Gemischte Gefühle für Audi Sport customer racing beim WTCR-Finale

Gemischte Gefühle für Audi Sport customer racing beim WTCR-Finale

Glück und Pech von allen vier Audi Sport-Piloten in Malaysia

Platz vier von Frédéric Vervisch als bestes Rennergebnis

Beim Finale zum WTCR – FIA-Tourenwagen-Weltcup in Malaysia erlebten die vier Piloten von Audi Sport customer racing in den Qualifyings und Rennen allesamt eine Achterbahnfahrt. Aufholjagden in allen drei Rennen zeigten, was möglich war, doch ungünstige Startplätze und Rennpech prägten das Wochenende von Audi. So vereitelte ein Defekt vor dem Start einen möglichen Podiumsplatz von Frédéric Vervisch im zweiten von drei Rennen. Am Ende blieb Platz vier des Belgiers im letzten Rennen das beste Resultat für den Audi RS 3 LMS in Sepang.

„Zum Abschluss der Saison hätten wir uns ein besseres Ergebnis gewünscht, was durchaus möglich gewesen wäre“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Eine ganze Reihe von Faktoren aber hat jedes unserer Autos im Lauf des Wochenendes zurückgeworfen. Unsere vier Fahrer Niels Langeveld, Gordon Shedden, Jean-Karl Vernay und Frédéric Vervisch haben bis zum Schluss großen Kampfgeist gezeigt – vielen Dank dafür.“ Die besten Chancen, aber auch das größte Pech hatte Frédéric Vervisch. Als Fünfter ins erste Rennen gestartet, gab der Belgier aus dem Comtoyou Team Audi Sport auf, als ihn ein schleichender Reifenschaden an die Box zwang. Die Vorfreude auf das zweite Rennen war groß, denn mit Startplatz drei hatte er das beste Qualifying-Ergebnis aller Audi Sport-Fahrer eingefahren. Doch auf dem Weg in die Startaufstellung bemerkte er eine defekte Antriebswelle, die das Team nicht mehr rechtzeitig wechseln konnte. So startete er aus der Boxengasse hinterher, erhielt wegen Überschreitens der Reparaturdauer in der Startaufstellung noch eine Durchfahrtstrafe und belegte am Ende nur Platz 25. Im dritten Rennen zeigte Vervisch, was möglich war: Von Startplatz acht attackierte er auf nasser Strecke und kam als Vierter unmittelbar vor Norbert Michelisz ins Ziel, dem neuen Weltcup-Gewinner. Niels Langeveld aus dem Comtoyou Team Audi Sport erreichte als bestes Wochenendergebnis im zweiten Rennen den 15. Platz.

Auch im Leopard Racing Team Audi Sport freuten sich Jean-Karl Vernay und Gordon Shedden gleich mehrfach über gelungene Aufholjagden. Von der 18. Startposition verbesserten sich Vernay im ersten Rennen mit Slicks auf der Vorderachse und hinteren Regenreifen auf abtrocknender Strecke bis auf den zehnten Platz. Sein schottischer Teamkollege Shedden kam mit der gleichen Reifenwahl auf dem rutschigen Asphalt ebenfalls gut zurecht, gewann sieben Positionen und kam als 15. ins Ziel. Im zweiten Rennen gelang Vernay im Regen der Sprung von Rang 18 auf Platz 14 und im dritten Sprint sogar von Platz 20 auf Position zwölf.

Nach zwei Jahren endet das offizielle Programm von Audi Sport customer racing in der FIA WTCR. Die Fahrer und Teams von Audi haben in dieser Phase gemeinsam 25 Podestplätze eingefahren, darunter sieben Siege. Auch künftig bleibt der Audi RS 3 LMS auf den Motorsport-Bühnen weltweit präsent. Audi Sport hat 180 Exemplare des Renntourenwagens gefertigt, die in Nord- und Südamerika, ganz Europa, Asien sowie Australien und Neuseeland in Kundenhand erfolgreich sind und alleine in diesem Jahr 78 Siege und insgesamt 226 Podestplätze eingefahren haben.

