Zeit:   18.12.2015 bis 11.01.216Ort:    Stadtgebiet DresdenAktuell verzeichnet die Dresdner Polizei einen Anstieg der Einbrüche in Einfamilienhäuser. Seit dem 18. Dezember sind es insgesamt 22.Jürgen Leistner (48), Leiter des Dresdner Einbruchkommissariats: „Das sind für diesen Zeitraum ungefähr doppelt so viele Einbrüche wie sonst.“Die Täter brechen meist am späten Nachmittag oder in den frühen Abendstunden ein. Leistner: „Oft liegen die Häuser an Straßen ohne Durchgangsverkehr. Die Täter nutzen die rückwärtige Gebäudeseite. Dort ist es ruhiger und die Einstiegsstellen sind schlecht einsehbar.“Die Täter haben es insbesondere auf Schmuck, Bargeld, Münzen sowie kleinere elektronische Geräte, wie Handys oder Tablets abgesehen.Eine weitere Gemeinsamkeit liegt in dem Umstand, dass sich die Einbrecher offenbar gezielt über eine mögliche Abwesenheit der Wohnungsnutzer informieren. Leistner: „Wir gehen davon aus, dass die Täter ihre Objekte im Vorfeld ihrer Einbrüche ausbaldowern. So haben unsere Ermittlungen ergeben, dass sie beispielsweise Sturm klingeln und dann abwarten, ob jemand zur Tür kommt.“ Allein über die Weihnachtsfeiertage waren in sechs Fällen die Hauseigentümer verreist.Wie viele Personen oder Gruppierungen für die Einbrüche verantwortlich sind, lässt sich derzeit nicht einschätzen. Leistner: „Bei der Tatbegehung gibt es keine Alleinstellungsmerkmale, die eine eindeutige Zuordnung erlauben würden. Es ist auch keine örtliche Konzentration erkennbar.“Die Ermittlungen zu den Einbrüchen werden zentral bei der Dresdner Kripo geführt. Leistner: „Bei unseren Ermittlungen unterstützen uns bereits zusätzliche Zivilfahnder.“Hinweise aus der Bevölkerung erwarten die Ermittler aufgrund der Begehungsweise der Unbekannten. Um in die Häuser zu gelangen, hatten sie entweder Türen aufgehebelt oder Fensterscheiben zerschlagen. Diese „Einbruchsgeräusche“ sollten nach aller kriminalistischen Erfahrung in der Nachbarschaft nicht unbemerkt geblieben sein.Die Polizei fragt:Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit den Einbrüchen gemacht? Wer hat verdächtige Personen oder auffällige Fahrzeuge im Umfeld der Einbrüche beobachtet? Grundsätzlich werden Zeugen gebeten, ungewöhnliche Beobachtungen sofort der Polizei mitzuteilen!Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer(0351) 483 22 33 entgegen.Fast 40 % der Taten bleiben im Versuch stecken – nicht zuletzt wegen technischer Sicherungen an Fenstern oder Türen. Aber auch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können helfen, Einbrüche zu verhindern.

Lassen Sie sich von Ihrer Polizei beraten. Informationen zur Sicherung Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung und über geeignete Wertbehältnisse erhalten Sie bei der polizeilichen Beratungsstelle. Diese informiert Sie auch über Hersteller von geprüften und zertifizierten Einbruch hemmenden Produkten und Unternehmen, die Sicherungstechnik fachgerecht einbauen können.Auf gute Nachbarschaft! Achten Sie auf unbekannte Personen und/oder auf verdächtige Situationen “nebenan”. Alarmieren Sie in Verdachtsfällen sofort die Polizei über den Notruf 110.Lassen Sie Wohnung oder Haus bei längerer Abwesenheit durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder gegebenenfalls „Haushüter“ bewohnen oder bewohnt erscheinen: Briefkasten leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmäßig betätigen.

Verschließen Sie Fenster, Balkon und Terrassentüren, auch wenn Sie nur kurz weggehen – denn gekippte Fenster sind offene Fenster. Kellerlichtschächte und Kellerfenster sollten Sie z. B. mit massiven, gut verankerten Gittern oder Gitterrosten sichern lassen. (tg)

Quelle: PD Dresden

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