Jetzt Darlehensgebühren zurückfordern

Jetzt Darlehensgebühren zurückfordern

Am 8. November 2016 hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass Darlehensgebühren bei Bausparkassen rechtswidrig sind, sofern damit keine besondere Leistung für den Darlehensnehmer verknüpft ist. „Viele Verbraucher können daher nun Gebühren zurückfordern“, so Erk Schaarschmidt, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB). Dabei hilft der Musterbrief der Verbraucherzentrale.

„Das BGH-Urteil ist eine gute Nachricht für Verbraucher“, so Schaarschmidt. Mit dem Musterbrief können mindestens alle Verbraucher, die seit dem Jahr 2013 Darlehensgebühren bezahlt haben, diese zurückfordern.“ Ob die Erstattung von Darlehensgebühren, die im Jahr 2012 oder früher gezahlt wurden, noch verlangt werden kann, ist umstritten und noch nicht höchstrichterlich geklärt. Je nachdem, ob man eine drei- oder eine zehnjährige Verjährungsfrist zu Grunde legt, können unterschiedliche Darlehensnehmer unterschiedlich lange ihr Geld zurückfordern.

„Wir raten auch Verbrauchern, die zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 31. Dezember 2012 solche Gebühren zahlen müssen, diese zurückzufordern“, so Schaarschmidt.

Von der zu Grunde gelegten Verjährungsfrist hängt auch ab, wie lange Entgelte noch zurückgefordert werden können. „Wenn wir vom für Verbraucher schlechten Fall der dreijährigen Verjährung ausgehen, können in 2013 gezahlte Gebühren voraussichtlich nur noch bis Ende des Jahres 2016 zurückverlangt werden. Wer 2014 Gebühren bezahlt hat, hat dementsprechend noch ein Jahr länger Zeit. Wer seinen Erstattungsanspruch geltend machen will, sollte also schnell handeln“, rät der Finanzexperte.

Beim Musterbrief kann man zwischen zwei Erstattungsvarianten wählen. Entweder kann man sich die Darlehensgebühr auszahlen lassen. Oder man kann sich die Gebühr valutengerecht gutschreiben lassen. Dabei entstehen Zinsvorteile: Die erste Kreditrate fließt dann nämlich direkt in die Tilgung des Darlehens und finanziert nicht mehr die Darlehensgebühr.

Die Bausparkasse kann nach Erhalt des Musterbriefs unterschiedlich handeln. „Wenn diese die Rückforderung anerkennt oder auf die Einrede der Verjährung verzichtet, ist alles in Ordnung“, so Schaarschmidt. Falls die Bausparkasse gar keine Reaktion zeigt, sollten Verbraucher verjährungshemmende Schritte einleiten. Das geht zum Beispiel durch die Einleitung eines Ombudsmannverfahrens, durch die Beantragung eines Mahnbescheid oder Einreichung einer Klage. „Wir empfehlen zunächst die Einschaltung eines Ombudsmannes. Die Beantragung eines Mahnbescheides oder eine Klageerhebung sollte wegen der damit entstehenden Kosten wohl überlegt sein. Wer das plant, sollte sich im Vorfeld zum Beispiel von der Verbraucherzentrale beraten lassen“, erklärt Schaarschmidt.

Verbraucher, die sich zu ihren Bausparverträgen beraten lassen wollen, können folgende Angebote der Verbraucherzentrale Brandenburg in Anspruch nehmen:

  • persönliche Verbraucherberatung, Terminvereinbarung unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter vzb.de/termine,
  • E-Mailberatung auf vzb.de/emailberatung

   Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V. /Brandenburg e.V.