Quelle: Audi Motorsport

 

High-Five: ADAC TCR Germany startet 2020 in die fünfte Saison

High-Five: ADAC TCR Germany startet 2020 in die fünfte Saison

  • Nennungen für Saison 2020 ab sofort möglich, Früheinschreibung bis 31. Januar
  • Fahrer kämpfen 2020 um Preisgeldtopf von rund 180.000 Euro

München. Die Vorbereitungen für die fünfte Saison der ADAC TCR Germany laufen: Ab sofort können sich interessierte Teams für die Saison 2020 der ADAC TCR Germany einschreiben. Auf die Teilnehmer warten im kommenden Jahr 14 Rennen bei allen sieben Veranstaltungen des ADAC GT Masters in Deutschland, Tschechien, Österreich und den Niederlanden sowie ein größerer Preisgeldtopf in Höhe von rund 180.000 Euro. Saisonstart ist vom 24. bis 26. April 2020 in der Motorsport Arena Oschersleben.

Die Tourenwagenserie des ADAC fährt seit ihrer Premierensaison 2016 im Rahmen des ADAC GT Masters – das wird auch 2020 so sein. Nach dem Saisonstart bei Magdeburg folgen die Stationen Most/Tschechien, Red Bull Ring/Österreich, Nürburgring, Zandvoort/Niederlande und Hockenheimring. Das Finale findet erneut am Sachsenring statt, diesmal am Wochenende vom 2. bis 4. Oktober. An jedem Rennwochenende werden zwei Läufe gefahren, in der zweiten Saison in Folge startet die ADAC TCR Germany auf Reifen von Exklusiv-Reifenpartner Yokohama.

Die mediale Berichterstattung um die ADAC TCR Germany wird im kommenden Jahr ausgebaut. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany auch in der fünften Saison im TV. Online sind die Läufe im Livestream weiterhin auf verschiedenen digitalen Kanälen zu sehen.

Interessierte Teams können sich ab sofort online auf adac.de/motorsport anmelden. Teilnehmer, die sich frühzeitig für eine Teilnahme entscheiden, und bis zum 31. Januar nennen, profitieren von attraktiven Konditionen. Nennschluss ist am 13. März 2020.

Besonders attraktiv ist die ADAC TCR Germany auch für Nachwuchstalente. Im kommenden Jahr geht die Nachwuchswertung Honda Junior Challenge in die nächste Runde, bei der es eine besondere Prämie gibt. Der Sieger oder die Siegerin darf sich über einen neuen Honda Civic freuen. In der vergangenen Saison hatte Michelle Halder diesen Preis abgeräumt, im Jahr zuvor der amtierende ADAC TCR Germany-Champion Max Hesse.

Quelle: ADAC Motorsport

 

Audi Sport customer racing richtet WTCR-Engagement für 2020 neu aus

Audi Sport customer racing richtet WTCR-Engagement für 2020 neu aus

„Die FIA WTCR hat sich als internationale Bühne entwickelt und wir waren von der ersten Stunde an dabei. Wir haben seit vergangenem Jahr 25 Podiumsplätze eingefahren, darunter sieben Siege“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Unseren vier Piloten Niels Langeveld, Gordon Shedden, Jean-Karl Vernay und Frédéric Vervisch ein großes Dankeschön dafür, ebenso dem Comtoyou Team Audi Sport, dem Leopard Racing Team Audi Sport wie auch unseren Partnern. Nun ist es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen.“ Audi Sport customer racing hat sein Kundensportprogramm restrukturiert, konzentriert seine strategischen Einsätze künftig voll auf den GT3-Rennsport und plant für die Saison 2020 ein ehrgeiziges internationales Programm auf fünf Kontinenten.

In der Tourenwagen-Kategorie TCR sind weltweit auf nationalem und internationalem Niveau weiterhin Kundenteams mit dem Audi RS 3 LMS unterwegs. Audi hat 180 Exemplare des Modells gebaut, die heute in Süd- und Nordamerika ebenso populär sind wie in Europa, Asien, Australien und Neuseeland. Allein in dieser Saison hat der Einsteiger-Tourenwagen seit Januar 312 Rennen bestritten und dabei 226 Podestplätze eingefahren, darunter 78 Siege. Seit Projektbeginn haben die Kunden bis heute sieben Fahrer-Gesamttitel und 23 Wertungssiege in weiteren Kategorien gefeiert. Damit hat der Audi RS 3 LMS im Vorjahr auch die weltweite Klassifikation „TCR Model of the Year“ gewonnen. In diesem Jahr hat der Tourenwagen mit den Vier Ringen gute Chancen, diesen Titel zu verteidigen. Entscheidend ist dabei das Finale der FIA WTCR 2019 in Malaysia vom 13. bis 15. Dezember, wo die letzten Punkte vergeben werden. Dort starten das Comtoyou Team Audi Sport mit Frédéric Vervisch und Niels Langeveld und das Leopard Racing Team Audi Sport mit Jean-Karl Vernay und Gordon Shedden.

