Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat die Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt im Asylbewerberheim in Zittau abgeschlossen und Anklage zum Landgericht Görlitz  erhoben.

Dem zur Tatzeit 21 Jahre alten und erheblich alkoholisierten Angeschuldigten, tunesischer Staatsangehörigkeit, wird vorgeworfen, am 7. Mai 2015 gegen 1.45 Uhr im Treppenhaus des Asylbewerberheimes in Zittau, Sachsenstraße, einen 31-jährigen Landsmann nach einem vorangegangenen Streit mit Faustschlägen und Fußtritten, insbesondere gegen den Kopf, sowie unter Einsatz einer zerbrochenen Wodkaflasche, mit der er dem Geschädigten Schnittverletzungen beibrachte, derart stark verletzt zu haben, dass Lebensgefahr eintrat. Nur durch eine sofortige medizinische Notfallversorgung konnte ein Erstickungstod des bewusstlosen Opfers durch Einatmung von Blut verhindert werden.

Dem Angeschuldigten wird daher versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Das Verfahren wird von der Jugendkammer des Landgerichts Görlitz geführt, da es mit zwei weiteren Verfahren verbunden wurde, in welchen dem Angeschuldigten unter anderem gefährliche Körperverletzung,  Körperverletzung und Diebstahl in sechs Fällen vorgeworfen werden.

Dem Angeschuldigten droht eine Freiheitsstrafe zwischen zwei und  15 Jahren.

Quelle: PD Görlitz /Staatsanwaltschaft

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