• Durchsuchungen in Riesa, Oschatz, Meißen und Leipzig
  • Quintett werden über 200 Straftaten vorgeworfen
  • Vier Männer und eine Frau werden Ermittlungsrichter vorgeführt

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Dresdner Polizei führen seit den frühen Morgenstunden einen Einsatz durch. Dabei wurden fünf Beschuldigte (vier Männer im Alter von 24, 27, 28, 28 Jahren und eine Frau im Alter von 23 Jahren) festgenommen. Außerdem wurden in Riesa, Meißen, Oschatz und Leipzig insgesamt elf Objekte (Wohnungen und Garagen) durchsucht.

Hintergrund des Einsatzes sind Ermittlungsverfahren gegen eine Riesaer Tätergruppierung. Die fünf Beschuldigten müssen sich unter anderem wegen Bandendiebstahls, gewerbsmäßigen Betruges, zahlreicher Eigentums- und Gewaltdelikte sowie Verstöße gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Derzeit werden dem Quintett über 200 Straftaten, die im Zeitraum 2014 und 2015 begangen wurden, vorgeworfen.

Die fünf Tatverdächtigen werden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden heute einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Einsatzkräfte stellten unter anderem eine Vielzahl gefälschter Ausweise und Führerscheine, Laminiergeräte und Scanner zur Herstellung der Fälschungen sowie Diebesgut sicher.

Die Beschuldigten sollen Mithilfe von Personendaten, die über das Internet zugänglich waren, Personalausweise und Bankkarten gefälscht haben. Damit sollen Quads, Motorräder und Pkws angemietet worden sein. Zudem sollen in Elektronikmärkten eingekauft und mit dem Abschließen von Kreditverträgen Bargeld erlangt worden sein..

Die Fahrzeuge sollen zur Begehung weiterer Straftaten, insbesondere für Einbruchsdiebstähle genutzt worden sein.  Den Beschuldigten wird vorgeworfen, bundesweit in Büros und Geschäfte eingebrochen zu sein. Sie hatten es dabei vor allem auf Tresore, Bargeld und Dokumente abgesehen. Die Polizei konnte bereits mehrere der genutzten Fahrzeuge sicherstellen. Dabei fanden die Beamten Waffen (z. B. Schreckschusspistolen, Springmesser oder Macheten) in den zurückgelassenen Fahrzeugen.

Eine Gesamtschadenssumme lässt sich derzeit nicht abschätzen.

Insgesamt waren ca. 145 Polizeibeamte an dem Einsatz beteiligt, darunter auch mehrere Spezialeinheiten der Sächsischen Polizei.

Quelle: PD Dresden

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