Gewinnspielschulden? – Betrüger unterwegs

Gewinnspielschulden? – Betrüger unterwegs

Ort: NaundorfZeit: 10.09.2015, gegen 09:00 Uhr

Betrüger haben es im Allgemeinen auf das Geld derer abgesehen, die sie über den Tisch ziehen wollen. Als unbescholtener Bürger hat man es da teilweise recht schwer, zwischen einem ehrlichen Anruf und einer betrügerischen Handlung zu unterscheiden. Die Mittel und Wege derer, die sich monetäre Vorzüge ergaunern wollen, werden dabei immer dreister. Die Täter scheuen nicht davor zurück, sich als Enkel, Bankangestellter, Polizist oder gar Rechtsanwalt auszugeben. Im vorliegenden Fall waren es gleich zwei Rollen, die die Betrüger einnahmen. Doch beginnen wir von vorn:

Am Donnerstagvormittag erhielt eine 59-Jährige Frau aus Naundorf einen Anruf der Sparkasse aus Rochlitz. Der Bankangestellte (!) teilte ihr mit, dass er einen Anruf der Staatsanwaltschaft aus München erhalten habe. Hierbei wurde ihm mitgeteilt, dass er das Konto der 59-Jähirgen sperren solle. Sie selbst solle sich augenblicklich mit der Staatsanwaltschaft in München in Verbindung setzen, um die Sperrung abzuwenden. Am Telefon derart geschockt und unter Druck gesetzt, wählte sie die Münchner Nummer. Dabei wurde ihr Einwand, dass sie gar nicht Kunde in Rochlitz sei beiseite gewischt – Sperrungen würden zentral in Rochlitz erfolgen – auch für andere Sparkassen.

Über die Münchner Nummer meldete sich sodann ein angeblicher Staatsanwalt (!) der Staatsanwaltschaft aus München. Dieser erklärte der verwirrten Frau am Telefon, dass sie im Jahre 2011 an einem telefonischen Gewinnspiel der Firma win24 teilgenommen habe. Durch die Teilnahme daran wären Schulden in Höhe von über 8.000 Euro entstanden. Hierauf wandte die 59-Jährige ein, nie eine Rechnung erhalten zu haben. Der „Staatsanwalt“ ging auf diesen Einwand gar nicht ein, sondern meinte, er könne sich mit dem Anwalt der Firma in Verbindung setzen, um einen Vergleich zu erwirken – er würde sich dann in Kürze wieder bei ihr melden. Dem stimmte die Frau zu – mittlerweile vollkommen perplex über das Geschehen.

Bereits eine halbe Stunde später (!) rief der „Münchner Staatsanwalt“ erneut an und teilte der 59-Jährigen mit, dass er einen Vergleich abschließen konnte. Er hätte erreicht, dass sie nur noch 4.325 Euro zahlen müsse. Nun käme aber der Haken an der Sache. Die Firma win24 hätte ihren Sitz in Österreich. Eine Überweisung von ihrer Bank dorthin würde zu lange dauern, da das Geld sofort benötigt werde, um die Sperrung ihres Kontos zu verhindern. Sie müsse die geforderten Schulden also Bar begleichen – und das so bald wie möglich! Nebenbei wurde ihr erklärt, dass sie ihre Rechtsschutzversicherung hierfür gar nicht belästigen bräuchte, da die ohnehin wegen einer Zivilrechtssache nicht dafür aufkäme. Sollte sie den Vergleich ausschlagen, würden die Kosten plus Gebühren und Verfahrenskosten über 10.000 Euro hochsteigen. Eingeschüchtert fragte die 59-Jährige wie sie nun das Geld übergeben könne. Darauf wurde ihr erklärt, dass sich am Folgetag jemand bei ihr melden würde und das Gespräch wurde beendet.

Nach diesem Telefonat rief die 59-Jährige nun bei ihrer Bank an und schilderte den Fall. Ein echter Bankangestellter beschied ihr daraufhin, dass es sich um einen Betrug handeln würde und sie sofort die Polizei verständigen solle. Gesagt getan – die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Betruges.

Heute rief der unbekannte Täter im Übrigen erneut bei der Frau an. Diese erzählte ihm bestimmt, dass sie Anzeige bei der Polizei erstattet habe und ließ sich auch nicht davon einschüchtern, als der Anrufer meinte, dass der Fall damit nun an das Bundeskriminalamt übergeben werde.

