Audi-Piloten bei DTM-Test in Spanien besonders fleißig

Audi-Teams verkünden Programme und Fahrer für GT-Saison

Renningenieurin Leena Gade zu Gast beim English Institute of Sport

Vor dem DTM-Auftakt am 7. Mai in Hockenheim absolvierten die beiden bestplatzierten Audi-Piloten der zurückliegenden Saison, Jamie Green und Mattias Ekström, im Audi RS 5 DTM wertvolle Testkilometer auf dem Circuito de Monteblanco bei Sevilla.

Audi-Piloten bei DTM-Test in Spanien besonders fleißig

Von Dienstag bis Donnerstag haben sich Audi, BMW und Mercedes-Benz bei einem gemeinsamen Test in Monteblanco (Spanien) auf die neue DTM-Saison vorbereitet. Audi Sport hatte zwei Testträger des Audi RS 5 DTM im Einsatz, die von Jamie Green und Mattias Ekström pilotiert wurden. Die Testmannschaft von Audi Sport spulte an den drei Tagen bei optimalen äußeren Bedingungen rund 3.200 Kilometer ab. Alleine am Mittwoch drehten die beiden Audi-Piloten gemeinsam mehr als 400 Runden: Ekström 206, Green 200. An zwei der drei Testtage fuhr Ekström auch die Tagesbestzeit. Vom 5. bis 8. April findet in Hockenheim ein weiterer DTM-Test statt, bei dem alle acht Audi-Piloten zum Einsatz kommen.

Ambitioniertes GT-Programm für das Belgian Audi Club Team WRT

Das langjährige Audi-Kundenteam Belgian Audi Club Team WRT hat auf einer Pressekonferenz am Freitag sein GT-Programm 2016 vorgestellt: Mit gleich fünf Audi R8 LMS geht die Mannschaft aus Badour (Belgien) im Blancpain GT Series Sprint Cup an den Start. Vier der neuen GT3-Sportwagen von Audi setzt das Team bei allen Läufen des Endurance Cups ein. Bei den 24 Stunden von Spa kommt ein weiteres Auto hinzu, das von Audi unterstützt wird. Insgesamt 14 Piloten bestreiten in dieser Saison Rennen für das Aufgebot von Teamchef Vincent Vosse: darunter Robin Frijns, Sieger der Blancpain GT Series im vergangenen Jahr sowie die Audi-Piloten Laurens Vanthoor, Christopher Mies, Filipe Albuquerque und Pierre Kaffer. Zusätzlich zu diesem Engagement hat das Belgian Audi Team WRT zwei Audi R8 LMS ultra für den GT Sports Club gemeldet.

Land Motorsport mit mehreren Programmen

Das neue Audi-Kundensportteam Land Motorsport plant in seiner Debütsaison zwei Programme sowie einzelne Langstrecken-Rennen. Der Audi R8 LMS des Teams debütierte bei den 24 Stunden von Dubai im Januar, im Mai bestreitet die Mannschaft von Wolfgang Land auch die 24 Stunden auf dem Nürburgring. Darüber hinaus gehen Marc Basseng (D) und Connor De Phillippi (USA) für das Team aus Niederdreisbach in der VLN Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring an den Start. Im ADAC GT Masters setzt Land Motorsport zwei Audi R8 LMS ein. Die Fahererpaarungen sind Christopher Mies/Connor de Phillippi (D/USA) und Marc Basseng/Peter Hoevenaars (D/NL).

Audi Team Hitotsuyama mit neuem Audi R8 LMS

Das Audi Team Hitotsuyama startet in der japanischen Super-GT-Meisterschaft erstmals mit dem neuen Audi R8 LMS. Fahrerisch setzt die Mannschaft von Teambesitzer Mikio Hitotsuyama auf Kontinuität. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren teilen sich der Japaner Tomonobu Fujii und der Brite Richard Lyons das Cockpit des Audi in der GT300-Klasse. Die Saison umfasst acht Veranstaltungen und beginnt am 10. April in Okayama im Südwesten Japans.

