Schwerpunktkontrollen zum Start in die motorisierte Zweiradsaison

Das warme und sonnige Wetter der letzten Wochen lockte viele Besitzer von Klein- und Leichtkrafträdern auf die Straßen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Zwickau. Dies nahmen die Beamtinnen und Beamten der Verkehrspolizeiinspektion zum Anlass, Zweiräder schwerpunktmäßig auf deren Verkehrstauglichkeit hin zu überprüfen.

Die verstärkten Kontrollen zeigten, dass vor allem junge Verkehrsteilnehmer Umbauten an ihren Fahrzeugen vornahmen, welche zum Teil zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Die Veränderungen reichten von optischem Tuning bis hin zu stark gesteigerten Fahrleistungen. Häufig wurden Veränderungen an den Zylinderköpfen vorgenommen, die Auspuffanlagen frisiert, Federbeine ausgetauscht und originale Luftfilter ersetzt.

Neben 15 festgestellten Ordnungswidrigkeiten wurden in neun Fällen Strafverfahren eingeleitet. Durch die Leistungssteigerung an den Klein- oder Leichtkrafträdern wird oftmals eine höhere Fahrerlaubnisklasse benötigt, sodass gegen einige Führerscheinneulinge wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt wird. Für Fahranfänger kann ein derartiger Verstoß dazu führen, dass sie eine Nachprüfung absolvieren müssen oder ihren Pkw-Führerschein erst später erwerben können. Im Falle eines Unfalls können Fahrzeugführer auch auf dem entstandenen Schaden sitzen bleiben, da Versicherungen teilweise nicht zahlen, wenn die Betriebserlaubnis erloschen war oder bautechnische Veränderungen vorgenommen wurden.

Dass die Kontrollen der Klein- und Leichtkrafträder wichtig sind, zeigt ein Verkehrsunfall vom vergangenen Sonntag in Oberwiera, bei dem zwei Jugendliche zum Teil schwer verletzt wurden (siehe Medieninformation Nr. 292/2020 vom 18. Mai 2020). Beamte des Verkehrsunfalldienstes nahmen den Unfall auf und stellten fest, dass am Kleinkraftrad Veränderungen an Zylinder und Bremse vorgenommen worden waren. In vielen Fällen wird die Leistung gesteigert, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, wofür die verbauten Bremsanlagen jedoch nicht vorgesehen sind.

Bei den Kontrollen versuchten sich einige Zweiradführer der anstehenden Polizeikontrolle zu entziehen. Dabei nahmen einige Fahrer hohe Risiken für sich und auch für andere Verkehrsteilnehmer in Kauf. So endete die Flucht vor einer Polizeikontrolle am 6. Mai 2020 in den frühen Abendstunden für einen Unbeteiligten mit schweren Verletzungen. Ein junger Kleinkraftradführer entzog sich in Reichenbach einer Kontrolle und flüchtete über eine größere Fahrtstrecke im Stadtgebiet von Reichenbach. In der Bebelstraße befanden sich drei männliche Personen auf der Straße. Der Mopedfahrer fuhr ungebremst in die Gruppe und stieß mit einem der Fußgänger zusammen. Der Aufprall war so stark, dass der 71-Jährige durch die Luft geschleudert und schwer verletzt wurde. Mittels Rettungshubschrauber wurde er anschließend ins Krankenhaus geflogen. Der Fahrzeugführer setzte seine Fahrt fort, ohne anzuhalten und sich um den Geschädigten zu kümmern. Der Fahrzeugführer stellte sich wenig später. Gegen den 21-jährigen Deutschen wird nun wegen mehrerer Straftaten ermittelt.

Neben umgebauten Klein- und Leichtkrafträdern stellten die Verkehrspolizisten auch einige Selbstbauten fest. So wurde zum Beispiel am Nachmittag des 17. Mai 2020 in Treuen ein Fahrradfahrer angehalten, der sein Mountainbike mit einem Verbrennungsmotor nachgerüstet hatte (siehe Foto). Da es sich damit um ein Kraftfahrzeug mit entsprechender Leistung und Geschwindigkeit handelt, benötigt der Fahrer eine Fahrerlaubnis, welche der 25-jährige Deutsche in diesem Fall nicht besaß. Die Beamten stellten das Fahrzeug sicher. Eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis war die Folge.

