Organisation


Zwickau: Großübung zum Training lebensbedrohlicher Einsatzlagen

Zwickau: Großübung zum Training lebensbedrohlicher Einsatzlagen

Medieninformation: 418/2021
Verantwortlich: Jean-Paul Lüdtke
Stand: 08.09.2021, 14:15 Uhr

Mehrere Akteure probten ein realitätsnahes Szenario in den Zwickauer Arcaden.In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch fand in den Zwickauer Arcaden eine Großübung zur Bewältigung lebensbedrohlicher Einsatzlagen statt. In der Zeit von 21:00 Uhr bis 04:00 Uhr probten über 90 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt sowie die Betreiber des Einkaufscenters den Ernstfall. Ebenfalls waren tschechische Polizeibeamte vor Ort, um sich im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit ein Bild von der Lage zu machen.

Da es in der Vergangenheit bereits Einsatzszenarios mit bewaffneten Tätern in Einkaufszentren gab, werden realitätsnahe Übungen in diesem Bereich immer wichtiger. Es wurden daher verschiedene Ablaufvarianten durchgespielt, welche direkt im Nachgang ausgewertet und nachbesprochen wurden, um eine höchstmögliche Effektivität zu erreichen. Dies gelang sehr gut und es konnten viele wichtige Erkenntnisse zur Optimierung gewonnen werden.

Zwickau: Großübung zum Training lebensbedrohlicher Einsatzlagen 1

Das Hauptaugenmerk der Übung lag dabei bei der Bekämpfung von bewaffneten Tätern, der Rettung verletzter Personen und dem einsatztaktischen Vorgehen von Streifendienst und Einsatzzug. Es wurden aber auch interne Abläufe der Betreiber der Shoppingmall geprobt, um eine größtmögliche Sicherheit für die Kunden in einem etwaigen Ernstfall zu gewährleisten. Besucher des Einkaufscenters wurden authentisch durch Statisten dargestellt und professionell vom Deutschen Roten Kreuz geschminkt.

„Die Übung war ein voller Erfolg. Die Beamten des Einsatzzuges haben in den trainierten Situationen ihr Wissen anwenden und erproben können“, zieht Einsatzleiter Toni Müller Bilanz. „Wir haben im Rahmen der Übung den Stress eines realen Anschlags erfahrbarer gemacht und die Kollegen haben trotzdem besonnen und überlegt agiert. Durch die Erfahrungen, welche hier gemacht wurden, sind wir im Ernstfall noch besser vorbereitet.“ Sein besonderer Dank gilt den Betreibern der Arcaden: „Die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten ist nicht selbstverständlich und war in dieser Form bislang einmalig.“

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Übung ein großer Zugewinn für alle Beteiligten war. (jpl)

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[LKA] Sichere Winterruhe für Ihren Garten

So langsam wird es allerhöchste Zeit, die Gartenlaube oder das Wochenendhaus winterfest zu machen und vor Einbrüchen zu schützen.

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 8 952 Straftaten (2018: 8 827 Fälle) in Kleingartenanlagen, Gartenlauben und Bungalows registriert. Der polizeilich registrierte Schaden beläuft sich auf ca. 2,1 Mio. Euro (2018: ca. 1,8 Mio. Euro). In ca. 20 Prozent der Fälle wurde die Straftat nicht vollendet, sondern blieb im Versuch stecken.

2 607 Tatverdächtige konnten im Jahr 2019 ermittelt werden, die Aufklärungsquote betrug 35,6 Prozent (2018: 2 494 TV; AQ: 35,9 Prozent). Bei der Mehrzahl der aufgeklärten Fälle handelten Tatverdächtige mit deutscher Staatsangehörigkeit (92,5 Prozent).

