Zwickau: Einbruch in Bäckerei- und Fleischereifiliale

 

In der Zeit von Samstagmittag bis Montagmorgen drangen Unbekannte gewaltsam in die nebeneinander liegenden Bäckerei- und Fleischereifilialen an der Scheffelstraße ein. Im Inneren durchwühlten die Täter die Räumlichkeiten. Nach ersten Erkenntnissen wurde jedoch nichts entwendet. Der insgesamt entstandene Sachschaden wurde auf rund 2.000 Euro geschätzt.

Zeugen, welche die Täter beim Betreten oder Verlassen des Objektes gesehen haben oder sonstige Angaben zur Tat machen können, werden gebeten, sich im Polizeirevier in Zwickau zu melden, Telefon 0375 44580. (cs)

Chemnitz: Polizei beendete „Bierrunde“

(1368) Mehrere junge Männer hielten sich gestern auf dem Gelände eines Jugendclubs in der Bernsdorfer Straße auf und tranken gemeinsam Bier. Nach dem Hinweis einer Mitarbeiterin des Clubs auf die bestehenden Infektionsschutzregeln verließen drei der acht Personen den Ort. Da die restlichen Fünf der Aufforderung zu gehen nicht nachkamen, wurde die Polizei hinzugezogen. Mit Eintreffen der Beamten zerstreute sich die Gruppe. Die Polizisten konnten vier von ihnen noch im Umfeld feststellen und die Personalien erheben. Die Identität des Fünfen konnte ebenfalls ermittelt werden. Gegen alle die vier Männer (24 bis 30 Jahre alt) sowie einen Jugendlichen (17) wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz erstattet. (ju)

Chemnitz: Streit eskalierte

Chemnitz: Streit eskalierte

(1366) In der Tschaikowskistraße waren am Samstagabend ein Mann (57) und eine Frau (37) heftig in Streit geraten. Neben verbalen Drohungen warf der 57-Jährige auch verschiedene Gegenstände nach der Frau, verfehlte sie jedoch. In der Folge entfernte sich der Herr, um kurz darauf zurückzukehren. Nun versuchte er mehrfach mit zwei Messern die
37-Jährige zu verletzten. Letztlich erlitt die Frau eine Wunde am Arm und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Zuge der Auseinandersetzung erlitt auch der 57-Jährige eine Schnittverletzung an der Hand.
Alarmierte Beamte hatten alle Beteiligten noch vor Ort angetroffen. Die mutmaßlich bei der Tat genutzten Messer, fanden die Polizisten in der Nähe und stellten sie sicher. Der 57-Jährige wurde zunächst vorläufig festgenommen. Er stand unter Alkoholeinfluss (Atemalkoholtest 1,12 Promille). Er wurde in der Nacht nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder entlassen. Gegen den Deutschen werden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung geführt. (ju)

Bewegungsdaten zur Corona-Pandemie: Optimisten, Wohlhabende und Extrovertierte sind mehr unterwegs

Bewegungsdaten zur Corona-Pandemie: Optimisten, Wohlhabende und Extrovertierte sind mehr unterwegs

Individuelles Wohlbefinden, der eigene wahrgenommene soziale Status sowie die eigene Persönlichkeit hängen stark mit den täglich zurückgelegten Distanzen der Bundesbürger während der Pandemie zusammen. Insgesamt zeigt sich: Die Deutschen sind selbst im Lockdown sehr unterschiedlich mobil.

Das hat eine repräsentative Befragung der GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung ergeben. Hierzu wurden 1.020 Personen zur persönlichen Wahrnehmung der Corona-Krise befragt, wobei für 933 dieser Befragten die Antworten mit ihren Bewegungsdaten kombiniert wurden. Die Bundesbürger bewegten sich in der Woche vor der Befragung täglich 8,6 km, wobei verschiedene Faktoren identifiziert wurden, die mit den täglich zurückgelegten Distanzen zusammenhängen.

