Finanzielle Absicherung durch die richtige(n) Versicherung(en)

Wer durch Krankheit oder Unfall keiner oder nur noch wenige Stunden einer Arbeit nachgehen kann, gerät schnell in finanzielle Nöte. Die staatliche Absicherung durch die Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Die Mehrheit der Betroffenen bekommt deutlich weniger als tausend Euro im Monat. „Deshalb ist es sehr wichtig, rechtzeitig private Vorsorge mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu treffen“, sagt Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Leider gibt es jedoch beim Abschluss eines solchen Vertrages einige hohe Hürden zu nehmen. Die Verbraucherzentrale Sachsen hilft dabei, diese Hindernisse bestmöglich zu nehmen und fordert zugleich die (Wieder)Einführung eines gesetzlichen Berufsunfähigkeits-Grundschutzes für jedermann.“

Mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte nicht zu lange gewartet werden. Jeder weiß, mit steigendem Alter nehmen die Krankheiten zu. „Dann wird es nicht nur teurer, sondern es kann passieren, dass einem kein Vertrag mehr angeboten wird bzw. nur einer mit vielen Leistungsausschlüssen“, sagt Heyer. Keinesfalls sollten Verbraucher in diesen Fällen daran denken, bei der Beantwortung der im Antrag gestellten Gesundheitsfragen zu mogeln. Dies führt mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später dazu, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt. Dann ist gar nichts gekonnt. Bei Abschluss des Vertrages sollte darauf geachtet werden, dass die zu vereinbarende Rentenhöhe nicht zu niedrig und die Laufzeit des Vertrags ausreichend lang ist.

Doch auch wer glaubt, bei Vertragsabschluss alles richtig gemacht zu haben, ist vor Streit mit dem Versicherer nicht gefeit. In vielen Schadensfällen lehnen die Unternehmen erst einmal die Zahlung der vereinbarten Rente ab. So wird häufig darüber gestritten, ob tatsächlich 50 Prozent Berufsunfähigkeit vorliegt oder vielleicht nur 45 Prozent gegeben sind, wonach der Versicherer keine Zahlung vornehmen muss. Für eine solche – oft gerichtliche – Auseinandersetzung brauchen Betroffene nicht nur einen langen Atem, sondern wiederum Geld. Deshalb ist es grundsätzlich sinnvoll, einige Monate vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung bei einem zweiten Versicherer eine Rechtsschutzversicherung eingegangen zu sein, so dass in einem Prozess ggf. auch unabhängige Gutachten erstellt werden können.

Worauf beim Abschluss einer Rechtschutzversicherung zu achten ist und welche weiteren 10 Punkte bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ganz wichtig sind, kann in einer persönlichen Beratung in der Verbraucherzentrale Sachsen geklärt werden.

 Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

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