• Achte Rennveranstaltung 2016 auf Teilstück des Grand-Prix-Kurses
  • Freddie Heinrich holt cleveren Doppelsieg in der Nachwuchs-Klasse
  • Einsteiger-Klasse: Phillip Kastl und Max Schmidt triumphieren

Sachsenring (04. September 2016)

KlasseSieger Rennen 1 Sieger Rennen 2
ADAC Mini Bike Cup: NachwuchsFreddie HeinrichFreddie Heinrich
ADAC Mini Bike Cup: EinsteigerPhillip KastlMax Schmidt

Hohenstein-Ernstthal. Nach der Sommerpause kehrten die Nachwuchspiloten des ADAC Mini Bike Cup am vergangenen Wochenende mit der achten von zehn Veranstaltungen 2016 auf dem Sachsenring zum Rennsport zurück. Dabei fuhren die Piloten der Nachwuchs- und Einsteiger-Klasse bei wechselhaften Wetterbedingungen auf einem 1,120 Kilometer langen Teilstück der Grand-Prix-Strecke nahe Hohenstein-Ernstthal.

Während es am Sonntagmorgen trocken war, setzte noch am Vormittag Regen ein, der erst am frühen Nachmittag nachließ. Die Strecke trocknete nach und nach ab. Unter verschiedenen Bedingungen verbuchten Lokalmatador Freddie Heinrich (11, Lunzenau OT Berthelsdorf), Phillip Kastl (11, Neukirchen) und Max Schmidt (13, Wuppertal) die Siege in den vier Rennen für sich.

ADAC Mini Bike Cup Nachwuchs-Klasse: Heinrich nicht zu stoppen

In der Nachwuchs-Kategorie zeigte Freddie Heinrich (11, Lunzenau OT Berthelsdorf) einmal mehr seine Klasse. Nachdem sich Ondrej Honzak (9, CZE) die Pole Position sichern konnte, ging der schnelle Tscheche im ersten Rennen auch zunächst in Führung. Nach zahlreichen Duellen zwischen Honzak und Heinrich mischte auch Till Benedikt Belczykowski (11, Duisburg) im 15 Runden langen Rennen an der Spitze mit. Mit einem clever geplanten Manöver setzte sich Heinrich kurz vor der Ziellinie jedoch noch an die Spitze und gewann nur 0,105 Sekunden vor Belczykowski.

Daan Booij (11, NED) hatte sich auf der regennassen Strecke ebenso in die Spitzengruppe nach vorn gearbeitet und sicherte sich mit nur 0,730 Sekunden Rückstand auf Heinrich den letzten Platz auf dem Podium. Honzak musste sich mit Position vier geschlagen geben. Florian Weiß (11, Schwabmünchen) fuhr den fünften Platz nach Hause.

Zum Start des zweiten Rennens war der sächsische Asphalt nahezu komplett abgetrocknet. Heinrich setzte sich ab dem Start an die Spitze, ließ sich nicht beirren und fuhr den Doppelsieg souverän nach Hause. Honzak belegte den zweiten Platz, gefolgt von Tomas Dvorak (13, CZE). Booj und Belczykowski komplettierten die Top-Fünf.

Mit zwei weiteren Siegen baut Heinrich auch seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Der schnelle Sachse hat zwei Runden vor Saisonende 291 Punkte auf seinem Konto. Dvorak folgt mit 228,5 Punkten auf Platz zwei, während Honzak mit 198 Punkten den dritten Gesamtrang belegt.

