• Der neue Champion der ADAC Formel 4 gewinnt vor Preining und Laliberté
  • Zendeli bei schwierigen Bedingungen bester Rookie
  • Zweite Saison der ADAC Formel 4 endet am Sonntag

Hockenheimring – Rennen 2

Datum:1. Oktober 2016
Wetter:Zunächst trocken, 18,35 °C
Streckenlänge:4574 m
Top 3:1. Joey Mawson, 2. Thomas Preining, 3. Kami Laliberté

Hockenheim. Erstes Rennen als Meister, nächster Sieg: Der frischgekürte ADAC-Formel 4-Champion Joey Mawson (20, Australien, Van Amersfoort Racing) hat auch das zweite Rennen beim Finale in Hockenheim gewonnen. Der 20-Jährige siegte in einem von einer langen Unterbrechung und einer Safety-Car-Phase geprägten Rennen bei schwierigen Bedingungen mit Regen vor Thomas Preining (18, Österreich, Lechner Racing) und Kami Laliberté (17, Kanada, Van Amersfoort Racing).”Ich hatte einen ganz guten Start und konnte mich daher gut von den Zweikämpfen hinter mir absetzen. Aber ich habe im Spiegel zusehen können, wie eng es dort zuging”, sagte Joey Mawson: “Es war echt sehr schwierig und rutschig. Auch nach dem Neustart auf nasser Strecke. Da weiß man nie, was passieren wird.”Simo Laaksonen (18, Finnland, Motopark), die beiden Rookies Lirim Zendeli (16, Bochum, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) und Jonathan Aberdein (18, Südafrika, Motopark) sowie ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Jannes Fittje (17, Langenhain, US Racing), Vizemeister Mick Schumacher (17, Deutschland, Prema Powerteam), Rookie Felipe Drugovich (16, Brasilien, Neuhauser Racing) und Oliver Söderström (18, Schweden, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) komplettierten die Top Ten.Bei einsetzendem Regen sorgten mehrere Dreher und Kontakte für eine Unterbrechung des Rennens. Nach knapp 15-minütiger Pause wurde der Lauf hinter dem Safety Car neu gestartet, doch nach wenigen Metern musste es nach einem Kontakt zwischen den Rookies Juan Manuel Correa (17, USA/Ecuador, Prema Powerteam), Andreas Estner (16, Warngau, RS Competition) und Fabio Scherer (17, Schweiz, Jenzer Motorsport) erneut auf die Strecke. Das Rennen wurde schließlich hinter dem Safety Car beendet.Die zweite Saison der Highspeedschule des ADAC endet am Sonntag mit dem 24. und letzten Rennen (15.00 Uhr, live bei SPORT1). Bei diesem Rennen startet Kim-Luis Schramm (19, Wümbach, US Racing) als Zehnter des ersten Laufs von der Pole Position, Mawson wird von Rang zehn ins Rennen gehen.Weitere Stimmen zur ADAC Formel 4Joey Mawson (Sieger und Meister, Van Amersfoort Racing): “Langsam ist es bei mir angekommen, dass ich Meister bin. Jetzt wollen wir natürlich auch die Teammeisterschaft holen – dafür war unser Doppelpodium natürlich extrem wichtig.”Thomas Preining (Zweiter, Lechner Racing): “Es war kein leichtes Rennen. Man musste die Ruhe bewahren – trotz der vielen Unterbrechungen. Heute war definitiv kein Platz für Fehler, und Joey war da einfach heute besser.”Kami Laliberté (Dritter, Van Amersfoort Racing): “Obwohl es angefangen hat zu regnen, bin ich ganz gut zurechtgekommen. Um mich herum haben sich ein paar Wagen gedreht, für mich war die rote Flagge nicht wirklich gut. Mit Rang drei bin ich zufrieden, morgen starte ich auch von diesem Platz – da will ich mein Ergebnis bestätigen.”Lirim Zendeli (Fünfter und bester Rookie, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): “Das Rennen war leider sehr kurz. Hier in Hockenheim habe ich bei diesen Bedingungen kaum Erfahrung, deshalb bin ich schon zufrieden, der beste Rookie zu sein. Man kann in diesem Jahr eine Entwicklung sehen, es wird schon immer besser und konstanter.”Joey Mawson:Der Meister der ADAC Formel 4 2016 im Porträt

