Liebe Dresdnerinnen und Dresdner,Liebe Gäste aus nah und fern,Liebe Zuschauer und Zuhörer,

seit 25 Jahren treffen sich immer am Tag vor Heilig Abend auf dem Dresdner Neumarkt Tausende Menschen, um die Weihnachtsfeiertage zu beginnen. Diese Vesper ist Menschen zu verdanken, denen es nicht gleich ist, wie wir diese Zeit begehen.

Wir alle, die Dresdnerinnen und Dresdner, Sachsen, Gäste unserer Landeshauptstadt, ob sie selbst Christen sind oder nicht, spüren: Das ist eine besondere Zeit.

Für uns Christen sind die kommenden Tage einer der wichtigsten Ankerpunkte unseres Glaubens. Gott hat seinen Sohn auf die Erde geschickt. Und eben nicht, in Stärke, Glanz und Glamour, sondern bescheiden und verletzlich.

Diese Geschichte drückt das Wesen der christlichen Religion aus. Und Martin Luther hat es vor 500 Jahren erneut auf den Punkt gebracht: Wir haben einen liebenden Gott. Er schützt ohne Vorbedingungen, man kann ihn nicht bestechen. Das ist eine beruhigende Nachricht.

Wir sind dazu aufgerufen, solidarisch und mit Rücksicht zu leben. Wir sollen uns gegenseitig helfen, ohne uns in der Hilfe des anderen auszuruhen. Viele christliche Werte haben Eingang in unsere europäische Kultur gefunden und sind gesellschaftlicher Konsens.

Ob diese Werte und die Art unseres Zusammenlebens auch in Zukunft Bestand haben werden, hängt von uns ab. Und deshalb wünsche ich uns allen, dass wir in unseren Familien, bei unseren Nachbarn, Freunden oder bei Begegnungen im Alltag diesen Geist verbreiten. Und das mit einem Lächeln im Gesicht, das Zuversicht und Freude über das Leben ausdrückt. Denn das können wir in Deutschland haben. Aber wir müssen gar nicht weit schauen, in den Osten Europas, um zu wissen: Das ist nicht selbstverständlich. Zum Beispiel in der Ukraine, wo noch heute Menschen durch kriegerische Handlungen sterben.

Achten wir auf den Frieden in unserem Land. Lassen Sie uns gemeinsam um das friedliche Miteinander kümmern. Das kann im Kleinen anfangen. Wir können schon in unserer Familie für den Frieden wirken.

Aber auch in unserer Stadt: Suchet der Stadt Bestes – das verkündet die Jeremia-Glocke der Frauenkirche mit jedem Schlag. Dresden und viele andere sächsische Städte haben auch im ausgehenden Jahr immer wieder Zeichen des friedlichen Miteinanders, der Toleranz und des gegenseitigen Respekts gesetzt. Ich werde alle, die sich dafür einsetzen, mit ganzer Kraft unterstützen.

Und wir können gemeinsam überall in unserem Land unseren Beitrag leisten. Zum Beispiel, indem wir uns um diejenigen kümmern, die Hilfe brauchen. Eltern, denen die Erziehung ihrer Kinder schwer fällt. Schüler, die in der Schule Unterstützung brauchen. Unternehmer, die Förderung benötigen. Senioren, die sich auch im hohen Alter umsorgt und aufgehoben fühlen wollen.

Ich möchte Sie ermutigen, weiterhin dabei mitzumachen. Und ich möchte meine Zuversicht mit Ihnen teilen, dass wir gemeinsam viel Gutes schaffen können.

Ich habe in den vergangenen Wochen ganz viele Sachsen getroffen, die voller Energie ans Werk gehen und mit Freude und Optimismus in die Zukunft schauen.

Das hat mich begeistert: Mitarbeiter in Görlitz, die an ihren Standort glauben. Bürgermeister, die für künftige Generationen ihre Stadt bauen. Künstler, die mit Hingabe Kinder und Erwachsene begeistern. Pflegekräfte in Plauen, die mit Liebe ihrer Berufung nachgehen.

Der Landesbischof den Brief des Paulus an die Philipper erwähnt. Mir gefällt in diesem Teil des Neuen Testaments ein Satz besonders gut: „Eins aber sage ich euch: Ich vergesse was dahinten ist, und strecke mich nach dem, was da vorne ist.“

Diese biblischen Worte sind für viele Menschen in unserem Sachsen ein Motiv für ihr Leben und ihr Wirken in unserer Heimat.

Für Jugendliche bei Chemnitz, die sich so lange einsetzten, bis sie ihren Skatepark bekommen haben. Für Wissenschaftler wenige Meter entfernt von hier, die so lange forschen, bis sie Krankheiten wie Aids und Krebs einer Heilung näherbringen. Für junge Gründer, die in Leipzig so hart arbeiten, bis ihr Unternehmen erfolgreich ist. Oder für die tausenden Familien überall in Sachsen, die wieder viele Kinder bekommen, mehr als anderenorts.

Dass Gott seinen Sohn in die Welt sandte, ist das stärkste Zeichen von Zuversicht. Und jedes Kind, das heute in Sachsen geboren wird, ist ebenso ein Zeichen, dass wir darauf vertrauen, dass das Morgen gut sein wird. Und dass darf uns alle mit Freude erfüllen, uns Mut machen und Motivation sein.

Ich wünsche uns, dass und diese Zuversicht das neue Jahr über begleitet. Ich wünsche uns, dass wir uns von der Weihnachtsbotschaft motivieren lassen, die Zukunft in unserem wunderbaren Land zusammen zu gestalten. Darauf freue ich mich.

Meine Familie und ich wünschen Ihnen allen von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Kommen Sie gut ins neue Jahr, bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

Quelle: Freistaat Sachsen

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