„Nach den ersten Weichenstellungen gemeinsam mit unseren Partnern hoffen wir, dass der Audi RS 3 LMS auch im nächsten Jahr in der WTCR antreten wird“, sagt Chris Reinke. „Comtoyou Racing aus Belgien hat Interesse, auch 2020 in der WTCR zu starten. Das begrüßen wir sehr und wünschen Jean-Michel Baert und seinem Team, dass diese Idee Wirklichkeit wird.“

Quelle: Audi Motorsport

 

 

 

WTCR-Saisonfinale in Malaysia: eine Premiere zum Abschied von Volkswagen

WTCR-Saisonfinale in Malaysia: eine Premiere zum Abschied von Volkswagen

  • WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup gastiert zum ersten Mal in Sepang
  • Sébastien Loeb Racing und Volkswagen verabschieden sich hoch motiviert aus dem Wettbewerb
  • Volkswagen Motorsport blickt auf sechs Siege bei 19 WTCR-Veranstaltungen zurück

Der letzte werksunterstützte Auftritt des Golf GTI TCR im WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup: Beim Saisonfinale in Sepang (Malaysia) verabschiedet sich die Kombination aus Sébastien Loeb Racing (SLR), Volkswagen und den Werksfahrern Rob Huff (GB), Mehdi Bennani (MA), Benjamin Leuchter (D) und Johan Kristoffersson (S) aus der höchsten Liga des Tourenwagensports nach TCR-Reglement. Vom 13. bis 15. Dezember ist die Mannschaft, die gemeinsam bisher für sechs Siege bei 19 WTCR-Veranstaltungen steht, bis in die Haarspitzen motiviert, ein letztes Mal Topresultate einzufahren. Dabei stellen sie sich mit dem 250 kW (340 PS) starken Tourenwagen speziellen Bedingungen: In Malaysia stehen nicht nur Flutlichtrennen auf der Agenda, sondern auch Hitze- und Windschattenschlachten.

Nach fünf Jahren in Rennserien auf der ganzen Welt und bislang mehr als 150 Siegen und über 500 Podiumsresultaten läuft die Produktion des Golf GTI TCR Ende 2019 aus. „Zwei spannende und abwechslungsreiche Jahre im WTCR gehen für uns zu Ende. Ich bedanke mich bei unserem Partner Sébastien Loeb Racing und besonders bei den vier Fahrern. Sie haben mit dem Golf GTI TCR in diesem starken Konkurrenzumfeld bemerkenswerte Siege gefeiert. Wir kommen hoch motiviert zum Saisonfinale nach Sepang. Bei unserem letzten WTCR-Rennen mit dem Golf GTI TCR werden wir noch einmal alles geben“, sagt Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets.

Cool bleiben! Flutlicht, Hitze und Windschattenduelle erfordern kühlen Kopf
Die 5,543 Kilometer lange Rennstrecke von Sepang ist zum ersten Mal Station des WTCR. Mit zwei rund 900 Meter langen Geraden und einer Breite von bis zu 22 Metern bietet sie vergleichsweise viele Überholmöglichkeiten. Ungewöhnlich für den WTCR: Alle drei Rennen finden am Sonntagnachmittag statt. Die planmäßigen Startzeiten sind 15:55 Uhr, 18:15 Uhr und 20:10 Uhr Ortszeit. Der Einsatz der Flutlichtanlage, um die Strecke für die späten Rennen entsprechend auszuleuchten, garantiert spektakuläre Action.

