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Saison-Rückblick 2019: Titel-Hattrick, Debütsiege und knappster Zieleinlauf  3827 Runden mit 15.520 PS im Porsche Mobil 1 Supercup

Saison-Rückblick 2019: Titel-Hattrick, Debütsiege und knappster Zieleinlauf 3827 Runden mit 15.520 PS im Porsche Mobil 1 Supercup

Stuttgart. Mit einem spannenden Meisterschaftskampf sorgte der Porsche Mobil 1 Supercup in seiner 27. Saison einmal mehr für packenden Motorsport. Erst beim Finale des internationalen Markenpokals in Mexiko-Stadt entschied Michael Ammermüller (BWT Lechner Racing) die Meisterschaft für sich – zum dritten Mal in Folge. Somit fehlt dem Deutschen nur noch ein Titel, um mit Patrick Huisman gleichzuziehen. Der Niederländer war von 1997 bis 2000 sogar vier Jahre in Serie das Maß aller Dinge. Neben der Entscheidung in der Meisterschaft prägte eine Vielzahl weiterer Statistiken die Supercup-Saison 2019 im Formel-1-Rahmenprogramm.

• Insgesamt fünf verschiedene Fahrer trugen sich bei zehn Saisonläufen in die Siegerliste ein. Die hohe Leistungsdichte zählt seit 1993 zu den Erfolgsfaktoren der Supercup-Geschichte. Neben den vier ersten Plätzen von Ammermüller stand auch Porsche-Junior Julien Andlauer (F/BWT Lechner Racing) zweimal ganz oben auf dem Podium.

• Ihre ersten Siege im internationalen Markenpokal feierten Ayhancan Güven (TR/martinet by ALMÉRAS), Dylan Pereira (L/Momo Megatron Lechner Racing) und Larry ten Voorde (NL/MRS GT-Racing). Insgesamt jubelten in dieser Saison zehn verschiedene Fahrer auf dem Podium.

• Im Laufe des Jahres entwickelte sich zwischen Ammermüller, Porsche-Junior Andlauer, ten Voorde und Güven ein Vierkampf um den Titel. Dabei wechselten sich die beiden Lechner-Piloten Ammermüller und Andlauer an der Tabellenspitze ab. Der 20-jährige Franzose übernahm in Silverstone die Führung der Gesamtwertung und war über fünf Rennwochenenden Spitzenreiter. Nach Andlauers Ausfall in Monza eroberte sich Ammermüller Rang eins in der Meisterschaft zurück.

• Michael Ammermüller fehlt nach seinen vier Saisonsiegen noch ein erster Platz für einen alleinigen Rekord: Im Porsche Mobil 1 Supercup und im Porsche Carrera Cup Deutschland gewann der ehemalige Formel-1-Testfahrer zusammen genommen 28 Rennen. Den Bestwert teilt sich der Bayer mit dem aktuellen DTM-Champion René Rast.

• Über die Saison gingen an den Rennwochenenden durchschnittlich 30 Fahrer in ihren Porsche 911 GT3 Cup an den Start.

• Die größten Teilnehmerfelder fuhren in Silverstone (Großbritannien), Hockenheim (Deutschland), Spa-Francorchamps (Belgien) und Monza (Italien). In diesen Rennen traten jeweils 32 Piloten gegeneinander an.

• Für Chancengleichheit und einen spannenden Wettbewerb sorgen neben einem identischen Fahrzeug auch die Einheitsreifen von Michelin. An allen neun Events sowie den beiden Tests in Barcelona (Spanien) und in Silverstone kamen insgesamt 4030 Reifen des Supercup-Partners aus Frankreich zum Einsatz. Neben 3720 Slicks nutzten die Teams auch 310 Regenreifen.

• Der Porsche Mobil 1 Supercup trug seine zehn Meisterschaftsläufe in diesem Jahr in neun verschiedenen Ländern aus. Über die Saison absolvierten die Fahrer mit den 485 PS starken Cup-Elfern auf allen Strecken insgesamt 3827 Rennrunden.

• Mit einer Länge von 3,337 Kilometern war der Circuit de Monaco in Monte Carlo die kürzeste Strecke im Kalender. Beim halbstündigen Sprintrennen fuhren die Piloten in ihren Neunelfern insgesamt 16 Runden durch die engen Gassen im Fürstentum. Lediglich elf Umläufe standen dagegen in den belgischen Ardennen auf dem Programm. Der Circuit de Spa-Francorchamps erstreckt sich über 7,004 Kilometer und war der längste Kurs der Saison.

• Auf der Traditionsstrecke in der Wallonischen Region Belgiens sahen die Fans auch den knappsten Zieleinlauf: Pereira setzte sich mit einem Vorsprung von nur 0,268 Sekunden gegen Güven durch.

• In den Rekordbüchern steht das Rennwochenende in Silverstone. Den britische Formel-1-Grand-Prix besuchten insgesamt 353.000 Fans – Spitzenwert der Supercup-Saison 2019 und für den Formel-1-Event im Norden Londons.

• Beim vierten Lauf in Hockenheim hatten die Fahrer mit hochsommerlichen Wetterbedingungen zu kämpfen. Vor dem freien Training am Freitag wurden im Supercup-Paddock Temperaturen von knapp 44 Grad Celsius gemessen. An keiner anderen Strecke erlebten die Piloten solch hohe Temperaturen.

