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Mercedes riskiert mit Motorendeal einen weiteren F1-Konkurrenten zu erhalten – McLaren bezieht ab 2021 wieder Mercedes Kundenmotoren


Mercedes riskiert mit Motorendeal einen weiteren F1-Konkurrenten zu erhalten - McLaren bezieht ab 2021 wieder Mercedes Kundenmotoren


Mercedes riskiert mit Motorendeal einen weiteren F1-Konkurrenten zu erhalten – McLaren bezieht ab 2021 wieder Mercedes Kundenmotoren

Kürzlich wurde bekannt, dass es wieder eine Partnerschaft zwischen McLaren und Mercedes in der Formel 1 geben wird. Das McLaren Racing Team aus Großbritannien wird ab 2021 wieder Mercedesmotoren in ihren Rennwagen nutzen. Schon früher hatte McLaren mit dem deutschen Motorenhersteller zusammengearbeitet und sehr große Erfolge gefeiert. Natürlich birgt die Zusammenarbeit auch ein Risiko, da McLaren den Anspruch hat, wieder ganz vorne anzugreifen, und so das Mercedes-Werksteam durchaus ärgern könnte.

Der Chef des Mercedes AMG Petronas Teams, Toto Wolff sieht in der erneuten Zusammenarbeit aber viele Vorteile. So wird das Team neben Racing Point und Williams einen weiteren Kunden haben, von dem sie vieles lernen können. Allerdings soll sich zur Saison 2021 vieles im Reglement ändern und somit müssen sich alle auf ein engeres Feld und mehr Wettbewerb einstellen.

McLaren hofft, aufgrund der Mercedesmotoren und der vielen Regeländerungen bald wieder ganz vorne anzugreifen. Nach Ende der Zusammenarbeit mit den Stuttgartern ging es für die Briten steil bergab. Weder Honda- noch mit Renaultaggregaten konnte das Team an die erfolgreichen Resultate anknüpfen.

Toto Wolff bestätigte bei Bekanntgabe der neuen Allianz aber noch einmal deutlich, dass der Deal kein Indiz für die zukünftigen Pläne von Mercedes sei und sie nicht vorhaben, in nächster Zeit ihr Formel 1 Team aufzugeben. Nach Jahren der Dominanz von Lewis Hamilton im Mercedes, der in jedes Rennen als absoluter Topfavorit auf den Sieg geht, und der aktuellen Umweltpolitik, die auch die Existenz der Formel 1 infrage stellt, spekulieren schon viele, wann die ersten großen Hersteller aussteigen und sich auf andere Geschäftsfelder konzentrieren. Auch der Einstieg von Mercedes in die Formel E bekräftigte diese Gerüchte. Doch Wolff schiebt Fragen in dieser Richtung einen Riegel vor. Zunächst wolle Mercedes die neuen Entwicklungen abwarten und schauen, wohin die Entwicklung der Formel 1 geht.

Die Regeländerungen zur Saison 2021, die besonders dafür sorgen sollen, dass Überholen einfacher wird, werden sicher die aktuellen Kräfteverhältnisse etwas durcheinanderwirbeln. Falls es McLaren gelingt, ein gutes Auto zu konzipieren, könnte es durchaus sein, dass McLaren und Mercedes regelmäßig gegeneinander um den Sieg kämpfen. Dieses Risiko ist Toto Wolff durchaus bewusst, doch der finanzielle Aspekt und die Möglichkeit, noch mehr von den Kundenmotoren für die Entwicklung zu lernen hat Mercedes nun bewogen, dieses Risiko einzugehen.

Quelle: Bernhard Holz


Foto: Bild dient zur Veranschaulichung und kann vom Geschehen abweichen.

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