Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft geht mit dem richtungsweisenden Rennen in den österreichischen Alpen am 5./6. September in die entscheidende Phase. Der WM-Führende Paul Bonhomme (Großbritannien) spürt den Atem des Australiers Matt Hall und des Österreichers Hannes Arch im Nacken. Beide werden alles versuchen, das Rennen auf dem Red Bull Ring in Spielberg zu gewinnen und damit ihre Chancen auf den WM-Titel zu wahren.

SPIELBERG, Österreich – Bonhomme strebt in Österreich nach Wiedergutmachung: Vor einem Jahr verpasste der Brite in der Heimat von Arch den Sprung in das Final 4, wurde nur Fünfter. Bonhomme rutschte dadurch im WM-Ranking hinter seinen Landsmann Nigel Lamb und Arch auf Rang drei ab. Der Traum vom dritten WM-Titel in Folge zerplatzte. Der Österreicher Hannes Arch, 2008 Weltmeister und in dieser Saison bereits mit zwei Siegen geschmückt, weiß, dass er mit einem Sieg und damit zwölf WM-Punkten weiter im Rennen im Kampf um den WM-Titel bleibt.Derzeit führt Bonhomme das WM-Ranking bei noch drei ausstehenden Rennen mit 46 Punkten an. Rang zwei belegt der Australier Matt Hall mit 38 Punkten vor Arch mit 30 Zählern. Der immer angriffslustige Martin Sonka aus der Tschechischen Republik rangiert zurzeit auf Rang vier (18 Punkte), Fünfter ist Nigel Lamb (17).“Ich freue mich auf das Rennen in Spielberg. Mit einem Sieg im Rücken geht man immer entspannter in das nächste Rennen”, sagt Bonhomme, mit 18 Siegen in seiner Laufbahn der erfolgreichste Pilot aller Zeiten. In Ascot musste Bonhomme zunächst zittern, traf er in der ersten K.o.-Runde, der Round of 14, auf Arch, der im Qualifying aufgrund technischer Probleme nur Letzter geworden war. Im Duell Mann gegen Mann trumpfte Arch dann auf, flog mit neuem Streckenrekord auch Bonhomme davon, der als „Fastest Loser“ noch den Sprung in die Round of 8 perfekt machte. Dort kam es zum erneuten Duell zwischen Arch und Bonhomme. Letzterer war zuerst an der Reihe, flog eine gute Zeit. Als nächstes war Arch gefordert, doch dessen Motor streikte, sprang nicht an. Für Bonhomme der Freifahrtschein Richtung Final 4, das er am Ende auch gewann.„Es ist frustrierend, nicht starten zu können“, so Arch, der in diesem Jahr die Rennen in Rovinj und Budapest gewinnen konnte. „Aber das spornt mich an, macht mich hungrig auf den nächsten Sieg – und es ist gut, beim Heimrennen hungrig zu sein.“Die insgesamt 14 Piloten aus 11 Nationen navigieren beim Red Bull Air Race, der offiziellen Weltmeisterschaft der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis 370 km/h nur wenige Meter über dem Boden bzw. Wasser durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht, und erreichen dabei Fliehkräfte von bis zu 10G.WM-RANKING: 1. Paul Bonhomme (GBR) 46 Punkte, 2. Matt Hall (AUS) 38, 3. Hannes Arch (AUT) 30, 4. Martin Sonka (CZE) 18, 5. Nigel Lamb (GBR) 17, 6. Pete McLeod (CAN) 14, 7. Matthias Dolderer (GER) 12, 8. Yoshihide Muroya (JPN) 11, 9. Nicolas Ivanoff (FRA) 11, 10. Michael Goulian (USA) 8, 11. Peter Besenyei (HUN) 8, 12. Kirby Chambliss (USA) 2, 13. Juan Velarde (ESP), 14. Francois Le Vot (FRA)

Quelle: Red Bull Air Race

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