DTM


Drei Siege in Folge: Audi-Pilot Müller dominiert die DTM

Drei Siege in Folge: Audi-Pilot Müller dominiert die DTM

  • BMW erstarkt: Sheldon van der Linde erkämpft Platz zwei
  • Wichtige Punkte verloren: Titelverteidiger Rast nur Siebter
  • Im privat eingesetzten Audi: Ferdinand Habsburg überrascht als Sechster

Drittes Rennen, dritter Sieg: Nico Müller dominiert die DTM. Der Audi-Pilot aus der Schweiz gewann auf dem Lausitzring das dritte Saisonrennen. Damit ist er der erste DTM-Pilot der Geschichte, der die ersten drei Rennen einer Saison gewinnen konnte. Doch der Sieg fiel dem 29-Jährigen nicht so leicht wie beim Saisonauftakt in Spa-Francorchamps, als er in beiden Rennen die vollen Punkte kassierte. BMW zeigte sich nach der Enttäuschung in Belgien deutlich stärker und eroberte mit Sheldon van der Linde den zweiten Platz. Der 21-jährige Südafrikaner setzte Müller zeitweise sogar unter Druck und streckte die Hand nach dem Sieg aus. Immerhin landeten vier BMW neben sechs Audi unter den zehn Besten. Als Dritter sah Robin Frijns (Audi) die Zielflagge, der wie schon in Spa seine Pole-Position nicht zum ersten Sieg nutzen konnte. Für eine Überraschung sorgte Ferdinand Habsburg. Im privat eingesetzten Audi des belgischen WRT-Teams erkämpfte sich der Österreicher den sechsten Platz.

Vor dem vierten Saisonrennen am Sonntag (ab 13:00 Uhr live auf SAT.1 und im Livestream via grid.dtm.com) führt Vizemeister Müller mit bereits 80 Punkten die Fahrerwertung an, Frijns ist neuer Zweiter (43) vor Titelverteidiger Rast (35). Die DTM trägt auf dem Lausitzring, zwischen Berlin und Dresden gelegen, seinen ersten Double-Header aus, denn nur eine Woche später finden an gleicher Stelle die Saisonrennen fünf und sechs statt.

BMW übt erstmals Druck auf Audi aus

Nico Müller legte in einem Rennen, dass von zahlreichen Positionskämpfen geprägt wurde, bereits beim Start den Grundstein zum Erfolg. Bis zur kritischen ersten Kurve beschleunigte er seinen niederländischen Markenkollegen Robin Frijns aus. Auch Sheldon van der Linde machte am Start einen Platz gut und übernahm Rang drei von Loïc Duval (FRA/Audi), der am Ende als einziger Fahrer nicht ins Ziel kam. Titelverteidiger René Rast konnte am Start ebenfalls Plätze gut machen, wurde dann aber Opfer einer Berührung und musste in der dritten Kurve aufs Gras ausweichen.

Van der Linde bestätigte den Aufwärtstrend von BMW und machte Druck auf Frijns. Der Südafrikaner fuhr früh zum Reifenwechsel an die Box und zog letztlich an Frijns vorbei, als der Niederländer nach seinem Pflichtstopp auf die Rennstrecke zurückkehrte. Fortan brannte van der Linde mit dem BMW M4 DTM ein Feuerwerk ab und verkürzte für einige Runden stetig den Rückstand auf Müller. Doch der Schweizer konterte souverän, machte keinen Fehler und brachte den Sieg letztlich sicher nach Hause, vor van der Linde und Frijns. Mit den Plätzen vier und fünf unterstrichen Doppel-Champion Marco Wittmann und Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock, dass BMW in nur zwei Wochen erhebliche Fortschritte erzielt hat. René Rast, der auch beim Reifenwechsel Zeit verlor, kam letztlich hinter Habsburg nur als Siebter ins Ziel. Am Freitag hatte der zweimalige DTM-Champion seinen Spa-Sieg im Sonntagrennen am Grünen Tisch verloren. Wegen des unerlaubten Einsatzes von Extra-Leistung (Push-To-pass) erhielt der Mindener eine Zeitstrafe und wurde auf Rang drei zurückversetzt.