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Zwei Ungarn geraten in Plauen mit den Gesetzen in Konflikt

Zwei Ungarn geraten in Plauen mit den Gesetzen in Konflikt

Plauen (ots) – Eine Streife der Bundespolizei hielt im Stadtgebiet Plauen in der vergangenen Nacht einen Pkw Peugeot mit Ausfuhrkennzeichen an, um dessen Insassen zu kontrollieren. Besetzt war der Wagen mit zwei ungarischen Staatsangehörigen. Während der Kontrolle bemerkten die Beamten beim 25-jährigen Fahrer Auffälligkeiten, die auf den vorangegangenen Konsum von Betäubungsmitteln schließen ließen. Ein durchgeführter Drogenvortest bestätigte den Verdacht, weshalb eine hinzugezogene Streife des Plauener Polizeireviers den Mann und die weiteren Ermittlungen wegen Fahrens unter Einfluss berauschender Mittel übernahm. Im Zusammenhang mit dieser Kontrolle gab der 24-jährige Beifahrer an, nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Deswegen wurde vereinbart, dass dieser eine andere Person zum Zweck der Abholung des Pkw verständigt. Kurze Zeit später stellten die Bundespolizisten den Peugeot erneut im Stadtgebiet Plauen fahrend fest. Nun saß der 24-Jährige am Steuer. Er muss sich jetzt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Auch diesen Fall übernahm das Polizeirevier Plauen.

Quelle: Bundespolizei

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Start-Ziel-Sieg und WM-Titel für Porsche 919 Hybrid

Start-Ziel-Sieg und WM-Titel für Porsche 919 Hybrid

FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, LMP1, Lauf 8, Shanghai (China), RennenStuttgart. Porsche feiert den sechsten Saisonsieg und die erfolgreiche Verteidigung des Herstellertitels in Shanghai. Den vorletzten von neun Läufen zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC gewannen Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AU) von der Poleposition aus. Das Trio mit dem zweiten Porsche 919 Hybrid, die Tabellenführer Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE), erreichte von Startplatz sechs aus Rang vier. Die schnellste Rennrunde auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit fuhr Brendon Hartley in 1.45,935 Minuten. Das Sechsstundenrennen fand bei konstant trockener Witterung und Temperaturen um 23 Grad Celsius statt.

