Stuttgart. Spannendes Finale der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship): Alle Titelentscheidungen in der stark besetzten und besonders hart umkämpften Klasse GTE-Pro fallen erst im letzten Saisonrennen am 21. November auf dem Bahrain International Circuit. Nach Siegen am Nürburgring, in Austin und zuletzt in Shanghai reist Porsche mit besten Meisterschaftschancen in den Wüstenstaat: Das Porsche Team Manthey, das in Bahrain zwei 470 PS starke 911 RSR einsetzt, liegt an der Spitze der Teamwertung. Richard Lietz ist Tabellenführer im FIA World Endurance Cup für GT-Piloten. Porsche ist bei den Herstellern mit vier Punkten Rückstand Zweiter. In Bahrain sind allerdings noch maximal 44 Herstellerpunkte zu holen.

Die Porsche-FahrerAuf dem 5,407 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs, der 2004 eine halbe Autostunde südwestlich der Hauptstadt Manama gebaut wurde, teilen sich Richard Lietz (Österreich) und Michael Christensen (Dänemark) das Cockpit des 911 RSR mit der Startnummer 91. Sie haben in dieser Saison bereits die Rennen am Nürburgring, in Austin und Shanghai gewonnen. Im zweiten 911 RSR (Nummer 92) wechseln sich ihre französischen Teamkollegen Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet ab. Zwei Kundenteams setzen den 911 RSR in der Klasse GTE-Am ein: Bei Dempsey Proton Racing vertritt Christian Ried (Schönebürg) in Bahrain den US-Schauspieler und Rennfahrer Patrick Dempsey (USA) und ist zusammen mit Patrick Long (USA) und Marco Seefried (Wildschönau) am Start. Abu Dhabi Proton Racing tritt mit Klaus Bachler (Österreich), Khaled Al Qubaisi (Abu Dhabi) und Marco Mapelli (Italien) an.Der Porsche 911 RSRDer 470 PS starke Porsche 911 RSR wurde auf Basis der Sportwagenikone 911 entwickelt, des weltweit erfolgreichsten und meistverkauften Straßensportwagens. Seine erste Rennsaison 2013 krönte er mit einem Doppelsieg bei den 24 Stunden von Le Mans (Klasse GTE-Pro). In der United SportsCar Championship in den USA und Kanada holte Porsche in dieser Saison alle Meistertitel in der Klasse GTLM. Der schnellste Rennelfer mit dem charakteristischen Sechszylinder-Boxermotor im Heck zeichnet sich durch konsequenten Leichtbau sowie eine ausgefeilte Aerodynamik aus. Die bei seiner Entwicklung und den Renneinsätzen gewonnenen Erkenntnisse fließen auch in die Konstruktion zukünftiger 911er-Generationen ein.Die ZeitenDas Sechsstundenrennen auf dem Bahrain International Circuit startet am Samstag, 21. November, um 15.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ). Eurosport überträgt ab 18.00 Uhr MESZ die letzte Rennstunde sowie die Siegerehrung live.Stimmen vor dem RennenDr. Frank-Steffen Walliser, Porsche-Motorsportchef: „Dieses Finale verspricht Spannung pur. Dass alle Titelentscheidungen in der Klasse GTE-Pro erst im letzten Rennen fallen, ist ein Indiz für die Stärke und Ausgeglichenheit des Starterfeldes speziell in dieser Kategorie sowie ein Ausdruck des harten Wettbewerbs, den sich Hersteller, Fahrer und Teams die ganze Saison über geliefert haben. Mit dem Sieg in Shanghai haben wir unsere Ausgangsposition im Titelkampf weiter verbessert. In Bahrain werden wir jetzt alles daransetzen, unsere Aufholjagd der zweiten Saisonhälfte zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen und alle drei Titel zu holen.“Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: „Dieses Finale wird eine echte Herausforderung. Das liegt zum einen an der besonderen Streckencharakteristik in Bahrain, die sehr hohe Anforderungen an die Bremsen stellt. Dazu kommen die extremen Temperaturen, die vor allem für die Reifen zum Problem werden können. Ganz entscheidend wird deshalb sein, wie gut wir den Reifenverschleiß in den Griff bekommen. Wir bereiten uns sehr fokussiert auf dieses letzte Rennen des Jahres vor. Der Sieg zuletzt in Shanghai hat dem Team jedenfalls noch einmal einen großen Motivationsschub gegeben.“Michael Christensen (911 RSR #91): „Bahrain war für uns im vergangenen Jahr kein gutes Pflaster. Davon werden wir uns aber nicht beeinflussen lassen. Wir haben in dieser Saison schon viele schwierige Situationen gemeistert und dabei wichtige Erfahrungen gesammelt. Die werden wir in Bahrain versuchen umzusetzen. Wir gehen voll konzentriert und hoch motiviert in dieses Saisonfinale.“Richard Lietz (911 RSR #91): „Die Strecke ist sehr hart zu den Reifen. Wir müssen deshalb versuchen, den 911 RSR so abzustimmen, dass wir mit einem Reifensatz eine gute Stunde fahren können. Die Gedanken an den möglichen Titelgewinn versuche ich so gut es geht auszublenden. Wir müssen ein fehlerfreies Rennen fahren, brauchen eine perfekte Strategie und sicherlich auch etwas Glück. Dann haben wir im Titelkampf alle Möglichkeiten.“Frédéric Makowiecki (Porsche 911 RSR #92): „In Bahrain steht für Porsche sehr viel auf dem Spiel. Doch wir sind gut vorbereitet und voll motiviert. Dank der großen Fortschritte, die wir nach Le Mans gemacht haben, reisen wir mit guten Meisterschaftschancen zum Saisonfinale. Natürlich wollen wir für Porsche so viele Titel wie möglich gewinnen. Wenn alles passt, kann uns das auch gelingen.“Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #92): „Ich mag die Strecke in Bahrain. Sie ist ein regelrechter Stop-and-Go-Kurs und entsprechend hart zu den Bremsen. Auf keiner anderen Strecke der WEC bremsen wir so oft und so hart. Eine vielleicht entscheidende Rolle spielen auch die Reifen. Doch da haben wir in diesem Jahr einen sehr guten Kompromiss gefunden, mit dem wir auch in Bahrain gut zurechtkommen sollten. Das wird ein sicherlich spannendes Saisonfinale.“Patrick Long (Porsche 911 RSR #77): „Ich freue mich darauf, erstmals seit 2004 wieder in Bahrain zu fahren. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll, eine echte Herausforderung. Die Reifen werden sicherlich eine entscheidende Rolle spielen. Wir hatten die Möglichkeit, auf der Strecke zu testen und sind entsprechend gut vorbereitet. Was Bahrain für mich so reizvoll macht, ist auch die Gastfreundschaft der Menschen dort.“Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WECIn der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, LMGTE-Pro (z.B. 911 RSR) und LMGTE-Am (z.B. 911 RSR auf Homologationsstand 2014). Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet.

Quelle: Porsche Motorsport

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