Zweite Pole-Position für Niederländer Frijns

Im Qualifying hatte Robin Frijns wie schon am Samstag in Spa-Francorchamps seine zweite Pole-Position der Saison erobert. Spa-Doppelsieger Nico Müller und Loic Duval komplettierten für Audi die ersten drei Startpositionen. BMW präsentierte sich deutlich stärker als beim Auftakt in Belgien und brachte mit Sheldon van der Linde, Timo Glock und Zweifach-Meister Marco Wittmann ebenfalls drei Autos in die ersten drei Startreihen.

» Stimmen – 1. Rennen, Lausitzring Sprint

“Der Sieg fühlt sich sehr gut an. Dabei war die Vorbereitung völlig anders, wir haben anstrengende Wochen hinter aus. Wenn ich sagen würde, ich war körperlich hundertprozentig frisch, dann wäre das wohl eine Lüge. Aufgrund meines Einsatzes in der Formel E hat mir das Team jedoch alles abgenommen, ich musste mich nur auf das Rennen konzentrieren. Das Auto war schnell, der Boxenstopp perfekt – ich kann mich nur beim Team bedanken. Ich bin froh, dass ich mich mit diesem Sieg beim Team bedanken konnte.”Nico Müller, Audi, Sieger
“Das Rennen war überragend. Ich bin total happy, es endlich aufs Podium geschafft zu haben. Im vergangenen Jahr war ich in Zolder ganz nah dran, habe es aber in der letzten Runde doch noch verloren. Heute konnten wir Audi sogar etwas herausfordern. Mein BMW war super, und vielleicht können wir am Sonntag noch mehr Druck ausüben.”Sheldon van der Linde, BMW, 2. Platz
“Natürlich ist es etwas enttäuschend, wenn man von Platz eins startet und als Dritter ins Ziel kommt. Insgesamt war das Rennen aber okay, auch wenn ich ab der zehnten Runde offenbar mehr zu kämpfen hatte als andere. Aber ich habe meine Position verteidigt, was mir gegen Marco Wittmann auch gut gelungen ist. Am Ende stehe ich auf dem Podium, und da habe ich keinen Grund, mich zu beklagen.”Robin Frijns, Audi, 3. Platz

» Ergebnis – 1. Rennen, Lausitzring Sprint

01. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 43 Runden in 57.06,681 Min.
02. Sheldon van der LInde (RSA), BMW M4 DTM, + 2,870 Sek.
03. Robin Frijns (NED),  Audi RS 5 DTM,  + 7,513 Sek.
04. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, +7,861 Sek.
05. Timo Glock (GER), BMW M4 DTM, +14,569 Sek.
06. Ferdinand Habsugr (AUT), Audi RS 5 DTM, +20,226 Sek.
07. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, +20,679 Sek.
08. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, +24,914 Sek.
09. Philipp Eng (AUT), BNMW M4 DTM, +26,653 Sek.
10. Harrison Newey (GBR), Audi RS 5 DTM, +53,182 Sek.

Schnellste Rennrunde: Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.17,249 Min.
Pole-Position: Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 1.15,486 Min.
Wetter: 27°C, bewölkt
Strecke: 33°C, trocken

» Highlight-Clip – 1. Rennen, Lausitzring Sprint

Highlights, Rennen 01, Lausitzring Spring, 15. August 2019

» Wow-Fact – 1. Rennen, Lausitzring Sprint

140 km/h

Die ebenso kraftvollen wie effizienten Zweiter-Turbomotoren mit einer Leistung von bis zu 640 PS und einem Drehmoment von etwa 650 Newtonmeter lassen die Reifen selbst bei Tempo 140 noch durchdrehen. Weil die Messung der Raddrehzahl an der angetriebenen Hinterachse in der DTM verboten ist, kommt es allein auf den Fahrer an, durchdrehende Räder zu verhindern. Denn Schlupf treibt die Reifentemperatur in die Höhe und beeinflusst den Verschleiß enorm. Der kontrollierte Umgang mit dem Gasfuß ist ein entscheidender Teil des Reifenmanagements.

Beispiel Turn 12 auf dem Lausitzring, die Kurve vor der Start-Ziel-Geraden: Wer zu früh Push-to-pass aktiviert, riskiert Schlupf an der Antriebsachse und kann den Leistungsvorteil nicht ausnutzen. Doch wer Push-to-pass zu spät aktiviert, hat keine optimale Beschleunigung. Auf dem eher langsamen Sprintkurs in der Lausitz wird mit maximalen Abtrieb gefahren, und der Reibwert des Asphalt, den Audi und BMW im Vorfeld messen, spielt eine weitere Rolle. “In der DTM ist der Fahrer die Traktionskontrolle, denn eine elektronische Anti-Schlupf-Regelung ist verboten”, sagt Gordian von Schöning, in der DTM-Dachorganisation ITR verantwortlich für die Technik. “Sein Gefühl und sein Gasfuß sind entscheidend.”