• Ihre längste Anreise legten die Supercup-Teams für das Saisonfinale nach Mexiko-Stadt zurück. Die Distanz vom Stuttgarter Flughafen in die Hauptstadt Mexikos betrug über 9600 Kilometer. Nach Mittelamerika ging es per Flugzeug mit mehr als 80 Tonnen Fracht.

• Die Fans des Porsche Mobil 1 Supercup durften sich über eine umfangreiche Berichterstattung freuen. Insgesamt 38 TV-Sender zeigten den Supercup in über 110 Ländern auf sechs Kontinenten.

Quelle: Porsche Motorsport

 

Rennen GTE, FIA World Endurance Championship WEC, 4. Lauf, Sakhir/Bahrain  Porsche-Kundenteam Project 1 feiert ersten Saisonsieg

Rennen GTE, FIA World Endurance Championship WEC, 4. Lauf, Sakhir/Bahrain Porsche-Kundenteam Project 1 feiert ersten Saisonsieg

Stuttgart. Porsche hat das Jahr 2019 mit einem weiteren Erfolg in der FIA World Endurance Championship abgeschlossen. Der Amerikaner Ben Keating sowie die beiden Niederländer Larry ten Voorde und Jeroen Bleekemolen gewannen im Porsche 911 RSR (Startnummer 57) die GTE-Am-Klasse im Achtstundenrennen in Sakhir (Bahrain). Die Crew des Teams Project 1, die im Qualifying bereits die Pole-Position geholt hatte, setzte sich mit dem ersten Saisonsieg an die Spitze der Gesamtwertung. Das im Motorsportjahr 2019 äußerst erfolgreiche Porsche GT Team (GTE-Pro) hatte im Verlauf des Achtstundenrennens hingegen großes Pech.

In der ersten Rennhälfte hatte der neue Porsche 911 RSR phasenweise in Führung gelegen, doch dann warfen technische Probleme beide Fahrzeuge des Werksteams weit zurück. An der Startnummer 92 der Weltmeister Kévin Estre (Frankreich) und Michael Christensen (Dänemark) brach ein Stoßdämpfer, am Schwesterauto mit Gianmaria Bruni (Italien) und Richard Lietz (Österreich) hatte sich eine Radmutter gelöst und einen Reifenschaden verursacht. Beide rund 515 PS starken Autos verloren durch die fälligen Reparaturen rund zwei Runden auf die Spitzengruppe. Der Rückstand war in den folgenden vier Stunden trotz perfekter Teamarbeit und starker fahrerischer Leistungen nicht mehr aufzuholen. Porsche geht als Zweitplatzierter in der Herstellermeisterschaft in die zweite Saisonhälfte.

In der GTE-Am-Klasse boten die drei Kundenteams mit ihren rund 510 PS starken Porsche 911 RSR des Jahrgangs 2017 eine überzeugende Vorstellung. Neben den Rennsiegern Keating, Bleekemolen und ten Voorde lag auch das Auto von Gulf Racing (Nummer 86) phasenweise in Führung. Das britische Fahrertrio Michael Wainwright, Ben Barker und Andrew Watson beendete den letzten Lauf des Jahres nach einer Durchfahrtsstrafe auf Rang drei. Der 911 RSR mit der Nummer 77, den sich Werksfahrer Matt Campbell (Australien) mit Dempsey-Proton Racing Teambesitzer Christian Ried (Schöneburg) und dem Italiener Riccardo Pera teilte, fuhr auf Platz sechs. Das Schwesterauto mit der Startnummer 88 schied durch einen Unfall aus. Die Startnummer 56 vom Team Project 1 kam nach einer langen Reparaturpause auf der neunten Position ins Ziel.

Die Saison 2019/2020 der FIA WEC wird am 22. Februar 2020 in Austin (USA) fortgesetzt.

Stimmen zum Rennen
Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport): „Ich freue mich sehr für unser Kundenteam Project 1, das den ersten Saisonsieg eingefahren und die Führung in der Meisterschaft übernommen hat. Für Ben, Jeroen und Larry – also unsere Neuzugänge in der WEC-Familie von Porsche – ist es ein verdienter und großartiger Erfolg. In der GTE-Pro-Klasse hatten wir mit unserem Werksteam viel Pech. Nach den Plätzen fünf und sechs sind wir immer noch gut positioniert in der Meisterschaft. Wir werden im kommenden Jahr beim nächsten Saisonrennen in Austin zurückschlagen.”

Alexander Stehlig (Einsatzleiter FIA WEC): „Das war eine große Enttäuschung. Im längsten und wichtigsten Rennen der ersten Saisonhälfte haben wir nur die Plätze fünf und sechs erreicht. Weil für diesen Lauf besonders viele Punkte vergeben wurden, schmerzt es gleich doppelt. An beiden Autos hatten wir kleine Defekte, die wir noch genau analysieren werden. So hatten wir uns den letzten Einsatz des Jahres nicht vorgestellt.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Das Ergebnis muss man so hinnehmen. Wir alle haben unser Bestes gegeben, aber uns teilweise auch manchmal selbst im Weg gestanden. Wir lernen daraus und werden stärker zurückkommen. Wichtig ist, dass wir unsere Autos ins Ziel gebracht und somit wenigstens einige wichtige Zähler mitgenommen haben.”

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Kein schönes Geschenk so kurz vor Weihnachten. Unser Auto war wie immer schnell und konstant, aber diesmal hatten wir auf technischer Seite Pech. Wir werden die Ursachen bereits beim Test am Sonntag genauer untersuchen. Ich finde es klasse, wie unsere Mannschaft trotz des Rückschlags nie aufgesteckt und immer alles gegeben hat. Wir hätten mehr verdient gehabt, aber so läuft es manchmal im Motorsport. Rückschläge gehören manchmal dazu.”

