Ort: Leipzig, OT Zentrum-West, JahnalleeZeit: 06.10.2015, 04:35

Die Polizei wurde vom Securityteam darüber informiert, dass es in der Unterkunft in der Ernst-Grube-Halle aus bisher unbekannten Gründen zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei irakischen und zwei syrischen Bewohnern gekommen sei, in deren Folge die beiden irakischen Tatverdächtigen (25, 22) mit Aluminiumstangen auf die beiden syrischen Geschädigten eingeschlagen hätten. Die Aluminiumstangen sollen die beiden Tatverdächtigen zuvor von in der Halle aufgestellten Feldbetten abgebrochen haben. Die ersten Feststellungen der Beamten vor Ort bestätigten diese Angaben. Ein Syrer erlitt durch die Schläge schwere Kopfverletzungen, wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen. Ein zweiter Syrer erlitt leichte Kopfverletzungen. Die beiden mutmaßlichen Angreifer wurden durch die Verteidigungsversuche der beiden Angegriffenen ebenfalls leicht verletzt. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wurden die beiden irakischen Tatverdächtigen durch Polizeibeamte vorläufig festgenommen. Im Rahmen der sofort eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen wurde eine umfangreiche kriminaltechnische Tatortarbeit durchgeführt und Zeugen befragt.Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig noch am 06.10.2015 gegen die beiden irakischen Beschuldigten jeweils einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen. Durch den Ermittlungsrichter wurde bei den Beschuldigten der Haftgrund der Fluchtgefahr als gegeben angesehen. Beide Beschuldigten befinden sich jetzt in Untersuchungshaft.Die Ermittlungen zu den Hintergründen der den Beschuldigten zur Last gelegten Tat sowie zum mutmaßlichen Geschehensablauf dauern an. Ebenso wird geprüft, ob und inwieweit die Angaben der Beschuldigten zu ihrer Identität und ihren persönlichen Daten zutreffend sind. (Vo)

Nachtrag zum „Wandgeschehen“

Ort: Leipzig, OT Grünau-Nord, Großmiltitzer StraßeZeit: 06.10.2015, gegen 01:30 Uhr

Nachdem einer der Täter (Albaner, 22) gestern Nacht durch die Polizei gestellt werden konnte, verriet dieser in einer polizeilichen Vernehmung den Namen eines weiteren Mannes (Kosovare, 22), der ebenfalls an dem „Wanddurchbruch“ beteiligt gewesen war.Hierauf konnte die Polizei den Kosovaren in seiner Wohnung ergreifen und ebenfalls verhören. Auch er gestand die Tat und verriet den Ermittlern den Namen des dritten Täters (Kosovo-Albaner, 26).Nachdem die beiden 22-jährigen Männer nach sämtlichen polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, blieb der 26-Jährige in polizeilichem Gewahrsam. Eine Überprüfung seiner Person erbrachte schließlich den Hinweis, dass er per Haftbefehl zur Abschiebung gesucht wurde. Da in Sachsen keine Abschiebehafteinrichtung existiert, wurde der Beschuldigte nach einer Richtervorführung nach Neubrandenburg in die Abschiebehafteinrichtung Eisenhüttenstadt gebracht. Dort wird er nun auf einen neuerlichen Abschiebetermin warten müssen. (KG)

Quelle: PD Leipzig

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