„Racing bei Flutlicht wird bestimmt megacool. Auch bei über 30 Grad ein Rennen zu fahren, ist eine außergewöhnliche Erfahrung“, sagt Benjamin Leuchter, der sowohl künstliche Beleuchtung als auch tropische Temperaturen bereits vom 24-Stunden-Rennen in Dubai kennt. „Unser Klassensieg letztes Jahr in Dubai hat gezeigt, dass der Golf GTI TCR unter diesen Bedingungen sehr gut funktioniert. Ich möchte die Saison 2019 mit einem weiteren guten Ergebnis beenden.“

Auch Teamkollege Rob Huff freut sich auf das Rennen unter Flutlicht. „Die Atmosphäre ist ganz speziell, sehr verdichtet. Wir waren im Januar zu einem Test in Sepang. Mit den damals gesammelten Daten können wir uns gut auf das Saisonfinale vorbereiten“, sagt der Brite, der mit gemischten Gefühlen nach Malaysia reist. „Die vergangenen beiden Jahre mit dem Golf GTI TCR waren fantastisch. Ich möchte mich mit einem guten Ergebnis zum Abschied bei Volkswagen Motorsport für die starke Unterstützung bedanken. Ich hoffe, wir sehen uns bei einem neuen Projekt in der Zukunft wieder.“

Zweimal Kristoffersson, einmal Leuchter – die Rookies siegten für Sébastien Loeb Racing
Während Rob Huff in der zu Ende gehenden Saison gelegentlich das Glück fehlte und er sich bisher mit zwei Podiumsplatzierungen zufriedengeben musste, lief es für die beiden WTCR-Neulinge bei Sébastien Loeb Racing besser: Der Schwede Johan Kristoffersson, als FIA Rallycross-Weltmeister 2017 und 2018 in den WTCR gewechselt, kreuzte im Golf GTI TCR je einmal auf der Nürburgring-Nordschleife (D) und in Suzuka (J) als Erster die Ziellinie.

Benjamin Leuchter, der einzige Deutsche unter den permanenten Teilnehmern, siegte dort, wo er als Rennfahrer und Instruktor von Fahrtrainings schon mehr als 1.000 Runden absolviert hat – beim Heimspiel auf der Nürburgring-Nordschleife. „Ich bin mit meiner Rookie-Saison im WTCR absolut zufrieden“, sagt der Duisburger, der im Golf GTI TCR auch eine Pole-Position und eine schnellste Rennrunde erzielte. „Am Anfang habe ich mich etwas schwergetan, aber ab Mitte des Jahres war der Speed da.“

In der WTCR-Premierensaison 2018 setzte Sébastien Loeb Racing zwei Golf GTI TCR mit den Fahrern Rob Huff und Mehdi Bennani ein. Huff feierte zwei Siege in Ungarn und Japan, stellte seinen Golf GTI TCR außerdem viermal auf die Pole-Position und fuhr einmal die schnellste Rennrunde. Bennani siegte beim WTCR-Auftritt in Wuhan (CN).

Quelle: Volkswagen Motorsport

 

ADAC TCR Germany: Heiße Phase der Saison beginnt in Hockenheim

ADAC TCR Germany: Heiße Phase der Saison beginnt in Hockenheim

  • Tabellenführer Antti Buri will nächsten Schritt zum Titel machen
  • Meisterteam Target Competition mit Gaststart in der ADAC TCR Germany
  • Youtuber Franz Simon steuert das VIP-Auto von Hyundai

München. Die ADAC TCR Germany biegt mit zwei spannenden Rennen in Hockenheim auf die Zielgerade ein. Der Kampf um die Meisterschaft spitzt sich an diesem Wochenende (13. bis 15. September) auf dem Highspeedkurs in Baden-Württemberg zu. Audi RS3 LMS-Fahrer Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) reist als Tabellenführer an – doch die Konkurrenz sitzt dem Finnen im Nacken. In Hockenheim wird sie sogar am Wochenende etwas größer: Target Competition, die Meistermannschaft von 2016 und 2017, absolviert einen Gastauftritt mit zwei Hyundai. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany live im TV, online sind die Läufe auf adac.de/motorsport, youtube.com/adac und auf der Facebookseite der ADAC TCR Germany zu sehen.

