Ort: Rötha, OT OelzschauZeit: 08.09.2016

Im Juni dieses Jahres wurde durch einen Hinweisgeber der Verdacht geäußert, dass ein Mann aus Rötha (51) Marihuana anbauen könnte. Da jener 51-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach straffällig geworden war – u. a. wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz – wurde aufgrund des Hinweises ein Durchsuchungsbeschluss beantragt. Da davon auszugehen war, dass der Beschuldigte über Waffen verfügte, musste bei dem Zugriff am 8. September 2016 mit einer ordentlichen Portion Vorsicht zu Werke gegangen werden. So wurde also beobachtet, wie der Beschuldigte zusammen mit seiner Freundin (46) vom Grundstück fuhr. Als die Beamten das Fahrzeug stoppen wollten, fuhr die Freundin quer feldein davon. Die Freundin konnte entkommen, der 51-Jährige allerdings wurde ergriffen und zu dem Haus gebracht, das später durchsucht werden sollte. Auf Nachfrage teilte der 51-Jährige sogar mit, dass die Beamten Marihuana finden werden, welches zum Großteil auf dem Dachboden zum Trocknen ausgelegt wurde.Bei der Durchsuchung konnten dann im Innenhof zwei blaue Müllsäcke festgestellt werden, in denen sich insgesamt ca. 6,7 kg Marihuana befanden. In einer alten Scheune wurde dann die dazugehörige Aufzuchtanlage mit insgesamt 133 Stecklingen und 47 Cannabispflanzen fest- und sichergestellt. Neben dem technischen Equipment der Anlage wurden noch Waagen und ein Vakuumiergerät sowie Bargeld im Wert von 20.820 Euro beschlagnahmt.Die Beamten gehen aktuell davon aus, dass das vormals auf dem Dachboden befindliche Marihuana durch eine ebenfalls im Objekt wohnhafte Person zusammengeräumt und perspektivisch entsorgt werden sollte. Da die Polizei jedoch zeitnah das Objekt sicherte, konnte die Vernichtung von Beweismaterial unterbunden werden.Des Weiteren war die Freundin des Beschuldigten im Besitz von mehreren Lang- und Kurzwaffen. Ob der vorgelegte Waffenschein sämtliche Waffen abdeckte, werden die Ermittlungen zeigen. Die Waffen wurden vorerst aus gefahrenabwehrrechtlicher Sicht sichergestellt. Außerdem konnten mehrere Kartons mit nicht zugelassenen Sprengkörpern sowie unzählige Zigarettenstangen ohne Steuerbanderole aufgefunden werden.Die Ermittlungen haben sich mittlerweile auf alle drei in dem Gebäude wohnhaften Personen (51, 46, 33) ausgeweitet. Tatverdacht ist zu folgenden Straftaten gegeben: unerlaubter Anbau von Betäubungsmitteln, mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Mitführen von Schusswaffen. (Manuel Thaler/KG)

Quelle: PD Leipzig

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