Die Deliktschwerpunkte liegen sowohl im Bereich des Diebstahls unter erschwerenden Umständen (die umgangssprachlichen Einbrüche) mit 4 844 Fällen, als auch bei einfachen Diebstahlhandlungen mit 945 Fällen. Neben Werkzeugen aller Art und elektrischen Gartengeräten waren Alkohol und Nahrungsmittel, Heimelektronik, Fahrräder, Bekleidung, Bargeld sowie Einrichtungsgegenstände beliebtes Diebesgut.

Im Bereich der Rohheitsdelikte und der Straftaten gegen die persönliche Freiheit registrierte die sächsische Polizei im Jahr 2019 in Garten- und Bungalowanlagen 692 Fälle.

Bei den sonstigen Tatbeständen nach dem StGB bilden Sachbeschädigungen mit 1 019 erfassten Fällen den Schwerpunkt, gefolgt von Hausfriedensbrüchen (391 Fälle), Beleidigungen (256 Fälle) und Brandstiftungen (166 Fälle).

Empfehlungen Ihrer sächsischen Polizei :

Als wirksamer Schutz erweist sich eine solide Absicherung von Türen und Fenstern auf der Innenseite, welche möglichst auch von außen sichtbar ist.

Geben Sie den Tätern keine Hilfsmittel an die Hand. Verschließen Sie alle Gartengeräte und Werkzeuge sorgfältig. Auch Einsteighilfen, wie Leitern u. Ä. sollten weg- oder angeschlossen werden.

Eine weit verbreitete Unsitte ist das Deponieren von “Notschlüsseln” unter Fußabtretern, in Dachrinnen oder unter Blumenkästen. Die Täter kennen diese Verstecke.

Entfernen Sie im Herbst alle wertintensiven technischen Geräte und Gegenstände aus Bungalow oder Laube und lagern Sie diese an einem sicheren Ort. Äußerlich sichtbare Dinge wie SAT-Schüsseln, Antennenanlagen, aber auch teure Terrassenmöbel sollten abgebaut bzw. weggeräumt werden.

Auf der Internetseite www.k-einbruch.de erhalten Sie zahlreiche Tipps und Hinweise zur Sicherung Ihrer Wohnung, diese können sie auch auf Ihre Gartenlaube oder Ihren Bungalow anwenden.

Organisieren Sie eine funktionierende Nachbarschaftshilfe, getreu der Devise: “Vorsicht! Wachsamer Nachbar”! Tauschen Sie Adressen und Telefonnummern zur gegenseitigen Information aus.

Achten Sie bei Kontrollgängen in der kalten Jahreszeit auch auf die Nachbargrundstücke. Gibt es ungewöhnliche Veränderungen oder Vorkommnisse?

Es gibt viele Tipps und Kniffe, wie sich jeder Gartenfreund mit einfachen Mitteln, die nicht viel kosten, vor Einbrechern schützen kann. Sie müssen Ihre Laube deshalb zu keiner Festung ausbauen! Ratschläge und Praxistipps finden Sie in der vom Landeskriminalamt Sachsen herausgegebenen Broschüre “Wie kann man Gartenlauben und Bungalows vor Einbruch schützen?” (Erhältlich in jeder Polizeilichen Beratungsstelle, abgebildet und zum Download unter www.lka.sachsen.de). Darüber hinaus können Sie sich auch in den Polizeilichen Beratungsstellen über wirksame Schutzmaßnahmen informieren.


Informationen

Herausgeber

Landeskriminalamt Sachsen (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/?search%5Binstitution_ids%5D%5B%5D=10416)

Themen

Beamte des LKA Sachsen durchsuchen Wohnungen in Görlitz

Durch Feststellungen aus dem Internet wurde bekannt, dass eine Person mit Waffen posiert und verstörende Kommentare zu islamistischen Straftaten hinterlässt.

Die daraufhin getätigten Ermittlungen führten zu zwei in Görlitz aufhältigen syrischen Staatsangehörigen im Alter 23 und 27 Jahren.