„Endlich geht es weiter, es fühlt sich gut an, nach Hockenheim zurückzukehren“, sagt Buri, der in den ersten fünf Rennwochenende 320 Punkte gesammelt hat und die Meisterschaft anführt: „Wir als Team sind super motiviert. Wir wollen weiter gut arbeiten und Punkte sammeln – und natürlich wollen wir auch am Ende der Saison noch ganz oben stehen.“

Entschieden ist jedoch längst noch nichts. Denn Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler) im Hyundai i30 N TCR (298 Punkte), Markenkollege und Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) mit 282 Punkten sowie Honda Civic TCR-Pilot Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) mit 274 lauern auf ihre Chance. Die Maximalausbeute an einem Wochenende beträgt 85 Zähler (5 für die Pole Position und jeweils 40 für einen Sieg), es ist also noch immer alles offen.

Das weiß auch Max Hesse, der drei der vergangenen vier Rennen gewonnen hat und in Bestform anreist. „Wir sind sehr motiviert und hatten zuletzt eine super Form. Wir versuchen, wieder abzuliefern und so viele Punkte wie möglich zu sichern“, sagt der Tabellenzweite: „Trotzdem wird es schwierig werden, weil die Strecke dem Hyundai nicht ganz so liegt. Deshalb wollen wir einfach versuchen, den Abstand in der Meisterschaft so klein wie möglich zu halten und dann beim Finale am Sachsenring wieder voll abzuräumen.“

Doch der Sachsenring, auf dem Ende des Monats erstmals das große Saisonfinale steigt, ist Stand jetzt noch kein Thema. Jetzt dreht sich alles um die ideale Vorbereitung auf Hockenheim. Ein Kurs, an den Harald Proczyk beste Erinnerungen hat. Hier holte er sich 2018 in einem Herzschlagfinale den Titel – und hier gewann er auch 2017 einen Lauf.

Nachdem es zuletzt auf dem Nürburgring einige Probleme gegeben hatte, sind Proczyk und sein Team vor allem auf Wiedergutmachung aus. „Das war eine Vollkatastrophe, wir haben als Team versagt“, sagt Proczyk im Rückblick. Was der Champion meinte: Im verregneten Sonntagsrennen in der Eifel hatte der Boxenstopp ungewöhnlich lange gedauert, wodurch Proczyk weit zurückfiel. Und auch am Samstag lief nicht alles rund, als es schon früh zu einem Kontakt gekommen war.

Daher liegt das Hauptaugenmerk darauf, „dass wir als Team wieder effektiver werden“, betont der Meisterschaftsdritte: „Wir wissen, dass es im Motorsport sehr schnell gehen und ein Wochenende eine falsche Wendung nehmen kann. Das soll uns nicht passieren. Wir wollen das bestmögliche Wochenende fahren, was auch für uns als Team nach den letzten Nackenschlägen sehr wichtig ist.“

Ein Wiedersehen gibt es in Hockenheim mit Target Competition. Für das zweimalige Meisterteam der ADAC TCR Germany gehen die Geschwister Jessica (22) und Andreas Bäckman (24, Schweden) in zwei i30 N TCR ins Rennen. Neben den beiden Schweden werden Pascal Eberle (28, Schweiz, Steibel Motorsport) und Mario Anderegg (20, Schweiz, TOPCAR Sport) im Cupra TCR sowie Marcel Fugel (18, Chemnitz, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR und YouTuber Franz Simon (36, Hückelhoven) im VIP Auto des Hyundai Team Engstler einen Gaststart absolvieren. Maurits Sandberg (46, Niederlande, VW Team Oettinger) kehrt in sein angestammtes Cockpit im VW Golf GTI TCR zurück, nachdem der frischgebackene Papa zuletzt auf dem Nürburgring pausiert hatte.

Auch die Honda Junior Challenge ist hart umkämpft. Aktuell führt Bradley Burns (18, Großbritannien, Pyro Motorsport) mit 53,5 Punkten knapp vor Julien Apotheloz (18, Schweiz, TOPCAR Sport), der 50 Zähler auf dem Konto hat und zuletzt auf dem Nürburgring aufgetrumpft hatte. Michelle Halder (20, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) ist mit 47,5 Punkten Dritte, René Kircher (19, Hünfeld, racing one) mit 46 Zählern Vierter.