  • “Start-Ziel-Sieg” für den Australier: Seit dem ersten Rennen an der Spitze
  • Mawsons nächstes Ziel: Der Aufstieg in die Formel 3

Hockenheim. Dass 2016 das Jahr des Joey Mawson (20, Australien, Van Amersfoort Racing) werden würde, konnte man bereits im April erahnen. Damals, beim ersten Rennen der zweiten Saison der ADAC Formel 4, feierte der 20-Jährige in Oschersleben zwei Siege und einen zweiten Rang. Als Führender der Gesamtwertung verließ Mawson die Magdeburger Börde – und er sollte diese Führung bis zum Ende der Saison nicht mehr abgeben.Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring nutzte Mawson gleich die erste Möglichkeit, um sich vorzeitig zum Meister der Highspeedschule des ADAC zu krönen. “Es ist ein überragendes, einfach das beste Gefühl. Es ist noch gar nicht wirklich angekommen bei mir, das wird wahrscheinlich erst in den nächsten Tagen passieren”, sagte er.Zehn Siege in 23 Saisonrennen, sechs weitere Podiumsplatzierungen, nur viermal ohne Punkte – gerade diese Konstanz war es, mit der sich Mawson in seinem zweiten Jahr in der ADAC Formel 4 von der Konkurrenz abhob.Das Duell mit seinem Freund und Rivalen Mick Schumacher (17, Deutschland, Prema Powerteam) prägte die Saison. Zwischen den beiden einstigen Teamkollegen bei Van Amersfoort ging es eng, aber immer fair und sportlich zu. Vizemeister Schumacher gratulierte Mawson freundschaftlich. “Gut gemacht, Joey. Herzlichen Glückwunsch zum Titel”, sagte der 17-Jährige und fügte grinsend an: “Unser Duell wird weitergehen.”Mawson, der im Vorjahr Dritter geworden war, genießt im Fahrerfeld ein gutes Standing. “Er hat es definitiv verdient. Die Art und Weise, wie er mich im Rennen hier in Hockenheim hinter sich gelassen hat, das war schon beeindruckend”, sagte etwa Schumachers Teamkollege Juri Vips (16, Estland, Prema Powerteam). Auch ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Mike David Ortmann (16, Ahrensfelde, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) würdigte Mawsons Leistung. “Wer über die Jahre die meisten Punkte sammelt, hat es einfach verdient”, sagte Ortmann: “Joey war insgesamt einfach überlegen.”Im kommenden Jahr würde Mawson am liebsten in die Formel 3 wechseln, natürlich mit seinem Rennstall Van Amersfoort, mit dem der 20-Jährige den größten Erfolg in seiner Motorsportkarriere verbindet. “Ich bin offen für jede Herausforderung”, hatte Mawson bereits im Juli verkündet. Der Champion wird von PODIUM, einer Investmentgesellschaft, die sich die Förderung australischer Nachwuchs-Motorsportler auf die Fahne geschrieben hat, unterstützt.Im November 2012, Mawson war damals gerade 16 Jahre alt, wagte er den Sprung nach Europa nach Italien. 2013 folgte ein letztes Jahr in verschiedenen internationalen Kart-Serien, ehe es ihn im folgenden Jahr nach Frankreich zog, wo er in der französischen Formel 4 prompt Vierter wurde. Seit 2015 ist der in Sydney geborene Mawson in der ADAC Formel 4 und bei Van Amersfoort in den Niederlanden zu Hause.Ausruhen auf seinem Erfolg wird sich der “Aussie” definitiv nicht. Erst am 21. Dezember reist er kurz in seine Heimat, davor stehen Tests und Gespräche über die Zukunft an. Er träume davon, seine Leidenschaft Motorsport zum Beruf zu machen, betonte Mawson immer wieder. Mit dem Titel in der Highspeedschule des ADAC hat der 20-Jährige ein gutes Bewerbungsschreiben in der Tasche.Quelle: ADAC MotorsportHelfen Sie bitte mit, dass es Hit-TV.eu auch morgen noch gibt. Mit 12 € pro Jahr (1 € pro Monat) sichern Sie die Existenz von unabhängigem Journalismus. (weitere Infos unterm Menüpunkt Spenden) Spenden bitte per Paypal: hittveu@googlemail.com oder per Bank an: Hit-TV.eu IBAN: DE36 8707 0024 0047 7901 00  BIC: DEUTDEDBCHE (Deutsche Bank) Buchungstext “Spende”

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