Ort: Leipzig; OT Gohlis-NordZeit: 10.08.2016, 10:30 Uhr

Im Auftrag eines lizensierten Subunternehmens, das für einen renommierten Software- und Hardware-Hersteller arbeite, rufe der Unbekannte an. Nur in englischer Sprache könne er sein Anliegen darlegen und kam auch gleich zur Sache. Er erklärte, dass auf dem Rechner des angerufenen Herrn (76) eine Schadware festgestellt worden sei, die er nun beseitigen wolle. Dazu müsse der 76-Jährige nur Zugriff auf seinen Rechner gewähren, indem er eine „Fernwartungssoftware“ installiere und den im Desktop erscheinenden Zahlencode nenne. Gesagt, getan – dann schaute der Unbekannte die E-Mails des Herrn durch und zeigte auf vermeintliche E-Mails, die angeblich eine Schadsoftware enthielten. Anschließend erklärte er dreist, dass der Service 200 Euro kosten würde und diese umgehend zu bezahlen sind.Da der 76-Jährige bislang noch keinen Verdacht schöpfte, übermittelte er seine Kreditkartendaten. Doch dann wurde das Gespräch an einen weiteren, vermeintlichen Mitarbeiter übergeben, mit dem er die Modalitäten der Bezahlung besprach. Offenbar hatten die Unbekannten mit den Kreditkartendaten nichts anfangen können. Später ereilte ihn eine E-Mail, in der er aufgefordert wurde, den dreistelligen Betrag über Western Union nach Indien zu überweisen. Da er nun misstrauisch geworden war, insbesondere weil er nochmals Zugriff auf seinen Computer gewähren sollte, nahm der Herr die Anrufe nicht mehr entgegen, sperrte seine Kreditkarte und erstattete Anzeige. (MB)

Quelle: PD Leipzig

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