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Das Rennen lief anfangs gut für uns. Es war schwierig, auf diesem Streckenlayout eine Überholchance zu finden. Irgendwann hat es aber geklappt und ich lag in Führung. In der Folge konnte ich einen komfortablen Vorsprung herausfahren – und dann kam das Pech. Der Dämpfer hinten links ging kaputt. Wir haben sehr viel Zeit in der Garage verloren und konnten dies nicht mehr aufholen. In der Fahrerwertung haben wir viel an Boden verloren.”

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Unser Auto war stark, das Team hat perfekt gearbeitet und wir Fahrer haben unseren Job gemacht. Es wäre auch in 
Bahrain ein Topresultat möglich gewesen. Leider hat uns diesmal die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht. So etwas kann immer mal passieren, wenngleich es uns in diesem Rennen, in dem so viele Punkte vergeben wurden, natürlich besonders schmerzt.”

Ben Keating (Porsche 911 RSR #57): „Was für ein fantastisches Rennen! Wenn man von der Pole startet, ist alles viel einfacher. Ich konnte sofort nach dem Start an der Spitze ein Polster herausfahren. Ich war richtig gut drauf. So gut, dass mich das Team gleich für drei Stints am Stück im Auto gelassen hat. Das hatte den Vorteil, dass wir uns am Ende einen weiteren Fahrerwechsel sparen konnten. Meine Teamkollegen sind extrem stark gefahren, die Mannschaft hat perfekte Arbeit abgeliefert. Es ist mein erster Sieg in der WEC – und der wird nun ordentlich gefeiert.“

Ergebnis Rennen
Klasse GTE-Pro
1. Thiim/Sörensen (DK/DK), Aston Martin Vantage, 235 Runden
2. Molina/Rigon (E/I), Ferrari 488 GTE, 235 Runden
3. Martin/Lynn (B/GB), Aston Martin Vantage, 235 Runden
5. Lietz/Bruni (A/I), Porsche 911 RSR, 233 Runden
6. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, 233 Runden

Klasse GTE-Am
1. Keating/ten Voorde/Bleekemolen (USA/NL/NL), Porsche 911 RSR, 233 Runden
2. Turner/Dalla Lana/Gunn (GB/CDN/GB), Aston Martin Vantage, 233 Runden
3. Wainwright/Barker/Watson (GB/GB/GB), Porsche 911 RSR, 233 Runden
6. Campbell/Ried/Pera (AUS/D/I), Porsche 911 RSR, 231 Runden
9. Perfetti/Heinemeier Hansson/Cairoli (N/DK/I), Porsche 911 RSR, 214 Runden
11. Preining/Al Qubaisi/de Leener (A/UAE/B), Porsche 911 RSR, 109 Runden

Alle Ergebnisse: https://fiawec.alkamelsystems.com

Quelle: Porsche Motorsport

 

Qualifying GTE, World Endurance Championship WEC, 4. Lauf, Sakhir/Bahrain  Porsche mit Doppel-Pole beim letzten Rennen des Jahres

Qualifying GTE, World Endurance Championship WEC, 4. Lauf, Sakhir/Bahrain Porsche mit Doppel-Pole beim letzten Rennen des Jahres

Stuttgart. Porsche hat im Qualifying zum vierten Saisonlauf der FIA World Endurance Championship in Sakhir (Bahrain) ein optimales Ergebnis eingefahren. Gianmaria Bruni (Italien) und Richard Lietz (Österreich) erreichten im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 die Pole-Position. Die amtierenden Weltmeister Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) fuhren im rund 515 PS starken Schwesterauto mit der Nummer 92 auf Platz zwei. In der GTE-Am-Kategorie wird der Porsche 911 RSR des Teams Project 1 (Startnummer 57) vom besten Startplatz in das Achtstundenrennen auf dem Bahrain International Circuit gehen.

Die Zeitenjagd während des Sonnenuntergangs nahe der Hauptstadt Manama war von Strategie, Teamarbeit und fahrerischer Leistung geprägt. Das Porsche GT Team schickte Christensen kurz nach der Freigabe des Zeittrainings auf die Strecke, Werksfahrerkollege Bruni wartete im Schwesterauto zunächst ab. Als der Italiener rund drei Minuten nach dem Aufleuchten der grünen Lichter ins Geschehen eingriff, fand er eine optimale Lücke im ansonsten dichten Verkehr auf der Strecke. In 1:55.342 Minuten fuhr Bruni die schnellste Qualifyingrunde aller GTE-Fahrzeuge. Starke Rundenzeiten von Christensen und Estre im Porsche 911 RSR, der auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen 911 GT3 RS* basiert, ermöglichten die erste Doppel-Pole der Saison. Die Startnummer 92 hatte am Ende des Qualifyings nur 0,060 Sekunden Rückstand auf das Fahrzeug der Markenkollegen.

In der GTE-Am-Kategorie verschaffte sich das Team Project 1 mit dem Porsche 911 RSR des Jahrgangs 2017 eine perfekte Ausgangsposition für das Rennen. In der Startnummer 57 fuhren der Niederländer Larry ten Voorde und der Amerikaner Ben Keating die schnellste Durchschnittszeit. Im vierten Lauf des Jahres wechselt sich das Duo mit Jeroen Bleekemolen (Niederlande) ab. Porsche Young Professional Thomas Preining (Österreich) wird im Porsche 911 RSR des Teams Dempsey-Proton Racing (Nummer 88) gemeinsam mit seinen Teamkollegen Khaled Al Qubaisi (Vereinigt Arabische Emirate) und Adrien de Leener (Belgien) von Rang zwei starten.

