Plauen (ots) –   Samstag Mittag legten bislang Unbekannte – vermutlich Kinder – in Plauen Steine aus dem Gleisbett auf die Schienen und bewarfen einen vorbeifahrenden Zug mit ebensolchen. Tatort war die Bahnstrecke Hof-Dresden im Bereich der Karolastraße. Von der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn erreichte die Bundespolizei gegen 13:05 Uhr die Mitteilung, wonach ein Triebfahrzeugführer kurz nach Abfahrt am Plauener oberen Bahnhof in Richtung Dresden insgesamt vier Kinder gesehen habe, die Steine auf die Schienen legten und den Zug auch mit solchen bewarfen. Die Strecke wurde deshalb sofort gesperrt und Bundespolizisten eilten an den Ereignisort. Kinder stellten sie zwar keine fest, jedoch eindeutige Spuren auf den Schienenköpfen in Form von Steinmehl. Zudem fanden sie einen unzerstörten Stein – der nach Durchfahrt des betroffenen Zuges aufgelegt sein musste – auf einem Schienenkopf und entfernten ihn. Diese Feststellungen decken sich mit den späteren Angaben des Triebfahrzeugführers, der das Überfahren aufgelegter Steine wahrgenommen hatte. Am Zug entstanden durch die Steinwürfe Lackschäden, zur Schadenhöhe liegen derzeit noch keine Angaben vor. Die Strecke war wegen des Ereignisses bis gegen 15:30 Uhr gesperrt, Angaben zu Zugausfällen oder Verspätungen sind der Bundespolizei nicht bekannt. Die Ermittlungen in diesem Fall des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr führt die Bundespolizeiinspektion Klingenthal. Es werden Zeugen gesucht, die sachdienliche Angaben machen können, die insbesondere zur Identifizierung der Verursacher führen. Sollte es sich dabei – wie vermutet wird – um Kinder handeln, geht es dabei nicht um die strafrechtliche Relevanz der Tat, sondern in erster Linie um Prävention zur Verhinderung weiterer gleich gelagerter Handlungen.

Schließlich brachten sich die Verursacher in Lebensgefahr, als sie in und an den Gleisen der Bahnstrecke agierten. Es ist lediglich glücklichen Umständen zu verdanken, dass keine Menschen – auch im Zug

– verletzt wurden und es zu keinem größeren Schadensereignis, schlimmstenfalls in Form einer Entgleisung, kam. Für Hinweise: 037467/2810 oder 0800 6 888 000

Quelle: Bundespolizei

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