Die Polizei rät: Lassen sie sich nicht am Telefon unter Druck setzen! Sollte es sich tatsächlich um eine Zivilrechtssache handeln, wird diese auch nicht ans Bundeskriminalamt überwiesen. Nehmen Sie Rücksprache mit den Sachbearbeitern ihres Vertrauens ihrer Bank! Übergeben sie keine Geldbeträge in Bar! Das sind eindeutige Anzeichen dafür, dass Sie betrogen werden sollen. (KG)

Quelle: PD Leipzig

Turnhalle auf dem Campus Scheffelberg der Westsächsischen Hochschule in Zwickau wird Notquartier für Asylbewerber

Turnhalle auf dem Campus Scheffelberg der Westsächsischen Hochschule in Zwickau wird Notquartier für Asylbewerber

Die Landesdirektion Sachsen wird Asylbewerber vorübergehend in der Turnhalle auf dem Gelände  der Westsächsischen Hochschule Zwickau unterbringen. In Abhängigkeit von der Zahl der in den nächsten Stunden und Tagen neu in Sachsen eintreffenden Asylbewerber wird die Belegung im Verlaufe des bevorstehenden Wochenendes oder zum Anfang der kommenden Woche beginnen. Insgesamt sollen bis zu 250 Asylbewerber in der Notunterkunft, die sich direkt auf dem Campus der Hochschule am Zwickauer Scheffelberg befindet, ein Quartier erhalten.

Gegenwärtig werden am Unterbringungsort die erforderliche soziale und medizinische Betreuung, der Wachdienst sowie die Verpflegung für neu ankommende Asylbewerber vorbereitet. Betreuer vor Ort wird das Deutsche Rote Kreuz sein.

Hintergrund der Notunterbringung in Zwickau ist der unverändert hohe Zustrom von Asylbewerbern nach Sachsen. Die in den letzten Wochen und Monaten immer wieder erweiterten Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtung sind permanent im Grenzbereich beansprucht. Gegenwärtig ist täglich ist mit dem Eintreffen von bis zu 300 neuen Asylbewerbern in Sachsen zu rechnen. Hinzu kommen weitere Neuankömmlinge, die in Ungarn zunächst gestrandet waren, dann nach München per Zug gereist sind und nun von dort aus weiter in die Bundesländer verteilt werden.

In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres hat der Freistaat Sachsen mehr als 14.500 Asylbewerber neu aufgenommen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 4900. In den letzten Wochen hat sich die Dynamik des Zugangs noch einmal deutlich erhöht. Allein im Juli sind mehr als 4.000 neue Asylbewerber nach Sachsen gekommen. Die Erstaufnahmeeinrichtung ist momentan mit mehr als 8500 Asylbewerbern belegt. Zur Vermeidung von Obdachlosigkeit nimmt die Landesdirektion Sachsen daher die kurzfristig verfügbaren Unterbringungsmöglichkeiten auf dem Campus der Zwickauer Hochschule in Anspruch.

Der Studienbetrieb wird in Zwickau wie geplant ab Ende September ohne Einschränkungen beginnen. Durch die Stadt Zwickau werden für die Sportvereine und –gruppen, die derzeit die Scheffelberghalle nutzen, Ausweichmöglichkeiten gesucht.

Quelle: LANDESDIREKTION SACHSEN

Schlagabtausch an der Spitze – Volkswagen Trio in Australien auf Podiumskurs, Ogier vorn

Schlagabtausch an der Spitze – Volkswagen Trio in Australien auf Podiumskurs, Ogier vorn

  • 14 Positionswechsel innerhalb der Top Drei auf den ersten zwölf Prüfungen
  • Auf Nachtprüfung die Führung erobert: Sébastien Ogier liegt in Down Under an der Spitze
  • Drei Zehntelsekunden trennen die ersten Zwei, gut neun Sekunden die Top Vier

