Ort: Leipzig, OT Lausen-Grünau, DeiwitzwegZeit: 21.04.2016, gegen 17:00 Uhr

Donnerstagnachmittag trug es sich zu, dass sich ein Finanzbeamter der Stadt Leipzig zu einer Vollstreckungsmaßnahme nach Leipzig-Grünau begab. Dort suchte er die Wohnung eines 58-jährigen Schuldners auf. Der Grund seines Erscheinens war die ausstehende Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 84,50 Uhr aus Thüringen. Der 58-Jährige öffnete zwar die Tür, doch ließ er den Beamten nicht in seine Wohnung. Er zeigte sich uneinsichtig und meinte, dass er sich ungerecht von den thüringischen Behörden behandelt fühle. Den Finanzbeamten wollte er nicht anerkennen und verweigerte ihm die Zahlung des Bußgeldes. Daraufhin brachte der Beamte vor, dass er auch den Pkw des 58-Jährigen pfänden und abschleppen lassen könne, woraufhin er sich nach unten auf die Straße begab. Der Schuldner indes griff sich ein Rapier – eine Schaukampfwaffe – und folgte dem Vollstreckungsbeamten. Mit dem Schwert in der Hand stellte er sich vor seinen Wagen und äußerte, dass er sein Eigentum verteidigen werde. Indes rief der Beamte die Polizei zu Hilfe. Zwischenzeitlich hatte der 58-Jährige das Rapier in den Kofferraum seines Wagens gelegt, sodass die Lage friedlich, jedoch angespannt war, als die Polizei vor Ort erschien. Letzten Endes griff die Ziehtochter des Schuldners nach dem Portemonnaie und bezahlte die ausstehende Schuld. Den 58-Jährigen erwartet allerdings trotzdem eine Anzeige wegen Widerstand und Nötigung. (KG)

Quelle: PD Leipzig

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