So lief das Rennen für die Startnummer 1:Hartley startet von der Poleposition, fährt einen Doppelstint und übergibt nach 60 Runden in Führung liegend an Bernhard. Der absolviert ebenfalls einen Doppelstint und übergibt den führenden 919 nach 120 Runden an Webber. Nach 150 Runden übernimmt Hartley wieder und bringt den Sieg nach 195 Runden souverän ins Ziel.So lief das Rennen für die Startnummer 2:Jani holt von Startplatz sechs sukzessive auf und übergibt den 919 nach zwei Stints (59 Runden) an Position zwei liegend an Lieb. In der 80. Runde verliert Lieb P2 an den Nummer-6-Toyota. Nach 89 Runden übernimmt Dumas, der in Runde 109 den Toyota mit der Nummer 5 nach hartem Kampf passieren lassen muss und somit Vierter ist. Ende Runde 119 übernimmt Jani wieder. Nach einem schnellen Boxenstopp ist er am Nummer-5-Toyota vorbei, und als der Toyota mit der Nummer 6 nach 134 Runden überraschend zur Box muss, ist Jani wieder Zweiter hinter dem Schwester-Porsche. Anschließend duelliert er sich rundenlang mit dem Nummer-5-Toyota um Platz zwei. Jani bleibt bis zum Schluss am Steuer und wird letztlich Vierter.Stimmen nach dem Rennen:Andreas Seidl, Teamchef: „Es fühlt sich großartig an, für Porsche erneut den Weltmeistertitel für Hersteller geholt zu haben. Das ist der Leistung von jedem einzelnen Teammitglied zu verdanken – zuhause in Weissach und hier an der Rennstrecke – und natürlich auch unseren Partnern. Der Titel ist das Resultat eines über die ganze Saison schnellen und zuverlässigen Autos und einer starken Team Performance. Hier in Shanghai haben wir die Poleposition geholt, die schnellste Rennrunde verbucht, hatten konstant das schnellste Auto im Feld, die besten Boxenstops, die richtige Strategie und die besten Fahrer im Auto. Wir haben den ersten Titel verdient gewonnen und wollen beim Finale in Bahrain auch noch um einen weiteren Titel kämpfen.“Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1Timo Bernhard (35, Bruchmühlbach-Miesau): „Es war ein super Rennen für uns. Brendon fuhr einen klasse Start. Wir konnten die Führung halten und dann ausbauen. Ich war als Zweiter im Auto und bin auch einen Doppelstint gefahren. Der Nummer-6-Toyota mit Kamui Kobayashi war sehr stark. Oft war die Verkehrssituation im Rennen entscheidend. Man musste ständig eine Balance finden zwischen aggressivem und defensivem Verhalten beim Überrunden. Ich freue mich wahnsinnig über diesen Sieg für unser tolles Trio.“Brendon Hartley (26, Neuseeland): „Was für ein Tag! Die Situation in der ersten Kurve nach dem Start war interessant. Ich denke, der Toyota hatte eine gewaltige Menge elektrische Energie abgerufen, er konnte mich mit Leichtigkeit überholen. Aber ich wusste, dass ihm diese Energie irgendwann auf der Runde fehlen wird, weil wir ja durch das Reglement limitiert sind. Ich konnte ihn gerade noch überholen, ehe das Safety Car auf die Strecke ging. Das war ein netter Kampf in der ersten Runde, danach habe ich mich darauf konzentriert, ein sauberes Rennen zu fahren, und konnte das Auto mit einem 18-Sekunden-Vorsprung übergeben. Wir mussten allerdings die Fahrzeugnase wechseln, weil ein großes Stück Gummi den Scheinwerfer beschädigt hatte. Unsere Boxenstopps waren wieder super, und bei meinem Doppelstint am Ende lief alles glatt. Ich bin sehr glücklich.“Mark Webber (40, Australien): „Brendon schien heute zu fliegen, und Timos Doppelstint war auch super. Ich bin einen einfachen Stint mit teilweise gebrauchten Reifen gefahren, ehe Brendon unser Auto sicher nach Hause brachte. Es ist ein großartiger Tag für Porsche. Wir sind sehr glücklich, unseren Beitrag geleistet zu haben.“Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2Romain Dumas (38, Frankreich): „Es ging sehr eng zu heute. Ich war bei uns als Dritter an der Reihe und hatte auf meinem Stint gleich sehr viel Arbeit beim Überrunden. Das kostete Zeit. Danach klebte Gummiabrieb an den Reifen, den ich nicht mehr loswurde.“Neel Jani (32, Schweiz): „Ich bin von Platz sechs gestartet und habe versucht, taktisch zu fahren – also mich im Verkehr gut zu platzieren und im richtigen Moment Boost zu sparen, damit ich angreifen kann. Das hat funktioniert, das Auto ging super, ich konnte einen nach dem anderen überholen. Als ich Dritter war, hat es ein bisschen geharzt, weil ich dann doch mehrfach unglücklich auf Verkehr traf und einige Sekunden verlor. Aber ich konnte unser Auto nach meinem Doppelstint trotzdem an Position zwei übergeben. In der Mitte des Rennens haben wir dann leider Zeit verloren. Ich fuhr am Ende noch einen Doppelstint, aber da lag das Auto nicht mehr ganz so gut. Jetzt nehmen wir uns die Fahrer-Weltmeisterschaft für das Finale in zwei Wochen in Bahrain vor.“Marc Lieb (36, Ludwigsburg): „Ich war nach Neel an der Reihe, und mein Stint war bescheiden. Ich habe am Anfang viel Verkehr erwischt, war dauernd mit Überrunden beschäftigt und habe mir dabei die Vorderreifen kaputt gefahren. Ich hatte keinen Grip mehr an der Vorderachse und ständiges Untersteuern.“Alle Punktestände: https://www.fiawec.com/courses/classification.htmlAlle Ergebnisse: https://fiawec.alkamelsystems.com