Wolfsburg (12. September 2015). Die FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) steht vor einem packenden Finaltag bei der Rallye Australien. Vier Fahrer/Beifahrer-Duos haben auf den abschließenden fünf Sonderprüfungen mit 68,76 Kilometern gegen die Uhr am Sonntag realistische Chancen auf den Sieg – darunter alle drei Volkswagen Paarungen. Nach 242,60 von 311,36 WP-Kilometern trennen die neuen Führenden, Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) im Polo R WRC, nur drei Zehntelsekunden von Kris Meeke/Paul Nagle (GB/IRL, Citroën) und nur weitere 2,3 Sekunden von ihren Volkswagen Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN). Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (N/N) liegt im dritten World Rally Car aus Wolfsburg auf der vierten Position – nur 9,1 Sekunden hinter der Spitze.Bereits die ersten beiden Tage der Rallye Australien, dem zehnten Saisonlauf zur Rallye-WM, entwickelten sich zum Krimi. Auf den teils schnellen, weitläufigen Schotterpisten über offenes Gelände sowie engen, winkligen Passagen durch Eukalyptuswälder, wechselten auf den ersten zwölf Sonderprüfungen allein auf den Podiumsrängen 14 Mal die Positionen. Die knappe Führung von Sébastien Ogier von nur drei Zehntelsekunden – auf der abschließenden Nachtprüfung des Samstags erobert – bedeutet einen Vorsprung von gerade einmal 8,61 Metern, also zwei Fahrzeuglängen. Das entspricht 0,004 Prozent der bisher zurückgelegten Gesamtdistanz.Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1„Nach zwei Tagen an der Spitze zu sein, hätte ich bei diesen schwierigen Bedingungen nicht erwartet. Aus dem Grund bin ich mit der Ausgangsposition für den letzten Tag natürlich super glücklich. Dass Stéphane Lefebvre als erstes Auto vor mir gestartet ist, hat in jedem Fall geholfen. Vor allem im zweiten Durchgang konnte ich seiner Linie folgen. Dazu kam eine gute Reifenwahl am Morgen mit einem Mix aus weichen und harten Reifen. Für unser Team sieht es in Sachen Hersteller-Titel sehr gut aus. Aber natürlich wollen Julien und ich uns jetzt auch den Fahrer- und Beifahrer-Titel sichern. Wir können es schaffen, wenn wir vor Jari-Matti ins Ziel kommen – und das ist nur sicher, wenn wir gewinnen. Das ist das Ziel für den Finaltag. Es wird spannend, so viel steht fest.“Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2„Die Abstände zwischen den ersten vier Fahrern sind auch nach zwei Tagen minimal und somit wird alles am Sonntag entschieden. Wir haben uns auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition erarbeitet, um morgen um den Sieg bei der Rallye Australien zu kämpfen. Nachdem wir gestern sogar geführt hatten, war heute nicht 100-prozentig unser Tag. Auf den langen ‚Nambucca‘-Wertungsprüfungen habe ich meinen Rhythmus nicht gefunden. Da hatte ich mir mehr erhofft. Alles in allem können wir aber zufrieden sein, morgen steht ein wahrer Thriller an. Und ich bin nicht hier, um Zweiter zu werden.“Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9„Insgesamt habe ich mich heute wieder an die Spitze herangearbeitet und habe Zeit gutgemacht. Vor allem am Morgen hatte ich ein gutes Tempo. Doch in der Nachtprüfung habe ich einiges davon wieder eingebüßt. Meine Scheinwerfer waren etwas zu tief eingestellt und zusammen mit dem in den Wäldern hängenden Staub war es sehr schwer, die Bremspunkte auszumachen. Unter diesen Bedingungen ist es dann nicht leicht, Boden gut zu machen. Aber: Wir sind noch mit im Geschäft und werden definitiv nicht aufgeben. Morgen liegt noch ein großer Rallye-Tag vor uns. Den wollen wir nutzen. Alles ist noch möglich.“Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor„Eines kann man unseren Fahrern definitiv nicht vorwerfen: zu wenig Einsatz zu zeigen. Vom allerersten bis zum letzten Meter am heutigen Tag haben sie einfach alles gegeben, um den Nachteil, die Route zu eröffnen, wieder wettzumachen. Das ist ganz großer Sport. Sie haben sich mit Mut und Leidenschaft in eine gute Ausgangsposition gebracht, auch am abschließenden Rallye-Sonntag mit um den Sieg zu kämpfen. Es wird bis zur letzten Sekunde spannend bleiben. Unser Ziel ist, alle drei Titel hier frühzeitig zu gewinnen – und das ist nach Stand der Dinge morgen möglich. Doch auch am Sonntag gilt: Alle im Team müssen noch einmal einen Null-Fehler-Job abliefern, damit wir am Ende etwas zu feiern haben.“Und da war dann noch …… ein Red-Bull-Cap. Die rutschte im Polo R WRC von Andreas Mikkelsen während des zweiten Durchgangs der Monster-Prüfung „Nambucca“ unter die Pedale und musste vom Norweger bei vollem Rallye-Tempo mit dem Fuß wegbefördert werden. Doch das war nur Teil zwei der Geschichte. Teil eins: Auf der Vormittagsschleife hatte Mikkelsen die besagte Kappe gar nicht erst mit an Bord. Die hatte sich beim Frühstück aus Versehen Teamkollege Jari-Matti Latvala gegriffen – und repräsentierte damit für ein paar Stunden unbeabsichtigt die persönlichen Sponsoren von Mikkelsen.Und da war dann außerdem noch …… ein kleiner Reminder. Denn auf dem Motorrad, mit dem Jost Capito an die Wertungsprüfungen fährt, hatte der Volkswagen Motorsport-Direktor einen Hinweis befestigt. Einen großes L mit einem Pfeil nach links erinnert ihn stets daran, auf welcher Seite der Straße er in Down Under zu fahren hat.

FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC),Rallye Australien – Ergebnisüberblick
Freitag,11. September 2015km#1Ogier/Ingrassia#2Latvala/Anttila#9Mikkelsen/Fløene
WP 01Utungun 107,88P08(+ 3,9 Sek.)P06(+ 3,3 Sek.)P02(+ 0,7 Sek.)
WP 02Bakers Creek 116,75P08(+ 9,2 Sek.)P05(+ 6,8 Sek.)P06(+ 7,5 Sek.)
WP 03Northbank 108,42P07(+ 6,2 Sek.)P06(+ 5,3 Sek.)P04(+ 3,7 Sek.)
WP 04Newry Long 129,51P02(+ 0,4 Sek.)P03(+ 3,2 Sek.)P04(+ 6,3 Sek.)
WP 05Utungun 207,88P07(+ 3,2 Sek.)P01P04(+ 2,1 Sek.)
WP 06Bakers Creek 216,75P04(+ 3,9 Sek.)P01P02(+ 1,5 Sek.)
WP 07Northbank 208,42P03(+ 1,1 Sek.)P01P02(+ 0,9 Sek.)
WP 08Newry Long 229,51P01P02(+ 4,7 Sek.)P04(+ 13,5 Sek.)
GesamtwertungP02(+ 4,6 Sek.)P01P04(+ 12,9 Sek.)
Samstag,12. September 2015km#1Ogier/Ingrassia#2Latvala/Anttila#9Mikkelsen/Fløene
WP 09Nambucca 150,80P05(+ 13,2 Sek.)P06(+ 16,8 Sek.)P02(+ 4,6 Sek.)
WP 10Valla 107,94P06(+ 2,3 Sek.)P03(+ 1,7 Sek.)P07(+ 3,9 Sek.)
WP 11Nambucca 250,80P01P04(+ 3,5 Sek.)P03(+ 3,4 Sek.)
WP 12Valla 207,94P01P02(+ 0,7 Sek.)P07(+ 4,4 Sek.)
GesamtwertungP01P03(+ 2,6 Sek.)P04(+ 9,1 Sek.)

Quelle: Volkswagen Motorsport

Bewerbungen für die Sächsische Sicherheitswacht

Bewerbungen für die Sächsische Sicherheitswacht

Polizeidirektion Zwickau – (am) Für die Revierbereiche Auerbach, Plauen, Zwickau, Glauchau und Werdau sucht die Polizeidirektion Zwickau weibliche und männliche Interessenten für die Sächsische Sicherheitswacht.Die Bewerber sollten sich eine Streife in Fußgängerzonen, Park- und Kleingartenanlagen, Wohngebieten oder auf Kinderspielplätzen zutrauen und darüber hinaus die Polizei bei der Absicherung von Veranstaltungen unterstützen. In erster Linie werden die Sicherheitswächter als Ansprechpartner für die Bürger vor Ort tätig, können Befragungen, bei Störungen auch Identitätsfeststellungen, vornehmen sowie Platzverweise aussprechen. Die Tätigkeit in der Sächsischen Sicherheitswacht ist ehrenamtlich.Bevor die Bewerber als Angehöriger der Sächsischen Sicherheitswacht tätig werden, durchlaufen sie eine ca. 50-stündige Ausbildung, welche mit einem mündlichen Abschlussgespräch beendet wird. Als Ausbildungsbeginn ist das 4. Quartal 2015 vorgesehen.Im jeweils zuständigen Polizeirevier werden die Sicherheitswächter vorwiegend nachmittags, in den frühen Abendstunden sowie an Wochenenden und Feiertagen, unter Berücksichtigung der örtlichen und zeitlichen Schwerpunkte, eingesetzt. Die Einsatzstunden, für welche es eine Aufwandsentschädigung gibt, werden durch einen Dienstplan festgelegt. Die Polizeidirektion Zwickau freut sich auf engagierte, verantwortungsbewusste Bewerber. Interessenten werden gebeten ihre Bewerbungen bis zum 25. September 2015 an diePolizeidirektion ZwickauReferat 1Lessingstraße 1708058 Zwickauzu senden.