Freddie Heinrich (1./1, 11 Jahre, Lunzenau OT Berthelsdorf): “Schon das erste Freie Training lief sehr gut für mich. Ich war schnell unterwegs und landete auf Platz zwei. Im ersten Qualifying war ich erneut Zweiter hinter Ondrej. Daraufhin habe ich im zweiten Zeittraining noch einmal alles gegeben, aber dennoch hat es nur zum zweiten Startplatz gereicht. Nach dem Start zum ersten Rennen lag ich zunächst hinter Ondrej, habe aber immer wieder versucht, ihn zu überholen. Leider hat er mich nicht ziehen lassen, sondern hat ständig zurückgeschlagen. Dann kam Till noch dazu und lag in der letzten Runde vor mir. Ich habe ihn mir dann zurechtgelegt und konnte aus dem Windschatten heraus noch auf der Start-Ziel-Geraden an ihm vorbeigehen. Im zweiten Rennen habe ich gleich versucht, an die Spitze zu fahren und das hat erst einmal geklappt. Dann konnte ich nach und nach einen Vorsprung herausfahren. Ich bin die meisten Runden alleine gefahren und deutlich als Erster ins Ziel gekommen. Da das hier meine Heimstrecke ist und einige Freunde dabei sind, freue ich mich natürlich besonders über den Doppelsieg auf dem Sachsenring. Jetzt muss ich zur nächsten Veranstaltung in Schlüsselfeld noch ein gutes Ergebnis einfahren und dann habe ich den Titel. Das ist super. Ich versuche allerdings bis dahin nicht ganz so nervös zu sein und es entspannt anzugehen.”

ADAC Mini Bike Cup Einsteiger-Klasse. Kocourek punktet kräftig

In der Einsteiger-Klasse konnte sich Phillip Kastl (11, Neukirchen) einen knappen Sieg im ersten Rennen ergattern. Der Elfjährige fuhr 0.972 Sekunden vor dem Zweitplatzierten, Jonas Kocourek (10, CZE), ins Ziel. Dustin Schneider (10, Adorf/Vogtland) schnappte sich den dritten Platz vor Lennox Lehmann (10, Dresden) und Justin Hänse (13, Harth-Pöllnitz).

Im zweiten Lauf der Einsteiger-Kategorie setzte sich Max Schmidt (13, Wuppertal) nach zwölf Runden souverän durch. Kocourek kam nach einem Überholmanöver in der letzten Runde erneut auf dem zweiten Platz im Ziel an, hatte im Laufe des Rennens unter halbnassen Bedingungen jedoch 17,179 Sekunden auf den Spitzenreiter verloren. Lehmann kletterte als Dritter aufs Podest. Hänse und Kastl, der Sieger des ersten Laufes, belegten die Positionen vier und fünf.

In der Gesamtwertung liegt Kocourek mit seinen zwei zweiten Plätzen zwei Runden vor Saisonende mit 283 Punkten weiter vorn. Kastl fehlen auf Platz zwei mit insgesamt 262 Punkten nur wenige Zähler auf den Spitzenreiter. Schneider belegt mit 248 Punkten den dritten Rang der Gesamtwertung.

Jonas Kocourek (2./2., 10 Jahre, CZE) “Das Qualifying lief erst einmal nicht so gut für mich, denn ich konnte nur die viertschnellste Rundenzeit fahren. Auf der Strecke fühlte ich mich zunächst seltsam, aber ich war hier schon zum zweiten Mal, also gewöhnte ich mich nach und nach daran und ich bin auf jeden Fall ein Fan des Sachsenrings. Diese Strecke ist für uns sehr besonders, weil sie sehr weit und schnell zu fahren ist. Das erste Rennen war ziemlich dramatisch. Erst in den letzten Runden begann ich eine Aufholjagd und konnte mit einem guten zweiten Platz abschließen. Im zweiten Rennen war ich aufgrund des Regens etwas vorsichtig, aber in der ersten Runde konnte ich schon Phillip überholen und in der dritten Runde auch noch Dustin. Dann habe ich mit Lennox gekämpft, konnte ihn in der letzten Runde noch überholen und einen weiteren zweiten Platz einfahren. Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis, besonders weil es mir auch auf nasser Strecke gelungen ist, ein gutes Ergebnis einzufahren. Jetzt freue ich mich schon auf Schlüsselfeld.”

Quelle: ADAC Motorsport

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