Stimmen zum Qualifying
Fritz Enzinger (Leiter Motorsport): „Unser Ziel ist es, dieses phänomenale Jahr für Porsche Motorsport mit einem weiteren Glanzlicht in Bahrain abzuschließen. Mit dem Erreichen der ersten beiden Startplätze haben wir uns eine perfekte Ausgangsposition für das Rennen verschafft. Der Lauf über acht Stunden wird noch einmal hart. Wir sind sicher, dass wir auch über die lange Distanz auf dieser schwierigen Strecke stark sein werden. Das gesamte Team hätte sich zu Ende dieses traumhaften Jahres ein weiteres Topergebnis mehr als verdient.“

Alexander Stehlig (Einsatzleiter FIA WEC): „Ich bin maximal zufrieden. Die Reise, die bereits 2018 mit dem Start in unsere Weltmeistersaison begonnen hat, geht genauso gut weiter. Es ist einfach fantastisch. Das gesamte Team arbeitet derart konzentriert und akribisch. Bei jedem Einsatz finden wir weitere kleine Stellschrauben, um noch besser zu werden. Das Ergebnis ist nun unsere erste Doppel-Pole mit dem neuen Porsche 911 RSR. Ich freue mich nun sehr auf das Rennen.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Ich habe mich sofort pudelwohl im Auto gefühlt, obwohl wir bis zum Qualifying immer nur an der Rennabstimmung gearbeitet hatten. Das Team hat ein perfektes Setup für die Zeitenjagd erarbeitet. Wenn es darum geht, aus dem Stand eine richtig schnelle Rundenzeit zu fahren, dann ist maximales Vertrauen in Fahrzeug und Mannschaft ein ganz entscheidender Faktor. Es hat alles optimal gepasst – unser Team ist einfach spitze.”

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Gimmi hatte mit seiner extrem schnellen Rundenzeit zu Beginn klargestellt, dass die Pole in Reichweite ist. Wir haben uns daher entschieden, für meinen Versuch einen frischen Reifensatz aufzuziehen und alles für Platz eins zu geben. Es hat geklappt, wir haben den Extrapunkt für die Pole geholt. Porsche startet in beiden Kategorien von ganz vorn. Wir hoffen, dass es am Ende des Rennens genauso gut aussehen wird.”

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Es war ganz knapp. Auch wir hätten heute auf die Pole fahren können. Allerdings sind Michael und mir jeweils ganz kleine Fehler unterlaufen. Gimmi und Richie im Schwesterauto sind optimal am Limit gefahren. Das hat am Ende diesen ganz kleinen Unterschied ausgemacht. Aber Platz zwei ist sehr gut. Es kann nichts Besseres geben als eine Doppel-Pole für den Porsche 911 RSR.”

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Das Gesamtergebnis ist für Porsche einfach traumhaft. Wenn man auf der entscheidenden Runde ganz kleine Schnitzer einbaut, dann darf man nicht erwarten, auf der Pole zu stehen. Vor diesem Hintergrund können wir mit Platz zwei sehr gut leben. Das Rennen am Sonntag wird lang und anstrengend. Ich erwarte einen spannenden Lauf über acht Stunden.”

Ben Keating (Porsche 911 RSR #57): „Noch nie zuvor bin ich den Porsche 911 RSR mit ganz frischen Reifen und wenig Benzin an Bord gefahren. Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Ich musste quasi die Strecke ganz neu kennenlernen – ein großer Spaß. Ich war absolut am Limit, auch Larry war bärenstark. An der Spitze war es extrem eng mit drei Autos in nicht einmal einer Zehntelsekunde. Aber wenn man die Wahl hat, ob man als Erster oder Dritter starten will, dann gibt es nur Platz eins. Ist doch gar keine Frage.“

Ergebnis Qualifying
Klasse GTE-Pro
1. Lietz/Bruni (A/I), Porsche 911 RSR, 1:55.485 Minuten
2. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, 1:55.545 Minuten
3. Calado/Pier Guidi (GB/I), Ferrari 488 GTE, 1:56.087 Minuten

Klasse GTE-Am
1. Keating/t. Voorde/Bleekemolen (USA/NL/NL), Porsche 911 RSR, 1:57.602 Minuten
2. Preining/Al Qubaisi/de Leener (A/UAE/B), Porsche 911 RSR, 1:57.661 Minuten
3. Perrodo/Collard/Nielsen (F/F/DK), Ferrari 488 GTE, 1:57.690 Minuten
4. Perfetti/Heinemeier Hansson/Cairoli (N/DK/I), Porsche 911 RSR, 1:57.863 Minuten
5. Wainwright/Barker/Watson (GB/GB/GB), Porsche 911 RSR, 1:57.977 Minuten
10. Campbell/Ried/Pera (AUS/D/I), Porsche 911 RSR, 1:59.959 Minuten

Alle Ergebnisse: https://fiawec.alkamelsystems.com
Quelle: Porsche Motorsport

 

Vorschau, FIA World Endurance Championship WEC, 4. Lauf Sakhir/Bahrain  Porsche geht als Führender der Weltmeisterschaft in letztes Rennen des Jahres