Im Rahmen eines durch die Staatsanwaltschaft Görlitz sofort eingeleiteten Ermittlungsverfahrens gegen zwei Beschuldigte wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, wurde noch am Nachmittag und Abend des 6. November durch das PTAZ* des Landeskriminalamt Sachsen, die Vollstreckung von zwei
Durchsuchungsbeschlüssen für zwei Objekte realisiert. Wegen der in Rede stehenden Gefährdung durch Waffen, kamen die Spezialeinheiten des Landeskriminalamtes zum Einsatz.

Im Ergebnis wurden zwei Wohnungen, mehrere Fahrzeuge und drei Personen durchsucht. Neben der Sicherstellung und Beschlagnahme beweiserheblicher Gegenstände, Unterlagen und Speichermedien konnten auch die zum Posen genutzten Waffen aufgefunden werden. Nach einer sofortigen Bewertung durch Waffensachverständige des Landeskriminalamtes, wurden diese als Softairwaffen erkannt.

Neben einer islamwissenschaftlichen Bewertung des gesamten Vorgangs, kam auch ein Sprengstoffspürhund zum Einsatz. Die präventiv angesetzte Absuche verlief negativ.

Insgesamt waren mehr als 80 Kollegen im Einsatz.

*PTAZ… Polizeiliches Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum

HZA-DD: Äußerst außergewöhnliche Zollanmeldung Illegale Personen auf der Ladefläche

Dresden (ots) – Am Morgen des 10. November 2020 erschien ein ungarischer
LKW-Fahrer am Zollamt in Dresden. Einerseits tat er dies, um alle
Zollformalitäten für die aus Serbien eingeführten Waren zu erledigen.
Andererseits hatte der Fahrer aber eine ganz spezielle Vermutung.

Er teilte den Zollbeamten mit, dass sich auf der Ladefläche seines LKW zusätzlich zur
eigentlichen Fracht auch Personen befinden könnten. Auf jeden Fall habe er
verdächtige Geräu-sche wahrgenommen. Die Zöllner informierten die Polizei und
öffneten nach deren Eintreffen die verplombte Plane des LKW.

Und tatsächlich kauerten insgesamt acht junge Männer zwischen den Frachtkisten. Nach eigenen
Angaben handelte es sich um afghanische Staatsangehörige. Die Personen wurden
daraufhin zuständigkeitshalber direkt an die Kollegen der Bundespolizei
übergeben. Die Zollabfertigung der eigentlich transportierten Waren konnte nun
ohne weitere Beanstandungen abgeschlossen werden.

Dresden: [STADD] Versuchter Totschlag vor dem Kraftwerk Mitte

Dresden: [STADD] Versuchter Totschlag vor dem Kraftwerk Mitte

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer –

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zur Jugendkammer des Landgerichts Dresden gegen einen 20-jährigen Iraker wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung und gegen einen 19-jährigen Iraker wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Dem 20-jährigen Beschuldigten liegt zunächst zur Last, am 16. Februar 2020 gegen 03:30 Uhr vor dem Kraftwerk Mitte in Dresden mit seinem Gürtel mehrfach auf Kopfhöhe in Richtung von zwei Geschädigten geschlagen zu haben und einen der Geschädigten so getroffen zu haben, dass dieser ein Hämatom an der linken Schulter erlitt.

Dem 19-jährigen Beschuldigten liegt zur Last, im Anschluss einem Geschädigten am 16. Februar 2020 gegen 03:30 Uhr vor dem Kraftwerk Mitte in Dresden mehrere Faustschläge gegen den Kopf versetzt, in den linken Unterarm gebissen und mit seinem Gürtel auf den Geschädigten eingeschlagen zu haben. Hierdurch erlitt der Geschädigte u.a. eine Schädelprellung und eine Bisswunde im Bereich des linken Unterarms.