» Und da war dann noch …

… die DTM-Historie, die sich auf dem Lausitzring – wie auch bei weiteren Rennen der DTM-Saison 2020 – zum Stelldichein trifft. Ehemalige DTM-Piloten wie Harald Grohs, dem Sieger des allerersten Rennens 1984 in Zolder, Kris Nissen, Leopold von Bayern, Otto Rensing, Marc Hessel als Vizemeister von 1987 und Peter Oberndorfer geben mit ehemaligen DTM-Tourenwagen aus den 80er- und 90er-Jahren beherzt Gas. Vor allem der legendäre BMW M3 (E30) mit seinem kernigen Vierzylinder-Ansauggeräusch ist bei den Fahrern beliebt. Stehende Räder und herzhafte Drifts zeigen, dass die nicht mehr ganz so jungen Fahrer nichts verlernt haben. Für Autos wie Fahrer gilt: Oldie but Goodie!

» Downloads – 1. Rennen, Lausitzring Sprint

» Fotos – 1. Rennen, Lausitzring Sprint

DTM Trophy: Teichmann Racing bringt KTM X-Bow an den Start

DTM Trophy: Teichmann Racing bringt KTM X-Bow an den Start

  • Fahrer Kevin Strohschänk und der KTM X-Bow bereichern Starterfeld der neuen GT-Rennserie
  • Teil des Projekts One World Charity – Ex-DTM-Champ Timo Scheider übernimmt Schirmherrschaft

Ein KTM X-Bow, ein Einsatz für den guten Zweck nebst einem zweimaligen DTM-Champ als Schirmherr – die DTM Trophy heißt mit Teichmann Racing, Fahrer Kevin Strohschänk (GER) und der One World Charity hochkarätige Neuzugänge willkommen. Die neue GT-Rennserie trägt mit der DTM sechs gemeinsame Rennveranstaltungen mit zwölf Rennen aus – und bietet damit eine ideale Plattform für das Projekt, für das Timo Scheider – DTM-Champion 2008 und 2009 – die Schirmherrschaft übernommen hat. Das Anliegen des One World Charity e. V. ist es, Neugeborene und Babys, die mit der Genkrankheit spinale Muskelatrophie Typ 1 zur Welt gekommen sind, zu unterstützen. Fans können über den „Sponsored Drive“ bei jedem Rennen für jede gefahrene Runde spenden.

Teichmann Racing ist ein weiteres neues Team, das sich in der DTM Trophy eingeschrieben hat. Mit der Bereicherung durch den KTM X-Bow steht zudem ein noch facettenreicheres Feld von GT-Fahrzeugen am Start.

DTM Trophy: Teichmann Racing bringt KTM X-Bow an den Start 1

Motorsports / DTM: german touring cars championship 2008, 11. race Hockenheim, Siegerehrung, Timo Scheider (GER, Audi A4 DTM 2008), *** Local Caption *** +++ www.hoch-zwei.net +++ copyright: HOCH ZWEI / Thomas Suer +++ © DTM Trophy, DTM, Audi

» Stimmen

„Wir freuen uns, dass wir als neue Rennserie Teichmann Racing begrüßen dürfen. Auch, dass One World Charity und Teichmann Racing unsere Plattform für dieses spannende Projekt ausgewählt haben. Mit dem KTM X-Bow ergänzen wir unser ohnehin schon buntes Feld um eine weitere Marke. Das Engagement von Teichmann Racing und Kevin Strohschänk verstärkt ein bereits starkes Starterfeld in der Premierensaison der DTM Trophy.“

Frederic Elsner, Director Business Unit Event ITR GmbH
„Die DTM Trophy ist eine neue Serie in Rahmen der DTM, die eine große Aufmerksamkeit verspricht. Die nutzt One World Charity, um benachteiligten Kinder und Babys zu helfen. Wir sind schon lange in Kontakt, haben uns ausgetauscht und ich versuche mit meiner Schirmherrschaft meinen Beitrag zu leisten. Ich hoffe, dass viele Menschen das Projekt schätzen und bereit sind, zu spenden und damit zu helfen. Ich freue mich riesig darauf und hoffe, dass wir viel Geld für den guten Zweck sammeln werden. Es ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Timo Scheider, Schirmherr One World Charity
DTM Trophy: Teichmann Racing bringt KTM X-Bow an den Start 3

