Mit der kalten Jahreszeit und dem ersten Schneematsch kann einen schon mal die Idee packen, kurzfristig Urlaub einzureichen, die Koffer zu schnappen, den Weihnachtsstress hinter sich zu lassen und last minute ein Reiseschnäppchen zu buchen. „Der Begriff „last minute“ steht allerdings nicht für das preisgünstigste Angebot, sondern bedeutet lediglich, dass man auch spontan eine Reise buchen kann und die kann sowohl dem Katalogpreis entsprechen als auch teurer oder billiger sein“, so Beate Saupe von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Ob ein Angebot tatsächlich besonders günstig ist, können Verbraucherinnen und Verbraucher nur durch einen Preisvergleich der verschiedenen Anbieter herausfinden. „Manche Angebote sind nur deshalb billiger, weil sie um bestimmte Leistungen wie Transfer und Verpflegung gekürzt werden“, so Saupe weiter. Bei einem Vergleich sollten daher das Komplettpaket und die einzelnen Leistungen genau angesehen und die eigenen Prioritäten berücksichtigt werden.

Last-minute-Bucher haben die gleichen Rechte wie Urlauber, die eine Reise langfristig gebucht haben. Beanstandungen können reklamiert werden, wenn das Angebot nicht den Vereinbarungen entspricht. Und im Falle höherer Gewalt, wie beispielsweise beim Streik von Fluglotsen, kann der Reisevertrag bei einer erheblichen Beeinträchtigung der Reise gekündigt werden. Bei Reisen, die weniger als sieben Werktage vor der Abreise gebucht werden, muss der Reiseveranstalter keine Reisebestätigung ausstellen und auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht übermitteln. Es reicht aus, wenn der Veranstalter die Reiseunterlagen erst direkt vor der Abreise aushändigt, etwa am Flughafen.

Wie bei allen anderen Pauschalreisen muss auch bei einer Last-minute-Reise ein Sicherungsschein vorliegen. Dieser dient als Nachweis einer bestehenden Versicherung gegen Veranstalterpleiten. „Auch wenn die Zeit noch so drängt: Die gebuchte Reise sollte nur bezahlt werden, wenn gleichzeitig der Sicherungsschein ausgehändigt wird“, rät Saupe.

Verbraucher, die Fragen rund um das Reiserecht haben, können sich an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden. Außerdem gibt es noch bis zum 31. Dezember die Möglichkeit, Reiseanbieter oder andere Unternehmen für den Negativpreis „Prellbock 2015“ zu nominieren.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

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