Vorschau, FIA World Endurance Championship WEC, 4. Lauf Sakhir/Bahrain Porsche geht als Führender der Weltmeisterschaft in letztes Rennen des Jahres

Stuttgart. Porsche möchte das äußerst erfolgreiche Motorsportjahr 2019 mit einem weiteren Glanzlicht beim Achtstundenrennen der FIA World Endurance Championship (WEC) am 14. Dezember in Bahrain abschließen. Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart führt die Weltmeisterschaft nach Doppelerfolgen des neuen Porsche 911 RSR in Silverstone (Großbritannien) und Schanghai (China) sowie einem Podestplatz in Fuji (Japan) deutlich an. Auch in der Fahrerwertung liegen die beiden Porsche-Duos an der Spitze. In der GTE-Am-Kategorie setzen drei Kundenteams insgesamt fünf Porsche 911 RSR der Vorjahresspezifikation in dem Langstreckenrennen in der Golf-Region ein.

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Das Rennen
Der Bahrain International Circuit ist seit 2004 regelmäßig Austragungsort eines Formel-1-Grand-Prix. Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC gastierte erstmals in ihrem Gründungsjahr 2012 auf dem 5,412 Kilometer langen Rundkurs nahe der Hauptstadt Manama. Einzig in der „WEC Super Season“ 2018/2019 fand kein Langstreckenrennen in Sakhir statt. Bei der diesjährigen Rückkehr auf die herausfordernde Strecke trägt die FIA WEC zum ersten Mal einen Wertungslauf über acht Stunden aus. Die große Hitze bei Tag, die sinkenden Temperaturen bei Einbruch der Nacht sowie der oftmals mit viel Sand belegte Asphalt machen das Rennen für Teams, Ingenieure und Fahrer zu einer großen Herausforderung. Der Reifenverschleiß auf der Grand-Prix-Strecke mit den 15 Kurven gilt als entscheidender Faktor auf dem Weg zu möglichen Erfolgen. 2015 feierten hier die französischen Werksfahrer Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki im Porsche 911 RSR den Sieg in der GTE-Pro-Klasse.

Die Fahrer des Porsche GT Teams
Die Sportwagen-Weltmeister Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) wechseln sich am Steuer des Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 ab. Das erfolgreiche Duo führt nach dem Sieg beim vergangenen Rennen in Schanghai sowie zwei zweiten Plätzen in Silverstone und Fuji die Gesamtwertung an. Die Sieger des Saisonauftaktes in Großbritannien, Richard Lietz (Österreich) und Gianmaria Bruni (Italien), fahren im Schwesterauto mit der Startnummer 91. Sein enormes Potenzial hat der neue Porsche 911 RSR im bisherigen Verlauf der Saison 2019/2020 zudem mit Pole-Positions in Japan und China unter Beweis gestellt.

Die Kundenteams
Das deutsche Kundenteam Dempsey-Proton Racing setzt zwei Porsche 911 RSR der Vorjahresspezifikation ein. In der Startnummer 77 wechselt sich Porsche Young Professional Matt Campbell (Australien) mit Teameigner Christian Ried (Schöneburg) und dem Italiener Riccardo Pera ab. Im Schwesterauto mit der Nummer 88 agiert unter anderem Porsche Young Professional Thomas Preining aus Österreich.

Im 911 RSR mit der Startnummer 56 des deutschen Kundenteams Project 1 ist Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien) gemeinsam mit Egidio Perfetti (Norwegen) und David Heinemeier Hansson (Dänemark) im Einsatz. Das Fahrzeug mit der Nummer 57 teilen sich die beiden Niederländer Larry ten Voorde und Jeroen Bleekemolen mit dem Amerikaner Ben Keating. In der Startnummer 86 von Gulf Racing fährt das britische Fahrertrio Michael Wainwright, Ben Barker und Andrew Watson.

Der Porsche 911 RSR
Der neue Porsche 911 RSR (Modelljahr 2019) absolviert seine erste Saison in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Das – in Abhängigkeit vom Luftmengenbegrenzer – rund 515 PS starke Fahrzeug aus Weissach basiert auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen 911 GT3 RS*. Im Vergleich zum äußerst erfolgreichen Vorgängermodell wurde das Auto für die GTE-Pro-Klasse der FIA WEC unter anderem in den Bereichen Fahrbarkeit, Effizienz, Ergonomie und Servicefreundlichkeit verbessert. Rund 95 Prozent aller Bauteile sind neu. Angetrieben wird der 911 RSR von einem Sechszylinder-Boxermotor mit 4,2 Liter Hubraum.

Die Zeiten
Das Achtstundenrennen der FIA WEC in Bahrain startet am Samstag, 14. Dezember um 15:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr MEZ).

Das Rennen im TV und Internet
Das vierte Saisonrennen der FIA WEC wird auf www.sport1.de in voller Länge übertragen. Auch auf dem Pay-TV-Kanal Sport 1+ ist das gesamte Rennen in der Liveübertragung von 12:30 Uhr bis 21:30 Uhr zu sehen. Eurosport zeigt die Schlussphase des vierten Saisonlaufs ab 18:00 Uhr live auf dem Kanal Eurosport 2. Motorsport.tv überträgt das Rennen in voller Länge, in der kostenpflichtigen FIA WEC App sind ein 
Livestream und Livetiming verfügbar.