Raubüberfall in Lengenfeld

Raubüberfall in Lengenfeld

Lengenfeld – (hs) Am Samstagnachmittag wurde eine Tankstelle in der Plohnbachstraße überfallen. Der Angestellte (29) wurde durch einen maskierten und mit einer Pistole bewaffneten männlichen Täter bedroht und zur Herausgabe des Bargeldes aufgefordert. Der junge Mann kam der Aufforderung nach und verstaute mehrere Hundert Euro, in eine vom Täter mitgebrachte Plastiktüte. Mit seiner Beute flüchtete der Räuber zu Fuß in unbekannte Richtung. Der Tankstellenmitarbeiter kam zum Glück mit dem Schrecken davon und wurde nicht verletzt.

Quelle: PD Zwickau

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Volkswagen setzt beim großen Finale für den Polo R WRC alles auf Sieg

Volkswagen setzt beim großen Finale für den Polo R WRC alles auf Sieg

  • Rallye Australien für Volkswagen der abschließende Auftritt in der Rallye-WM
  • Mikkelsen/Jæger kämpfen in Down Under um inoffizielle „Vize“-Weltmeisterschaft
  • Zum Abschied: Ogier/Ingrassia und Latvala/Anttila hoch motiviert

Wolfsburg (11. November 2016). Der Schlusspunkt einer erfolgreichen Ära im Rallye-Sport: Volkswagen startet mit dem Polo R WRC zum letzten Mal in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Bei der Rallye Australien, dem Saisonfinale vom 17. bis 20. November, lautet die Devise der Weltmeister von 2013, 2014, 2015 und 2016*: Meilenstein statt Melancholie. Allen voran Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (N/N), aber auch Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) setzen in „Down Under“ alles auf Sieg. Die drei Fahrer/Beifahrer-Paarungen blicken gemeinsam auf 42 Siege in 51 Rallyes zurück – und mit bisher 621 Bestzeiten bei 935 Wertungsprüfungen standen Volkswagen Duos bei zwei von drei Gelegenheiten ganz oben in der Zeitenliste. 23 weitere Wertungsprüfungen und 312,98 Kilometer gegen die Uhr warten rund um Coffs Harbour auf die drei Polo R WRC, die zusammen bisher 47.873,44 Kilometer im Rallye-Tempo absolviert haben.

Macht’s noch einmal, Andreas und Anders – alles auf eine Karte im Kampf um Platz zwei

Der Vierkampf um Platz zwei in der Rallye-WM – und Andreas Mikkelsen und Anders Jæger sind mittendrin. Derzeit rangiert das Volkswagen Duo 14 Zähler hinter Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul (B/B, Hyundai), drei Punkte vor Hayden Paddon/John Kennard (NZ/NZ, Hyundai) und zehn vor Dani Sordo/Marc Martí (E/E, Hyundai) auf der dritten Position des Gesamtklassements. Um am Ende den „Vize“-Titel zu feiern, muss mindestens ein Podestplatz her, am besten der Sieg. Dabei ist gerade in Australien auch die Startposition entscheidend. Sie ist für den Freitag und Samstag anhand der aktuellen WM-Wertung bestimmt – ein Nachteil für früh, ein Vorteil für spät startende World Rally Cars. Im bisherigen Saisonverlauf hat es nur ein Duo geschafft, eine Rallye auf losem Schotter von einer der ersten drei Startpositionen zu gewinnen: eben Mikkelsen und Jæger.

Macht’s noch einmal, Seb und Julien – Wunder gab es immer wieder

Coffs Harbour, 13. September 2015, 13:49 Uhr und elf Sekunden – Sébastien Ogier und Julien Ingrassia überqueren als Sieger der Rallye Australien 2015 die Ziellinie und stehen damit als Weltmeister fest, auch Volkswagen ist der Titel in der Hersteller-Wertung nicht mehr zu nehmen. Die Größe dieses Moments grenzte anno 2015 aber auch an ein Rallye-Wunder: Die Rallye Australien gilt als eine der schlechtesten Adressen, um die Route zu eröffnen. Ogier und Ingrassia trotzten jedoch Physik und Vorhersage. 2016 sind die Regeln in Sachen Startpositionen zu ihren Ungunsten noch verschärft worden – ein weiteres Rallye-Sieg-Wunder wäre der 39. Triumph von Ogier/Ingrassia, der 32. mit Volkswagen, und damit große Motivation für die viermaligen Rallye-Weltmeister.

