „Das war ein fantastisches Rennen mit einem super Ergebnis für mich. Leider hat mich ein kleiner Fehler den zweiten Platz gekostet. Trotzdem bin überglücklich, dass ich es aufs Podium geschafft habe“, sagte Mawson. Detlev von Platen, Mitglied des Vorstandes Vertrieb und Marketing, und Michael Dreiser, Leiter Motorsport Vertrieb, überreichten die Pokale auf dem Podium.

Als Vierter sah Mikkel Pedersen (DK/Dinamic Motorsport) die Zielflagge. Güven wurde durch die Zeitstrafe bedingt auf dem fünften Rang gewertet. Porsche-Junior Evans belegte den sechsten Platz. „Mein Start war nicht optimal. Trotzdem war ich in Führung, bis es zur Berührung mit Ayhancan Güven kam. Das war natürlich die Schlüsselszene. Am Ende konnte ich immerhin noch auf die sechste Position fahren“, analysierte der Neuseeländer. Hinter Evans folgten Dylan Pereira (L/Momo Megatron Lechner Racing) und Al Faisal Al Zubair (OM/Lechner Racing Middle East). Porsche-Junior Andlauer musste das Rennen vorzeitig beenden. Der 20-Jährige rutschte in der dritten Runde von der Strecke, wodurch sein Fahrzeug stark beschädigt wurde. „Ich war super unterwegs und konnte mich von der 13. Position um fünf Plätze verbessern. Umso ärgerlicher ist daher der Ausfall“, sagte Andlauer.

Sein achter Saisonsieg in der ProAm-Klasse gelang Roar Lindland (N/pierre martinet by ALMÉRAS). Das Podium komplettierten Philipp Sager (A/Dinamic Motorsport) und Clement Mateu (F/pierre martinet by ALMÉRAS). Ein Heimspiel hatten an diesem Wochenende Gianmarco Quaresmini (Brescia) und Alberto Cerqui (Preseglie), die für Dinamic Motorsport aus dem italienischen Reggio Emilia an den Start gingen. Insgesamt setzte sich das Feld beim achten Lauf der Saison aus 21 Nationen zusammen – so viele wie noch nie zuvor in der Geschichte der Rennserie. Für sein Saisonfinale reist der Porsche Mobil 1 Supercup vom 25. bis 27. Oktober nach Mexiko-Stadt. Auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez trägt der internationale Markenpokal zum dritten Mal seine letzten beiden Saisonrennen aus. In den vergangenen zwei Jahren krönte sich Ammermüller dort zum Supercup-Champion.

Ergebnisse
Monza, Lauf 8 von 10
1. Larry ten Voorde (NL/MRS GT-Racing)
2. Michael Ammermüller (D/BWT Lechner Racing)
3. Joey Mawson (AUS/Team Australia)
4. Mikkel Pedersen (DK/Dinamic Motorsport)
5. Ayhancan Güven (TR/martinet by ALMÉRAS)
6. Jaxon Evans (NZ/Fach Auto Tech)
7. Dylan Pereira (L/Momo Megatron Lechner Racing)
8. Al Faisal Al Zubair (OM/Lechner Racing Middle East)
9. Florian Latorre (F/Fach Auto Tech)
10. Tio Ellinas (CY/Momo Megatron Lechner Racing)

Punktestand nach 8 von 10 Läufen
Fahrer-Wertung
1. Michael Ammermüller (D/BWT Lechner Racing), 110 Punkte
2. Larry ten Voorde (NL/MRS GT-Racing), 96 Punkte
3. Julien Andlauer (F/BWT Lechner Racing), 92 Punkte

Quelle: Porsche Motorsport