Quelle: ADAC Motorsport

 

Opel-Pilot Proczyk siegt in Hockenheim  und übernimmt Tabellenführung

Opel-Pilot Proczyk siegt in Hockenheim und übernimmt Tabellenführung

  • Proczyk geht mit vier Punkten Vorsprung auf Engstler ins letzte Saisonrennen
  • Langeveld folgt mit 22 Punkten Rückstand, Halder ohne Chance auf den Titel
  • Hesse baut Führung in der Honda Rookie Challenge aus
Hockenheimring Rennen 1
Datum: 22. September 2018
Wetter: Trocken
Streckenlänge: 4574 m
Top 3: 1. Harald Proczyk (AUT)2. Mike Halder (GER)3. Luca Engstler (GER)

Hockenheim. Opel-Pilot Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) hat das vorletzte Saisonrennen der ADAC TCR Germany in Hockenheim gewonnen und damit die Führung in der Meisterschaft übernommen. Der Pole-Setter setzte sich bei besten Bedingungen vor Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR und Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) im Hyundai i30 N TCR durch.

„Ich hatte heute schlicht das schnellste Auto, ich musste nur fahren. Es ist kein Zufall, dass der Opel hier gut geht. Wir haben schon im vergangenen Jahr einen Sieg hier geholt, da hat alles angefangen“, sagte Proczyk: „Was im Rennen am Sonntag passiert, kann man nicht vorhersagen. Wenn man alleine vorne fährt, ist alles wunderbar. Aber wenn man irgendwo mittendrin ist, geht nachher gar nichts mehr. Es kann alles passieren.“

Im letzten Rennen der Saison am Sonntag (ab 14.50 Uhr) fällt die Entscheidung in der umkämpften dritten Saison der ADAC TCR Germany. Proczyk geht mit vier Punkten Vorsprung auf Engstler in den abschließenden Lauf. Audi-Pilot Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) lauert mit 22 Punkten Rückstand auf seine Chance, Mike Halder hat dagegen angesichts eines Rückstands von 63 Zählern keine Möglichkeit mehr auf den Meistertitel.

Vierter wurde Audi-Pilot Langeveld vor Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR, Pascal Eberle (27, Schweiz, Steibel Motorsport) im Cupra TCR, Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler), Lukas Niedertscheider (23, Österreich, Niedertscheider Motorsport) im Peugeot 308 TCR und Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance), der als Neunter bester Rookie wurde. Niko Kankkunen (19, Finnland, Team Engstler Europe) komplettierte die Top Ten.

Hesse baute damit die Führung in der Honda Rookie Challenge weiter aus. Er hat nun 91,5 Punkte auf dem Konto, sein Verfolger Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) folgt mit 84 Zählern. Einer der beiden 17-Jährigen wird die Nachwuchswertung der ADAC TCR Germany somit gewinnen und kann sich auf einen neuen Honda Civic freuen. Auch in der Honda Rookie Challenge fällt die Entscheidung am Sonntag, Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) hat als Dritte mit 73,5 Punkten keine Chance mehr auf den Titel.

Proczyk wehrt Angriffe ab und zieht davon – intensive Verfolgerduelle

Beim Start verlor Proczyk zunächst die Führung an Engstler, doch noch vor Ende der ersten Runde zog der Opel-Pilot auf der langen Gerade wieder vorbei. Auch Honda-Pilot Halder setzte Engstler unter Druck, der sich zwar hartnäckig, aber letztlich ohne Erfolg wehrte. Die Duelle seiner Verfolger spielten Proczyk in die Karten, der Österreicher baute seinen Vorsprung so kontinuierlich aus. Unterdessen hatte sich auch Niels Langeveld von Startplatz sechs auf vier nach vorne gearbeitet. Im Audi RS3 LMS versuchte er fortan, an Engstler vorbeizukommen.

In den folgenden Runden blieb das Bild unverändert: Proczyk bestimmte das Tempo, Halder folgte mit etwas Abstand. Dahinter lieferten sich Engstler und Langeveld als erste Verfolger intensive Duelle. Das Feld rückte erst wieder eng zusammen, als Jasmin Preisigs (26, Schweiz, Steibel Motorsport) Opel Astra TCR bei noch 15 Minuten Renndauer ausrollte und das Safety Car auf die Strecke kam. Beim Restart lauerten Proczyks Verfolger auf ihre Chance, doch der Österreicher setzte sich schnell wieder ab.

