Ort: Leipzig, OT Gohlis, Olbrichtstraße, S-Bahnhaltestelle, Gleis 1Zeit: 27.12.2015, gegen 05:00 Uhr„Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion“ – so wird es gemäß dem Strafgesetzbuch unter dem Paragraphen 308 geregelt, wenn jemand durch „Sprengstoff eine Explosion herbeiführt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder eine fremde Sache von bedeutendem Wert gefährdet.“ Die Strafe dieses Verbrechens wird dabei bei mindestens einem Jahr Freiheitsentzug angesetzt. Abschreckend scheint diese Androhung auf die Täter jedoch nicht zu wirken. So geschah es am Sonntagmorgen, dass ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn an der S-Bahnhaltestelle in Gohlis in der Olbrichtstraße gesprengt wurde. Der Automat wurde dabei vollständig zerstört. Die Spurensicherung der Polizei sicherte einige Sprengstoffreste. Bisher kann jedoch noch nicht gesagt werden, worum es sich bei dem Sprengmittel handelte. Der Sachschaden wird derzeit mit 20.000 Euro angegeben. Genützt hatte es den unbekannten Tätern jedoch nichts. Denn, soviel steht fest, an Geld oder Fahrkarten konnten die Diebe durch ihre „Maßnahme“ nicht gelangen. Sein teures Gut konnte der Automat schützen – trotz Sprengung. Ein Zeuge meldete sich während der polizeilichen Maßnahmen vor Ort und erklärte, dass er etwa gegen 05:00 Uhr morgens einen lauten Knall aus dem Bereich der Haltestelle vernommen hatte. Derzeit wird nun geprüft, ob es sich dabei tatsächlich um den Zeitpunkt der Sprengung handelte. Hinweise zu den Tätern gibt es bisher noch keine. (KG)

Quelle: PD Leipzig

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