Macht’s noch einmal, Jari-Matti und Miikka – gesucht: ein versöhnliches Ende der Saison

Von Glück war die Saison von Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila anno 2016 nicht geprägt, ihr Ziel in Down Under ist ein positiver, idealerweise siegreicher Abschluss des Rallye-Jahres. Zuletzt waren Latvala/Anttila bei der Rallye Mexiko unter ganz ähnlichen Voraussetzungen siegreich – auf ebenfalls pudrig-weichem, sandigem Schotter. Sie gehen von der sechsten Startposition ins Rennen und haben von den Volkswagen Piloten damit die besten Siegchancen.

Stroboskop im Regenwald, dazu Monster- und Mini-Prüfungen

Ob verwinkelt und eng oder weitläufig und flüssig: In Sachen Streckencharakteristik bietet die Rallye Australien ein breites Spektrum. Mal geht es in Höchstgeschwindigkeit über offenes Gelände, mal geht es durch verwundene und schmale Abschnitte, flankiert von unnachgiebigen Bäumen im australischen Regenwald am Rand der Strecke. Im Zusammenspiel sorgen sie mit der tief stehenden Sonne für eine schnelle Abfolge von Licht und Schatten – ein stroboskopischer Effekt, der durch den Streckenbelag noch verstärkt wird. Feinster, aufgewirbelter Sand beeinträchtigt die Sicht der Fahrer und fordert ein Höchstmaß an Konzentration.

Mit „Nambucca“ wartet am Samstag eine der längsten Prüfungen der Saison auf Fahrer und Beifahrer. Exakt 50,80 Kilometer gilt es zu bewältigen. Nicht nur ihre enorme Länge, auch ihre Vielfalt an unterschiedlichen Straßenbelägen macht sie zu einer der größten Herausforderungen der gesamten Rallye. Wesentlich kürzer, aber nicht minder spektakulär: die insgesamt sechs Zuschauerprüfungen der Rallye Australien. Sowohl am Freitag als auch am Samstagvormittag steht die „Raceway“-Prüfung auf dem Programm. Die 1,37 Kilometer lange Rallycross-Strecke bietet viel Potenzial für eine spektakuläre Drift-Show. Dafür soll auch „Destination NSW“ sorgen. Die Zuschauerprüfung in Coffs Harbour bildet an den ersten beiden Tagen jeweils den Abschluss des Rallye-Tages. Den Schlusspunkt der Rallye Australien und damit auch der Rallye-Saison 2016 setzt, wie schon anno 2015, die Powerstage mit dem klangvollen Namen „Wedding Bells“.