Aufgrund der gehäuften Feststellungen werden die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion auch in der nächsten Zeit verstärkt Klein- und Leichtkrafträder kontrollieren. (cf)

Zwickau: „Love Scamming“ Polizei stellt zwei mutmaßliche Betrüger

Zeit:     19.05.2020, 12:55 Uhr
Ort:      Zwickau

Über einen Zeitraum von mehreren Wochen wurde ein 40-Jähriger Opfer eines Betruges. Am Dienstagmittag konnten Polizeibeamte in Zwickau zwei Tatverdächtige stellen.

Der 40-Jährige lernte im Internet eine 21-jährige Tschechin kennen und übergab ihr insgesamt fast 25.000 Euro sowie drei Handys, für welche er Verträge abgeschlossen hatte. Die Frau hatte suggeriert, sich das Geld beispielsweise für den Kauf von Medikamenten und eines Autos leihen zu wollen.

Als der Geschädigte am Dienstag einen weiteren Geldbetrag in einer Bankfiliale am Dr.-Friedrichs-Ring abholen wollte, wurde eine Bankangestellte misstrauisch und verständigte die Polizei. Vor der Bank stellten Polizeibeamten die 21-jährige Tatverdächtige sowie drei weitere Personen. Einer der Drei – ein 23-jähriger Tscheche – gilt ebenfalls als tatverdächtig. Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen.

In Zusammenarbeit zwischen Schutz- und Kriminalpolizei konnte daraufhin über die Hälfte des Geldes aufgefunden und sichergestellt werden. Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten die drei Handys und stellten diese sicher. Auch ein hochwertiger Pkw wurde sichergestellt. (cf)

Limbach-Oberfrohna: Drei Verletzte bei Unfall

Zeit:     18.05.2020, 08:45 Uhr
Ort:      Limbach-Oberfrohna

Am Montagmorgen befuhr ein 46-jähriger Deutscher mit einem VW-Transporter die Pestalozzistraße und überquerte die Straße des Friedens in Richtung Albertstraße. Dabei kollidierte er mit dem vorfahrtsberechtigten Chevrolet-Pickup eines 30-Jährigen. In der Folge kippte der VW-Transporter um und kam auf der Seite zum Liegen. Durch den Unfall wurden beide Fahrzeugführer sowie die 66-jährige Beifahrerin im VW verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Der insgesamt entstandene Sachschaden wurde auf rund 10.000 Euro geschätzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. (cs)

St. Egidien: Diebstahl aus Transporter

Zeit:     17.05.2020, 20:30 Uhr bis 18.05.2020, 09:10 Uhr
Ort:      St. Egidien

In der Zeit von Sonntagabend bis Montagvormittag sind Unbekannte an der Lungwitzer Straße gewaltsam in einen Renault-Transporter eingedrungen und verursachten Sachschaden in Höhe von rund 300 Euro. Aus dem Inneren entwendeten die Täter eine Schlagbohrmaschine und eine Säbelsäge der Marke „Berner“ sowie zwei Werkzeugkoffer im Gesamtwert von 2.000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zur Tat oder auf die Täter geben können, werden gebeten, sich im Polizeirevier in Glauchau zu melden, Telefon 03763 640. (cs)

Fraureuth: Zeugen zu Unfallflucht gesucht – Werdauer Straße

Zeit:     18.05.2020, 20:15 Uhr polizeibekannt
Ort:      Fraureuth

Am Montagabend wurde ein Skoda auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes an der Werdauer Straße beschädigt. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein Unbekannter die Beschädigungen beim Ein- oder Ausparken verursacht und sich anschließend entfernt haben. Die 45-jährige Eigentümerin hatte ihren Skoda gegen 19:40 Uhr auf dem Parkplatz abgestellt und ging einkaufen. Als sie nach dem Einkauf nach Hause gefahren war, stellte sie dort den Schaden in Höhe von rund 1.500 Euro fest.

Zeugentelefon: Polizeirevier Werdau, Telefon 03761 7020. (cs)