In der Folge versuchte ein Geschädigter, den 19-jährigen Beschuldigten und die von diesem angegriffene Person auseinanderzuziehen. Dabei soll der 20-jährige Beschuldigte dem Geschädigten, der die Auseinandersetzung befrieden wollte, mit der rechten Faust einen derart heftigen Schlag gegen die Schläfe versetzt haben, dass dieser das Bewusstsein verlor und zu Boden fiel. Anschließend soll der 20-jährige Beschuldigte mit seinem beschuhten Fuß mit Wucht gegen den Kopf des am Boden liegenden Geschädigten getreten und dabei billigend in Kauf genommen haben, dass der Tritt zum Tod des Geschädigten führen könne. Der Geschädigte erlitt u.a. ein Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades, Platzwunden, Schürfwunden und Schwellungen.

Bei den beiden Geschädigten handelt es sich um Berliner Polizeibeamte, die am Tattag nicht im Dienst und in ziviler Kleidung unterwegs waren.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der 20-jährige Beschuldigte wurde in dieser Sache am 27. Juni 2020 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Der 19-jährige Beschuldigte befindet sich nicht in Untersuchungshaft, da keine Haftgründe nach der Strafprozessordnung vorliegen.


Informationen

Herausgeber

Staatsanwaltschaft Dresden (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/?search%5Binstitution_ids%5D%5B%5D=10596)

Themen

Landeskriminalamt Sachsen: Schlag gegen internationalen Kraftfahrzeugdiebstahl

Landeskriminalamt Sachsen: Schlag gegen internationalen Kraftfahrzeugdiebstahl

Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko-Kfz* des Landeskriminalamtes gehen gemeinsam mit polnischen Kollegen gegen internationale Kfz-Bandenkriminalität vor

Die Staatsanwaltschaft Dresden führt gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen ein Ermittlungsverfahren gegen zehn polnische Beschuldigte wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls in insgesamt über 40 Fällen. Den Beschuldigten liegt zur Last, zwischen August 2018 und Juni 2019 Kraftfahrzeuge verschiedener Marken (u.a. Renault, Nissan, Peugeot und Citroen) u.a. in Bautzen, Berlin, Dresden, Hannover, Hoyerswerda, Niesky und Spremberg entwendet, in die Republik Polen überführt und dort gewinnbringend verwertet zu haben. Dabei sollen die Beschuldigten bandenmäßig organisiert und arbeitsteilig handelnd vorgegangen sein.
Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft Dresden neun Durchsuchungsbeschlüsse für zehn Objekte (Werkstätten, Lager und Wohnhäuser) in der Republik Polen im Raum Kolo erwirkt. Diese wurden am 13. Oktober 2020 von zehn Beamten der Soko-Kfz des Landeskriminalamtes Sachsen gemeinsam mit 50 polnischen Polizeibeamten erfolgreich realisiert. Dabei konnten u.a. ein entwendetes Fahrzeug, viele Fahrzeugteile, Mobiltelefone, Datenträger sowie Computertechnik sichergestellt werden. In einem durchsuchten Gebäude wurden außerdem ein hoher Bargeldbetrag in polnischer Währung sowie Euro-Noten, US-Dollar und tschechische Kronen gefunden. Bei den Maßnahmen am 13. Oktober 2020 wurden darüber hinaus zwei polnische Tatverdächtige (38 und 40 Jahre) festgenommen. Ein weiterer polnischer Tatverdächtiger (41), der dem Kopf der Bande zugerechnet wird, wurde bereits am 6. Oktober 2020 bei Lübeck durch die örtlich zuständige Polizei beim Versuch, ein Auto zu stehlen, festgenommen.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Soko Kfz des Landeskriminalamtes dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

  • Soko Kfz: Sonderkommission der sächsischen Polizei zur Bekämpfung der internationalen Kfz-Verschiebung mit zentraler Führung und Koordination im LKA Sachsen und regionalen Ermittlungsabschnitten in allen Polizeidirektionen

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Landeskriminalamt Sachsen (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/?search%5Binstitution_ids%5D%5B%5D=10416)

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