Kevin Strohschänk (D) © DTM Trophy, DTM, Audi

DTM-Testfahrten erstmals in Monza

DTM-Testfahrten erstmals in Monza

  • Letzter Test vor Saisonbeginn vom 16. bis 18. März 2020 in Italien
  • DTM zu Gast bei der Monza Rally Show an diesem Wochenende
  • Ticket-Vorverkauf für das Rennwochenende im Juni hat begonnen

Die offiziellen Testfahrten vor Beginn der DTM-Saison 2020 finden vom 16. bis 18. März in Monza statt. Somit können sich Fahrer und Teams bereits im Frühjahr mit dem italienischen Hochgeschwindigkeits-Kurs vertraut machen, auf dem die DTM dann vom 26. bis 28. Juni 2020 zum ersten Mal für ein Rennwochenende gastieren wird. Der ITR-Test ist traditionell der einzige Termin im DTM-Kalender, bei dem sich das gesamte Starterfeld gemeinsam auf die anstehende Rennsaison vorbereitet.

Das „Autodromo Nazionale di Monza“ vor den Toren Mailands ist eine der ältesten Rennstrecken in Europa. Seit Austragung der ersten Formel-1-Weltmeisterschaft im Jahr 1950 ist sie mit nur einer Ausnahme jedes Jahr Bestandteil des Grand-Prix-Kalenders gewesen. Auf dem 5,793 Kilometer langen Traditionskurs werden spektakuläre Windschattenduelle mit den höchsten Topspeeds der DTM erwartet.

DTM zu Gast bei der Monza Rally Show

Die DTM-Premiere in Monza wird an diesem Wochenende (6.–8. Dezember) auch auf der Monza Rally Show ein Thema sein. Auf der bekannten Motorsport-Veranstaltung, die ein Rallye-Event auf der Rennstrecke mit einer mehrtägigen Sportmesse verbindet und mehr als 150.000 Besucher anzieht, wird ein Audi RS 5 DTM Showcar auf dem offiziellen DTM-Stand präsentiert.

Zudem werden auf der Messe Eintrittskarten für das DTM-Rennwochenende im Juni 2020 verkauft. Darüber hinaus hat der Ticket-Vorverkauf auf den offiziellen DTM-Kanälen begonnen: Sowohl im Ticketshop auf DTM.com als auch über die DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) können Eintrittskarten bestellt werden. Die Hotline ist montags bis freitags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr geschaltet.

Apropos Monza: MotoGP-Superstar und DTM-Fan Valentino Rossi ist mit sieben Erfolgen der Rekordsieger bei der Monza Rally Show, aber auch andere bekannte Namen wie beispielsweise Formel-1-Pilot Robert Kubica oder Le-Mans-Sieger Rinaldo Capello haben die Rallye bereits gewonnen. Selbst ein DTM-Champion hat sich bereits in die Siegerliste der Monza Rally Show eingetragen: Nicola Larini gewann den Wettbewerb 1992 – um dann im folgenden Jahr die DTM zu dominieren.

Quelle: DTM

500. DTM-Rennen und Herstellertitel in Reichweite

 