Leena Gade beim English Institute of Sport

Die Britin Leena Gade war in ihrer Heimat beim English Institute of Sport zu Gast. Die Renningenieurin, die für Audi bereits drei Mal die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat, sprach am Mittwoch in Birmingham im Rahmen eines Workshops als Rednerin zu geladenen Gästen. Zusammen mit Medizinern, Sportwissenschaftlern, Trainern aus anderen Sportarten sowie Sportpsychologen teilte sie Erfahrungen aus ihrer Arbeit bei Audi Sport zum Thema Debriefing.

Dindo Capello bei den Audi Malta Motorsport Awards

Audi-Sport-Legende Dindo Capello besuchte am Freitag die Audi Malta Motorsport Awards. Bei der Preisverleihung ehrte der maltesische Motorsport-Bund MMF die besten Fahrer und Teams seines Landes. Der dreimalige Le-Mans-Sieger Capello war als Ehrengast in Valetta und besuchte am Samstag eine Händlerveranstaltung des ortsansässigen Audi-Importeurs.

Nachgefragt bei … Dieter Gass

Der Leiter DTM bei Audi Sport über die dreitägigen DTM-Testfahrten in Spanien.

Audi hat in Monteblanco besonders viele Testkilometer abgespult. Wie ist der Test aus Ihrer Sicht verlaufen?

Es war ein sehr guter Test. Wir sind jede Menge Kilometer ohne größere Probleme gefahren. Wir hatten ein umfangreiches Testprogramm und haben unsere Hausaufgaben in Spanien so wie gewollt abgearbeitet.

Wie geht es nun weiter?

Wir haben an den drei Tagen mit beiden Autos sehr viele Daten gesammelt, die wir nun in Neuburg zusammenführen und auswerten werden. Die Aufgabe ist, das Beste herauszulesen und für den ITR-Test in Hockenheim Anfang April an unsere Teams weiterzugeben. In Monteblanco haben wir intensiv an der „Tool Box“ gearbeitet, die unseren Teams zur Verfügung steht. Es geht darum, dass wir die richtigen Setup-Optionen haben, um bei unterschiedlichen Bedingungen immer optimal vorbereitet zu sein. Das ist bei der extremen Leistungsdichte in der DTM ganz entscheidend.

Audi Sport hatte in Monteblanco mit Jamie Green und Mattias Ekström nur zwei Fahrer im Einsatz. Warum nur die beiden?

Um die bestmöglichen Testergebnisse zu erreichen, bevorzugen wir es, bei einem Entwicklungstest nur einen Fahrer pro Auto einzusetzen. Das hat sich auch dieses Mal bewährt. Jamie und Mattias haben gut durchgehalten. Allein am Mittwoch sind sie 200 bzw. 206 Runden gefahren. Ich weiß nicht, ob es so etwas in der DTM überhaupt schon einmal gegeben hat. Für mich ist das rekordverdächtig.

An zwei der drei Tagen hatte Mattias Ekström und damit Audi die Nase vorn, am Ende ging die Bestzeit des Tests an BMW-Pilot Timo Glock. Wie relevant sind die Rundenzeiten?

Natürlich sieht es schön aus, wenn man auf der Zeitenliste vorn steht. Aber wie immer sind die Rundenzeiten bei Testfahrten nicht wirklich aussagekräftig. Auch den neuen Mercedes-Benz kann man nach diesen drei Tagen noch nicht beurteilen. Wie in jedem Jahr werden wir erst beim ersten Zeittraining beim Saisonauftakt in Hockenheim wissen, wo wir stehen. Aber das macht die DTM ja so spannend.

Worauf dürfen sich die DTM-Fans denn freuen, wenn es am 7./8. Mai in Hockenheim losgeht?

Ich denke, sie werden wieder ein sehr ausgeglichenes Feld sehen. Es wird daran gearbeitet, dass es noch mehr Abwechslung und weniger Blockbildung innerhalb der Hersteller gibt. Dabei spielen natürlich die Performancegewichte eine Rolle. Aber auch das DRS (Drag Reduction System), das noch mehr als bisher zum Überholen genutzt werden und nicht dazu dienen soll, um hinter einem schnelleren Auto herfahren zu können.

Termine der nächsten Woche

03.-06.03. Austin (USA), 1. und 2. Lauf Pirelli World Challenge03.-06.03. Adelaide (AUS), 1. Lauf Australische GT-Meisterschaft

Quelle: Audi Motorsport

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