GT Vorschau – World Endurance Championship WEC, 4. Lauf, Nürburgring/DeutschlandPorsche GT Team will beim Heimrennen aufs PodiumStuttgart. Das Sechsstundenrennen auf dem Nürburgring ist am 16. Juli die letzte Europa-Station der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. Danach stehen noch fünf Überseerennen in Mexico, den USA, Japan, China und Bahrain im Kalender. Das Porsche GT Team setzt auf dem Traditionskurs in der Eifel zwei neue 911 RSR in der Klasse GTE-Pro ein, in der sich fünf Automobilhersteller den härtesten Kampf um Siege und Punkte in der WEC liefern. Durch die „Balance of Performance“, die Fahrzeuge mit verschiedenen Konzepten auf dasselbe Performanceniveau bringen soll, erleben die Fans mitreißende Positionskämpfe und vom Start bis zum Ziel spannende Rennen. Der 510 PS starke 911 RSR wurde bei Porsche Motorsport in Weissach komplett neu entwickelt und basiert auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911. Er ist mit einem dritten Platz in Silverstone erfolgreich in seine erste Rennsaison gestartet. Beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans hat er zuletzt nach einer starken Vorstellung und langer Führung als Vierter nur knapp das Siegertreppchen verpasst.Das RennenDer Nürburgring ist eine der traditionsreichsten Rennstrecken der Welt. Motorsportfans verbinden den Eifelkurs mit unvergessenen 1000-Kilometer-Rennen auf der legendären Nordschleife. Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC fährt auf der 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke mit ihren 16 Kurven. Als die Rennserie 2015 erstmals auf dem Nürburgring zu Gast war, feierte Porsche einen Doppelsieg.Die Porsche-FahrerFür das Porsche GT Team sind vier Werksfahrer im Einsatz: Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) wechseln sich in der Klasse GTE-Pro im Cockpit des 911 RSR mit der Startnummer 91 ab. Sie sind mit einem dritten Platz in Silverstone in die Saison gestartet. Ihre Teamkollegen Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) wechseln sich bei der Startnummer 92 ab. In der Klasse GTE-Am setzt das Porsche-Kundenteam Dempsey Proton Racing einen 911 RSR des Modelljahres 2015 ein. Die Fahrer sind Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien) sowie Christian Ried (Schönebürg) und Marvin Dienst (Lampertheim). Für sie stehen in dieser Saison bereits ein dritter Platz in Silverstone und ein zweiter in Spa-Francorchamps zu Buche.Der Porsche 911 RSRSeine Rennpremiere feierte der 911 RSR im Januar 2017 beim 24-Stunden-Klassiker in Daytona. Er ist eine komplette Neuentwicklung: Fahrwerk, Karosseriestruktur, Aerodynamikkonzept, Motor und Getriebe wurden bei Porsche Motorsport in Weissach von Grund auf neu konstruiert. Der vor die Hinterachse gerückte Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Dank des großen Heckdiffusors in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel konnten das Abtriebsniveau und die aerodynamische Effizienz signifikant verbessert werden.Die ZeitenDas Sechsstundenrennen auf dem Nürburgring startet am Sonntag, 16. Juli um 13.00 Uhr MESZ.Live im TVSport 1 überträgt das Rennen sowie die Startvorbereitung und die Siegerehrung von 12.30 bis 19.45 Uhr live. Zur Einstimmung gibt es von 11.00 bis 12.30 Uhr ebenfalls live vom Nürburgring den Porsche Motorsport Talk. Als Livestream ist das Rennen auf Sport1.de zu sehen. Eurosport zeigt von 18.15 bis 19.15 Uhr die letzte Rennstunde sowie die Siegerehrung live. Die in der Basisversion kostenlose FIA WEC App bietet gegen Gebühr das komplette Rennen als Livestream plus aktueller Zeitnahme. Bereits um 09.15 Uhr sendet Sport 1 als Aufzeichnung das im Rahmen der WEC ausgetragene gemeinsame Rennen 1 des Porsche Carrera Cup Deutschland und des Porsche Sports Cup vom Samstag. Das Rennen 2 folgt um 10.00 Uhr live.Stimmen vor dem RennenDr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Das Rennen auf dem Nürburgring mit seiner großen Langstreckentradition kommt nicht nur bei den Fans hervorragend an. Auch im Porsche GT Team fiebern alle unserem Heimrennen entgegen. Als es vor zwei Jahren zum ersten Mal ausgetragen wurde, feierte Porsche einen überragenden Doppelsieg. Der Eifelkurs ist die Hausstrecke unseres langjährigen Partners Manthey-Racing, der auch in dieser Saison wieder unsere WEC-Einsätze durchführt. Wir hoffen, dass wir diesen Heimvorteil nutzen und uns mit einer starken Performance eine gute Ausgangsposition für die zweite Saisonhälfte mit den Überseerennen sichern können.“Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: „Es sind vor allem zwei Herausforderungen, die uns auf dem Nürburgring erwarten. Erstens: Wie schnell stellt sich das Team nach der langen Pause nach Le Mans auf dieses Rennen ein und wie gut gelingt es uns, die Abläufe weiter zu optimieren. Zweitens: Schaffen wir es, unseren neuen 911 RSR möglichst perfekt auf diese anspruchsvolle Strecke abzustimmen? Dazu kommt, dass man in der Eifel wirklich auf alles vorbereitet sein und sicherstellen muss, für alle Bedingungen die richtigen Reifen zur Verfügung zu haben.“Richard Lietz (911 RSR #91): „Der Nürburgring ist eine der aufregendsten Strecken im Kalender. Die Pause nach Le Mans war sehr lang, deshalb kann ich es jetzt kaum erwarten, dass die Saison endlich weitergeht Zu unserem Heimrennen, das ich 2015 zusammen mit Michael gewinnen konnte, kommen sicherlich auch in diesem Jahr wieder viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Porsche, um uns anzufeuern. Ihnen wollen wir natürlich ein tolles Rennen und nach Möglichkeit unseren ersten Sieg mit dem neuen 911 RSR bieten.“Frédéric Makowiecki (911 RSR #91): „Der Nürburgring ist die Hausstrecke von Porsche. Schon deshalb ist dieses Rennen für uns etwas ganz Besonderes. Es markiert außerdem das Ende der Europa-Saison in der WEC, und für uns geht es darum, uns vor den Überseerennen eine gute Ausgangspotion im Kampf um die Meisterschaft zu sichern. Bei der WEC-Premiere auf dem Nürburgring vor zwei Jahren holten wir für Porsche einen Doppelsieg. Es wäre schön, wenn uns das auch diesmal gelingen würde.“Michael Christensen (911 RSR #92): „An den Nürburgring habe ich nur schöne Erinnerungen. 2013 habe ich als Porsche-Junior auf dieser traditionsreichen Strecke mein erstes Rennen im Porsche Mobil 1 Supercup gewonnen, 2015 feierte ich hier zusammen mit Richard meinen ersten Sieg in der WEC. Ich freue mich auf die Rückkehr in die Eifel und hoffe, dass ich auch mit meinem neuen Teamkollegen Kévin um den Sieg kämpfen kann. Ein gutes Abschneiden würde mich auch für die Jungs in unserem Team freuen, von denen die meisten ganz in der Nähe zu Hause sind.“Kévin Estre (911 RSR #92): „Le Mans war mein Heimrennen, der Nürburgring ist es für Porsche. Da ich selbst nur eine Autostunde von der Strecke entfernt wohne, ist es aber auch für mich ein ganz besonderes Rennen. Ich freue mich darauf, in der Eifel viele Fans und auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Porsche zu treffen. Ich hoffe, dass wir ihnen allen mit einem spannenden Rennen und einem guten Ergebnis für ihre Unterstützung danken können.“Die “Balance of Performance” (BoP)Die Anpassungsregel „Balance of Performance“ wird in der Klasse GTE-Pro der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC sowie in der Klasse GTLM der IMSA SportsCar Championship angewendet. Sie wurde von der FIA mit dem Ziel eingeführt, die verschiedenen Fahrzeugkonzepte auf dasselbe Performanceniveau zu bringen und dadurch für ausgeglichene und faire Rennen zu sorgen. Es sollte keinen grundsätzlichen Unterschied machen, ob ein Fahrzeug von einem Turbo- oder Saugmotor angetrieben wird, ob der Motor auf der Vorderachse verbaut ist oder vor der Hinterachse. Auch die aerodynamische Grundform der Fahrzeuge sollte keine rennentscheidende Rolle spielen. Nachdem die FIA zuvor schon eine erste Einstufung vorgenommen hat, werden zur Anpassung der „Balance of Performance“ bei den Rennen über die Telemetrie die Performancedaten der Fahrzeuge erfasst – nicht nur Rundenzeiten, sondern beispielsweise auch Beschleunigungsprofile und Motoreinstellungen. Diese Daten werden automatisch analysiert und fließen in die „Balance of Performance“ ein. Das am häufigsten eingesetzte Mittel zur Anpassung des Performanceniveaus ist die Zu- oder Ausladung von Gewicht. Entscheidend für den Erfolg auf der Rennstrecke soll nach dem Willen der Reglementverantwortlichen nicht mehr das individuelle Potenzial eines Fahrzeugs sein, sondern Faktoren wie etwa die Leistung der Fahrer, die Rennstrategie, ein perfektes Setup oder die Arbeit des Teams bei den Boxenstopps.Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WECIn der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, LMGTE-Pro (z.B. 911 RSR) und LMGTE-Am (z.B. 911 RSR Modelljahr 2015). Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet. Quelle: Kommunikation Porsche AGMotorsportpresseHelfen Sie bitte mit, dass es Hit-TV.eu auch morgen noch gibt. Mit 12 € pro Jahr (1 € pro Monat) sichern Sie die Existenz von unabhängigem Journalismus. 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