Einen großen Einfluss hat die Besorgtheit wegen Corona: Menschen, die sich wegen der Corona-Krise ein bisschen oder große Sorgen machen (82% der Befragten) legen im Schnitt 8,1 km pro Tag zurück. Menschen, die sich „keine Sorgen“ machen (18% der Befragten), sind deutlich mehr unterwegs: deren tägliche Distanzen liegen bei 12,2 km – und damit um 51% höher als bei „Besorgten“.

Ebenso zeigt sich ein Zusammenhang mit der generellen Lebenszufriedenheit: Menschen, die mit ihrem Leben aktuell zufrieden sind (45% der Befragten) legen täglich 29% längere Distanzen zurück, als Menschen die mit ihrem Leben aktuell weniger zufrieden oder gar unzufrieden sind (55% der Befragten). „Zufriedene“ legen täglich im Schnitt gut 10 km zurück, im Vergleich zu 7,8 km bei den weniger Zufriedenen.

Zudem ergab die Analyse der Daten: Menschen, die sich als wohlhabend wahrnehmen, sind deutlich mehr unterwegs, als Menschen, die sich als „arm“ empfinden: Letztere (27% der Befragten) bewegen sich täglich durchschnittlich nur 6,2 km. Menschen, die sich als „durchschnittlich wohlhabend“ bewerten (46% der Befragten) legen hingegen 53% längere Distanzen zurück (9,5 km im Median). Die täglichen Distanzen der Menschen, die sich als „eher wohlhabend“ einschätzen (27% der Befragten) liegen sogar 71% höher (10,6 km im Median).

Deutliche Unterschiede zeigen sich zudem mit Blick auf Persönlichkeitsmerkmale der Befragten: Menschen, die sich als „eher verträglich“ (d.h. als harmoniebedürftig und höflich) beschreiben (50% der Befragten), legen im Schnitt 7,4 km täglich zurück. Menschen, die sich als „weniger verträglich“ beschreiben (d.h. manchmal unfreundlich und konfliktfreudig sein können), legen hingegen täglich durchschnittlich 10,0 km zurück – und somit 35% längere Distanzen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich für Menschen, die sich als „eher extrovertiert“ (d.h. als redselig und gesellig) beschreiben (48% der Befragten): Sie legen mit 10,2 km am Tag um 32% längere Distanzen zurück als Personen, die sich als „eher introvertiert“ (d.h. als zurückhaltend und schüchtern) beschreiben (52% der Befragten).

GIM Geschäftsführer und Diplom-Psychologe Dr. Jörg Munkes ordnet die Ergebnisse so ein: „Wir können einen Blick hinter Bewegungsdaten werfen und erkennen, dass verschiedenste sozioökonomische, aber auch persönlichkeitsbezogene Faktoren mit dem Mobilitätsverhalten während des Lockdowns zusammenhängen. Somit lassen sich wertvolle Erkenntnisse über die Wirkung oder Lockerung des Lockdowns gewinnen – und dies alles vollkommen anonym und datenschutzkonform!“

Über die Studie:

Grundgesamtheit: Bevölkerung in Deutschland über 18 Jahre
Stichprobe: Repräsentativ quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung und Bundesland
Erhebungsverfahren: Onlineinterviews (CAWI)
Fallzahl: 1020 Befragte
Erhebungszeitraum: 3. bis 8. April 2020
Für die Analysen wurden die Bewegungsdaten der Woche vor der Befragung ausgewertet und der Durchschnitt der täglichen Distanzen jeder Person gebildet.
Schwankungsbreite (95% Konfidenzintervall): 1,4 (bei 5% Anteilswerten) bis 3,1 (bei 50% Anteilswerten)

Über das Mobilitäts-Monitoring:

Mit dem Mobilitäts-Monitoring zeichnet die GIM das Mobilitätsverhalten der Deutschen während der Corona-Pandemie kontinuierlich nach. Über das Geolocation-Tracking Tool „GIM Traces“ werden täglich etwa 200.000 Bewegungsdaten der teilnehmenden Panelisten gesammelt. Die Bewegungsmuster werden dabei mit Zielgruppenwissen und Befragungsdaten verknüpft. Für 90% der Befragten lagen für diese Studie vollständige Bewegungsdaten in der relevanten Woche vor – nur diese Befragten gingen in die Analyse ein. Die Ergebnisse sind vollständig anonym und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

