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[GenStA DD] Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber von movie2k.to – Sicherstellung von Bitcoins im Gesamtwert von 25 Millionen Euro


Generalstaatsanwaltschaft Dresden
04.08.2020, 15:31 Uhr — Erstveröffentlichung
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[GenStA DD] Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber von movie2k.to – Sicherstellung von Bitcoins im Gesamtwert von 25 Millionen Euro

Am 3. August 2020 wurden durch die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Abteilung III – INES, Unterabteilung Besondere Verfahren, mit Unterstützung des Landeskriminalamts Sachsen, Dezernat 25/INES, und der Steuerfahndung Leipzig im Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber des bis Mai 2013 führenden deutschen Raubkopienportals movie2k.to Bitcoins und Bitcoin Cash im Gesamtwert von über 25 Millionen Euro sichergestellt.

Den zwei Hauptbetreibern wird vorgeworfen, zusammen mit weiteren Tat-beteiligten von Herbst 2008 bis Mai 2013 über 880.000 Raubkopien von Filmwerken über das Portal verbreitet und einen illegalen Streamingservice betrieben zu haben. Einer der beiden Hauptbetreiber – der Programmierer von movie2k.to – sowie ein Immobilienunternehmer aus Berlin – gegen diesen besteht der Verdacht der gewerbsmäßigen Geldwäsche – befinden sich seit November 2019 in Untersuchungshaft. Sie sind nunmehr umfassend geständig und unterstützen die Strafverfolgungsbehörden bei den weiteren Ermittlungen gegen den noch flüchtigen zweiten Hauptbetreiber.

Die aus Werbeentgelten und Abofalleneinnahmen erzielten Gewinne wurden seit Mitte 2012 von den zwei Hauptbetreibern dazu genutzt, in großem Umfang Bitcoins anzukaufen. Hiervon erhielt der Programmierer über 22.000 Bitcoins. Im Zeitraum Herbst 2013 bis Mitte 2016 nutzte er die Bitcoins überwiegend dazu, über den Immobilienunternehmer verschiedene Immobilien zu erwerben.

Die eindeutige und beweissichere Identifizierung der Bitcoins erfolgte aufgrund von umfangreichen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI durch einen forensischen Sachverständigen. Die sichergestellten Bitcoins wurden durch den Programmierer bei seiner staatsanwaltschaftlichen Vernehmung freiwillig zur Schadenswiedergutmachung herausgegeben.


Informationen

Herausgeber

Generalstaatsanwaltschaft Dresden (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/?search%5Binstitution_ids%5D%5B%5D=11077)

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Foto: Bild dient zur Veranschaulichung und kann vom Geschehen abweichen.

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