(He) … hat eine 49-jährige Frau in der vergangenen Woche mehrere tausend Euro. Am 21. Januar 2016 hatte sie einen Anruf einer angeblichen Lotteriegesellschaft erhalten, wo ihr ein Gewinn von rund 30.000 Euro versprochen wurde. Am gleichen Tag meldete sich eine weitere Mitarbeiterin, um mit der 49-Jährigen die Modalitäten abzusprechen, u.a. würden Gebühren entstehen. Sie verlangte deshalb, dass die „Gewinnerin“ Geschenkgutscheine eines Online-Händlers erwirbt. Nachdem sie das erledigt hatte, rief die Frau selbst beim Anschluss der Gesellschaft an. Die Auskunft, dass die Nummer nicht vergeben sei, machte sie jedoch noch nicht stutzig. So übermittelte sie dann beim erneuten Anruf der falschen Lotterie-Mitarbeiterin, die sich mit Namen vorstellte, die Nummern der Geschenkkarten. Zwei Tage wurde die Erzgebirgerin dann vertröstet, dass es mit der Gewinnauszahlung noch etwas dauern würde. Dafür hätte sich jedoch der Gewinn auf rund 93.000 Euro erhöht, es würden sich jedoch noch einmal Gebühren ergeben. So überwies sie jetzt auf ein Konto direkt an einen Mann in Südosteuropa mehrere tausend Euro. Auf den Hinweis der Bankangestellten reagierte sie so, wie ihr von der Betrügerin angewiesen wurde: Sie sagte, dass sie den Adressaten des Geldes kenne. Am vergangenen Montag erhielt die Frau einen erneuten Anruf. Jetzt verlangte man noch einmal mehrere tausend Euro für angeblich vergessene Versicherungskosten. Auch das Geld überwies das Betrugsopfer, ebenfalls nach Südosteuropa. Weil die Bankangestellte der Frau jedoch eindringlich riet, die Polizei einzuschalten, lief sie jetzt direkt zum Polizeirevier. Dort sagte man ihr, dass sie Betrügern aufgesessen ist und nahm Anzeige auf. Den zuletzt überwiesenen Betrag konnte sie stornieren. Zu Hause angekommen, erhielt sie einen weiteren Anruf der Lotterie. Jetzt sagte die 49-Jährige, dass sie den Betrug durchschaut habe. Daraufhin wurde die Anruferin energisch und teilte mit, sich mit dem Polizeirevier in Verbindung setzen zu wollen. Kurze Zeit später meldete sich ein Mann telefonisch und stellte sich als Polizist des Polizeireviers vor. Er erklärte der Geschädigten, dass er alles überprüft habe und alles seine Ordnung habe. Jetzt handelte sie richtig und rief unter der ihr bekannten Nummer im Polizeirevier an. Dort sagte man ihr, dass niemand vom Revier angerufen hatte. Noch mehrmals riefen die Betrüger bei der Frau an und versuchten, an ihr Geld zu kommen. Sie ging jedoch nicht auf die Gespräche ein. Mehrere tausend Euro hat das Opfer dennoch insgesamt verloren.

Die Polizei warnt angesichts dieses aktuellen Falles vor Gewinnversprechen. Lassen Sie sich in keinem Fall auf derartige Telefonate ein!

Rufen Sie immer unter den Ihnen bekannten Telefonnummern die Polizei

(Polizeinotruf 110)!

Betrüger finden immer perfidere Maschen. So wurden am Mittwoch bei der Polizeidirektion Chemnitz drei Fälle bekannt, bei denen Unbekannte Bürger per Telefon ausgefragt haben. Dabei wurden jeweils Telefonnummern verwendet, die den Polizeinotruf vortäuschten. Die Nummern endeten jeweils mit der 110. Man sollte wissen, dass der Notruf nie mit einer Vorwahl- bzw. Einwahlnummer verbunden ist. Auch bei Rückrufen der Polizei wird niemals die Notrufnummer verwendet. Im Zweifel sollten Bürger also mit ruhigem Gewissen den Notruf wählen, jedoch immer ohne irgendeine Vorwahl, oder die Telefonnummer des zuständigen Polizeireviers.

Quelle: PD Chemnitz

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