Außergewöhnlicher Auftakt in Australien – Latvala vorn, Ogier und Mikkelsen auf Podiumskurs

Außergewöhnlicher Auftakt in Australien – Latvala vorn, Ogier und Mikkelsen auf Podiumskurs

  • Latvala/Anttila führen zehnten Saisonlauf der Rallye-WM mit knappem Vorsprung an
  • Platz drei und vier: Ogier/Ingrassia und Mikkelsen/Fløene nach Tag eins auf Podiumskurs
  • Herkulesaufgabe gemeistert: WM-Ersten, -Zweiten und -Dritten trotzen Bedingungen

Wolfsburg (11. September 2015). Auf den letzten Metern des Tages die knappe Führung übernommen: Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) liegen nach dem ersten von drei Tagen bei der Rallye Australien an der Spitze. Sie meisterten – wie ihre Volkswagen Teamkollegen Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) als Dritte und Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (N/N) als Vierte – damit eine wahre Herkulesaufgabe erfolgreich. Als Führende in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) hatten die drei Duos mit ihren Polo R WRC die Ehre, die Route zu eröffnen. Eine Aufgabe mit Fluch und Segen zugleich: Über weite Strecken des Eröffnungstages mit 125,12 Prüfungskilometern fegten sie die Schotterpisten für ihre nachfolgenden Konkurrenten vom losen Schotter frei und machten sie damit schneller für ihre Gegner. Sie profitierten allerdings auf der abschließenden Sonderprüfung des Tages auch vom aufgewirbelten Staub, der einigen Nachfolgenden die Sicht erschwerte. Latvala/Anttila nehmen eine knappe Führung von zwei Sekunden auf Kris Meeke/Paul Nagle (GB/IRL, Citroën) mit in den Rallye-Samstag und weitere 2,6 auf ihre Volkswagen Teamkollegen Ogier/Ingrassia. Mikkelsen/Fløene folgen mit einem Rückstand von lediglich 12,9 Sekunden auf die Spitze.Die Rallye Australien entwickelte sich am ersten Tag zu einem wahren Krimi. Sowohl Hyundai als auch Citroën und Volkswagen stellten die zwischenzeitlichen Führenden. Nach dem ersten Drittel befinden sich die drei Marken innerhalb von nur 15,9 Sekunden auf den ersten fünf Plätzen in einem engen Schlagabtausch.Der kommende Rallye-Samstag bietet den Teilnehmern echte Herausforderungen: Die für Australien ikonische Prüfung „Nambucca“ – mit 50,80 Kilometern längste der Rallye – steht zweimal auf dem Programm. Der zweite Durchgang von „Valla“ wird zudem in absoluter Dunkelheit ausgetragen.Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1„Wir können mit dem ersten Tag in Down Under extrem zufrieden sein. Julien und ich haben alles gegeben, wir sind absolut am Limit gefahren. Die Strecken hier in Australien sind unglaublich schön, aber gleichzeitig extrem schwierig. Es liegt viel loser Schotter auf den Prüfungen, wodurch es für die zuerst startenden Autos sehr rutschig ist. Wir sind dadurch häufig so dicht am Limit gewesen, dass es auch mal knapp war zwischendurch. Trotzdem bin ich am Ende des ersten Tages wirklich glücklich mit unserer Platzierung. Mein Ziel hier ist immer noch der Sieg. Das wird nicht einfach, aber eine Chance haben wir immer. Morgen erwartet uns mit der 50 Kilometer langen ‚Nambucca‘-Prüfung erneut eine sehr harte Aufgabe – gleichzeitig aber auch die spektakulärste.“Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2„Ein guter erster Rallye-Tag! Am Vormittag ging es vor allem darum, den Reifenverschleiß in Grenzen zu halten. Das Grip-Niveau war überraschend hoch, obwohl es durch den Staub auf der Oberfläche erst einmal rutschig war. Und somit auch der Abrieb mit den weichen Reifen. Noch dazu mussten die ersten Fahrzeuge die Strecke freifegen und das wirkte sich negativ auf die Zeiten aus. Über den Nachmittag habe ich den Rückstand wieder wettmachen können. Die Ausgangsposition ist natürlich gut, aber es warten noch einige Herausforderungen auf uns. Mit zweimal ‚Nambucca‘ stehen uns morgen die längsten Wertungsprüfungen der Rallye noch bevor.“Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9„Wir haben heute alles gegeben, um in Schlagdistanz zur Spitze zu bleiben. Die Route gemeinsam mit meinen Teamkollegen zu eröffnen, gehörte auf den ersten drei Prüfungen heute zu den schwersten Aufgaben des Jahres. Leider habe ich mir schon auf dem ersten Kilometer am Morgen selbst ein Bein gestellt. Auf dem kurzen Asphalt-Stück habe ich meine Reifen etwas zu sehr rangenommen und musste den Rest der Vormittagsschleife deshalb etwas vorsichtiger fahren, als mir lieb war. Am Nachmittag haben wir ebenfalls alles gegeben, um vorn dabei zu bleiben, doch das Grip-Niveau wechselte permanent und war schwer einzuschätzen. Auf der letzten Prüfung haben wir durch sehr seltsames Handling viel Zeit verloren und werden im Abendservice überprüfen, was genau das Problem war. Nicht optimal, aber wir werden morgen wieder attackieren.“Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor„Hut ab vor unseren Fahrern. Sie haben heute alle drei herausragende Arbeit geleistet. Die Strecke hier speziell auf den ersten drei Wertungsprüfungen zu eröffnen, war keine leichte Sache. Auf dem losen Schotter war es schwierig, Top-Zeiten zu fahren und obendrein haben sie auch noch die Straßenkehrer für die nachfolgende Konkurrenz gespielt. Diese Ehre kommt den WM-Führenden nun einmal zu und wir gehen diese Herausforderung gern an. Die letzten Kilometer des Tages kam uns diese Rolle sogar entgegen, weil immer mehr hängende Staubwolken die Sicht für die Nachfolgenden etwas behinderten. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Zwischenstand. Unser Ziel, alle drei WM-Titel schon hier in Australien dingfest zu machen, ist derzeit in Reichweite. Aber es ist auch nur das: ein Zwischenstand. Wir müssen weiter als gesamtes Team akribisch arbeiten, um das Ziel zu erreichen. Wir freuen uns darauf.“Und da waren dann noch …… die (nicht gerade) üblichen Verdächtigen. Denn am Donnerstagabend, unmittelbar nach dem zeremoniellen Start in Downtown Coffs Harbour und auf dem Weg zurück in den Servicepark, musste Andreas Mikkelsen mit seinem Polo R WRC einen unverhofften Stopp einlegen. Die örtliche Polizei hatte den WM-Dritten angehalten – zwecks Alkoholkontrolle. Mikkelsen passierte den Test ohne weitere Beanstandung. „Ich bin geradeso unterhalb des erlaubten Werts geblieben“, so der Norweger augenzwinkernd. Der liegt in Australien bei 0,01 Promille.

FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC),Rallye Australien – Ergebnisüberblick
Freitag,11. September 2015km#1Ogier/Ingrassia#2Latvala/Anttila#9Mikkelsen/Fløene
WP 01Utungun 107,88P08(+ 3,9 Sek.)P06(+ 3,3 Sek.)P02(+ 0,7 Sek.)
WP 02Bakers Creek 116,75P08(+ 9,2 Sek.)P05(+ 6,8 Sek.)P06(+ 7,5 Sek.)
WP 03Northbank 108,42P07(+ 6,2 Sek.)P06(+ 5,3 Sek.)P04(+ 3,7 Sek.)
WP 04Newry Long 129,51P02(+ 0,4 Sek.)P03(+ 3,2 Sek.)P04(+ 6,3 Sek.)
WP 05Utungun 207,88P07(+ 3,2 Sek.)P01P04(+ 2,1 Sek.)
WP 06Bakers Creek 216,75P04(+ 3,9 Sek.)P01P02(+ 1,5 Sek.)
WP 07Northbank 208,42P03(+ 1,1 Sek.)P01P02(+ 0,9 Sek.)
WP 08Newry Long 229,51P01P02(+ 4,7 Sek.)P04(+ 13,5 Sek.)
GesamtwertungP02(+ 4,6 Sek.)P01P04(+ 12,9 Sek.)

Quelle: Volkswagen Motorsport