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Motorradsaison beginnt: Polizei rät zu technischen Checks und bedachter Fahrweise


Motorradsaison beginnt: Polizei rät zu technischen Checks und bedachter Fahrweise


Motorradsaison beginnt: Polizei rät zu technischen Checks und bedachter Fahrweise

Die Sonnenstrahlen haben am Osterwochenende die ersten Biker auf die Straßen der Oberlausitz gelockt. Die Polizei wünscht allen Motorradfahrern eine unfallfreie Saison und rät, es besonnen angehen zu lassen.

  • Die frühlingshaften Temperaturen sind tückisch. Der Asphalt ist an vielen Stellen noch nicht warm genug, um den Reifen der Zweiräder ausreichend Halt zu bieten. Insbesondere in Kurven kann es daher noch rutschig sein. Eine entsprechend vorsichtige und defensive Fahrweise ist in jedem Fall ratsam.
  • Die Straßenverkehrsordnung, insbesondere Tempolimits, Gebots- oder Verbotszeichen gelten selbstverständlich auch für Motorradfahrer. Verwechseln Sie den öffentlichen Verkehrsraum bitte nicht mit einer Rennstrecke. Folgenschwere Unfälle können die Folge sein.

Im Jahr 2015 haben sich in den Landkreisen Bautzen und Görlitz 146 Verkehrsunfälle ereignet, an denen Zweiräder über 125 cm³ beteiligt waren. Mehr als die Hälfte der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen (81 VKU), wurden von dem Motorradfahrer verursacht (48 VKU). Sieben Biker starben in Folge der Unfälle, 80 wurden verletzt. Die häufigsten Ursachen waren überhöhte Geschwindigkeit sowie Fehler beim Abbiegen oder Überholen.

  • Nach dem Überwintern empfiehlt es sich, dass ein Fachmann den technischen Zustand Ihres Zweirades überprüft. Besonderes Augenmerk sollte auf den Bremsen sowie der Bereifung des Motorrades liegen. Haben die Pneus noch ausreichend Profil? Sind sie porös oder schon „eckig“ gefahren? Erst nach einer technischen Überprüfung ohne Beanstandungen steht einem Start in die Saison nichts im Wege.
  • Lassen Sie es bei den ersten Touren langsam und bedacht angehen. Das eigene fahrerische Können wird schnell überschätzt. Nehmen Sie sich Zeit, sich wieder an Ihr Motorrad und dessen Fahreigenschaften zu gewöhnen. Üben Sie das Bremsen und Ausweichen vor Hindernissen. Hierzu bieten sich Verkehrsübungsplätze außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes an.
  • Ein Wort noch zu knatternden Auspuffen: Nicht jeder findet Motorräder mit lauter Geräuschkulisse ansprechend. Besonders Anwohner häufig befahrener Strecken oder Passanten am Wegesrand nehmen laute Zweiräder eher als Belästigung wahr.

Bei Veränderungen an der werkseitig verbauten Auspuffanlage erlischt die Betriebserlaubnis des Motorrades. Das gilt auch für das Entfernen des sogenannten „Dezibel-Killers“ aus den Endschalldämpfern. Das Zweirad darf ohne Freigabe eines technischen Sachverständigen in diesem Zustand nicht im öffentlichen Verkehrsraum gefahren werden.

Wird es dennoch in Betrieb genommen, handeln der Fahrer und gegebenenfalls auch der Halter des Zweirades ordnungswidrig. Der bundeseinheitliche Tatbestandskatalog sieht als Ahndung ein Bußgeld von 50 Euro bis 135 Euro vor. Auch ein Punkt im Zentralregister kann fällig werden.

Stellen Polizisten bei einer Verkehrskontrolle Manipulationen oder nicht geprüfte Veränderungen an der Auspuffanlage fest, kann den Bikern vor Ort die Weiterfahrt untersagt werden, bis der Mangel behoben und das Motorrad einem technischen Sachverständigen vorgeführt wurde. Die Kosten für den Abtransport und etwaige Reparaturen oder Umrüstungen gehen zu Lasten des Halters des Motorrades. Es liegt zudem im Ermessen der Beamten das Zweirad sicherzustellen. (tk)

Quelle: PD Görlitz


Foto: Bild dient zur Veranschaulichung und kann vom Geschehen abweichen.

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