„Das hat perfekt funktioniert, so konnte ich mich immer wieder absetzen und bin gar nicht erst in die gefährliche Zone bei meinen Verfolgern gekommen. Das war auch wichtig, weil der Honda und speziell auch der Hyundai in den Kurven schon sehr, sehr gut gingen“, sagte Proczyk, der auch eine weitere Safety-Car-Phase nach einem Kontakt zwischen Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing) und Pascal Eberle (27, Schweiz, Steibel Motorsport) unbeschadet überstand und am Ende ausgelassen über seinen dritten Saisonsieg jubelte.

Anders erging es Engstler, der sich bis zur Ziellinie gegen die Angriffe Langevelds verteidigen musste. Zwischenzeitlich fand der Niederländer im Audi einen Weg vorbei, doch Engstler konterte im Hyundai und rettete seinen dritten Platz letztlich nervenstark.

Im letzten Saisonrennen am Sonntag hat Langeveld die beste Startposition. Er geht von Rang drei ins Rennen, Proczyk als Zehnter und Engstler als 19. müssen dagegen aufholen. Engstler hatte im Samstagsrennen seine dritte Verwarnung in dieser Saison erhalten, dies hat laut Regelwerk eine Rückversetzung von zehn Startplätzen zur Folge. Von der Pole Position startet Cupra-Pilot Oliver Holdener (22, Schweiz, Wolf-Power Racing) als Zehnter des Qualifyings. Im Sonntagsrennen startet die Top Ten des Zeittrainings in umgekehrter Reihenfolge. SPORT1 überträgt die Entscheidung live im TV und als Stream auf www.SPORT1.de. Das Rennen ist zudem im Livestream auf adac.de/motorsport, der Facebook-Seite der ADAC TCR Germany und unter youtube.com/adac mit deutschem und englischem Kommentar zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Luca Engstler (Dritter, Hyundai Team Engstler): „Ich habe gekämpft und war komplett am Limit. Mehr wäre nicht möglich gewesen, das ist frustrierend. In den Sektoren mit den Kurven war ich der Schnellste – auf der Geraden aber habe ich sechs Zehntel verloren. Das tut weh, aber so ist es. Damit musste jeder schon kämpfen, wir müssen jetzt hart arbeiten, und dann werden wir sehen, was passiert. Dann hoffen wir, dass es reicht. Vielleicht haben wir ein Regenrennen, und dann sieht alles ganz anders aus. Aufgeben kommt nicht in Frage. Ich kämpfe bis zum letzten Meter, bis ich die Checkered Flag sehe. Und wenn es dann nicht reichen sollte, dann braucht sich niemand bei uns etwas vorzuwerfen.“

Max Hesse (bester Rookie, Prosport Performance): „Im Moment sieht’s ganz gut aus für uns. Der Start war sehr gut, danach ging es eigentlich nur darum, meine Position zu halten und zu schauen, was machen die anderen. Ich bin dann auch ganz wenig Risiko eingegangen. Nach der Safety-Car-Phase gab es ein paar Rempeleien, aus denen ich mich versucht habe herauszuhalten. Es war einfach nicht nötig Risiko einzugehen, weil es egal war, ob ich Achter, Neunter oder Zehnter werde. Jetzt hier ganz oben zu stehen, war das Wichtigste – und die Punkte mitzunehmen. Der Vorsprung beträgt 7,5 Punkte, ich muss nur vor Luke landen und das Ding nach Hause bringen.“

Die ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring im TV

SPORT1+ 22.09.2018 20.40 Uhr Rennen 1 Erstausstrahlung
SPORT1.de 23.09.2018 14.50 Uhr Rennen 2 LIVE
SPORT1+ 23.09.2018 19.30 Uhr Rennen 2 Exklusiv
SPORT1+ 24.09.2018 18.15 Uhr Rennen 2 Aufzeichnung
SPORT1+ 25.09.2018 04.05 Uhr Rennen 1 Aufzeichnung
SPORT1+ 25.09.2018 10.00 Uhr Rennen 2 Aufzeichnung
SPORT1+ 27.09.2018 03.00 Uhr Rennen 1 Aufzeichnung
SPORT1+ 27.09.2018 03.40 Uhr Rennen 2 Aufzeichnung

Quelle: ADAC Motorsport