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Neues aus dem Tierpark: Chemnitzer Przewalskihengste für das Semireservat Sprakel


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Neues aus dem Tierpark: Chemnitzer Przewalskihengste für das Semireservat Sprakel

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Gestern verließen nach einer intensiven Vorbereitungszeit zwei anderthalbjährige Przewalskipferdhengste den Chemnitzer Tierpark. Sie reisten ins Emsland, nach Sprakel. Dort befindet sich ein sogenanntes Semireservat.

 In Deutschland gibt es mehrere solcher großflächig eingezäunten Flächen, wo die jeweilige Herde ohne Zufütterung naturnah gehalten wird. Die „halbwilden“ Nachzuchten wiederum können dann, je nach Eignung der Tiere, in ihrer ursprünglichen Heimat, wie der Mongolei oder China, ausgewildert werden. In freier Wildbahn galten die Wildpferde Ende der 1960er Jahre als ausgestorben. Es laufen einige Projekte, um die Tiere wieder anzusiedeln zu können. Dafür bedarf es genetisch unterschiedliche Pferde, die auch von ihren Verhaltensweisen geeignet sind, um eine intakte und überlebensfähige Herde zusammenstellen zu können. Koordiniert wird die Zucht über das  EEP (Europäische Erhaltungszuchtprogramm für Przewalskipferde).

Das Semireservat Sprakel dient allerdings ausschließlich der Beweidung durch Hengste. Die jungen Tiere wachsen dort auf, ältere Hengste können dann zur Zucht in gemischte Herden integriert werden.

Für den Abtransport mussten beide Hengste mit einem Narkosegewehr narkotisiert werden, um sie sicher verladen zu können. Unter Narkose erhielten die Tiere zur Prophylaxe eine Entwurmung und Impfung. Mit der Abgabe unserer beiden Junghengste beteiligt sich der Chemnitzer Tierpark bereits zum wiederholten Mal an diesem gezielten Artenschutzprojekt. Schon in den vergangenen Jahren wurden Tiere für die Reintegration der Przewalskipferde  in der Mongolei zur Verfügung gestellt, wo inzwischen wieder ca. 100 Individuen über die Steppe galoppieren.

Quelle/Fotos: Peggy Riedel / Tierpark Chemnitz


Foto: Bild dient zur Veranschaulichung und kann vom Geschehen abweichen.

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