Plauen/Zwickau/Klingenthal (ots) – Seit dem Montag letzter Woche ist die Zahl festgestellter Personen, die im Wege illegaler Migration nach Deutschland gelangten, auch im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Klingenthal stark gestiegen. Innerhalb dieses Siebentagezeitraumes wurden insgesamt 136 Personen aufgegriffen, darunter 17 Kinder. Allein am vergangenen Wochenende waren es 59 Personen. Auch diese kamen wieder aus den verschiedenen Krisengebieten der Welt, hauptsächlich aus Syrien. Darüber hinaus handelte es sich um Menschen aus Afghanistan, dem Irak sowie Pakistan. Im Zuge weiterer Ermittlungen wurden zudem drei Verfahren wegen Einschleusen von Ausländern eingeleitet. Örtlicher Schwerpunkt der Feststellungen waren dabei weiterhin die Regionalexpresszüge auf der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Plauen und Zwickau. Da alle Personen im Rahmen der polizeilichen Sachbearbeitung entsprechende Schutzersuchen äußerten, wurden sie nach Abschluss aller notwendigen Erstmaßnahmen an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach Chemnitz weitergeleitet. Unbegleitete Kinder und Jugendliche wurden in die Obhut des zuständigen Jugendamtes gegeben. Auch die Bundespolizeiinspektion Klingenthal trifft derzeit Vorkehrungen zur Durchführung von Grenzkontrollen in ihrem Zuständigkeitsbereich.

Davon betroffen sind die grenzüberschreitenden Straßenverbindungen, vornehmlich im Bereich ehemaliger Grenzübergänge. Reisende müssen daher mit entsprechenden Kontrollen rechnen und sind, wie bisher auch, verpflichtet, beim Überschreiten der Grenze ein gültiges Reisedokument mitzuführen.

BPOLI LUD: Polnischer und russischer Schleuser vorläufig festgenommen

   Görlitz (ots) – Einen 52-jährigen polnischen Schleuser nahm die Bundespolizei am Samstagvormittag bei Kodersdorf vorläufig fest. Der Mann hatte mit einem Mietwagen aus dem Zulassungsbereich Warschau sechs russische Staatsangehörige über die Autobahn bei Ludwigsdorf ins Bundesgebiet geschleust. Ersten Ermittlungen zufolge sollten die Geschleusten nach Nürnberg zu Bekannten gebracht werden. Inzwischen wurden sie an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übergeben.

   Vor wenigen Stunden klickten auf dem Autobahnrastplatz “Wiesaer Holz” die Handfesseln. Dort wurde ein 31-jähriger Russe wegen des Verdachts des Einschleusens vorläufig festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, mit seinem im Landkreis Bamberg zugelassenen 5er BMW eine russische Familie (Mutter, Vater, Kind) unerkannt nach Deutschland gebracht zu haben. Der Inhaber eines deutschen Aufenthaltstitels sowie dessen unerlaubt eingereisten Landsleute wurden zur Dienststelle mitgenommen.

Quelle: Bundespolizei

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