Polizeieinsatz am 21. Dezember 2015

Polizeieinsatz am 21. Dezember 2015

Die Polizeidirektion Dresden sicherte heute mehrere Versammlungen im Innenstadtbereich ab.Eine Kundgebung des Pegida Fördervereins e.V. fand am Königsufer statt und endete dort gegen 20.15 Uhr. Im Anschluss sammelten sich einige Gegen-demonstranten auf dem Carolaplatz. Die Polizei sicherte den Bereich ab und verhinderte ein Aufeinandertreffen der beiden Lager. Der Platz musste kurzzeitig gesperrt werden. Kommunikationsteams der Polizei konnten die Situation entspannen.Am Schlesischen Platz fand eine Kundgebung unter dem Motto „Besinnlicher antifaschistischer Weihnachtsspaziergang“ statt. Einige hundert Teilnehmer verließen gegen 18.14 Uhr unvermittelt die Versammlung und machten sich auf den Weg in Richtung Albertplatz. Polizeibeamte stoppten die Gruppe auf der Antonstraße. Auch hier wurden Kommunikationsteams eingesetzt, um die Teilnehmer zur Rückkehr auf den Schlesischen Platz zu bewegen. Dies gelang nach einiger Zeit. Die Antonstraße musste vorübergehend gesperrt werden. Die Kundgebung endete gegen 20.30 Uhr.Am Theaterplatz startete in den frühen Abendstunden eine Kundgebung, die unter dem Motto „Für Weltoffenheit und Toleranz“ stand. Die Veranstaltung endete gegen 20.40 Uhr.Im Verlauf des Abends brannten zwei Autos (Opel, Audi) an der Ziegelstraße. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus. Ein Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen wird geprüft. Zudem setzten Unbekannte mehrere Mülltonen am Bischofsweg in Brand.Insgesamt waren 2.578 Polizeibeamte im Einsatz. Die sächsischen Beamten wurden dabei von Kollegen aus Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bundespolizei unterstützt.Im Umfeld der Versammlungen wurden mehrere Straftaten, insbesondere Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, festgestellt. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet. (ml)

Quelle: PD Dresden

Mann nach Messerangriff in der Asylunterkunft vorläufig festgenommen

Mann nach Messerangriff in der Asylunterkunft vorläufig festgenommen

Löbau, Georgewitzer Straße

21.12.2015, 00:22 Uhr

In der Nacht zu Montag hat die Polizei in der Asylunterkunft an der Georgewitzer Straße in Löbau einen 28-jährigen Bewohner vorläufig festgenommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll der alkoholisierte Tatverdächtige im Zuge einer Auseinandersetzung einen 32-jährigen Mitbewohner mit einem Messer angegriffen und am Hals verletzt haben. Das Opfer kam in ein Klinikum und wurde operiert, es befindet sich nicht in Lebensgefahr. Zwei 23-jährige Mitbewohner, die in die Auseinandersetzung involviert waren, erlitten leichte Verletzungen an den Handflächen. Die Hintergründe des Sachverhaltes sind gegenwärtig noch nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. (tk)

Quelle: PD Görlitz

Aue – Mit Gegenverkehr kollidiert

Aue – Mit Gegenverkehr kollidiert

 (Wo) Kurz vor 10 Uhr befuhr am Montag ein 42-Jähriger mit einem Kleintransporter Mercedes in Aue die Schwarzenberger Straße aus Richtung Lauter kommend. In Höhe der Einmündung Bockauer Straße bog er nach links in die Bockauer Straße ab. Dabei kollidierte er mit einem im Gegenverkehr fahrenden Pkw Daihatsu (Fahrerin: 51). Bei dem Unfall wurde die Frau leicht verletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Schaden am Mercedes wird auf rund 3 000 Euro geschätzt, der am Daihatsu auf ca. 5 000 Euro.Quelle: PD Chemnitz

Wie ging es eigentlich Auguste?

Wie ging es eigentlich Auguste?

Die Suche nach dem richtigen Weihnachtsbraten: Herkunfts- und Haltungskennzeichnung bei Fleisch

Bei den meisten Familien darf zum großen Fest eins nicht fehlen: Der Weihnachtsbraten. Am häufigsten werden klassische Gänse- oder Entenbraten aufgetischt, aber auch Roastbeef oder Lammkeule finden ihre Liebhaber. Woher der Festtagsschmaus dabei kommt, ist immer mehr Verbrauchern wichtig. Tierwohl und tiergerechte Haltung sind nicht nur zur Weihnachtszeit ein Anliegen und Kaufkriterium. Doch welche Herkunfts- und Haltungskennzeichnungen sind dabei wirklich gesetzlich geregelt und damit verlässlich?

Seit dem 1. April 2015 muss bei verpacktem, unverarbeitetem Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch die Herkunft in Form von Angaben zum Aufzuchtort und Schlachtort des Tieres angegeben werden. „Eine Angabe über die konkrete Tierhaltung ist dabei aber nicht enthalten. Und auch Beschreibungen wie „artgerecht“ oder „tierschutzgerecht“ sind gesetzlich nicht definiert und damit nicht verlässlich“, weiß Dr. Birgit Brendel von der Verbraucherzentrale Sachsen. Anders verhält es sich bei Geflügel. Hier sind die Begriffe „Extensive Bodenhaltung“, „Auslaufhaltung“, „Bäuerliche Auslaufhaltung“ und „Bäuerliche Freilandhaltung“ EU-weit rechtlich geregelt. Anbieter, die damit auf Geflügelfleisch werben, müssen festgelegte Kriterien einhalten, beispielsweise Anforderungen an die maximale Besatzdichte im Stall, die zur Verfügung stehende Auslauffläche pro Tier und die Mastdauer. „Allerdings sind diese Angaben freiwillig“, fügt Brendel hinzu.