  1. DTM-Rennen und Herstellertitel in Reichweite

DTM feiert auf dem Lausitzring ein rundes Jubiläum

Audi-Piloten über ihre ganz persönlichen DTM-Highlights

Chance auf vorzeitigen Gewinn der Herstellermeisterschaft

Jubiläum in der DTM und erster Matchball für die Vier Ringe: Im 500. DTM-Rennen kann sich Audi am Sonntag (25. August) auf dem Lausitzring vorzeitig die Markenmeisterschaft sichern.
710 Punkte hat Audi in den ersten zwölf Rennen gesammelt, Verfolger BMW 426. Wächst der Vorsprung an diesem Wochenende um weitere 20 Punkte an, liegt die Marke vor den beiden noch ausstehenden Rennwochenenden auf dem Nürburgring (14./15. September) und in Hockenheim (5./6. Oktober) uneinholbar an der Spitze.
„Traditionell hat der Fahrertitel in der DTM den höchsten Stellenwert“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Doch auch der Herstellertitel ist sehr wertvoll. Er ist ein starker Indikator für die Arbeit der gesamten Mannschaft und auch dafür, wer das beste Auto hat. Wir sind mit der Performance unseres Audi RS 5 DTM und des neuen Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotors bisher sehr zufrieden.“
Auf dem Lausitzring hat Audi in der DTM bereits sieben Siege gefeiert, im vergangenen Jahr im Samstagsrennen aber auch eine Nullrunde einstecken müssen. Unvergessen sind dabei die Fernsehbilder des spektakulären Überschlags von René Rast. „Der Unfall sah von außen schlimmer aus, als er war“, sagt der DTM-Tabellenführer. „Aber dass ich im zweiten Rennen am Sonntag nicht starten konnte, hat mich möglicherweise den Titel gekostet. Schließlich haben am Ende nur vier Punkte gefehlt.“
Aktuell liegt Rast mit 206 Punkten an der Spitze der Fahrerwertung. Sein Markenkollege Nico Müller, der in diesem Jahr als einziger Fahrer bei allen zwölf Rennen gepunktet hat, liegt 37 Punkte zurück. Marco Wittmann hat als bester BMW-Pilot 59 Punkte Rückstand.
Der Lausitzring sei nicht gerade seine Lieblingsstrecke, sagt Rast. „Die Strecke ist sehr technisch und fahrerisch keine besonders große Herausforderung. Trotzdem: Der Lausitzring ist eine schöne Anlage und die Rennstrecke bietet eigentlich alles, was man als Rennfahrer braucht: langsame Kurven, schnelle Kurven und eine lange Gerade, auf der man mit DRS und Push-to-Pass gut überholen kann. Deshalb gibt es auf dem Lausitzring meistens sehr gute Rennen. Und von der Haupttribüne aus sehen die Zuschauer fast die gesamte Strecke.“
Die Audi-DTM-Piloten über ihre prägendsten DTM-Erlebnisse
Das 500. DTM-Rennen am Sonntag ist auch für den Tabellenführer ein Meilenstein. „Als Kind war ich beim Flugplatzrennen in Diepholz“, erinnert sich der Audi-Pilot. „Das war Anfang der 1990er-Jahre die Zeit mit Klaus Ludwig und Kurt Thiim und ein prägender Moment für mich. Später bin ich viele Jahre im Rahmen der DTM gefahren und habe immer davon geträumt, selbst DTM-Fahrer zu werden. Als der Traum sprichwörtlich über Nacht wahr wurde, hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben.“ Seine persönlichen DTM-Highlights: „Mein erster Sieg 2017 in Budapest und natürlich mein Titelgewinn.“