Stimmen vor der Rallye Australien

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1„Es ist schon eine merkwürdige Situation für alle bei Volkswagen Motorsport. Die Bekanntgabe des Ausstiegs aus der Rallye-WM am Ende des Jahres war nicht die Art, wie wir als Team unseren vierten Titel feiern wollten. In Australien werden wir nun unsere letzte gemeinsame Rallye bestreiten. Wenn ich auf die vergangenen fünf Jahre zurückschaue, dann denke ich nicht nur an die gemeinsamen Erfolge zurück. Ich bin dankbar, dass ich bei Volkswagen mit so tollen Menschen zusammenarbeiten durfte. Über die Jahre sind wahre Freundschaften entstanden. Ich kann nur hoffen, dass ich möglichst viele von ihnen wiedersehen werde. Die letzte Rallye mit Volkswagen – das hört sich verrückt an. Ich bin mir jedoch sicher, dass ich das Thema während der Rallye ausblenden kann. Auch wenn meine Startposition nicht gerade vielversprechend ist – ich werde alles daransetzen, dass wir zum Abschluss in Australien noch einmal gemeinsam jubeln.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2„Die Nachricht in der vergangenen Woche war natürlich alles andere als erfreulich. In der kurzen Zeit fällt es sehr schwer, das Ausmaß der Entscheidung zu realisieren. Ich kann mich nur wiederholen: Die Zeit bei Volkswagen Motorsport wird mir immer in Erinnerung bleiben, die vielen schönen Momente bedeuten mir viel und ich möchte allen im Team dafür danken. Jetzt ist es meine Pflicht, mich noch mal voll und ganz auf das Saisonfinale in Australien zu konzentrieren. Ich bin topmotiviert für meine letzte Rallye mit Volkswagen und ich werde richtig angreifen und versuchen, um den Sieg mitzufahren. Meine Saison war nicht einfach, ein gutes Ergebnis in Australien wäre daher doppelt schön, vor allem als Abschiedsgeschenk an das Team.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9„Die Rallye Australien wird sehr emotional werden – da wir alle wissen, dass es die letzte für Volkswagen ist. Das Team ist mir ans Herz gewachsen, ich bin sehr dankbar für die schöne gemeinsame Zeit und möchte mich unbedingt mit einem guten Ergebnis in Australien verabschieden. Das ist auch deswegen wichtig für Anders und mich, weil wir den zweiten Platz in der Fahrer- und Beifahrer-Weltmeisterschaft von meinem Freund Thierry Neuville zurückerobern wollen. Dafür müssen wir versuchen zu gewinnen. Da wir als Dritte auf die Wertungsprüfungen gehen, wird das jedoch nicht einfach werden. Wir werden aber von Beginn an Druck machen und alles geben. Die größte Herausforderung bei der Rallye Australien sind die Streckenabschnitte mit den schnellen, schwer einsehbaren Kurven. Rallye im Dschungel – das beschreibt es am besten. Ich bin auf jeden Fall sehr motiviert und freue mich auf Australien, denn ich fahre dort sehr gern.“

Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor„Wir sind unglaublich stolz auf das, was wir in vier Jahren Rallye-WM geleistet und erreicht haben. Nun stellen wir uns in Australien unserer letzten WM-Rallye und es wird ein durch und durch emotionales Wochenende für jeden im Team werden. Aber wir werden absolut alles daransetzen, unseren zwölf WM-Titeln die Krone aufzusetzen, und würden uns am liebsten mit dem 43. Sieg des Polo R WRC verabschieden. Damit wollen wir ein letztes Mal unseren großartigen Fans auf der ganzen Welt etwas zurückgeben. Wir werden dafür das in die Waagschale werfen, was uns in den vergangenen 51 Rallyes schon ausgezeichnet hat: den Willen jedes Einzelnen zur absoluten Perfektion, einen unerreichten Teamgeist und jede Menge Herzblut für den Sport.“

Volkswagen Erfolge in der Rallye-WM: Wussten Sie, dass …

… Volkswagen am Rallye-Sonntag in Australien sein Rallye-WM-Programm beendet und dann 986 Tage mit Sébastien Ogier/Julien Ingrassia ununterbrochen an der Spitze der Fahrer- und Beifahrer-Wertung sowie 1.346 Tage an der Spitze der Hersteller-Wertung rangierte?

… Volkswagen in der Rallye-WM in bisher 51 Läufen 85 Podiumsresultate gefeiert hat, davon 42 Siege, 25 zweite und 18 dritte Plätze?

… die sogenannte Powerstage eine wahre Volkswagen Domäne ist? Bei den bisher 50 Powerstages gingen 194 Punkte nach Hannover. 38 Bestzeiten, 27 zweite und 26 dritte Plätze hat die Mannschaft seit 2013 auf der Haben-Seite.

