Pirna, Breitenau (ots) – Die Beamten der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel kamen in den letzten Stunden nicht zur Ruhe.

Verantwortlich dafür waren mehrere Feststellungen von unerlaubt eingereisten Personen im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel.

   Der Schwerpunkt der Feststellungen lag dabei zum wiederholten Male im Bereich Breitenau auf der Bundesautobahn 17. In diesem Bereich wurden seit Dienstagabend insgesamt 34 Personen syrischer, afghanischer und irakischer Herkunft festgestellt.

   Den Anfang machte am Dienstag (01. September 2015) gegen 21:30 Uhr eine vierköpfige irakische Personengruppe. Weiter ging es am Mittwoch, als die Beamten gegen 03:30 Uhr erneut drei irakische Staatsangehörige in einem PKW feststellten. Am gleichen Tag versuchten gegen 07:00  Uhr nochmals drei irakische Staatsangehörige ins Bundesgebiet einzureisen. Gegenüber den Beamten wiesen sie sich diese drei Personen mit schwedischen Reisepässen aus. Die Beamten ließen sich aber nicht täuschen und stellten schnell fest, dass die vorgelegten Reisepässe nicht auf die im Fahrzeug befindlichen Personen ausgestellt waren. Die größte Feststellung des heutigen Tages war, als eine zivile Streife gegen 08:00 Uhr einen grenzüberschreitenden Linienbus kontrollierte und dabei insgesamt 23 unerlaubt eingereiste Personen feststellte.

   Doch auch abseits der Autobahn hatten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel kaum Zeit um Luft zu holen.

Dank dem Hinweis eines aufmerksamen Bürgers konnten Dienstagnacht gegen 23:30 Uhr in der Ortslage Graupa sechs syrische Staatsangehörige festgestellt werden. Unter ihnen befand sich auch ein Kleinstkind im Alter von 10 Monaten. Am Bahnhof in Bad Schandau stellten Beamten gegen 10:30 Uhr noch weitere sechs syrische Staatsangehörige fest, welche kurz zuvor unerlaubt ins Bundesgebiet eingereist  waren.

   Diese hohe Anzahl an Feststellungen unerlaubt eingereister Personen stellte die Beamten dabei vor eine logistische Herausforderung. Alle 46 festgestellten Personen mussten in die hiesige Dienststelle nach Berggießhübel verbracht werden, damit sie dort durch die Bundespolizei erstversorgt und betreut werden konnten.

Danach folgte die erforderliche polizeiliche Sachbearbeitung. Das bedeutet, dass bei allen festgestellten Personen eine erkennungsdienstlichen Behandlung und polizeiliche Vernehmung durchgeführt wurde.

   Nach derzeitigem Stand haben alle Personen, welche aus Kriegs- und Krisengebieten stammen, ein Schutzersuchen gestellt und werden aus diesem Grund an die zentrale Erstaufnahmeeinrichtung nach Chemnitz weitergeleitet.

Quelle: Bundespolizei

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