Der Deutsche Tierschutzbund und die Organisation „Vier Pfoten“ vergeben jeweils anbieterunabhängige Tierwohllabel. „Unserer Einschätzung nach erfolgt das nach klaren und transparenten Kriterien. Allerdings ist das Angebot an gelabelter Ware im Handel noch sehr überschaubar und die Möglichkeiten, sich als Verbraucher bewusst für ein tierfreundliches Produkt zu entscheiden, begrenzt“, so Brendel.

Wer bereit ist, für Fleisch deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, ist deshalb mit einem Braten von Tieren aus ökologischer Tierhaltung gut bedient. Die EU-Öko-Verordnung stellt strenge Anforderungen an die Haltung mit einem höheren Platzangebot und ermöglicht es den Tieren damit ihre arteigenen Verhaltensweisen besser auszuleben. „Viele meinen außerdem, dass das Fleisch auch aromatischer ist, weil es aufgrund der artgerechten Haltung viel langsamer wachsen und eine feste Struktur ausbilden konnte“, erklärt die Ernährungsexpertin. Eine weitere Möglichkeit, Haltung und Qualität vor dem Kauf zu überprüfen, ist der Gang zum örtlichen Direktanbieter. „Viele geben Interessierten Einblicke in die Aufzucht und Produktion“, so Brendel.

Bei unverpackter, so genannter loser Ware, ist die Herkunftsangabe nur bei Rindfleisch Pflicht. „Bei allen anderen sollten interessierte Konsumenten also beim Verkaufspersonal nachfragen, das oft über seine Lieferanten Bescheid weiß“, rät Brendel abschließend.

Interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher können sich bei Fragen zu Lebensmitteleinkauf und zu anderen Themen bezüglich Lebensmitteln und Ernährung an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden (Ernährungstelefon, Nummer 0180-5-791352 (Festnetzpreis 0,14 €/Min.; Mobilfunkpreis maximal 0,42 €/Min. jeweils montags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

„Explosives Wochenende“

„Explosives Wochenende“

Entlang der Bahnstrecke Leipzig – Altenburg machten sich Unbekannte an Bahnhöfen und Haltepunkten an vier Fahrkartenautomaten zu schaffen, wobei sie sich in drei Fällen pyrotechnischer Erzeugnisse bedienten und in einem Fall den Ausgabeschacht aufhebelten. Doch nur einer der Automaten gab seine Geldkassette preis. Angaben zur Höhe der Beute stehen derzeit noch aus. Dafür ist mit hohem Sachschaden zu rechnen, da einige der Geräte komplett zerstört wurden.

1. FallOrt: Regis-Breitingen; Straße des Friedens (Bahnhof)Zeit: 20.12.2015, 05:46 Uhr – 05:55 UhrEin lauter Knall und eine gefühlte Druckwelle weckte morgens ein Pärchen. Aus Richtung Bahnhof zogen Rauchschwaden herüber. Dann sahen sie zwei schlanke Gestalten, die sich am Fahrkartenautomaten zu schaffen machten. Die Täter, die ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen hatten, waren schwarz gekleidet und verschmolzen mit der Dunkelheit, die sie umgab. So konnte das Pärchen keine Details erkennen, nur, dass die Diebe vergeblich versuchten, die Bargeldkassette aus dem Automaten zu ziehen. Schließlich flüchteten sie in unbekannte Richtung. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 5.000 Euro, denn der Automat wurde komplett zerstört. (MB)

2. FallOrt: Neukieritzsch; BahnhofstraßeZeit: 20.12.2015 02:30 Uhr – 03:30 UhrIn einem weiteren Fall bogen die Diebe den Ausgabeschacht des Fahrkartenautomaten auf und legten einen Böller hinein. Zwar zündeten sie diesen, doch er „explodierte“ nicht. „Nur“ Spuren des Abbrennens waren später zu sehen. So blieb der Automat verschlossen und die Langfinger zogen von dannen. (MB)

3. FallOrt: Neukieritzsch, Haltepunkt LobstädtZeit: 20.12.2015, 01:44 UhrAm Regis-Breitinger Bahnhof hingegen versuchten Langfinger, mit Manneskraft den Ausgabeschacht eines Fahrkartenautomaten aufzuhebeln. Dem Anschein nach blieben die Diebe auch hier ohne Beute und verschwanden unter Zurücklassen eines hohen Sachschadens. (MB)

4. FallOrt: Böhlen, Oststraße, Bahnhof Böhlen WerkeZeit: 20.12.2015, 08:15 Uhr (polizeibekannt)Am Bahnhof Böhlen gingen die Diebe wieder sehr rapid vor. Mit einem Böller sprengten sie den Fahrkartenautomaten am Gleis 2 auf und entnahmen die Geldkassette samt dem Fahrkartengeld. Dann verschwanden sie in unbekannte Richtung.Die Polizei hat in den Fällen die Ermittlungen wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und wegen versuchten Diebstahls im besonders schweren Fall aufgenommen. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden. (MB)

Quelle: PD Leipzig