(Ry) In der Medieninformation Nr. 439 vom 3. August 2015 berichtete die Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz über die Störung der Totenruhe auf dem Friedhof in der Reichenhainer Straße. Unbekannte Täter hatten in der Zeit zwischen dem 1. und 2. August 2015 eine besonders hohe kriminelle Energie an den Tag gelegt. Sie hatten aus der Urnenwand neben dem Krematorium insgesamt 26 Urnen herausgerissen und größtenteils entwendet.Bei den Urnen handelte es sich um verschraubte Gefäße aus Kupfer, in denen sich die Aschebehälter von Verstorbenen befanden. Beim gewaltsamen Öffnen der Urnen wurden zwei dieser Behälter beschädigt, so dass die Asche verstreut wurde. Vier Urnen konnten später auf dem Friedhof aufgefunden werden. Der entstandene Gesamtschaden wurde auf ca. 21.000 Euro geschätzt.Bei der durchgeführten Spurensuche fanden Polizeibeamte Gegenstände auf dem Friedhofsgelände, welche bei der Tathandlung eine Rolle gespielt haben könnten. An einem der Gegenstände konnte unter anderem eine DNA-Spur gesichert werden, welche jetzt einem 28-Jährigen zugeordnet werden konnte.Im September 2015 wurden bei einer Durchsuchung (in anderer Sache) in einer Lagerhalle in Chemnitz ein Behälter mit Kupfer-Kleinstücken und zwei Namensschilder mit Datumsangabe gefunden. Diese konnten zweifelsfrei den Urnendiebstählen vom Friedhof in der Reichenhainer Straße zugeordnet werden. Zudem stießen Beamte im Keller eines benachbarten Gebäudes auf Urnen und Teile davon, die ebenfalls der Tat auf dem Friedhof zugeordnet werden konnten.Der 28-jährige Tatverdächtige und ein ebenso ermittelter mutmaßlicher Mittäter (31), die sich beide in anderer Sache in Justizvollzugsanstalten befinden, wollen sich nicht zum Diebstahl äußern. Zur weiteren Entscheidung wurde das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Chemnitz übergeben.

Quelle: PD Chemnitz

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