Über die GIM:

Die GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung ist ein international agierendes Fullservice-Marktforschungsinstitut mit Sitz in Heidelberg und Niederlassungen in Berlin, Nürnberg, Wiesbaden, Lyon, Zürich und Shanghai. Die GIM ist eines der zehn größten deutschen Marktforschungsinstitute und ist in über 50 Märkten für führende Markenartikler, Industrieunternehmen und Dienstleister tätig (19 von 30 Dax-Unternehmen gehören zu den Kunden).

Kabinett beschließt Allgemeinverfügung für eingeschränkten Schulbetrieb

Anspruch auf Notbetreuung erweitert

Für den eingeschränkten Schulbetrieb hat das Kabinett heute in Abstimmung mit dem Kultusministerium eine Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalts beschlossen. Danach bleiben Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft bis einschließlich 3. Mai geschlossen. Unterricht und schulische Veranstaltungen finden in dieser Zeit für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler nicht statt. Nur für die Schüler aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen werden die Schulen nach den Osterferien wieder geöffnet. Konsultationen, die Durchführung von Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen können damit stattfinden.

Die Schulen werden ab dem 20. April vorerst ausschließlich für das Personal geöffnet, welches zur Vorbereitung der Schüler auf ihre Prüfungen notwendig ist. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler. Konsultationen für Abiturientinnen und Abiturienten sind allerdings schon ab dem 20. April möglich. Kindertageseinrichtungen bleiben weiterhin geschlossen und sind nur für Kinder in der Notbetreuung zugänglich.

Zudem wurde der Anspruch auf Notbetreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, Grund- und Förderschulen erweitert. Für Kinder und Grundschüler, deren Eltern in systemrelevanten Sektoren beschäftigt sind, wird eine Notbetreuung angeboten. Die Bestimmungen dazu wurden jetzt erweitert und gelten ab dem 18. April.

Die wesentlichen Änderungen:

  1. Zu den systemrelevanten Berufen gehören u. a. auch folgende Sektoren: Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater, Gerichtsvollzieher, Bestattungswesen, Verkaufspersonal im Einzelhandel, Handwerker, Beschäftigte der stationären Kinder-, Jugendlichen- und Behindertenhilfe, Tierpfleger, Schüler mit eigenen Kindern mit Betreuungsbedarf sowie das für den Schuldienst an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft erforderliche Personal.
  2. Ein Anspruch auf die Notfallbetreuung liegt nur vor, wenn beide Personensorgeberechtigten in systemrelevanten Berufen tätig sind.
  3. Ausnahmsweise besteht auch ein Anspruch, wenn nur einer der Personensorgeberechtigten in folgenden Bereichen tätig ist:
    – Gesundheitsvorsorge und Pflege,
    – Rettungsdienst (einschließlich Berufsfeuerwehr),
    – Öffentlicher Personennahverkehr,
    – Polizei- und Justizvollzugsdienst,
    – Schuldienst und Kindertagesbetreuung,
    – Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen mit eigenen betreuungspflichtigen Kindern,
    – Kommunal- oder Staatsverwaltung (sofern man mit Aufgaben der Bekämpfung der Corona-Pandemie betraut ist).

Voraussetzung für den Anspruch auf Notbetreuung ist allerdings, dass eine Betreuung durch den anderen Personensorgeberechtigten nicht abgesichert werden kann.

Die entsprechende Allgemeinverfügung tritt am 18. April in Kraft. Die Allgemeinverfügung und eine aktualisierte Übersicht der Personenberechtigten für die Notbetreuung sowie das dazu auszufüllende Formblatt sind abrufbar unter: www.coronavirus.sachsen.de

Fragen der Bevölkerung werden beantwortet unter der Hotline 0800/1000214.