Stuttgart. Die Motorsportsaison 2017 kann beginnen: Das Porsche GT Team ist gut gerüstet für die 24 Stunden von Daytona, das Auftaktrennen der in den USA und Kanada ausgetragenen IMSA SportsCar Championship. Den offiziellen Test „The Roar before the Rolex 24“ hat die Werksmannschaft am Wochenende dazu genutzt, den neuen 911 RSR für seine Rennpremiere beim weltberühmten Langstreckenklassiker in Florida am 28./29. Januar abzustimmen. Bei wechselhaftem Wetter absolvierten die 911 RSR mit den Startnummern 911 und 912 insgesamt 2.936 Kilometer auf dem Day-tona International Speedway, der legendären Rennstrecke mit schnellen Steilkurven und einem engen Infield. Insgesamt waren in Daytona sechs Porsche-Werksfahrer für das Porsche GT Team und fünf für verschiedene Kundenteams im Einsatz, die das traditionsreiche Saisonauftaktrennen mit dem Porsche 911 GT3 R in Angriff nehmen werden.

Den Testauftritt des neuen 911 RSR, mit dem Porsche in dieser Saison neben der IMSA SportsCar Championship auch die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC bestreitet, verfolgten zahlreiche interessierte Sportwagenfans. Als Nachfolger des erfolgreichsten GT-Rennwagens der letzten Jahre, der zwischen 2013 und 2016 nicht weniger als 22 Siege und acht Meistertitel holte, ist der 911 RSR eine komplette Neuentwicklung: Fahrwerk, Karosseriestruktur, Aerodynamikkonzept, Motor und Getriebe wurden von Grund auf neu konstruiert. Der vor die Hinterachse gerückte Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Den Konstrukteuren hat es der moderne und leichte Sauger ermöglicht, einen besonders großen Heckdiffusor zu verbauen. In Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel konnten das Abtriebsniveau sowie die aerodynamische Effizienz signifikant verbessert werden.

Neu im 911 RSR ist auch das so genannte „Collision Avoid System“. Mit diesem radargestützten Kollisionswarnsystem lassen sich auf einem Monitor im Cockpit selbst im Dunkeln die schnelleren Prototypen frühzeitig erkennen und Missverständnisse vermeiden. Ein neues Konzept des Sicherheitskäfigs sowie ein neuer, fest verschraubter Rennsitz erhöhen die Sicherheit für die Fahrer zusätzlich. Weil der Sitz fest mit dem Fahrzeug verbunden ist, lässt sich nun die Pedalbox verschieben und der Größe des Fahrers anpassen. Deutlich verbessert wurde auch die Servicefreundlichkeit des 911 RSR, der in Daytona erstmals im neuen Werksdesign antrat: Dieses hat die klare und dynamische Designsprache von Porsche Motorsport weiterentwickelt. Von einem erhöhten Standpunkt ist die angedeutete Silhouette des Porsche-Wappens zu erkennen. Die Grundfarben bleiben Weiß, Rot und Schwarz.

Im 911 RSR mit der Startnummer 911 absolvierten Patrick Pilet (Frankreich), Dirk Werner (Würzburg) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) an den drei Testtagen 1.431 Kilometer auf dem Daytona International Speedway. Ihre Teamkollegen Kévin Estre (Frankreich), Laurens Vanthoor (Belgien) und Richard Lietz (Österreich) kamen im zweiten 911 RSR mit der Startnummer 912 auf 1.505 Kilometer. Mit diesen Fahrertrios wird das Porsche GT Team nach den 24 Stunden von Daytona auch beim Zwölfstundenrennen in Sebring am 18. März antreten, dem zweiten großen Langstreckenklassiker der IMSA SportsCar Championship. Die Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen/TRG), Jörg Bergmeister (Langenfeld/Park Place Motorsports), Patrick Long (USA/Core Autosport), Michael Christensen (Dänemark/Alegra Motorsports) und Sven Müller (Bingen/Manthey Racing) absolvierten den Daytona-Test in den Porsche 911 GT3 R verschiedener Kundenteams, für die sie auch das Rennen fahren werden. Eine ganz besondere Bedeutung haben die 24 Stunden von Daytona für Dirk Werner, Laurens Vanthoor und Sven Müller: Für sie wird es das erste Rennen als Porsche-Werksfahrer.

„Das waren ganz wichtige Testkilometer, die wir für die Vorbereitung auf das Rennen an diesen drei Tagen gefahren sind“, sagte Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport. „Wir haben alles abarbeiten können, was wir uns vorgenommen haben und verstehen das Auto auf dieser Strecke jetzt deutlich besser. Dazu hatten wir wechselnde und sehr unterschiedliche Streckenbedingungen. Es war trocken und nass, warm und kalt – genau das, was man bei der Rennvorbereitung braucht, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Für das Rennen und die Premiere unseres neuen 911 RSR fühlen wir uns bestens präpariert. Insofern waren das drei sehr erfolgreiche Tage in Florida.“

Das ist die IMSA SportsCar ChampionshipDie IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona), P (Prototype) und PC (Prototype Challenge). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der neue Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

Quelle: Porsche Motorsport

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