Stimmen vor dem Rennen
Fritz Enzinger (Leiter Motorsport): „Ein nahezu beispiellos erfolgreiches Jahr für Porsche Motorsport geht mit dem Achtstundenrennen in Bahrain zu Ende. Wir wollen unsere traumhafte Form mit einem weiteren Erfolg untermauern. Mit dem Vorgängermodell des Porsche 911 RSR haben wir alle Weltmeistertitel und die Meisterschaft in Nordamerika gewonnen. Das neue Auto hat in der bisherigen WEC-Saison nahtlos an diese Erfolge angeknüpft. Zum Abschluss des Jahres wollen wir das Potenzial des neuen 911 RSR noch einmal darstellen und als Führende der Weltmeisterschaft ins Jahr 2020 gehen.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport): „Der letzte Werkseinsatz 2019 wird eine große Herausforderung. Die Strecke in Bahrain ist physisch anstrengend, der Reifenverschleiß extrem hoch. Wir werden uns akribisch und konsequent vorbereiten wie immer. Porsche war bislang über große Distanzen immer ganz besonders stark – sowohl im Hinblick auf die Performance des Autos und der Fahrer als auch bezüglich der Strategie. Das wollen wir im Achtstundenrennen von Bahrain mit dem neuen Porsche 911 RSR noch einmal untermauern.“

Alexander Stehlig (Einsatzleiter FIA WEC): „Wir hatten mit unserem neuen Porsche 911 RSR einen Traumstart in die Saison. Zwei Doppelerfolge, zweimal Pole-Position, in jedem Rennen auf dem Siegerpodest und die Führung in allen Meisterschaften – was will man mehr? Natürlich beim nächsten Rennen daran anknüpfen und diese Erfolgsserie fortsetzen. Bahrain ist eine anspruchsvolle Strecke, zudem ist es das erste Rennen der Saison 2019/20 über eine wirklich lange Distanz. Die gesamte Mannschaft bereitet sich intensiv auf diese Herausforderung vor, um einen erfolgreichen Jahresabschluss für Porsche zu realisieren.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Nach dem Vierstundenrennen in China geht es nun in Bahrain über die doppelte Distanz. Das ist eine neue Herausforderung. Ein solches Langstreckenrennen bietet im Bereich Strategie ganz andere Möglichkeiten. Für uns Fahrer wird es anstrengend, denn die Streckencharakteristik bietet kaum Zeit zum Durchschnaufen im Cockpit. Zudem fordert der Asphalt die Reifen enorm. Wir sind mit dem neuen Porsche 911 RSR gut gerüstet für Bahrain und wollen die Meisterschaftsführung von Porsche mit in die zweite Saisonhälfte nehmen.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Ich persönlich verbinde sehr viele positive Erinnerungen mit Bahrain. In der Vergangenheit war das Rennen in Sakhir oft das Saisonfinale der WEC. In den Jahren 2013 und 2014 durfte ich dort meine Meistertitel feiern. Die Strecke meint es offenbar gut mit mir. Nun fahre ich erstmals im Porsche 911 RSR ein Rennen dort. Ich bin guter Dinge, dass wir unsere bisher starke Saison mit einem weiteren Topergebnis fortführen werden. Kurz vor der Weihnachtspause noch einmal Sonne tanken und viele Punkte sammeln – das ist das Ziel.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Abgesehen vom hohen Reifenverschleiß macht der Temperaturwechsel im Rennen die Suche nach dem optimalen Setup schwierig. Wir starten bei Sonnenschein in großer Hitze, später kühlt es deutlich ab. Wichtig ist, dass man unter allen Bedingungen stark ist. Bisher lief es mit zwei Podestplätzen in Silverstone und Fuji sowie dem Sieg in Schanghai bestens für uns. Wir wollen unsere Führung in der Gesamtwertung zum Abschluss des Jahres möglichst noch weiter ausbauen.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Nach unserem Sieg in Schanghai reisen wir als Meisterschaftsführende nach Bahrain. Die Stimmung könnte kaum besser sein. Wir werden auch im letzten Rennen des Jahres voll angreifen, denn wir möchten diese gute Gefühl mit in die Weihnachtszeit und die zweite Saisonhälfte nehmen. Mit einem weiteren Erfolg lässt sich die besinnliche Zeit im Kreis von Freunden und Familie noch viel besser genießen. Das Jahr 2019 war unabhängig vom Ergebnis in Bahrain einfach traumhaft für mich.“

Matteo Cairoli (Porsche 911 RSR #56): „Ich kenne Bahrain aus der Saison 2017, als ich dort erstmals unterwegs war. Es ist für mich persönlich nicht die schönste Strecke der Welt, aber das Layout ist im Verhältnis zu anderen modernen Kursen gut gelungen. Es ist unheimlich schwierig, die Reifen über einen gesamten Stint in konstant gutem Zustand zu halten. Das macht es wirklich anstrengend. Ich hoffe, dass wir das Jahr mit einem Podestplatz abschließen können, um hoch motiviert und guter Dinge in Richtung 2020 durchzustarten.“

Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): „Das Rennen in Bahrain wird der längste Wertungslauf seit Le Mans im Juni dieses Jahres. Ich bin schon sehr gespannt, denn ich kenne die Strecke in Sakhir bislang noch nicht. Im bisherigen Verlauf der Saison haben wir leider noch nicht an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen können. Wir waren oft vorn dabei, haben aber nie den verdienten Lohn kassiert. Das soll sich in Bahrain ändern. Wir wollen unseren ersten Saisonsieg einfahren.“

Thomas Preining (Porsche 911 RSR #88): „Auch wenn es in Bahrain immer sehr heiß ist, finde ich die Veranstaltung dort extrem cool. Die Strecke liegt mir, ich mag das Layout gern. Die Distanz von acht Stunden macht das Rennen noch anstrengender, aber auch deutlich interessanter. Wenn wir es als Team schaffen, ein Setup zu erarbeiten, das den Reifenverschleiß in einem erträglichen Rahmen hält, dann haben wir gute Chancen auf einen Erfolg.“

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der seit 2012 ausgetragenen Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) nehmen Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen teil: LMP1, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am. Sie treten gemeinsam in einem Rennen an. Die Wertung erfolgt getrennt. Das Porsche-Werksteam startet als amtierender Herstellerweltmeister in der Klasse GTE-Pro, während die Kundenteams Dempsey Proton Racing, Project 1 und Gulf Racing in der Kategorie GTE-Am um Siege kämpfen.