… gleich viermal alle Zusatzzähler der Powerstage an Volkswagen gingen? 2014 in Italien und Polen, 2015 bei den Rallyes in Portugal und Italien.

… dass die durchschnittliche Distanz der 935 Wertungsprüfungen, an denen der Polo R WRC bisher teilnahm, 18,83 Kilometer betrug?

… 1.524 Mal einem der Fahrer der Sprung unter die ersten drei auf einer Wertungsprüfung gelang? Noch eindrucksvoller: 104 Mal waren drei Volkswagen Fahrer geschlossen vorn.

… Volkswagen die Rekordliste mit den längsten Siegesserien in der Geschichte der Rallye-WM souverän anführt? Gleich zweimal gelangen zwölf Siege in Folge und damit der absolute Bestwert: von der Rallye Australien 2012 bis zur Rallye Finnland 2014 und von der Rallye Portugal 2015 bis zur Rallye Mexiko 2016.

… Volkswagen seit der Rallye Monte Carlo 2013, also dem Debüt des Polo R WRC in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft, stets gepunktet hat?

… das Team in den zurückliegenden vier Jahren 19 Doppel-Siege und vier Dreifach-Erfolge in der Rallye-WM gefeiert hat?

… auch der Wert der meisten Siege in einer Saison spitze ist? 2014 und 2015 triumphierte Volkswagen jeweils zwölf Mal.

Zahl zum Wochenende: 472.157.347

Mit der Rallye Australien endet nicht nur eine vier Jahre lange Ära für Volkswagen in der höchsten Liga des Rallye-Sports – es markiert auch eine stolze Bilanz in den sozialen Netzwerken. Am 01. Januar 2013 startete die Marke auf ihrem Motorsport-Kanal bei Facebook mit 51.759 Fans. Kurz vor dem Saison-Finale in Australien anno 2016 rangiert facebook.com/volkswagenmotorsport bei bereits knapp 5,4 Millionen. Während der Zeit erzielten Text-, Foto- und Videoinhalte dort etwa 472 Millionen Kontakte und sorgten für über 15 Millionen Interaktionen. In dem Kurznachrichten-Netzwerk Twitter stieg die Zahl der Follower von null auf knapp 92.000, knapp 200.000 Mal reagierten die Fans von Volkswagen Motorsport auf die mehr als 11.000 Tweets bei twitter.com/volkswagenrally. Über WhatsApp führt das Team während einer Rallye bis zu 500 Chats. Ganz ehrlich, von ganzem Herzen und zur Abwechslung einmal in eigener Sache: Die Volkswagen Motorsport Kommunikation dankt Fans, Journalisten und Partnern in der Rallye-WM für eine großartige Zeit. Auf Wiedersehen.

* Vorbehaltlich der Bestätigung durch die FIA.

FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC),Rallye Australien – TV-Zeiten
Freitag, 18. November 2016
07:00 Uhr WRC plus Rallye-WM, Australien 2016, Wertungsprüfung 10 und 11 live
23:05 Uhr Sport1+ Rallye-WM, Australien 2016, Highlights 1. Tag
Samstag, 19. November 2016
10:25 Uhr Sport1+ Rallye-WM, Australien 2016, Highlights 1. Tag
19:30 Uhr Sport1 Rallye-WM, Australien 2016, Highlights 2. Tag
23:05 Uhr Sport1+ Rallye-WM, Australien 2016, Highlights 2. Tag
23:30 Uhr Sport1+ Rallye-WM, Australien 2016, Wertungsprüfung 21 live
23:30 Uhr Sport1+ Rallye-WM, Australien 2016, Wertungsprüfung 21 live
Sonntag, 20. November 2016
03:00 Uhr WRC plus Rallye-WM, Australien 2016, Wertungsprüfung 23 live
23:15 Uhr Sport1 Rallye-WM, Australien 2016, Highlights 3. Tag
Montag, 21. November 2016
13:00 Uhr Sport1+ Rallye-WM, Australien 2016, Highlights 3. Tag

Quelle: Volkswagen Motorsport

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