Das erste DTM-Rennen, das Verfolger Nico Müller selbst vor Ort erlebte, war das Finale der Saison 2005 auf dem Hockenheimring. „Am TV habe ich die DTM schon früher verfolgt. Mein persönliches Highlight war definitiv Norisring 2016 – mein erster Sieg, der hart erkämpft war. Beim Heimrennen von Audi vor den vielen Fans da oben auf dem Podium zu stehen, war wirklich etwas Unvergessliches. Das war der Lohn für viel harte Arbeit und hat sich megacool angefühlt.“
Mike Rockenfeller, derzeit Tabellenfünfter, sah sein erstes DTM-Rennen als Kind auf dem Nürburgring. „Das war Mitte der 1990er-Jahre“, sagt „Rocky“. „Alfa Romeo fuhr gegen Mercedes. Es hat geregnet und die Autos hatten alle Lichter an. So etwas kannte ich bis dahin nur von meiner Carrera-Bahn und hat es mich total fasziniert. Trotzdem konnte ich mir in den kühnsten Träumen nicht ausmalen, später einmal selbst DTM zu fahren. Mein erster DTM-Test 2007 war ein ganz besonderer Moment. Ich bin davor fast nur GT-Autos gefahren und der Wechsel von Porsche zu Audi war ein großer Schritt für mich. Ich habe damals nicht damit gerechnet, dass es so lange dauern würde, in der DTM Rennen zu gewinnen und Meister zu werden. Umso schöner war der Titelgewinn 2013 in Zandvoort – und das, nachdem ich mir fast einen Frühstart geleistet hätte.“
Auch Robin Frijns, in seiner zweiten DTM-Saison aktuell auf dem sechsten Platz der Fahrermeisterschaft, träumte schon lange von der DTM, als er Anfang 2018 DTM-Pilot wurde. „Die Serie hat eine so lange Tradition und steht für spannendes Racing – genau das, was ich mag. Als ich erfuhr, dass ich zum DTM-Kader von Audi gehören werde, war ich überglücklich und baff zugleich.“ Sein persönliches Highlight sei bisher das Finalrennen in Hockenheim 2018 gewesen. „Ich bin als Letzter gestartet und am Ende Fünfter geworden. Ich bin spät in die Box und konnte danach wieder voll angreifen und viele Autos überholen. Das hat sehr viel Spaß gemacht.“
Loïc Duval, der als Gesamtsiebter seine bisher beste DTM-Saison bestreitet, war 2004 und 2005 in der Formel 3 im Rahmenprogramm der DTM aktiv. „Ich erinnere mich vor allem noch an Zandvoort 2005“, sagt der Franzose. „Ehe ich nach Hause gefahren bin, habe ich mir am Sonntag das DTM-Rennen angesehen. Da gab es den massiven Unfall von Peter Dumbreck im Opel ausgangs der letzten Kurve. Das werde ich nie vergessen. Der Unfall war unglaublich, er selbst aber war okay. Das war das Wichtigste. Mich hat das enge Racing mit dieser Art von Autos schon immer beeindruckt und ich freue mich, heute selbst ein Teil der DTM zu sein.“
Jamie Green, derzeit Tabellenneunter, obwohl er wegen einer Blinddarmoperation die beiden Rennen in Misano auslassen musste, hat sich in der DTM vor allem mit seinen vier Siegen auf dem Norisring einen Namen gemacht. Vom Stadtkurs in Nürnberg stammt auch seine bisher beste DTM-Erinnerung. „Das war ganz klar mein Norisring-Sieg 2012“, sagt der Brite. „Ich habe kurz vor Rennende zwei BMW überholt — inklusive eines entscheidenden Manövers in der letzten Kurve.“ Auch auf dem Lausitzring hat Green schon dreimal gewonnen. Sein erstes DTM-Rennen sah er 2003 in Donington. „Das ist meine Heimstrecke. Es wäre cool, wenn die DTM vor dem Ende meiner Karriere dort noch einmal fahren würde.“