Quelle: Porsche Motorsport

 

Porsche Motorsport-Programm 2020  Klares Bekenntnis zu GT-Sport und Formel E

Porsche Motorsport-Programm 2020 Klares Bekenntnis zu GT-Sport und Formel E

Stuttgart. Im Rahmen der Motorsportgala „Night of Champions“ hat Porsche in Weissach auf das Motorsportjahr 2019 zurückgeblickt. Die vergangene Saison war mit Titeln in den drei wichtigsten GT-Rennserien der Welt, vielen weiteren Meisterschafts- und Rennsiegen sowie dem geglückten Einstieg in die Formel E eine der erfolgreichsten in der Geschichte des Unternehmens. Die Vorstände der Porsche AG sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wolfgang Porsche würdigten die Leistungen der Fahrer und Rennteams aus aller Welt. Gleichzeitig wurde die intensive Fortsetzung der weltweiten Motorsportprogramme sowie eine Reihe von Neuerungen verkündet.

Vier Werksautos in Le Mans 2020
Porsche setzt seine GT-Offensive auch im Jahr 2020 ungebremst fort. Bei der 88. Auflage des 24-Stunden-Rennens in Le Mans tritt Porsche wieder mit vier Werksautos an. Die beiden Meister-Teams aus der FIA WEC und der IMSA WeatherTech Championship bündeln erneut ihre Kräfte und betreuen jeweils zwei der rund 515 PS starken 911 RSR (Modelljahr 2019). In der Super Season 2018/19 bildete Porsches Doppelsieg beim zweiten Saisonrennen in Le Mans die Grundlage zum Titelgewinn. Beim Saisonfinale im Juni 2019 besiegelte ein doppeltes Podium den Herstellertitel sowie die Plätze eins und zwei in der Team- und Fahrerwertung.

Neuer 911 RSR feiert Nordamerika-Premiere in Daytona
Der neue Porsche 911 RSR, der mit zwei Doppelsiegen und zwei Pole-Positions in drei Rennen der FIA WEC einen eindrucksvollen Start hingelegt hat, feiert am 25. Januar beim 24-Stunden-Rennen in Daytona sein US-Renndebüt. Der rund 515 PS starke GT-Renner mit der Startnummer 911 wird in der Saison 2020 von Nick Tandy (Großbritannien) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) gesteuert. Bei den längsten Saison-Rennen in Daytona, Sebring und beim Petit Le Mans werden die Stammfahrer von Matt Campbell (Australien) unterstützt. In der Nummer 912 wechselt sich das Meisterduo Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) ab. Bei den Endurance-Veranstaltungen verstärkt Mathieu Jaminet (Frankreich) das Team.

Porsche setzt auf eigenen Fahrernachwuchs
Der Kader von Porsche Motorsport für den GT-Sport und die Formel E besteht in der Saison 2020 aus 18 Werksfahrern, zwei Young Professionals und zwei Porsche Junioren. Der Australier Matt Campbell (24) und der Franzose Mathieu Jaminet (25), die aus der eigenen Nachwuchsförderung stammen, erhalten einen Vertrag als Werksfahrer. Beide haben als Porsche Junior und anschließend als Young Professional eine umfangreiche Ausbildung in den Porsche-Markenpokalen sowie im internationalen GT-Sport erhalten. Der Franzose Julien Andlauer (20), der 2019 den Titel im Carrera Cup Deutschland gewinnen konnte, geht als Young Professional in die nächste Phase seiner Ausbildung zum Profirennfahrer. Im Porsche Mobil 1 Supercup starten in der Saison 2020 zwei Porsche Junioren: Jaxon Evans aus Neuseeland (23) geht in sein zweites Junior-Jahr. Ayhancan Güven setze sich im November 2019 in einer aufwändigen Sichtung gegen die größten Talente der internationalen Markenpokale durch und ist ab dem kommenden Jahr neu im Junior-Programm von Porsche Motorsport.

GT-Programme für Formel-E-Entwicklungsfahrer
Neben ihrer Funktion als Test- und Entwicklungsfahrer in der Formel E werden Porsche Werksfahrerin Simona de Silvestro (31) und Porsche Young Professional Thomas Preining (21) auch Rennen im GT-Sport bestreiten. De Silvestro tritt als Teamkollegin des ehemaligen Porsche Juniors Klaus Bachler beim ADAC GT Masters im Team 75 Bernhard an. Preining erhält einen Stammplatz in der Intercontinental GT Challenge und der Blancpain Endurance Series. In der FIA WEC unterstützt er das Kundenteam Dempsey Proton Racing.

