Verbraucherzentrale Sachsen prüft Standmitteilungen noch bis Ende November

Wer eine Lebens- oder Rentenversicherung besitzt, kennt ihn: Den Brief, den die Versicherer jedes Jahr herausschicken. Von den Unternehmen meistens als “Standmitteilung” bezeichnet, wird er oft auch als “Wertmitteilung” oder “jährliche Information” überschrieben. So bunt wie die Bezeichnungen, so unklar und verschieden sind auch die Angaben, die er enthält. Das sind meist viele Zahlen und Begriffe, die einem nicht jeden Tag begegnen. Doch was ist mit Überschussbeteiligung, Gewinnguthaben oder Ablaufleistung überhaupt gemeint?

Als Marktwächter Finanzen untersuchen die Verbraucherzentralen die Verständlichkeit von Standmitteilungen und die Verwertbarkeit der Informationen für die Verbraucher nun genauer. „Dabei benötigen wir die Unterstützung von Betroffenen, die uns ihre Standmitteilungen zur Verfügung stellen“, so Andrea Heyer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Wir bitten die Versicherten daher um ihre Mithilfe und rufen dazu auf, uns ihre Unterlagen zuzusenden.“

Wer zum Erfolg der Untersuchung beitragen möchte, sollte der Verbraucherzentrale Sachsen bis zum 30. November 2015 Kopien folgender Unterlagen zusenden:

Die Dokumente können postalisch (Verbraucherzentrale Sachsen, Beratungsstelle Weißwasser, Straße der Kraftwerker 11, 02943 Weißwasser), per E-Mail an: vzs.ww@vzs.de oder per Fax an: 03576-207046 gesendet werden.

Mit der Studie wollen die Verbraucherzentralen zu mehr Markttransparenz in diesem Versicherungssegment beitragen. Die Untersuchung aller eingesendeten Standmitteilungen wird durch die Verbraucherzentrale Hamburg im Rahmen des Projekts Marktwächters Finanzen durchgeführt. Die Verbraucherzentrale Sachsen unterstützt die norddeutschen Kollegen dabei.

Für eine persönliche Beratung zu Lebensversicherungen können sich sächsische Verbraucher an das landesweite Termintelefon: 0341-6962929 (Mo bis Fr 9 – 16 Uhr) wenden. Besonders verbraucherunfreundliche Anbieter können zudem branchenunabhängig noch bis Ende des Jahres für den Negativpreis Prellbock 2015 nominiert werden.

 

Über den Marktwächter Finanzen:

Der Marktwächter Finanzen ist ein Frühwarnsystem, mit dem der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen den Finanzmarkt aus Perspektive der Verbraucher beobachten und analysieren. Grundlage für diese Arbeit sind Verbraucherbeschwerden und empirische Untersuchungen. Mit seinen Erkenntnissen können auch Aufsichts- und Regulierungsbehörden wie zum Beispiel die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterstützt werden. Im Rahmen des Marktwächters Finanzen beobachten und analysieren fünf Schwerpunkt-Verbraucherzentralen ausgewählte Handlungsfelder des Finanzmarktes mit folgenden Zuständigkeiten: Baden-Württemberg für Geldanlage und Altersvorsorge, Bremen für Immobilienfinanzierung, Hamburg für Versicherungen, Hessen für den Grauen Kapitalmarkt sowie Sachsen für Bankdienstleistungen und Konsumentenkredite. Der Marktwächter Finanzen wird bis Ende 2017 mit rund 12,4 Millionen Euro gefördert durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

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