Ort: Leipzig (OT Möckern), Georg-Schumann-StraßeZeit: 06.10.2016, gegen 11:50 Uhr

Ein gebürtiger Jordanier (49) begab sich in den gestrigen Mittagsstunden zum Arbeitsamt, lud vor dem Eingang eine augenscheinliche Handfeuerwaffe durch, steckte sie in seinen Hosenbund, ging in das Gebäude, sprach mit einer Mitarbeiterin am Empfang und wollte im Wartebereich Platz nehmen. Da sein Handeln jedoch einem Wachmann (55) aufgefallen war, bat ihn jener, die Räumlichkeit wieder zu verlassen. Der zweiten Aufforderung leiste der 49-Jährige dann zwar Folge, wollte aber auch wissen, warum er dies tun solle. Daraufhin wurde er über die vorherige Wahrnehmung informiert und zugleich gebeten, sein Jacke anzuheben. Nachdem er auch dieser Bitte nachgekommen war, zeigte er sich in gebrochenem Deutsch verwundert, dass er bei einem Behördengang keine Waffe mitführen darf und verweigerte zunächst auch das Verlassen des Gebäudes. Erst als der Wachmann einen Kollegen bat, die Polizei zu rufen, lief der 49-Jährige in Richtung Ausgang und offenbarte dabei schimpfend seine Motivationslage. Demnach war er über verweigerte Auszahlungen erbost, die er notfalls auch anders einfordern wolle. Gleichwohl verließ er das Gebäude ohne weitere Diskussionen, wartete davor mit dem Wachmann auf das Eintreffen der Polizei und befolgte schließlich auch die Verhaltensanweisungen der Beamten. So hob er seine Hände, legte sich auf den Boden und ließ sich widerstandlos eine Handfessel anlegen. Neben der im Hosenbund steckenden Gasdruck-/Schreckschusswaffe (Pistolenform) trug er im Rucksack eine Blechkiste mit Magazinen und Munition bei sich. Außerdem führte er noch ein Klappmesser mit. Da er keine waffenrechtlichen Befugnisse vorweisen konnte, wurden die Gegenstände beschlagnahmt. Dies kommentierte der Mann mit Unverständnis, da er angeblich schön häufiger mit der Waffe Ämter und Behörden aufgesucht habe. Letztlich erhielt er ein Hausverbot sowie einen Platzverweis und wurde zu seiner Wohnanschrift verbracht, wo sich eine Durchsuchung anschloss, die ohne weitere Feststellungen blieb. Abschließend wurde ihm der bittende Ratschlag erteilt, seine Anliegen künftig vorzugsweise telefonisch zu klären. Mangels einer konkreten Bedrohungssituation laufen die Ermittlungen wegen Nötigung und aufgrund waffenrechtlicher Belange. Vielleicht sollte dem Mann jemand erklären, dass Äußerungen wie „die Pistole auf die Brust setzen“ oder „eine Bombe platzen lassen“ nur sinnbildlich Verwendung finden sollten. (Loe)

Quelle: PD Leipzig

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