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Nix wie weg – Einheimische und Overtourism


Nix wie weg – Einheimische und Overtourism


Nix wie weg – Einheimische und Overtourism

Städtetrips erfreuen sich seit geraumer Zeit wachsender Beliebtheit. Das ist kein Wunder, gibt es doch unzählige Schnäppchen auf dem Markt, wie 4 Tage Barcelona mit Flug und Unterkunft ab 173 Euro und Venedig mit Flug und Hotel ab 133 Euro. Je nach Anspruch kann der Trip auch teurer werden. Vor Ort braucht es dann noch ein bisschen Geld für Amusement, Shopping und Essen/Trinken. Aber mit 500 Euro bis 800 Euro ist der Schnäppchenjäger locker dabei.

Beim Schnäppchen gilt es allerdings, schnell zu sein. Aber selbst bei geschröpftem Konto ist die Buchung kein Problem. Kurzfristig Geld leihen ist bei Vexcash möglich – und das ruckzuck. Bis zu 3.000 Euro können in 60 Minuten ausgezahlt werden. Alles geht online: Anfrage, Schnellzusage, Videoident, Auszahlung. Schon kann der Städtetrip starten. Was aber Freizeittouristen erfreut, macht den Großstädten zu schaffen. Schon hat sich in überlasteten Metropolen ein neuer Begriff geprägt: der Overtourism als Steigerung des Massentourismus.

Die extremen Auswüchse des Freizeittourismus

Vom Massentourismus sind viele, meistens landschaftlich besonders reizvolle, Regionen betroffen. So beispielsweise in Asien das paradiesische Thailand, das seit Jahren unter dem ausufernden Massentourismus stöhnt. Mit den zunehmenden Terrorgefahren besinnen sich die Deutschen jedoch wieder stärker auf Europa. Die Leidtragenden sind beliebte Metropolen oder Inseln, wie Mallorca, die von Menschenhorden heimgesucht werden. Diese ächzen zunehmend unter dem überbordenden Zustrom und verlangen eindämmende Maßnahmen. Die am stärksten betroffenen Städte sind:

Venedig – einst schöne Lagunenstadt

Markusplatz, Canale Grande, Rialto-Brücke und Gondeln. Romantische Lagunenstadt mit schönen verwinkelten Gassen, UNESCO-Weltkulturerbe. Doch die stetig zunehmenden Touristen sind Fluch und Segen zugleich. Die sprudelnde Geldquelle trägt gleichzeitig zum Siechtum der Stadt bei. Tausende Tagesgäste, größtenteils von gewaltigen Kreuzfahrtschiffen, die sich in die Lagune zwängen und die Umwelt extrem schädigen. Die Folge davon ist, dass die einheimische Bevölkerung aus der Stadt flieht. Seit den achtziger Jahren hat sich die Einwohnerzahl halbiert. Heute leben nur noch knapp 60.000 Venezianer in ihrer Stadt. Das Leben in Venedig ist zu teuer geworden und die Lebensqualität dramatisch gesunken.

Barcelona – der Stolz Kataloniens

Auch die spanische Metropole Barcelona leidet unter zunehmenden Touristenströmen. Jährlich müssen 1,6 Millionen Einheimische knapp 30 Millionen Touristen verkraften. Rund um das berühmteste Bauwerk, die Sagrada Família, und in der Altstadt gibt es fast nur noch Hotels und Ferienapartments. Im Stadtteil Barceloneta verschwinden die Einheimischen, weil die Mieten zu hoch sind. Der ehemalige Fischerort verliert seinen Charme und wird zum Touristen-Mekka. Auch die Flaniermeile Rambla wird von Einheimischen gemieden, weil sie zu touristisch ist. Bleibt zu hoffen, dass die Stadt die Kurve kriegt und ihre Identität behält.

Quelle: Lena Pagels


Foto: Bild dient zur Veranschaulichung und kann vom Geschehen abweichen.

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