Dresden / Pirna (ots) –   Heute Morgen, gegen 06:30 Uhr wurde auf dem Hauptbahnhof Dresden durch Bundespolizisten eine irakische Großfamilie festgestellt. Die 20 Personen, darunter 9 Kinder, wurden nach ersten Ermittlungen durch zwei Transporter mit ungarischen Kennzeichen nach Dresden gebracht. Im Anschluss wurden alle Personen im Stadtgebiet ausgesetzt und erreichten letztendlich den Hauptbahnhof Dresden. Eine Sofortfahndung nach den Menschenhändlern verlief zunächst ohne Feststellung.    Die Großfamilie befindet sich derzeitig in den Diensträumen der Bundespolizei Dresden und wird hier betreut. Die Ermittlungen dauern derzeitig an.    Rückblickend auf die vergangene Woche zeichnet sich ein ähnliches Bild im Hinblick auf die Feststellungszahlen ab. In den vergangenen sieben Tagen registrierte die Bundespolizei Dresden insgesamt 83 illegale Migranten. Der überwiegende Teil der Personen nutzte auch diesmal wieder die internationalen Reisezüge aus Ungarn.    Die Hauptherkunftsländer sind erneut Syrien (25 Personen) und Afghanistan (20 Personen). Bei den syrischen Migranten handelte es sich hauptsächlich um Familien. Vermehrt festgestellt wurden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan (acht Personen zwischen 14 und 17 Jahren). Diese werden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut der Jugendämter Dresden bzw. Pirna übergeben, wo sie weiter betreut werden.

   Weiterhin wurden auch Staatsangehörige aus der Dominikanischen Republik, Pakistan, Indien, Irak, Jemen, Ägypten, Somalia, Sudan, Eritrea, Marokko, Gambia, Ghana und Nigeria aufgegriffen.   Alle Personen äußersten ein Schutzersuchen und wurden, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Registrierung, an die Zentrale Ausländerbehörde des Landes Sachsen, in Chemnitz, weitergeleitet. Dort erfolgt die entsprechende Weiterverteilung innerhalb des Landes Sachsen, auf die Erstaufnahmeeinrichtungen.

15 Syrer im Stadtgebiet Pirna ausgesetzt

   Pirna (ots) – Am 25. August 2015 erhielt die Bundespolizeiinspektion Berggießhübel die Mitteilung, dass sich im Bereich der SB-Tankstelle in Pirna eine größere Personengruppe aufhält.   Als die Beamten vor Ort waren, stellten sie insgesamt 15 syrische Staatsangehörige fest, welche nicht über die notwendigen aufenthaltslegitimierenden Dokumente verfügten. Unter ihnen befanden sich insgesamt drei Frauen sowie acht Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwei und 16 Jahren.   Alle Personen wurden zur Betreuung und polizeilichen Sachbearbeitung in die Diensträume der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel verbracht. Da alle Personen im Rahmen der polizeilichen Befragung  ein Schutzersuchen äußerten, werden sie im Laufe des heutigen Tages an die zuständige Ausländerbehörde weitergeleitet.   Die weiteren Ermittlungen zum Hergang dieser Schleusung und den Hintermännern dauern derzeitig an. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die Personen vermutlich gegen Mitternacht im Stadtgebiet Pirna ausgesetzt.   Aus diesem Grund fragt die Bundespolizei: Wer kann sachdienliche Angaben zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen machen, welche mit der o.g. Schleusung in Verbindung stehen könnten?   Die kostenlose Rufnummer der Bundespolizei lautet 0800 – 6 888 000 / Die Rufnummer der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel lautet 035023 – 676 300.

Zwei Schleusungen innerhalb von neun Stunden vereitelt

  Görlitz (ots) – Innerhalb von neun Stunden vereitelte die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf zwei Schleusungen.

   Schleusung 1 Gestern Abend kurz vor 21.00 Uhr war es ein polnischer Pkw Toyota Avensis, der auf der Autobahn bei Ludwigsdorf die Aufmerksamkeit der Bundespolizisten erregte. Bei Kodersdorf wurden das Fahrzeug und dessen Insassen dann überprüft. Schnell stellte sich heraus, dass der russische Fahrer (36) seine russischen Passagiere ins Bundesgebiet eingeschleust hatte. Während sich drei geschleuste Erwachsene (zwei Frauen im Alter von 31 und 54 Jahren, ein Mann im Alter von 33 Jahren) sowie zwei geschleuste Kinder (drei und elf Jahre) im Fahrgastraum befanden, wurde ein 8-jähriges Kind schlafend im Kofferraum entdeckt. Nach vorläufiger Festnahme und Vernehmung des Schleusers wird dieser nun in die Republik Polen zurückgeschoben. Zudem wird die Bundespolizei ein Einreiseverbot für Deutschland für die nächsten vier Jahre gegen den Russen anordnen. Die unerlaubt eingereisten Frauen, Kinder sowie der Mann sind inzwischen an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übergeben worden.   Schleusung 2 Die zweite Schleusung wurde heute Morgen gegen 05.30 Uhr aufgedeckt. Auf Höhe des Rastplatzes “An der Neiße” hatte ich sich zuvor ein Streifenwagen an einen polnischen Hyundai Trajet “drangehangen” und folgte dem Kleinbus bis zur Autobahnabfahrt Kodersdorf. Dort wurde kurz darauf ein 27-Jähriger vorläufig festgenommen. Er hatte sechs Geschleuste (zwei Frauen, ein Mann, drei Kinder) an Bord seines Fahrzeuges. Die Geschleusten kommen ebenfalls aus Russland. Derzeit befinden sich alle Aufgegriffenen im Polizeigewahrsam und werden neben dem Schleuser gleichfalls vernommen.

Quelle: Bundespolizei

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