Quelle: Audi motorsport

Mehr Power: Fans erleben 2019 die stärkste DTM aller Zeiten

Mehr Power: Fans erleben 2019 die stärkste DTM aller Zeiten


Mehr Power: Fans erleben 2019 die stärkste DTM aller Zeiten

• Neuer Heckflügel: DTM-Autos weiterhin mit DRS
• Per Knopfdruck: „Push-to-Pass“-Funktion für noch mehr Motorleistung
• Weniger ist mehr: Bestes Leistungsgewicht in der DTM-Geschichte

Fans, Fahrer und Teams können sich in dieser Saison auf die stärkste DTM aller Zeiten freuen. Dank des neuen Technischen Reglements, das in Zukunft auch weitestgehend von der japanischen SUPER-GT-Rennserie übernommen wird und ab dieser Saison in der DTM gilt, kommen nun deutlich leistungsstärkere Fahrzeuge als bisher zum Einsatz. Neben den bekannten Neuerungen, darunter die neuen Turbomotoren (4 Zylinder, 2 Liter Hubraum, Direkteinspritzung) und weniger Abtrieb, werden u.a. folgende Leistungsmerkmale und Rahmenbedingungen zu spannendem und abwechslungsreichem Motorsport beitragen:
DRS (Drag-Reduction-System):
Die DTM-Fahrzeuge der Generation 2019 werden über ein DRS verfügen. Allerdings kommt ein im Vergleich zu den Vorjahren etwas breiterer Heckflügel zum Einsatz, der nicht mehr aus zwei, sondern einem Profil besteht. Bei dem neuen Heckflügel hat die DTM das bekannte Bauteil aus der SUPER GT übernommen. Der Fahrer kann den Flügel bei hoher Geschwindigkeit per Knopfdruck in eine Stellung bringen, in der der Flügel weniger Luftwiderstand erzeugt. Das wiederum sorgt für eine höhere Geschwindigkeit und erleichtert das Überholen.
Die Fahrer dürfen DRS im Rennen nur dann einsetzen, wenn ihr Abstand zum jeweils vorausfahrenden Fahrzeug weniger als drei Sekunden beträgt. Mit einer Ausnahme: Ab dieser Saison können alle Fahrer – außer dem Führenden – in den letzten fünf Runden DRS einsetzen, unabhängig vom Abstand zum Vordermann.
Push-to-Pass-Funktion:
Im Zweikampf steht den Fahrern in der Saison 2019 erstmals eine weitere Option zur Verfügung: Die DTM-Dachorganisation ITR hat gemeinsam mit den Herstellern die Einführung einer Push-to-Pass-Funktion beschlossen. Mittels eines Einheitsbauteils (Kraftstoff-Massenstrom-Restriktor) wird dem Fahrer per Knopfdruck kurzzeitig mehr Leistung zur Verfügung stehen. Bis zu 30 PS zusätzlich werden so abrufbar sein, wenn vorübergehend etwas mehr Treibstoff unter Volllast in die Brennräume der vier Zylinder gespritzt wird. Die Fahrer dürfen die Push-to-Pass-Funktion während eines Rennens bis zu zwölfmal aktivieren.
Fahrzeuggewicht:
Das vorgeschriebene Leergewicht der neuen DTM-Fahrzeuge sinkt unter die Marke von 1.000 kg. Ohne Fahrer und Treibstoff müssen die Boliden gerade einmal 981 kg auf die Waage bringen – anstatt wie bisher 1.031 kg. Das sind 50 kg weniger als in der vergangenen Saison.
DRS, Push-to-Pass und geringeres Gewicht bedeuten in Summe konkret: So leistungsstark wie 2019 waren die Rennfahrzeuge in der DTM noch nie. Denn durch das niedrigere Fahrzeuggewicht, gepaart mit leistungsstärkeren Turbomotoren, sinkt das Leistungsgewicht der DTM-Fahrzeuge in diesem Jahr auf ca. 1,6 kg/PS – also deutlich unter die „magische Grenze“ von 2,0 kg/PS. Und während die DTM-Piloten mit DRS bislang nur ein Hilfsmittel für Überholmanöver hatten, können sie künftig dank der Push-to-Pass-Funktion von zwei effektiven Werkzeugen Gebrauch machen. Dies dürfte dafür sorgen, dass die Autos an den schnellsten Streckenabschnitten im DTM-Kalender, wie etwa der Parabolika am Hockenheimring, die 300-km/h-Marke reißen.
„Das sind die richtigen Zutaten für spektakuläre Überholmanöver – und damit spannenden Motorsport“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR GmbH. „Dank des deutlich gesenkten Leistungsgewichts und des Aeropakets kommt es künftig noch mehr auf den Fahrer an, im Wettstreit auf der Strecke mit Mut und Geschick den Unterschied auszumachen.“
Darüber hinaus heben sich die neuen DTM-Autos unter anderem durch eine veränderte Frontpartie mit größeren Lufteinlässen sowie einer Motorhaube mit großen Luftauslässen von ihren Vorgängern ab. Der Hintergrund: Mehr Bedarf an Kühlung für Motor und Bremsen. Entsprechend wurde das aerodynamische Design des Vorderwagens angepasst. Das aggressive Design mit vielen Öffnungen lässt keinen Raum mehr für eine mittig platzierte Kennzeichentafel, auf der in den vergangenen Jahren das markante Branding des DTM-Partners Deutsche Post angebracht war. Das Post-Logo taucht künftig gleich zweimal am Gesicht der Fahrzeuge auf, nämlich jeweils an den seitlichen Enden der Frontpartie. Weitere markante Änderung: Es gibt nun nur noch ein Auspuffendrohr, das auf der Beifahrerseite der Autos endet – zudem etwas weiter vorne als bisher.

Quelle: DTM Media

Seriensieger René Rast hält mit viertem DTM-Triumph in Folge den Titelkampf offen

Seriensieger René Rast hält mit viertem DTM-Triumph in Folge den Titelkampf offen


