Viele ambulante Pflegedienste stehen nach Erkenntnissen deutscher Ermittlungsbehörden im Verdacht, Abrechnungsbetrug begangen zu haben. Das berichten der Bayerische Rundfunk und die WELT. Die Verbraucherzentrale Brandenburg erklärt, wie man sich als Pflegebedürftiger schützt.

„Die Nachrichten über massiven Abrechnungsbetrug verunsichern Verbraucher, die ambulante Pflegeleistungen in Anspruch nehmen oder dies vorhaben“, so Dunja Neukamp, Pflegerechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale in Potsdam. Um sich vor Abrechnungsbetrug zu schützen, hat die Expertin einen Tipp: „Verbraucher sollten den Leistungsnachweis des Pflegedienstes genau lesen und mit ihrer Unterschrift nur Leistungen bestätigen, die dieser tatsächlich erbracht hat“, so Neukamp.

Denn monatlich muss der Pflegedienst genau dokumentieren, welche Leistungen er wann durchgeführt hat. Dieser sogenannte Leistungsnachweis muss anschließend durch den Pflegebedürftigen beziehungsweise dessen Bevollmächtigten oder Betreuer unterschrieben werden. Auf dieser Grundlage rechnet der Pflegedienst gegenüber der Pflegekasse ab.

Für Fragen rund um ambulante Pflegeverträge steht Verbrauchern ein bundesweites Info-Telefon drei Mal wöchentlich zur Verfügung (0331-98 22 99 88, Mo 9-13 Uhr, Mi 14-18 Uhr, Fr 8-12 Uhr).

Über das Projekt “Marktprüfung ambulante Pflegeverträge”

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz fördert das Projekt der Verbraucherzentralen Berlin, Brandenburg und Saarland. Ziel ist es, Pflegebedürftige und Angehörige über ihre Rechte und Pflichten aus ambulanten Pflegeverträgen aufzuklären. Dazu haben die Verbraucherzentralen die Hotline 0331 98 22 99 88 (Mo 9-13 Uhr, Mi 14-18 Uhr, Fr 8-12 Uhr) geschaltet. Zusätzlich gibt es ein Informationsportal: Unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/pflegevertraege finden Verbraucher rechtliche Hintergründe und Handlungsempfehlungen rund um die ambulante Pflege. Darüber hinaus prüfen die drei Verbraucherzentralen Pflegeverträge auf Rechtsverstöße, um unfaire Vertragsklauseln aufzudecken und gegebenenfalls abzumahnen. Verbraucher sind aufgerufen, Kopien ihrer Verträge mit ambulanten Pflegeanbietern per E-Mail anpflegevertraege@vzb.de oder postalisch an die Verbraucherzentrale Brandenburg (Babelsberger Str. 18, 14473 Potsdam) zu schicken. Die Verbraucherschützer verschaffen sich so einen detaillierten Überblick über die im Markt verwendeten Vertragsbedingungen und mahnen im Einzelfall auch ab.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V./ Brandenburg e.V.

Helfen Sie bitte mit, dass es Hit-TV.eu auch morgen noch gibt. Mit 12 € pro Jahr (1 € pro Monat) sichern Sie die Existenz von unabhängigem Journalismus. (weitere Infos unterm Menüpunkt Spenden) Spenden bitte per Paypal: hittveu@googlemail.com oder per Bank an: Hit-TV.eu IBAN: DE36 8707 0024 0047 7901 00  BIC: DEUTDEDBCHE (Deutsche Bank) Buchungstext “Spende”

 

Share This

Teile diesen Beitrag

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden!