Unsportliche Preisanpassungsklauseln im Fokus

Ein beliebter guter Vorsatz zum Jahreswechsel: Die Anmeldung im Fitnessstudio. Doch in den Verträgen lauern häufig unsportliche Regelungen. So auch bei zwei Brandenburger Fitnessstudios, die einige nach Ansicht der Verbraucherzentrale Brandenburg gesetzwidrige Klauseln verwendet haben, darunter zum Beispiel eine unzulässige Preisanpassungsklausel. Da dies Verbraucher unrechtmäßig benachteiligt, mahnte die VZB beide Studios erfolgreich ab.

„Eine Preisanpassungsklausel in den AGB ist nur dann wirksam, wenn sie klar regelt, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Umfang das Fitnessstudio den Preis anpassen darf. Denn der Verbraucher muss vor Vertragsschluss wissen, was ihn erwartet“, erklärt Juristin Dunja Neukamp von der VZB. „Bei beiden abgemahnten Studios war dies jedoch nicht der Fall. Die Studios aus Bernau und Eberswalde haben sich nach Abmahnung uns gegenüber verpflichtet, die unsportlichen Klauseln nicht mehr zu verwenden“, berichtet die Verbraucherschützerin.

Bundesweite Umfrage zeigt viele Probleme

Ärger mit Fitnessstudios ist ein ständiges Thema bei der Verbraucherzentrale. Nicht nur unzulässige Preisanpassungsklauseln benachteiligen Sportstudiomitglieder. Eine aktuelle bundesweite Umfrage verdeutlicht, was die VZB aus ihrer täglichen Beratungspraxis kennt: Rechtsverstöße und die Benachteiligung von Kunden sind an der Tagesordnung: www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/probleme-fitnessstudios

„Melden Verbraucher uns rechtswidrige Klauseln oder entdecken wir diese in Verträgen, werden wir weiter dagegen vorgehen”, betont Neukamp. Verbraucher können sich bei der Verbraucherzentrale auch informieren und beraten lassen, wenn sie Ärger mit ihrem Studio haben:

  • in den Verbraucherberatungsstellen, Terminvereinbarung unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter vzb.de/termine,
  • am Beratungstelefon unter 09001 / 775 770 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr,1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) sowie
  • per E-Mailberatung auf vzb.de/emailberatung

Beide Abmahnungen sind im Rahmen des Projektes „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“, gefördert durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, durchgeführt worden.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V. / Brandenburg e.V.

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