Seriensieger René Rast hält mit viertem DTM-Triumph in Folge den Titelkampf offen• Mercedes-AMG gewinnt frühzeitig die DTM-Herstellerwertung• Entscheidung um den Fahrertitel fällt beim Finale in Hockenheim• 100. Sieg für Audi in der DTMIn der DTM bleibt es spannend bis zum Schluss. René Rast hat in Spielberg seine Erfolgsserie fortgesetzt. Der Audi-Pilot gewann auch das Sonntagsrennen in Österreich und legte damit eine historische Serie hin. Nach dem Nürburgring-Wochenende – vor zwei Wochen holte er in der Eifel beide Pole-Positions und beide Rennsiege – zieht er nun mit vier Siegen in Folge mit Klaus Ludwig (1989), Nicola Larini (1993) und Alessandro Nannini (1993/1994 und 1996) gleich, denen dieses Kunststück ebenfalls gelungen ist. In der neuen DTM seit 2000 hat vor Rast kein Fahrer so oft hintereinander gesiegt. „Ein weiteres unglaubliches Wochenende“, sagte Rast nach dem Rennen. „Ich bin dankbar für das tolle Auto, das tolle Team und das Teamwork.“ Zweiter im 18. DTM-Saisonrennen wurde Nico Müller in einem weiteren Audi RS 5 DTM. Das Podium komplettierte Gary Paffett als Dritter, der in der DTM-Fahrerwertung vor dem Finale in Hockenheim nun vier Punkte hinter Paul Di Resta liegt. Di Resta wurde in der Steiermark Vierter. Den Fahrertitel machen in Hockenheim Di Resta, Paffett und Rast unter sich aus.Das Sonntagsrennen in Spielberg lässt die Vorfreude auf das Finale in Hockenheim weiter steigen: Alle drei Titel-Kandidaten waren gleichauf, mit dem besseren Ende für Rast, der Audi zudem den 100. Sieg in der DTM bescherte. „Vor vier Rennen waren es noch 100 Punkte Rückstand, jetzt sind es 30. Ich bin megahappy, so kann es weitergehen“, erklärte Rast. „Vier Siege in Folge habe ich selber in anderen Rennserien noch nie erlebt. In der hart besetzten DTM ist das etwas ganz Spezielles.“ Rast, der zum Saisonfinale 2017 mit 21 Punkten Rückstand zum Führenden anreiste und letztlich die Gesamtwertung gewann, verspricht: „Ich kämpfe in Hockenheim dafür, dass ich erneut Champion werde.“Das ist auch das Ziel der beiden Mercedes-AMG-Fahrer Di Resta und Paffett. Letztgenannter prophezeit ein großartiges Finale. „Nur vier Punkte zwischen mir und Paul. Ich freue mich sehr, dort um die Meisterschaft zu kämpfen. Von der Pole-Position habe ich mir mehr erhofft und wollte als Führender nach Hockenheim kommen. Das hat nicht geklappt. Trotzdem werde ich jetzt alles geben.“Für BMW holte am Sonntag Rookie Joel Eriksson das beste Ergebnis. Der Schwede wurde im BMW M4 DTM Fünfter, während Markenkollege Timo Glock als Siebter und Lokalmatador Philipp Eng als Neunter ebenfalls für die Münchner punkteten.Mercedes-AMG feiert in Spielberg den ersten TitelIn einer Wertung ist am Sonntag in Spielberg bereits die Entscheidung gefallen: Mercedes-AMG hatte bereits nach dem Qualifying die Markenwertung frühzeitig gewonnen. Vor dem Finale in Hockenheim sind die Stuttgarter von der Konkurrenz aus München und Ingolstadt nicht mehr einzuholen. Mercedes-AMG liegt mit 865 Punkten uneinholbar vor BMW (563) und Audi (483) in Führung.Ogier: „Die DTM hat jede Menge Spaß gemacht“Nach Mattias Ekström beim DTM-Auftakt in Hockenheim und Alessandro Zanardi bei der DTM-Nachtpremiere in Misano war in Spielberg Rallye-Ass Sébastien Ogier der dritte Gastfahrer in dieser Saison. Nach Platz zwölf in dem turbulenten Samstagsrennen belegte der fünfmalige Rallye-Weltmeister am Sonntag Platz 17. „Das war eine tolle Erfahrung für mich. Das ist eine ganze andere Nummer als Rallye“, resümierte Ogier. „Ich hatte heute eigentlich zwei Rennen. In der ersten Hälfte konnte ich wegen Öls auf der Scheibe nicht richtig sehen, aber im zweiten Teil war ich hinter ‚Rocky‘ und konnte auch dranbleiben. Ich habe ihn zwar nicht überholt, aber das hat jede Menge Spaß gemacht.“Nach einer dreiwöchigen Pause steigt vom 12. bis 14. Oktober 2018 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg das DTM-Finale mit der Entscheidung um den Fahrertitel. Die Tabellensituation verspricht Spannung: Paul Di Resta liegt mit 229 Punkten nur vier Punkte vor seinem Markenkollegen Gary Paffett (225). Dritter im Bunde ist Seriensieger René Rast (199).Quelle: DTM Media