Stuttgart. Das Sechsstundenrennen in Silverstone, der Saisonauftakt der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, brachte für die vier Porsche-Kundenteams im stark besetzten GT-Feld trotz einiger Rückschläge auch positive Erkenntnisse. Sowohl in der Klasse GTE-Pro als auch in der Kategorie GTE-Am fuhren die 470 PS starken 911 RSR, die auf Basis der siebten Generation der Sportwagenikone 911 entwickelt wurden, lange Zeit an der Spitze mit. Bis eine halbe Stunde vor dem Ziel lagen zwei Elfer auf Podiumskurs. Doch am Ende reichte es auf dem britischen Traditionskurs trotzdem nicht zu einem erfolgreicheren Saisonstart.

Mit dem von Dempsey Proton Racing eingesetzten 911 RSR hatte Richard Lietz (Österreich), im Vorjahr als bester GT-Fahrer Gewinner des FIA Endurance Cup, einen guten Start. Als er das Auto an seinen Teamkollegen Michael Christensen übergab, lag er auf dem zweiten Platz in der Klasse GTE-Pro. Der Däne konnte diese Position trotz der heftigen Angriffe seiner Verfolger behaupten – bis er mit seinem 911 RSR für längere Zeit an die Box musste. Er nahm das Rennen später zwar wieder auf, doch da lag er schon zu viele Runden zurück, um noch einmal den Anschluss an die enteilte Konkurrenz schaffen zu können.In der Klasse GTE-Am hatten zwei 911 RSR bis kurz vor Schluss beste Chancen auf eine Podiumsplatzierung. Der Elfer des Teams Abu Dhabi Proton Racing lag auf dem zweiten Platz, direkt dahinter folgte der 911 RSR des Teams KCMG. Doch auch sie konnten ihre Positionen nicht bis zum Schluss halten. KCMG landete schließlich auf dem vierten, Abu Dhabi Proton Racing auf dem fünften Platz. Gulf Racing, wie KCMG erstmals mit einem 911 RSR in der WEC am Start und zeitweise auf dem dritten Platz liegend, wurde Sechster.Stimmen zum RennenRichard Lietz (Porsche 911 RSR #77): „Wir waren Zweiter, als wir an die Box mussten und zurückgeworfen wurden. Die Chance auf einen Podiumsplatz, die wir vorher auf jeden Fall hatten, war dadurch natürlich weg. Trotzdem – unser 911 RSR war sehr gut abgestimmt und schnell.“Michael Christensen (Porsche 911 RSR #77): „Nach der guten Leistung, die wir im Qualifying gezeigt haben, hatten wir uns für das Rennen viel vorgenommen. Doch dann hatten wir ein Problem. Unsere Ingenieure werden das genau analysieren.“Wolf Henzler (Porsche 911 RSR #78): „Wenn man so kurz vor dem Ziel noch auf Podiumskurs liegt und am Ende nur Vierter wird, ist das zunächst einmal enttäuschend. Wir hätten uns alle einen erfolgreicheren Saisonauftakt gewünscht. Trotzdem sehe ich den nächsten Rennen zuversichtlich entgegen.“Der zweite Lauf der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC wird am 7. Mai auf der belgischen Traditionsrennstrecke Spa-Francorchamps ausgetragen.RennergebnisKlasse GTE-Pro1. Rigon/Bird (I/GB), Ferrari 488 GTE, 167 Runden2. Bruni/Calado (I/GB), Ferrari 488 GTE, 1663. Turner/Sörensen/Thiim (GB/DK/DK), Aston Martin, 1664. Pla/Tinkwell (F/USA), Ford GT, 1655. Franchitti/Mücke (USA/D), Ford GT, 1656. Christensen/Lietz (D/A), Porsche 911 RSR, 1547. Stanaway/Rees/Adam (NZ/BRA/GB), Aston Martin, 151Klasse GTE-Am1. Collard/Perrodo/Aguas (F/F/P), Ferrari F458 Italia, 163 Runden2. Lamy/Dalla Lana/Lauda (P/CAN/A), Aston Martin, 1623. Yamagishi/Ragues/Ruberti (J/F/I), Chevrolet Corvette, 1614. Ried/Henzler/Camathias (D/D/CH), Porsche 911 RSR, 1545. Al Qubaisi/Bachler/Heinemeier Hansson (UAE/A/DK), Porsche 911 RSR, 1546. Wainwright/Carroll/Barker (GB/GB/GB), Porsche 911 RSR, 138Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WECIn der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, LMGTE-Pro (z.B. 911 RSR) und LMGTE-Am (z.B. 911 RSR). Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet.Quelle: Porsche Motorsport

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