Porsche-Erfolgsfahrer in neuen Funktionen
Porsche-Motorsportchef Fritz Enzinger verabschiedete im Rahmen der Night of Champions drei besonders erfolgreiche und verdiente Werksfahrer. Die beiden Le Mans Gesamtsieger und zweifachen Weltmeister Timo Bernhard (38) und Brendon Hartley (30) sowie „Mister 911“ Jörg Bergmeister (43). Die beiden dienstältesten Porsche-Werksfahrer Bergmeister und Bernhard, die zu den erfolgreichsten Sportwagen-Piloten aller Zeiten zählen und bereits vor zwanzig Jahren im Carrera Cup und Supercup um die Meistertitel kämpften, bleiben der Porsche AG als Markenbotschafter treu. Brendon Hartley, der in den vergangenen drei Jahren an Formel-1- und verschiedene Prototypenteams ausgeliehen war, widmet sich nun komplett seinen Aufgaben außerhalb von Porsche. Bis zuletzt war Hartley in die Entwicklung des Porsche 99X Electric und die Vorbereitung auf Porsches erste Formel-E-Saison eingebunden. Die beiden Young Professionals Matteo Cairoli und Dennis Olsen haben ihre Ausbildung vom Junior zum Profipiloten erfolgreich abgeschlossen und werden in der kommenden Saison ausgewählte Meisterschaften für Porsche-Kundenteams bestreiten.

Intensive Unterstützung von Kundenteams
Porsche setzt seine Kundensportstrategie im internationalen GT-Sport weiter fort. In der Intercontinental GT Challenge, der Blancpain GT Series, der GTD-Kategorie der IMSA WeatherTech SportsCar Championship sowie lokalen GT-Meisterschaften tritt Porsche nicht mit Werksteams an, sondern unterstützt verschiedene Kundenteams mit Fahrern, Ingenieuren und Beratungsleistungen vor Ort.

Porsche Cup-Sieger 2019: Alan Brynjolfsson im 718 Cayman GT4 Clubsport
Der Porsche Cup, die Trophäe für den weltweit erfolgreichsten Porsche-Privatfahrer, wird in diesem Jahr zum 50. Mal vergeben. Die Porsche Cup-Wertung gibt es seit 1970 und beruht auf einer Idee von Ferry Porsche. Teilnahmeberechtigt ist jeder in- und ausländische Fahrer mit Rennergebnissen auf einem von Porsche hergestellten oder von Porsche anerkannten Wagen. Die Siegerehrung im Rahmen der Night of Champions übernahm Dr. Wolfgang Porsche, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Porsche AG. Die Porsche Cup-Trophäe sowie einen Porsche im Wert von über 140.000 Euro erhielt Alan Brynjolfsson (USA, 51), der in den USA in der Pirelli GT4 America und der Michelin Pilot Challenge Punkte sammelte. Damit gewinnt zum ersten Mal ein 718 Cayman GT4 Clubsport-Pilot die Trophäe. Vorjahressieger Christian Ried darf sich über ein Preisgeld von 30.000 Euro freuen. Der US-Amerikaner Trent Hindman gewinnt als Dritter 25.000 Euro.

Preis für Porsche Esports Supercup-Gewinner
Zum ersten Mal zeichnete Porsche im Rahmen der „Night of Champions“ auch den Gewinner des Porsche Esports Supercup aus. Joshua Rogers aus Australien stand nach zehn Läufen als erster Champion der Online-Rennserie fest. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr ins Leben gerufen und in Zusammenarbeit mit iRacing, einem führenden Anbieter realistischer Online-Rennsimulationen, ausgetragen. Der Porsche Esports Supercup soll nach seinem erfolgreichen Anlauf in 2020 fortgesetzt werden.

Fahrerkader Porsche Motorsport 2020

Porsche Werksfahrer
Earl Bamber (29/Neuseeland)
Gianmaria Bruni (38/Italien)
Matt Campbell (24/Australien)
Michael Christensen (29/Dänemark)
Romain Dumas (41/Frankreich)
Kévin Estre (31/Frankreich)
Mathieu Jaminet (25/Frankreich)
Neel Jani (35/Schweiz)
Richard Lietz (35/Österreich)
Patrick Long (38/USA)
André Lotterer (38/Deutschland)
Frédéric Makowiecki (39/Frankreich)
Sven Müller (27/Deutschland)
Patrick Pilet (38/Frankreich)
Simona de Silvestro (31/Schweiz)
Nick Tandy (35/Großbritannien)
Laurens Vanthoor (28/Belgien)
Dirk Werner (38/Deutschland)

Porsche Young Professionals
Thomas Preining (21/Österreich)
Julien Andlauer (20/Frankreich)

Porsche Junioren
Jaxon Evans (23/Neuseeland)
Ayhancan Güven (21/Türkei)

Übersicht Rennserien

ABB FIA Formel-E-Meisterschaft Saison 6
99X Electric – Neel Jani / André Lotterer

FIA World Endurance Championship 2019/20
911 RSR #91 – Gianmaria Bruni / Richard Lietz
911 RSR #92 – Michael Christensen / Kévin Estre

IMSA WeatherTech Championship 2020
911 RSR #911 – Frédéric Makowiecki / Nick Tandy / Matt Campbell (nur North American Endurance Cup)
911 RSR #912 – Earl Bamber / Laurens Vanthoor / Mathieu Jaminet (nur North American Endurance Cup)

Intercontinental GT Challenge
911 GT3 R
Matt Campbell
Mathieu Jaminet
Patrick Pilet
Dirk Werner
Thomas Preining
Matteo Cairoli

Quelle: Porsche Motorsport