Die Staatssekretäre Billen und Quart aus Bund und Land besuchen die Verbraucherzentrale Brandenburg: „Der Verbraucherschutz in digitalen Märkten muss ausgebaut werden.“

Bundesweit melden Verbraucher unlautere Geschäftspraktiken von Internet-Ankaufportalen. Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) nimmt diese nun genau unter die Lupe. Das und weitere Projekte stellte die VZB Staatssekretär Gerd Billen aus dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) sowie Staatssekretärin Anne Quart aus dem Brandenburgischen Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz (MdJEV) am 7. November 2016 in Potsdam vor.

Digitale Märkte entwickeln sich rasant. Sie bringen Innovationen hervor, mittlerweile allerdings auch eine Vielzahl unlauterer Geschäftsmodelle. „Die Verbraucherzentrale Brandenburg überprüft mit ihrem Marktwächter-Team den digitalen Wareneinkauf auf Verstöße und Intransparenz hin. Das Team macht durch seine Arbeit auf Missstände und gegebenenfalls gesetzgeberische Lücken aufmerksam und klärt Verbraucherinnen und Verbraucher über unrechtmäßige Anbieter und ihre Rechte, dagegen vorzugehen, auf“, betont Gerd Billen, Staatssekretär im BMJV.

Einen dieser Missstände hat das Marktwächter-Team der VZB bei Ankaufportalen identifiziert. Die Portale kaufen zum Beispiel Smartphones, Bücher oder CDs von Verbrauchern. Dabei fallen jedoch einige Akteure negativ auf: Zum Beispiel hatte ein Portal Verbrauchern hohe Ankaufspreise angeboten. Nachdem sie ihre Waren dorthin geschickt hatten, korrigierte das Portal sein Angebot aber deutlich nach unten. Wollte der Verbraucher unter diesen Umständen dem Verkauf nicht zustimmen, bekam er seine Ware nicht wieder, sondern sollte zunächst eine den Kaufpreis übersteigende Bearbeitungsgebühr bezahlen. „Das ist leider kein Einzelfall“, so VZB-Geschäftsführer Dr. Christian A. Rumpke. Probleme bei der Geschäftsabwicklung von Ankaufportalen finden sich derzeit zuhauf. „Wir prüfen diese Fälle und mahnen unlautere Anbieter auch ab“, berichtete der Verbraucherschützer den beiden Staatssekretären.

„Wir freuen uns, dass die Verbraucherzentrale hier in Brandenburg eine starke Kompetenz im digitalen Verbraucherschutz entwickelt. Wir wollen darüber hinaus das Wissen über die Zusammenhänge in unserer digitalen Gesellschaft künftig auch im Rahmen der Verbraucherbildung verstärkt in die Klassenzimmer bringen“, so Staatssekretärin Anne Quart (MdJEV). Einig waren sich Billen, Quart und Rumpke im Ausblick: „Ein starker Verbraucherschutz in digitalen Märkten ist unverzichtbar und muss zukünftig noch weiter ausgebaut werden.“

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V. / Brandenbur e.V.

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